Wien

Aktuelle Info 12.11.2010: Grüne wollen mehr WLAN-"Hotspots ausbauen

Kaum zu glauben.
Die Wiener Grünen wollen die WLAN-"Hotspots" in Wien ausbauen !!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das steht im SPÖ-Grünen Koalitionspakt auf Seite 27 => http://wien.gruene.at/uploads/regierungsuebereinkommen_gruenrot.pdf .
(Siehe auch => http://www.orf.at/stories/2025247/2025145/ )

Da die Wiener Grünen jetzt mit der SPÖ-Wien eine Koalition vereinbart haben und noch dazu das Verkehrsressort innehaben, können Sie das auch umsetzen.

Mit den WLAN-Hotspots sollen wahrscheinlich die Wienerinnen und Wiener mehr mit Mikrowellen-Mobilfunk verstrahlt werden, als bisher. Natürlich gäbe es auch (gesunde) Festnetzlösungen, aber die sind offensichtlich nicht erwünscht.

Bisher konnte man glauben, die Grünen stehen für "Umwelt" und "Gesundheitspolitik". Naja beim Thema Handymasten versagen die Grünen in fast ganz Österreich, aber dass die Grünen in Wien den Ausbau von WLAN-Hotspots noch forcieren wollen, das ist wohl eine neue Dimension der Wählertäuschung. Warum sagen die Grünen eigentlich nicht vor der Wahl, dass Sie mit Gesundheit nichts am Hut haben ???



* 24.03.2009: StadtexpertInnengespräch Mobilfunk

Podiumsdiskussion Mobilfunk im Wiener Rathaus



Fotos: links Wiener Rathaus in der Abendsonne - Podium der Mobilfunk Diskussion - Fragen aus dem Publikum; © Wien-konkret

24.03.2009, 18.30 Uhr
im Rathaus, Top 24, Arkadenhof (Eingang Lichtenfelsgasse),

• Wie sind die gesundheitlichen Auswirkungen?
• Warum gibt es keine ausreichenden Regelungen?
• Wie könnte Wien hier eine Vorreiterrolle übernehmen?

Teilnehmer am Podium:
* DI Dr. Max Götz, Anrainer und Sprecher der Bürgerinitiative HAWEI
* DI Alfred Brezansky Stv. Umweltanwalt Wien
* DI Dr. Hans- Peter Hutter (Umwelthygieneinstitut Med. Uni Wien),
* Nationalrats-Abg. Mag. Dr. Gabriela Moser, Telekommunikationssprecherin Grüne
* Robert Pschirer, Bezirksvorsteherin-Stv. von Penzing, SPÖ
* Franz Erhard Lerch, Bezirksvorsteherin-Stv. von Penzing, ÖVP
* Mag. Rüdiger Maresch (Umweltsprecher der Grünen)

Moderation Rupert Fellinger, Grüner Klub im Ratshaus

Der Hauptteil der Veranstaltung wird für Diskussionen mit dem Publikum und zwischen den PodiumsteilnehmerInnen zur Verfügung stehen.

Veranstalter GR Mag. Rüdiger Maresch & der Grüne Klub im Rathaus (wien.gruene.at)



Video: Moderator Rupert Fellinger

vom Grünen Klub im Wiener Rathaus, 24.3.2009
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* Herzliche Begrüßung zum StadtexpertInnen Gespräch „Mobilfunk“
* Es ist nicht das erste Treffen und es wird vermutlich auch nicht das letzte Treffen sein
* Mobilfunk ist ein umstrittenes Thema in Bezug auf Bürgerrechte
* kurze Vorstellung des Podiums



Video: Redner DI Dr Max Götz

Sprecher der Bürgerinitiative HAWEI, 24.3.2009
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* Wie hat das begonnen bei uns? In unserer Nachbarschaft sollte einem Nachbarn eine Antenne aufs Haus gesetzt werden. Das war damals der Dr. Stocker. Der hat abgelehnt, trotz des finanziellen Angebotes. Dann wurde es auf seinem Nachbarhaus geplant. Da sind viele von uns draufgekommen, was alles nicht funktioniert, ein vernünftiges Handeln gar nicht möglich ist, wie groß die Gesundheitsgefahren in diesem Bereich sind.

