Wien

Der Handymast am Wiener Gemeindebau:

Foto: Mobilfunksendeanlagen am Gemeindebau in 1120 Wien

Foto: Mobilfunksendeanlagen am Gemeindebau in 1120 Wien

Zitat: "Auf Gemeindebauten sind 790 Mobilfunkanlagen montiert, 20 weitere sind geplant, 25 werden aufgelassen. ... Derzeit sind 790 Masten auf den gemeindeeigenen Dächern montiert. In Planung, so ein Sprecher von Wohnbau-Stadtrat Michael Ludwig (SPÖ), sind derzeit 20 weitere Anlagen. ... In diesem Spannungsfeld hat der Werner Faymann (SPÖ), damals (Anmerkung: im Jahr 2000) Wiener Wohnbau-Stadtrat und nun Infrastruktur-Minister, den Baustopp verhängt. Seit damals gibt es eine Kommission, die die konkreten Sendemasten prüft und dann grünes Licht gibt.. ...Für „Wiener Wohnen“ sind die Sendeanlagen ein schönes Zubrot: Die Vermietung bringt immerhin etwa
3,8 Millionen Euro an Einnahmen. ..."


Quelle: Die Presse Print 2.8.2007  - online vom 1.8.2007
 

Handymast als "Nachbar":

Immer mehr Wiener und Wienerinnen haben einen Handymast als "Nachbarn". Dieser "Nachbar" verhält sich durchaus unauffällig, er macht keinen Lärm, er stinkt nicht, er nimmt keinen Parkplatz weg und oftmals sieht man ihn auch nicht. Trotzdem gibt es mächtigen Ärger mit diesem "Nachbarn". Seine "Untermieter" - die Antennen -  senden Tag und Nacht Mikrowellen aus. Dieser "Nachbar" und seine "Untermieter" sind auch äußerst intolerant. Man kann mit ihnen einfach nicht reden und sie tun so, als ob nichts wär´.  
 

Nachbarschaftliche Auswirkungen

Dieses permanenten Aussenden von Mikrowellen im Frequenzbereich 800 - 2200 Megahertz führt zu zahlreichen Beschwerden bei der Nachbarschaft. Sie rauben den umliegenden Anrainer so manchen Schlaf, führen zu Bluthochdruck, Blutbildveränderungen und Kopfweh. Laut der sogenanntgen NAILA-Studie aus dem Jahr 2004 gibt es im Umfeld von Handymasten nach mehr als 5 Jahren Bestrahlungsdauer 3x so viele Krebserkrankungen, wie bei Bewohnern von weiter entfernten Gebieten (über 400 Meter Entfernung). Im Nahbereich wird man früher krank. Das Erkrankungsalter der Patienten im Innenbereich war durchschnittlich um 8,5 Jahre niedriger, als im Außenbereich.
 

Messen der Strahlung

Was sollen nun Herr und Frau Wiener tun, wenn sie in ihrer Nachbarschaft einen Mikrowellensender - meist Handysender - entdecken?Zunächst einmal Ruhe bewahren. Sie sollten erst einmal feststellen, wie hoch ihre Strahlungsbelastung ist. Die Mobilfunkwellen (Mikrowellen) kann man relativ leicht messen. Messgeräte gibt es zwischen 200 - 1000 Euro und sind billiger, als so manche Uhr (Zeitmessgerät). Sie können sich auch ein Messgerät für eine Stunde mieten  ( => mehr Info )

Stellen sie fest, von wo die Strahlung kommt und wie hoch sie ist. Falls die Strahlung gering ist, können sie beruhigt sein. Bei einer Leistungsflussdichte zwischen 0,0 - 0,1 Mikrowatt je Quadratmeter (µW / m2) wurden keine Anomalien festgestellt. Zwischen 0,1 - 5 µW / m gibt es eine geringe Anomalie, zwischen 5 - 100 µW / m2 eine starke Anomalie und über 100 µW / m2 eine extreme Anomalie. (Quelle Baubiologische Richtwerte / Dr. Gerd Oberfeld).
 

Nichts tun ? Abschirmen ? Wegziehen?

Die Handlungsmöglichkeiten für Wohnungsmieter bzw. Wohungs-eigentümer:
Strahlung
gering => nichts tun, kein Handlungsbedarf
Strahlung mittel => Abschirmungsmaßnahmen ergreifen
Strahlung hoch und von rundherum => 
    A) Wegziehen (oder wollen Sie gesundheitliche, irreversible Schäden wie z.B. Leukämie und Krebs riskieren?)
    B) Nachbarn zur Unterlassung (Abbau des Handymasten / Einstellung des Sendebetriebes) bewegen; eventuell eine Unterlassungsklage nach § 364 ABGB in Erwägung ziehen. Bei der Rechtsschutzversicherung anrufen und fragen, ob die Versicherung das Verfahren übernimmt.
    C) Wenn A und B nicht machbar sind, dann zumindest Abschirmen !
 

