Wien

Lebensqualität in Wien aus gesundheitlicher Perspektive – eine Bestandsaufnahme



Bild 1: Wien Zentrum mit Stephansdom und Peterskirche; fotolia.com, © mRGB

Zum neunten Mal in Folge wurde Wien von der internationalen Beratungsagentur Mercer aus 231 Großstädten zur lebenswertesten Stadt der Welt für Expatriates gekürt. Ausschlaggebend dafür waren vor allem ihr großes Angebot an Einrichtungen für Kultur und Freizeit sowie der hervorragend organisierte öffentliche Nahverkehr und die gute Sicherheitslage. Dank dieser Faktoren positionierte sich die österreichische Metropole vor Zürich, Auckland und München sowie Vancouver. Eine beachtenswerte Leistung, die zeigt, welche große Bedeutung Wien auch heute noch hat.
 
   Die oben genannten Faktoren tragen mit dazu bei, dass sich Wien als attraktiver Wohnort etabliert hat, der Menschen aus allen Teilen der Welt anzieht. Doch wie sieht es in anderen Bereichen aus, zum Beispiel in Bezug auf die Gesundheit? Schließlich spielt auch dieser Punkt eine wichtige Rolle für die Lebensqualität in einer Stadt. Für mehr und mehr Menschen wird der Aspekt der Gesundheitsversorgung zunehmend entscheidend bei der Wohnortwahl. Im Folgenden soll ein Überblick über Umweltbelastungen für die Gesundheit, die Gesundheitsversorgung und demografische Entwicklungen in Wien gegeben werden. So können sich Einwohner und auch Außenstehende ein besseres Bild von den Gründen machen, aufgrund deren Wien zu den beliebtesten Städten der Welt gehört.
 

Umweltbelastungen für die Gesundheit:

Größere Städte gehen mit zahlreichen Gesundheitsbelastungen einher. Das beginnt meist schon mit Feinstaubbelastungen durch den Verkehr und reicht bis hin zum Lärm, dem Bewohner in einer Metropole ausgesetzt sind. Regelmäßige Messungen geben Aufschluss über die aktuelle Lage und die Entwicklung. Wien schneidet auch dabei in der Regel gut ab. Allerdings gibt es Einschränkungen und Verbesserungspotenzial.
 
1. Feinstaub und Stickoxide:
Feinstaub ist ein wachsendes Problem in vielen großen Städten. Die kleinen Partikel können zahlreiche gesundheitliche Probleme verursachen, wenn sie eingeatmet werden. Länger anhaltende Belastungen durch Feinstaub vergleichen Ärzte mit denen, die durch den jahrelangen Konsum von Zigaretten entstehen. Schuld daran ist vor allem der Verkehr. Aber auch die Industrie ist ein wichtiger Verursacher von Feinstaub. Besonders stark ist die Belastung bei niedrigen Temperaturen und wenig Wind. Dann sollten sich Herz-Kreislauf-Patienten und Menschen mit einem Lungenleiden gezielt in Räumen aufhalten, ebenso wie ältere Menschen allgemein.
   In Wien fällt die aktuelle Bilanz bezüglich der Feinstaubbelastung gemischt aus. Regelmäßig wertet das Umweltbundesamt Daten der verschiedenen Messstellen in der Stadt aus:
* In den letzten Jahren sank die Belastung durch Feinstaub deutlich.
* 2017 konnte die Stadt zum sechsten Mal in Folge den EU-weiten Grenzwert einhalten – ein echter Erfolg.
* Allerdings stieg die Feinstaubbelastung 2017 im Vergleich zum Vorjahr an, was an besonders kalten Wintermonaten liegen könnte.