* In weiterer Folge haben wird begonnen Aktionen zu setzen und Forderungen gestellt:
   => kurzfristig die Verhinderung dieser geplanten Sendeanlage in der Cottagestraße 11. Er ist dort unnötig, da der Handyempfang ausreichend ist
   => einheitlich verbindliche Grenzwerte
   => Gebietsstrahlungskataster
   => Festlegung der Verantwortlichkeit für eventuelle Gesundheitsschäden als Folge elektromagnetischer Felder
   => Wiederaufnahme der Genehmigungspflicht für Sendeanlagen durch das Gewerberecht
   => ein verbindlicher, vollständiger und öffentlich zugänglicher Sendekataster
   => gut sichtbare Kennzeichnung an jedem Objekt mit einer Sendeanlage
   => regelmäßige technische Überprüfung mit Prüfplakette
   => Klärung der Haftung auch bei Wertminderung von Grundstücken
   => steuerliche Begünstigung für kabelgebundene Datendienste
   => verpflichtende gemeinsame Nutzung von Sendeanlagen (National Roaming)



Video: Redner DI Alfred Brezansky

Stellvertretender Umweltanwalt der Stadt Wien, 24.3.2009
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* Die Umweltanwaltschaften haben ein gemeinsames Positionspapier schon seit einiger Zeit zu dem Thema verfasst. Die Grundlage dafür ist eine Studie von „ärzte für eine gesunde Umwelt“, wo Hans Peter Hutter und Prof. Kundi mitgearbeitet haben. Es wird demnächst (Herbst?) um eine Expertise zur Aktualisierung geben
* Erklärt die gesetzliche Ausgangssituation: Es hat sich seit es die Umweltanwaltschaft gibt – also seit ca. 16 Jahren – nichts Wesentliches geändert. Die gesetzliche Regelung für den Mobilfunk liegt beim Bund, weil es hier um den Gesundheitsschutz geht.
* Sie haben schon ein paar Ideen gebracht vom Gewerberecht bis hin zum eigenen Gesetz für nicht-ionisierende Strahlung
* Die Bundesländer haben hier keine Regelungsmöglichkeit. Die haben nur Ortsbild-, Landschaftsschutz oder bauliche Belange.
* Es gibt keine festgelegten Grenzwerte in Österreich. Die von den Mobilfunkbetreibern herangezogenen Grenzwerte sind unserer Meinung nach viel zu hoch, weil sie nur die thermischen Auswirkungen berücksichtigen und nicht auf die nicht-thermischen Effekte Rücksicht nehmen
* Es gibt bei der Standortwahl eines Mobilfunksenders und bei der Ausrichtung der Antennen viele Möglichkeiten, um  die Expositionsminderung zu erreichen
* Frage ob man die Sender auf einen Standort konzentrieren soll oder nicht. Für Wien ist die Wiener Umweltanwaltschaft der Meinung, dass es keinen Sinn macht hier Anlagen zu konzentrieren, da es dann zu viel höheren Belastungen kommt.
* Forderung der Umweltanwaltschaft ist ein Gesetz zur nicht-ionisierenden Strahlung auf der Grundlage des vorbeugenden Gesundheitsschutzes im Sinne eines Vorsorgeprinzipes und nicht die Übernahme der jetzigen WHO und ICNIRP-Werte.
* Diese Grenzwerte sollen festgelegt werden unter Berücksichtigung der Mediziner und auch der Oberste Sanitätsrat hat hier Empfehlungen abgegeben, die weit unterhalb der derzeitigen Werten – die von den Mobilfunkbetreibern herangezogen werden – liegen.
* Gesetzliche Regelung wäre am besten im bereich Gesundheit, Umwelt und Konsumentenschutz und nicht im Bereich des Infrastrukturministeriums
* Ein vernünftigen Emissionskataster ist notwendig. Derzeit geht aus dem Senderkataster nicht einmal hervor, um welchen Betreiber es sich handelt und wo der Sende genau steht.
* Regelungen für Sanierungsmaßnahmen sollten getroffen werden, wenn es zu gesundheitlichen Bedenken kommt
* gesetzliche Verpflichtung von Strahlungswerten von Handys
* Positionspapier der Umweltanwaltschaft auf der Homepage: www.wua-wien.at