Strahlungswerte zu hoch?

Sind die gemessenen Strahlungswerte zu hoch, dann sollten sie Strahlunsquellen in der eigenen Wohnung abstellen (DECT Schnurlostelefonstationen, Babyphones, WLAN Sender, UMTS Sendekarten). In 2/3 aller Haushalte sind mittlerweile die eigenen, oben genannten Mikrowellensender die Hauptursache für die überhöhte Strahlung in den eigenen vier Wänden.

Tipp:
Schnurlostelefonstationen, Babyphones, WLAN, UMTS nicht verwenden und den Strom ausstecken (am besten wegschmeißen)

Wichtig:
Solange die Strahlung in der Wohnung produziert wird, nützen auch keine Abschirmungsmaßnahmen an Wänden und Fenster. Diese würden durch ihre Reflexionswirkung die Strahlung in der Wohnung sogar noch erhöhen ! 

Abschirmungsmaßnahmen in Betracht ziehen?
Abschirmungsmaßnahmen machen nur Sinn, um die Strahlung von außen am Eindringen in die Wohnung abzuhalten. Wie kann ich mich nun am besten abschirmen? 

 

Abschirmungsmaßnahmen



Foto: Bereits teilweise gestrichene Wand

Es soll immer nur die Seite der Wohnung abgeschirmt werden, von der die meiste Strahlung in die Wohnung eindringt. Es sollten immer ein bis zwei Seiten der Wohnung "offen" bleiben, damit die Reststrahlung aus der Wohnung raus kann. Das Schlafzimmer und das Kinderzimmer sind besonders schutzwürdig.Die Wände sind am besten durch eine Grafitdispersionsfarbe abzuschirmen. Diese Grafitdispersionsfarbe ist schwarz, man kann aber mit jeder beliebigen anderen Farbe (Dispersionsfarbe) darüberstreichen. Die Fenster kann man durch ein Elektrosmoggitter (ähnlich einem Fliegengitter) vor dem Fenster, Abschirmfolien am Fenster und Strahlenschutzvorhänge hinter dem Fenster abschirmen.

 

Zeitungsartikel aus Israel Sept. 2006:

"200 Personen zerstörten eine Mobilfunkantenne
Shimon Ifargan, Maariv, 29. September 2006 - Übersetzung diagnose-funk

ISRAEL - Am 28. September entschieden 200 Personen aus der Nachbarschaft Neve Horesh in Dimona, ihre Gesundheit und das Gesetz in ihre Hände zu nehmen, und zerstörten eine Mobilfunkantenne. Zwei Wochen vorher fanden sie heraus, dass der Inhaber der Villa die Antenne für 1200 Dollar pro Monat auf seinem Dach installieren liess. ..."
Qu: http://www.diagnose-funk.ch/politik/000000980214d8c2f/000000985005d9701.html
 



Weiterführende Informationen:

* Welche Frequenzen werden für Mobilfunk verwendet?
* Informationen zum
Senderkataster / Standorte der Handymasten
* Gibt es
Studien zu den gesundheitlichen Folgen?
*
Mikrowellensyndrom durch Mobilfunk: Die Merkmale 
* Die
Handymastensteuer in NÖ. Auswirkungen auf Wien?
*
Handy verloren oder gestohlen. Was ist zu tun?
*
Vorsorgewerte, Richtwerte, Grenzwerte für die Mobilfunkstrahlung?
* Die
Mobilfunkteilnehmerzahlen und Marktanteile?
*
Handymast bzw. Mobilfunkstrahlung und Schulen
* Handymast im Kirchturm
* Bürgerinitiativen gegen Handymasten
* Strahlungsmessungen zu Hause (PR)
*
Abschirmprodukte gegen Elektrosmog / übermäßigen Mobilfunk (PR)
 