Bild 2: Bus vor dem Wiener Rathaus; fotolia.com, © Henry Schmitt

Mit verantwortlich für den längerfristig positiven Trend machen Beobachter eine Reihe von Maßnahmen, die Österreich und die Stadt Wien in der jüngsten Vergangenheit ergriffen hatten. Dazu gehört das Fahrverbot für bestimmte LKW im gesamten Stadtbereich. Seit dem 1. Januar des Jahres 2016 ist dieses auf Lastkraftwagen der Abgasklasse „Euro 2“ ausgedehnt worden. Verschärfte Abgasnormen für die Herstellung von Fahrzeugen leisten ebenfalls einen Beitrag zu geringeren Belastungen. Je nach Schadstoffklasse profitieren die Autobesitzer von einer geringeren Steuerbelastung – neben dem Beitrag zur Luftreinheit. Fahrverbote für Dieselautos sind dagegen in Österreich im Gegensatz zum Nachbarland noch kein Thema. 
   Um die Feinstaubbelastung langfristig zu senken, bemüht sich Wien wie andere Großstädte zusätzlich darum, alternative Verkehrsmittel zu stärken. Dies beinhaltet eine gute Infrastruktur für Radfahrer und ein attraktives Nahverkehrssystem mit gut ausgebautem Netz.
 
2. Trinkwasserqualität:  
Einfach den Wasserhahn aufdrehen und Wasser aus der Leitung genießen, das ist nicht in jeder Stadt möglich. Vor allem in den Entwicklungsländern ist Wasser häufig ein Gesundheitsrisiko. Aber auch in manchen europäischen Städten ist es zu stark belastet, um es ungefiltert in größeren Mengen zu genießen.
   Österreicher können sich in dieser Hinsicht glücklich schätzen. Denn in den meisten Gegenden des Landes handelt es sich bei Leitungswasser tatsächlich um Trinkwasser. Das gilt auch für Wien. Hier stammt das Wasser aus der Leitung von Gebirgsquellen in den steirisch-niederösterreichischen Alpen. Es zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
* Geringe bis mäßige Härte
* Niedriger Nitratgehalt
* Hoher Sauerstoffgehalt

   Allgemein ist die Qualität des für die Stadt Wien bereitgestellten Wassers so hoch, dass dieses nicht aufbereitet werden muss. Allerdings zeigten Analysen in der Vergangenheit teilweise eine hohe Bleibelastung. Schon 2015 ergaben Auswertungen der Firma Aqua Quality Austria (AQA), dass jede vierte Wasserprobe aus der österreichischen Hauptstadt zu viel Blei enthielt. Und auch nach aktuellen Analysen ist die Bleivergiftung in Wien im österreichischen Vergleich am stärksten.
   Experten machen dafür die sogenannte „Last Mile“ verantwortlich. So gibt es in vielen Wiener Wohnhäusern immer noch Leitungen aus Blei, die das Wasser auf den letzten Metern belasten. Aufschluss darüber, wie es um das eigene Wasser bestellt ist, gibt eine Wasserprobe, die mithilfe von AQA vorgenommen werden kann.
 
3. Gewässerqualität:
Fünf Prozent des Wiener Stadtgebietes bestehen aus Gewässern. Damit handelt es sich bei der Metropole um das wasserreichste Bundesland Österreichs und ein lohnenswertes Ziel für Besucher, die Stadtbummel und Badevergnügen miteinander kombinieren wollen:
* 17 EU Badestellen: Diese Gewässer sind bei der Europäischen Union gemeldet und entsprechenden Richtlinien als offizielle Badegewässer unterworfen. Sie befinden sich an der Neuen und der alten Donau sowie am Mühlwasser.
* Naturbadestellen: Diverse Naturbadestellen an kleineren Gewässern runden das Angebot in Wien ab, zum Beispiel am Mühlwasser, am Schillerwasser und an den Lobau-Gewässern.
 



Bild 3: Naturbaden in der Alten Donau, Wien

Sowohl die offiziellen EU-Badestellen als auch die Naturbadestellen werden regelmäßig auf ihre Wasserqualität untersucht. Ausschlaggebend ist die EU-Badegewässer-Richtlinie. Im Ergebnis erhalten fast alle Gewässer in Wien regelmäßig Spitzenbewertungen.
   Abgesehen vom Baden bieten Gewässer in Wien zahlreiche andere Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen, zum Beispiel beim Wandern beziehungsweise bei ausgedehnten Spaziergängen am Wasser. Außerdem besteht die Option, Boot zu fahren oder in dafür ausgewiesenen Bereichen zu grillen. Auch diverse Hundebadeplätze für Vierbeiner stehen bereit. 
 