Video: Redner DI Dr Hans Peter Hutter

Umweltmediziner; Verein Ärzte für eine gesunde Umwelt, 24.3.2009
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* Es gibt ein konsistentes Bild in den epidemiologischen Studien. Wenn man die Nutzungsdauer anschaut, die länger als fünf Jahre ist – am besten wenn man 5-10 Jahre hernimmt - so gibt es eine moderate Erhöhung des Risikos an bestimmten Tumorarten zu erkranken. Die sind selten, aber trotz alle dem will keiner einen solchen haben.
* Bei Kindern geht ein extrem sorgloser Umgang von statten. Auf die zielt auch die Werbung ab. Die vorliegenden Befunde sagen aber schon, es gibt eine dringende Empfehlung zur Vorsorge und Minimierung der Belastung. Das bedeutet nicht, dass niemand mehr telefonieren soll, sondern dass man das entsprechend vernünftig verwendet.
* Basisstationen haben eine geringe Intensität, aber auf einen langen Zeitraum. Erwähnt die Studien, die sich mit Handymasten beschäftigten.
* In Abhängigkeit von der Intensität der Strahlung wurden Einflüsse auf die Befindlichkeit des Menschen übereinstimmend festgestellt. Symptome: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nervosität bei Menschen, die höheren Intensitäten ausgesetzt waren. Diese Befunde sind ernst zu nehmen.
* Es gibt noch keine Dosis-Wirkung Kurve. Deshalb bedarf es einen Sicherheitsfaktor
* Die vorliegenden Befunde sind ausreichend, um zu einer Minimierung der Belastung aus derzeitiger Sicht aufzurufen
* Tabelle mit weltweit allen Richt- und Grenzwerte, die weit auseinander klafft. Die Unterschiede bestehen darin, dass manche nur die thermischen Effekte der Strahlung berücksichtigen.
* Derzeit liegen die meisten Standorte um Mobilfunkanlagen unter 1 Milliwatt pro Quadratmeter. Hutter hat aber auch schon Fälle mit 40 bzw. 60 Milliwatt gesehen. Das ist aber äußerst selten.
* Welche Auswirkungen gibt es bei Mobilfunktelefonen? => Erhöhung des Risikos von bestimmten Tumoren, bei Basisstationen gibt es Hinweise auf Befindlichkeitsstörungen in Abhängigkeit von Distanz und Intensität
* Warum gibt es keine ausreichenden Regelungen? Mangelhafte Technologiebabschätzung, mächtige Lobby, uneinsichtige Politiker und Beamte, schwieriges Forschungsgebiet
* Wie könnte Wien eine Vorreiterrolle übernehmen? Vermeidung von gegenseitigen Ausspielen von Nachbarn und Vermeidung von Wildwuchs, Einrichtung eines professionellen Konfliktmanagements, sich für Vermeidung einsetzen, Bewusstsein fördern

Anmerkung: Hans Peter Hutter trat diesmal wesentlich entschiedener für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung auf, als in den letzten Jahren. Bei den „Runden Mobilfunk-tischen“ in ein paar NÖ Gemeinden hatte man ja zuletzt schon den Eindruck, er würde geradezu die Unbedenklichkeit der Mobilfunkstrahlung verteidigen. Vielleicht haben ihn aber auch gesundheitliche Beschwerdefälle von Patienten zum Umdenken gebracht.



Video: Rednerin NAbg Dr. Gabriele Moser

Telekommunikations- sprecherin der Grünen im Parlament, 24.3.2009
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* NAbg Gabriele Moser beschäftigt sich schon seit 1997 mit diesem Problem. Sie ist persönlich schon länger betroffen. Bei ihr zu Hause gab es 2 Milliwatt je Quadratmeter Sendeleistung im Schlafzimmer. Sie konnte überhaupt nicht mehr gescheit Schlafen. Sie war im Spital in Behandlung. Dann hat glücklicher Weise ihr Mann begonnen, Abschirmungen vorzunehmen. Messungen vom FMK haben ergeben, dass sich bei ihr die Strahlungswerte um 96% reduziert haben. Seit dem fühlt sie sich wohl und ihre neue Kraft gilt dem politischen Einsatz, dass die politischen Rahmenbedingungen für die Mobilfunkversorgung der Bevölkerung endlich auf ein Niveau kommen, dass sowohl gesundheitlich, als auch demokratiepolitisch akzeptabel ist.
* Frau Abgeordnete Moser versucht schon seit 1997 ein Gesetz zu nicht-ionisierenden Strahlung zu implementieren. Die Erfahrung Nr 1 ist, es wird über die Zuständigkeiten gestritten. Erster Kreislauf: Umweltministerium – Gesundheitsministerium – Verkehrsministerium; zweiter Kreislauf: Bund – Länder
* Aus Krankenkassenperspektive wäre es auch ein Thema sich mit den Mobilfunkschäden auseinander zu setzen
* In Italien wird versucht mit den Leuten zu diskutieren und den optimalen Standort zu finden
* Bei Sendemastenkataster ist „Daumen mal pi“.
* Die Minimierung der Strahlung ist dringend notwendig
* Es braucht einer Parteienstellung der Nachbarn und einer Information der Bevölkerung
* Es gibt schon drei Mobilfunkpetitionen im Parlament, aber es ist dann nichts weiter gegangen.
* Sie können Gift darauf nehmen: Ich bin unverwüstlich in der Sache.