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Mobilfunk-Basisstationen

Sehr geehrte Damen und Herrn,
Wie lange wird die Fachwelt der Mobilfunk-Technologie noch tatenlos zusehen bzw. die Öffentlichkeit zum Narren halten. Da werden weltweit von verschiedensten Fachleuten, Universitäten und Instituten unzählige Messungen, Untersuchungen und Studien betrieben, die alle in die gleiche Richtung verlaufen, sie werden grundsätzlich im thermischen Bereich durchgeführt und die davon gesetzliche Grenzwerte festgelegt, weil dies die Anwendung dieser Technologie bedingungslos rechtfertigt.
Kein Mensch kam bis heute auf die Idee, dass die ganze Problematik in einem völlig anderen Bereich zu suchen ist. Tatsache ist jedoch (wissenschaftlich belegbar), dass sich jede Basisstation (Mobilfunk, Radar, Rundfunk und TV-Anlagen magnetisch NUR über das Erdreich in großen Entfernungen verbindet bzw. koppelt. Diese ultraschwachen Felder oder Linien von Sender zu Sender sind die wirkliche Ursache der weltweiten und immer größer werdenden Problematik siehe www.less.at

Mit freundlichen Grüßen
Hans L.     25. Juni 2012





17.6.2009: FPÖ-Mahdalik: Mobilfunk-Grenzwerte - Wien soll Brüssel werden


Niedrigere Grenzwerte gefordert.
Die belgisch Studie zum Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und Krebserkrankungen müsste auch bei SPÖ-Wohnbaustadtrat Ludwig die Alarmglocken schrillen lassen, sagt der Wiener FPÖ-Mobilfunksprecher LAbg. Toni Mahdalik und fordert die Stadt Wien auf, die über 750 Handymasten auf den Gemeindebauten nach dem Beispiel Belgiens auf niedrigere Grenzwerte umzurüsten.
   Wiener Wohnen bzw. die eigens dafür gegründete Tochterfirma kassiert zwar 4 Mio. Euro Miete für diese Masten, hat den Grenzwert von (auch noch zu hohen) 10 Milliwatt Leistungsflussdichte pro m2 jedoch nicht im Vertrag festschreiben lassen. Das sieht nach einer Mogelpackung aus, die Mieter könnten der 14-fachen(!) Strahlung ausgesetzt sein wie die Menschen in Brüssel, warnt Mahdalik. Zudem kommt nur ein Viertel der Einnahmen (und selbst diese Summe ist nicht überprüfbar) den Mietern, zugute. Dafür haben diese nach den neuesten Erkenntnissen aus der belgischen Studie möglicherweise mit einem höheren Krebsrisiko zu rechnen. Die SPÖ soll daher nicht länger von den Mobilfunkbetreibern abkassieren und dafür die Gesundheit der Menschen gefährden sondern sich an den neuen Grenzwerten in Belgien ein Beispiel nehmen, fordert Mahdalik.
Rückfragehinweis: FPÖ-Wien 4000/81747



10.3.2009: Falter: Wirbel rund um Wiener Handymasten

Beteiligte zweifeln Strahlengrenzwert an - möglicher Interessenskonflikt bei beteiligten Firmen.
Aufregung gibt es laut einem Bericht der Wiener Wochenzeitung "Falter" rund um die Aufstellung von Handymasten auf Wiener Gemeindebauten. Im Jahr 2000 führte der ehemalige SP-Wohnbaustadtrat Werner Faymann einen Vorsorgewert von 10mw/qm auf städtischen Gebäuden ein, um möglichen Gesundheitsschäden durch Handystrahlung vorzubeugen. Der Wert sei in Verträgen mit den Mobilfunkbetreibern festgeschrieben, sagte Faymann, bei Überschreitung sei eine Demontage der Anlage möglich. Dem "Falter" liegen nun zwei Stellungnahmen vor, die die Rechtswirksamkeit und die Existenz dieser Verträge anzweifeln. Sie stammen von der Volksanwaltschaft und dem Mobilfunkanbieter Orange. Laut einem Orange-Mitarbeiter gebe es "keinen Vertrag mit der Gemeinde, in der ein Grenzwert festgeschrieben ist". Die Gemeinde dementiert.
   Hintergrund der Debatte um den Vorsorgewert könnte laut Kritikern ein Firmengeflecht sein, über das die Aufstellung von Handymasten auf Wiener Gemeindebauten abgewickelt wird. Die Bewilligungen dafür vergibt seit 2000 die Firma Telereal GmbH. Sie gehört zur Hälfte der Stadt Wien und den Stadtwerken. Die andere Hälfte hält das Elektromontagunternehmen Fleck, das sich laut Homepage auch mit "Mobilfunk" beschäftigt. Telereal und Fleck haben im selben Gebäude ihren Sitz. Die geschäftlichen Verbindungen zwischen Fleck und der Gemeinde waren schon 1999 vom Wiener Kontrollamt im Rahmen des Wiener U-Bahn-Baus kritisiert worden. Rückfragehinweis: Joseph Gepp, Falter Marc-Aurelstr. 9 A-1011 Wien t: +43 1 53660 DW 959