4. Lärmbelastung:
Das Leben in der Stadt ist im Regelfall lauter als das in einem kleinen Dorf auf dem Land. Dafür gibt es verschiedene Ursachen.
* Verkehr: Die Lärmbelastung durch Straßenverkehr wird oft als besonders störend empfunden, vor allem in der Nacht. Noch stärker trifft es Menschen, die in der Nähe eines Flugplatzes wohnen.
* Baulärm: In einer Großstadt passiert es schnell einmal, dass nebenan gebaut wird. Auch dies geht in der Regel mit hohen und unangenehmen Lärmbelastungen einher, die sich teilweise über Monate hinziehen.
* Lärm aus Nachbarwohnungen: Ob schreiende Kinder, stundenlang übende Musiker oder laut eingestellte Fernseher, wohnen Menschen Tür und Tür, geht dies schnell mit Lärm einher.

Eine 2017 erschienene Umfrage der Statistik Austria kam hinsichtlich der Lärmbelastung in der Hauptstadt zu folgenden Ergebnissen:
* Rund 60 Prozent der Befragten gaben an, unter Lärm zu leiden.
* Dabei unterscheidet sich der Grad der subjektiv empfundenen Belastung stark. Während 35 Prozent nur eine geringfügige oder mittelmäßige Belastung verspürten, beklagten sich 14 Prozent über eine starke und zehn Prozent über eine sehr starke Beeinträchtigung.

Um die Situation zu verbessern, hat Wien in den letzten Jahren zahlreiche Projekte zum Lärmschutz durchgeführt. Dazu gehört eine systematische Lärmsanierung in ausgewählten Stadtgebieten.
 



Gesundheitsversorgung

Die Voraussetzungen, um in Wien ein gesundes Leben zu führen, stehen gut. Doch wie sieht es mit dem Angebot an Ärzten und Krankenhäusern und der Qualität der medizinischen Versorgung in der Stadt aus? Und was machen Menschen, die keine Krankenversicherung haben und trotzdem einen Arzt brauchen?

Arzt- und Krankenhausdichte:
Wer einen Arzt braucht, möchte in der Regel nicht ewig suchen und keine wochenlangen Wartezeiten in Kauf nehmen. Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Angebot an Ärzten und Krankenhäusern. In einer Statistik der Stadt Wien wurden diesbezüglich folgende Zahlen veröffentlicht.
* 47 Krankenanstalten mit mehr als 6.000 Ärztinnen und Ärztinnen und über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in anderen Gesundheitsberufen gibt es in der Stadt.
* Daneben kümmern sich in Wien etwa 1.500 Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner sowie 3.700 Fachärztinnen und Fachärzte um Patienten. Hinzu kommen 950 Zahnärztinnen und Zahnärzte.
* Für Medikamente und Co. stehen 330 öffentliche Apotheken zur Verfügung.

Dabei ist gerade die Zahl der Fachärzte seit Beginn des gegenwärtigen Jahrtausends stark gestiegen, für Innere Medizin von 525 auf 617 und für Orthopädie von 156 auf 293. Und auch bei den Allgemeinmedizinerinnen zeigt der Trend klar nach oben.
 

Gesundheitsversorgung in Wien,

Bild 4: Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien - Universitätskliniken

Damit sind Patienten in der österreichischen Hauptstadt im Regelfall gut versorgt. Allerdings gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtvierteln. Während sich in manchen Bezirken ganze Arztpraxen aneinanderreihen, ist die Versorgung andernorts weniger gut. Die Stadtteile mit einem hohen Durchschnittseinkommen ihrer Bewohner sind hier besonders gut ausgestattet. In den bevölkerungsreichsten Stadtbezirken wie Simmering ist die Lage dagegen anders. Besonders Wahlärzte lassen sich am liebsten dort nieder, wo das Geld zu Hause ist, und das macht sich auch im Bedarfsfall bemerkbar. Eine bessere Verteilung wäre demnach durchaus wünschenswert.
 