Anmerkung Wien-konkret:
BRAVO ! Wenigstens eine Nationalratsabgeordnete hat den Ernst der Lage erkannt. Halten wir Ihr die Daumen und hoffen wir, dass Sie es schafft und durchkommt.



Video: Redner Robert Pschirer

Bezirksvorsteherin-Stv. von Penzing, SPÖ, 24.3.2009
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* Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Pschirer überbringt die Grüße der Bezirksvorsteherin, die er vertritt
* Hätte gerne – und da sind sich alle einig im Bezirk –mehr Mitsprache. Der Bezirk hat bei vielen Dingen ein Mitspracherecht zB Schanigärten, Balkonverbauungen und Verkehrsrecht, aber bei eine solchen Thema, das wirklich wichtig ist und wo sich sehr viele Leute betroffen fühlen, hat der Bezirk keine Möglichkeit direkt mitzusprechen. Die ganze Angelegenheit liegt auf Bundesebene. Wir würde es uns wünschen, das Thema im Gewerberecht zu verankern. Dann wären die Magistratischen Bezirksämter verantwortlich dafür.
* Was kann der Bezirk jetzt in Sinne seiner Bevölkerung dazu tun? Es hat am 27. August (2008?) eine Verhandlung gegeben. Wäre der Handymast alleine errichtet worden, dann hätte diese Verhandlung gar nicht stattgefunden, weil der Bezirk kein Mitspracherecht hat. Aber es hätte zu einer baulichen Änderung kommen sollen. Es hätte ein Technikraum dazu gebaut werden sollen, der zum Betrieb des Handymasts notwendig ist. Für die Bauordnung ist der Bezirk zuständig. Es hat diese Verhandlung stattgefunden. Es war ein Bezirksrat von uns dort. Dort sind auch schon die massiven Protest und Einsprüche bekannt gegeben worden und der Bezirksrat hat gesagt: Nein, da gibt er natürlich keine Zustimmung zu diesem Technikraum, obwohl man sagen muss der Raum alleine – wenn man es sich rechtlich anschaut – wäre bewilligungsfähig, wenn man den Raum mit ähnlichen Bauansuchen vergleicht. Trotzdem ist diese Genehmigung verwehrt worden. Wir haben sofort das Ganze zum Thema in der Präsidiale gemacht. Die Präsidiale ist die Bezirksvorsteherin, die zwei Stellvertreter, die Klubobleute der einzelnen Fraktionen und am 9. September 2008 die Angelegenheit beraten. Am Ende der Präsidiale ist man zur einstimmigen Auffassung gelangt, dass wir alles versuchen werden, um im Sinne der Bevölkerung diesen Handymast zu verhindern. Gleich am nächsten Tag, am 10. September ist die Stellungnahme der Bezirksvorsteherin in dieser Richtung hinaus gegangen. Wir sind gespannt, was sich jetzt tun wird. Es hätte der Einspruch des Bezirkes von der Baubehörde zur Kenntnis genommen werden können und die Sache wäre erledigt gewesen. Und so ist das Ganze am 11. Februar 2009 in den Bauausschuss gekommen. …? …..  Da ist das ganze wieder diskutiert worden und einstimmig ist eine Versagung beschlossen worden und diese Versagung ist sozusagen mittlerweile amtlich und ist als Bescheid hinausgegangen. Da steht drinnen die Versagung mit der Begründung, dass der Bauausschuss dagegen ist. Das hält vielleicht, vielleicht auch nicht, weil die Begründung mit dem Handymast hängt einfach nicht zusammen. Das ist das, was der Bezirk kann.

Abschließend: Dort wo die Gemeinde Eigentümerin ist sind wesentlich geringere Strahlungswerte angesetzt, als erlaubt sind im Rest. Dort wo Wien aktiv werden kann ist sie auch schon aktiv geworden. Der Stadtrat Ludwig und wir vom Bezirk wünschen und das auf Bundesebene.



Video: Redner Franz Erhard Lerch

Bezirksvorsteherin-Stv. von Penzing, ÖVP, 24.3.2009
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* Der Kollege Pschirer hat es schon gesagt: Wir haben im Bezirk versucht gemeinsam mit den betroffenen Bürgern und Bürgerinnen, dass was im Bezirk möglich war auch durchzudrücken. Jetzt haben wir es vom Bezirk auf die nächste Ebene hinaufgehoben.
* Bedankt sich bei den Veranstaltern für die Organisation des heutigen Abends.
* Es ist notwenig, dass wir über Parteigrenzen hinweg an Lösungen arbeiten. Dafür ist Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Lerch bereit und dafür ist er auch da
* Lerch sieht sich auch als Sprachrohr der Menschen, die hier eine Lösung fordern.
* Lerch selbst ist Vater einer hörbehinderten Tochter, die aufgrund ihres Hörgeräts sehr sensible auf diese Sache (Annahme Mikrowellen-Strahlung des Mobilfunks) und sie spürt das alles viel mehr, als andere Leute. Er. Lerch, spürt es nicht. Er telefoniert selber mit zwei Handys, aber das heißt noch lange nicht, dass es für ihn selbst auch schädlich wäre. Fakt ist, wir sind diesen Belastungen täglich ausgesetzt: Mobilfunk, Radio, Fernsehen, Funkradar, Polizeifunk, Rettung und was es sonst noch alles gibt. Und vor allen die oberen Stockwerke, die oberen Lagen sind durch Elektrosmog mehr gefährdet, als andere.
* Nimmt zu den widersprüchlichen Ergebnissen bei den Studien dahingehen Stellung, als dass die Wahrheit vermutlich in der Mitte liegt. Für ihn bleibt aber ein unsicheres Gefühl.
* In Wien haben wir den Fall, dass auf Gemeindebauten andere Grenzwerte gelten, als auf anderen Gebäuden.
* Forderung seitens Lerch: Bis die Unschädlichkeit dieser Anlage nicht explizit nachgewiesen werden kann, dürfen auf Schulen und Kindergärten keine derartigen Anlagen errichtet werden. Das muss die Maxime sein.
* Bei verschiedenen Automarken macht man auch nicht verschiedene Straßen und je nachdem, was für ein Auto ich habe, verwendet man eigene Straßen. Bei den Handys ist das so. Das Site-Sharing ist Bestandteil des Telekommunikationsgesetzes und daher müssten die Unternehmen einen Handymast gemeinsam benützen. Frage: Wer überwacht das in Wien?
* 2000 Megahetz bedeutet, dass das ganze 2 Milliarden Mal in der Sekunde schwingt – wie beim Mikrowellenofen. Da kann er, Lerch, sich nicht vorstellen, dass das alles so unschädlich sein kann, wie manche Mobilfunk-Betreiber es uns erklären wollen..
* Wünscht eine seriösen Zugang im Sinne einer bürgernahen Politik
* Die Bürger erwarten von uns, dass wir uns hinter die Bürger stellen und wir versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden, die für uns alle akzeptabel ist. Deswegen bin ich heute auch da.