Qualität der medizinischen Versorgung:
Wien kann auf eine lange Geschichte als Ursprungsort medizinischer Innovationen zurückblicken. Nicht umsonst gibt es den Begriff „Wiener Medizinische Schule“ oder abgekürzt „Wiener Schule“. Auch heute noch sind in der Metropole an der Donau zahlreiche führende Spezialisten niedergelassen. Für Patienten bedeutet das:
* Wien beherbergt mehrere international anerkannte Kompetenzzentren für unterschiedliche Beschwerden.
* Einige hier niedergelassenen Ärzte sind echte Koryphäen auf ihrem Gebiet.
* Das Wiener Allgemeine Krankenhaus gehört den größten öffentlichen Krankenhäusern in Europa mit 26 Universitätskliniken, drei klinischen Instituten und 39 klinischen Abteilungen. Ebenfalls über die Stadtgrenzen hinaus angesehen als städtische Klinik ist die Krankenanstalt Rudolfstiftung.
* Hinzu kommen zahlreiche renommierte Privatkliniken, die Patienten mit gut ausgebildeten Ärzten und unter Zuhilfenahme modernster Technik behandeln.
 
Insgesamt ist Wien innerhalb Europas bekannt für seine qualitativ hochwertige Medizin. Diese veranlasst so manchen Patienten aus dem Ausland dazu, für eine Behandlung durch einen Spezialisten und oder in einer gut ausgestatteten Privatklinik einen Abstecher in die österreichische Hauptstadt zu machen.

Medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung:
Die meisten Österreicher sind mit einer Krankenversicherung für den Ernstfall abgesichert. Allerdings gibt es auch in dieser Beziehung Ausnahmen, und dabei handelt es sich beileibe nicht nur um Migranten. Für diese existiert Amber-Med:
* Ein ehrenamtliches Team stellt die Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung sicher, und das kostenfrei.
* Neben Ärzten und Therapeuten arbeiten Dolmetscher daran, Patienten aus fremden Kulturkreisen zu versorgen.

Gegründet wurde das Projekt Amber-Med im Jahr 2004 durch den Flüchtlingsdienst der Diakonie. Damals trug es noch den Namen Amber und richtete sich in erster Linie an nicht-krankenversicherte Asylsuchende und Obdachlose. Seit 2006 wird es in Kooperation mit dem Österreichischen Roten Kreuz betrieben und trägt den Namen AmberMed. Seitdem hat die Nachfrage stark zugenommen. Finanziert wird AmberMed sowohl durch öffentliche Gelder als auch durch private Spenden.
Dabei bietet AmberMed Patienten nicht nur eine medizinische Behandlung, sondern kümmert sich auch nach Möglichkeit um die Abgabe verschriebener Medikamente.

Infrastruktur:
Die gute Versorgung mit Spitälern in Wien macht sich auch im Notfall bemerkbar. Wer schnell medizinische Unterstützung braucht, muss in aller Regel nicht lange suchen. Allerdings gibt es immer wieder Diskussionen um die Qualität der Erstversorgung in manchen Notfalleinrichtungen. Außerdem leiden auch Krankenhäuser in Wien unter einem Mangel an geeigneten Personal. Dieser kann sich wiederum an der Betreuung der Patienten bemerkbar machen Hinzu kommt, dass sich die medizinische Versorgung je nach Stadtbezirk unterschiedlich darstellt, wie bereits erwähnt. In den Außenbezirken fällt sie oft schlechter aus als im Zentrum.