Video: Redner Mag. Rüdiger Maresch

Gemeinderat und Umweltsprecher der Wiener Grünen, 24.3.2009
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* Beschäftigt sich mit dem Geld der Mobilfunkindustrie. Wir haben es mit großen Konzernen zu tun, die international verflochten sind. Wir haben es mit zwei österreichischen Großbanken – noch Großbanken muss man sagen – Bank Austria und Raiffeisen. Diese beiden Banken kann man ein bisserl „einer Farbe“ zuordnen.
* Warnt vor dem Site-Sharing von Sendeanlagen. Für Leute die dort wohnen ist das gar nicht lustig, weil sich das summiert.
* Was passiert eigentlich mit den Mieten, die die Handymastenbetreiber an Wiener Wohnen bezahlen für die Masten, die am Dach sind? Auf jeden zweiten Gemeindebau sind Handymasten. Der „Erfinder des Systems“ ist jetzt Bundeskanzler. Er war früher in Wien Stadtrat, zuständig für Wohnen.
* Wiener Wohnen hat mit der Firma Fleck ein Joint-Venture geschlossen und das heißt Telereal. Telereal verwaltet die Handymasten, schützt die Interessen der Bürgerinnen, schaut dass möglichst viel Geld hereinkommt, schaut dass die Masten gut aufgestellt werden und schaut, dass die Sites (Antennenstandorte) für die Betreiber auch existieren. Das ist eine Quattrofonie. Man hat vier verschiedene Sachen, die sich widersprechen. Das ist eigentlich eine doppelte gespaltene Persönlichkeit. Das macht der Telereal gar nichts, weil Telereal ist vor der Opposition geschützt. Die Gemeindebeteiligung ist nicht über 50% und deshalb kann sie vom Kontrollamt gar nicht geprüft werden. D.h. wir wissen nicht, wie der Finanzfluss da drinnen ist. Das weiß wahrscheinlich nur Wiener Wohnen und der damalige Chef von Wiener Wohnen ist jetzt der Herr Bundeskanzler.
* Warum muss ich mir die Fussball-EM am Handy anschauen? Man sieht eh nichts. Aber das war ein Vorwand, um UMTS voranzutreiben.
* Die Informationen im Senderkataster (Anm. Herausgegeben vom Forum Mobilkommunikation; siehe auch => Kritik am Senderkataster) sind wirklich zum Krenreiben.
* Bei den Handys gibt es keine Produktdeklaration
* Es gehört wahnsinnig viel Information her.
* Faymann (ehemals Wiener Wohnbaustadtrat) und Bures  (ehemals Chefin der Mietervereinigung) haben früher gesagt, dass sie nichts ändern können, weil sie machtlos sind. Jetzt sind sie in der Bundesregierung und daher nicht mehr machtlos. Jetzt sollen sie darauf schauen, dass sich die Gesetze endlich ändern.
* Zumindest die Bürgerbeteiligung ist wichtig, dass die Menschen dem nicht rechtlos ausgeliefert sind.
* Jetzt brauchen wir kein Konfliktmanagement, weil die Mobilfunkfirmen sagen: „Mir is des wurscht“ und das sagen sie auch meistens.“



Publikumsrunden

Es folgten zwei Publikumsrunden, wo die Anrainer und Betroffenen ihr jeweilige Lage schilderten und die Politiker an ihre Volksvertretungseigenschaft erinnerten.

 

Weiterführende Informationen

* www.schutz-vor-elektrosmog.at 
* www.handymast.at
* Wiener Umweltanwaltschaft www.wua-wien.at 
 



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ad Grüne:

Kaum in der Landesregierung hat man schon das Maul voller Dreck!!!
 
lg, Lotte M.    14. November 2010



Die grün bemäntelten Zeitgenossen

Sehr geehrter Herr Magister Marschall!
 
Warum sollen die Grünen für Umweltschutz stehen? In einem Hundekuchen ist auch kein Hund drinnen und ein Zitronenfalter kann keine Zitronen falten. Tatsache ist, dass die grün bemäntelten Zeitgenossen einen guten Schmäh haben und große Teile der Bevölkerung sich klug genug hält, dieses als "Kinderei" abzuhandeln.  In österreichs politischem Vakuum ist es relativ leicht, sich als Retter der Ehrlichkeit, des Sozialismus oder der allgemeinen Wirtschaft zu outen.
Ergibt sich sodann eine Chance, den eigenen Vorteil irgendwie zu plazieren, dann denken die wenigsten an ihre beworbene Doktrin. Hauptsache man kann auf Kosten der anderen seine Vorteile sichern.
     Der Österreicher, insbesonders der Wiener, geht zum Heurigen und glaubt über den kaum sichtbaren Politgeschehen zu stehen. Das freie Spielfeld für Finanzmanipulationen, Planung und Interessensvertretungen überlässt er gerne den Lobbyisten.
     Ich weiß, von was ich spreche. Als wahrlich engagierter Gemeinderat sehe ich die "Grünen" aus allen Löchern herausschauen; trotz unfassbarem Verkehrsaufkommen im Grünbereich von Wien, dem uneingeschränkten Ausbau von Parzellen im Wienerwald und dem Schönreden von Verbrechen an der Umwelt, das schlussendlich uns alle trifft.
     Als ich den ORF-Film über den Wienrwald gedreht habe, überschlugen sich die Empfehlungen der  "Grünen" über die Zukunft der grünen Lunge Wien`s.
     Heuer jährt sich der 100.Todestag des einstigen Wienerwaldretters Schöffel und seiner Taten!  Und?  Haben Sie irgend etwas von den "Grünen" gehört?
     
Na also, und da erhoffen Sie sich, dass die motorradfahrende Frau Vassilakou sich um strahlende Hotspots kümmert oder weiß, wer Josef Schöffel war?
 
Mit ökologischen Grüßen
Kalchhauser
GR d. MG Pressbaum im Wienerwald
www.biosphaerenpark-wienerwald.at                14. Nov 2010