Demographie:
Demographische Entwicklungen nehmen für alle Großstädte eine wichtige Rolle bei der Zukunftsplanung ein. Grundsätzlich gilt für die meisten in Europa:
* Die Menschen werden immer älter, nicht zuletzt dank einer guten medizinischen Versorgung und Infrastruktur.
* Immer mehr Menschen ziehen in größere Städte. Dies kann sich wiederum verjüngend auswirken, während die Bevölkerung auf dem Land immer älter wird.
* Demografische Entwicklungen stellen auch neue Anforderungen an die Infrastruktur.
Bleibt die Frage, wie sich die Situation speziell in Wien darstellt.

Lebenserwartung:
Die Lebenserwartung der Österreicher steigt. Laut der Bundesanstalt Statistik Österreich erhöhte sie sich bei Männern im Zeitraum zwischen 1991 und 2015 um 6,6 auf 78,9 Jahre, bei Frauen im selben Zeitraum um 4,7 auf 83,7 Jahre. Diese allgemeine Entwicklung spiegelt sich auch in der Lebenserwartung der Wiener nieder. Allerdings gibt es hier teilweise erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Stadtvierteln:
* Am ältesten werden die Bewohner der Inneren Stadt. Sie dürfen im Durchschnitt mit einer Lebensdauer von stolzen 82 Jahren rechnen.
* In den Stadtbezirken Penzing und Liesing sind es dagegen 79 Jahre.
* Als Schlusslicht fungieren Wien-Ottakring und Wien-Fünfhaus. Hier beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung 74 Jahre.

Im Durchschnitt aller Bezirke beträgt die Lebenserwartung in Wien 76,8 Jahre, also etwas weniger als der österreichische Durchschnitt.

Ursachen für Todesfälle:
Laut einer auf den Internetseiten der Stadt veröffentlichten Statistik waren die häufigsten Todesursachen in Wien 2016 die folgenden:
* Krankheiten des Kreislaufsystems
* Bösartige, gutartige und andere Neubildungen
* Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten
* Verletzungen, Vergiftungen, Folgen äußerer Ursachen
 
Dass die meisten Wiener und Wienerinnen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen erleiden, ist wenig überraschend, aber ein Unterschied zu früheren Jahrhunderten, in denen Seuchen wie die Pest oder auch Kriege häufig die meisten Todesfälle zu verantworten hatten.
Bei den jüngeren Menschen bis 24 sticht zum Beispiel die Tatsache ins Auge, dass deutlich mehr Männer als Frauen bei Unfällen sterben. Insgesamt sind Unfälle die häufigste Todesursache in der Altersgruppe bis 40. In späteren Jahren dominieren dann Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ebenfalls eine wichtige Rolle in der Statistik spielen Krankheiten des Verdauungssystems und Krankheiten des Atmungssystems.

Daten im Vergleich:
Auch in anderen europäischen Großstädten werden die Menschen immer älter. Das zeigt zum Beispiel die demografische Entwicklung Berlins. In der deutschen Hauptstadt steigt die Zahl der Über-65-jährigen konstant. Allerdings wächst hier auch die Zahl der 18- bis 25-jährigen, was die Beliebtheit der hippen Metropole bei jungen Menschen widerspiegelt. Bei der Lebenserwartung sind die Unterschiede zwischen Wien und Berlin ebenfalls gering. So können männliche Berliner im Durchschnitt mit einer Lebenszeit von 77 - 78 Jahren rechnen, Mädchen mit rund 83 Jahren. Im Hamburg liegt die durchschnittliche Lebenserwartung für Mädchen ebenfalls bei etwa 83 Jahren, für Jungen bei 78 Jahren und zwei Monaten. 
 

Fazit:

Lebenserwartung in Wien steigt,

Bild 5: Bummeln in der Wiener Innenstadt; fotolia.com, © Creativemarc

Wien präsentiert sich rundum als eine lebens- und liebenswerte Stadt. Das schließt harte Fakten mit ein. So präsentiert sich die österreichische Metropole als eine grüne Großstadt mit einer hervorragenden Wasser- und Gewässerqualität inklusive diverser innerstädtischer Badestellen. Außerdem profitieren Bewohner von einer erstklassigen Gesundheitsversorgung, sowohl was niedergelassene Ärzte als auch was Krankenhäuser und Notaufnahmen betrifft.

   Dass auch in Wien Probleme bestehen, unter denen viele Großstädte leiden, ist nicht weiter verwunderlich. So klagen viele Menschen über eine hohe Lärmbelastung und trotz sinkender Feinstaubwerte gibt es immer noch Tage im Jahr, an denen Menschen mit Lungenproblemen lieber zu Hause bleiben sollten.

   Auch wird die demografische Entwicklung die Stadt in den nächsten Jahren noch vor einige Herausforderungen stellen. Insgesamt jedoch wird Wien seinem guten Ruf gerecht und ist ein Ort, an dem die meisten Menschen sehr gerne wohnen. Und wer Wien ein Leben lang genießen will, kann sich zusätzlich über eine stattliche Lebenserwartung freuen. 


Bildquellen:
Foto 1: fotolia.com, © mRGB
Foto 2: fotolia.com, © Henry Schmitt
Foto 3: © Wien-konkret
Foto 4: © Wien-konkret
Foto 5: fotolia.com, © Creativemarc





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Zu viel Lärm, zu viel Schmutz und zu viele Ausländer, und kaum noch ein deutsches Wort zu hören.

Sg. Hr. Marschall,

betreffend Wien möchte ich noch einiges anmerken.
    Es gibt immer wieder von Seiten der Stadtregierung großes Lob über die angeblich hohe Lebensqualität in Wien, doch in Wahrheit sieht es anders aus. Viele alteingesessene Wiener, die vor fünfzig und mehr Jahren hier geboren wurden, sind mit der Stadtentwicklung nicht zufrieden, wollen ausziehen oder sind schon ausgezogen. Zu viel Lärm, zu viel Schmutz und zu viele Ausländer, und kaum noch ein deutsches Wort zu hören. Das habe ich schriftlich von mehr als 13.000 Wienern und Wienerinnen, nach einem Bericht der "Kronen Zeitung" vom 30. Jänner 2018 wonach seit 2011 143.688 Nicht-Österreicher nach Wien gezogen sind, darunter 11.378 Afghanen und 17.078 Syrer. 2017 lebten bereits 15.580 Afghanen in Wien, das sind 11.378 mehr als noch 2011 (ein Plus von 270 Prozent), Somalier von 664 auf 2124 Personen (ein Plus von 219 Prozent). Die Zahl der Syrer, die in der Stadt leben, stieg mit der Flüchtlingswelle von 1519 auf 18.597 an.
     "Aus Wien kann man nur noch flüchten. Am Besten, man macht eine Mauer herum und fährt nicht mehr hin". "Stadt meiner Albträume". "Unsere Eltern und Großeltern würden sich im Grab umdrehen, könnten sie sehen, was aus ihrer schönen Stadt geworden ist!". "Wien ist schon lange verloren!" "ICH WILL MEIN WIEN ZURÜCK!!". "noch 2 jahre zur pension und dann adieu mein so geliebtes wien". "Wir sind schon lange Fremde in unserer Stadt". "Da reicht es wenn du mit der U-Bahn durch ganz Wien fährst". "Ich bin froh, nicht mehr in diesem Wien zu leben". "Wir und viele bekannte Familien sind für die Zukunft unserer Kinder weit weg gezogen!". "Das Stadtbild und die Lebensweise wird sich in den nächsten Jahrzehnten gewaltig ändern". "Sieht das in Wien keiner was da passiert", so einige der 324 Kommentare zum Bericht mit 13.059 Zustimmungen.
 
Mit freundlichen Grüßen
Walter   1210 Wien,    26.8.2018

P.S.: Auch ich und meine Frau wollen am liebsten ausziehen. 
P.S.S.: Im 1. Bezirk will kaum noch wer wohnen. Die Zahl der Bewohner ist von 72.688 im Jahr 1880 auf 16.465 im Jahr 2017 zurückgegangen - um 56.223 weniger. Seit 1951 um 18.189 weniger.