Wien

Probleme mit dem Vormerkschein bei einem Wohnungswechsel bei Wiener Wohnen

Hauptproblempunkte des Falls Erich L.:
* Gattin wird von Wiener Wohnen nicht anerkannt (Sie ist nämlich "Niederösterreicherin"; Tipp: Wiens Bürgermeister Häupl ist auch geborener Niederösterreicher. Die Niederösterreicher und Innen sind also gar nicht so zuwider und sind in Wien auch leicht integrierbar.)
* Falschauskünfte von Wiener Wohnen zum Thema "Vormerkschein" kosten Jahre.
* Direktübernahme einer anderen Wohnung sei aufgrund des Vormerkscheins nicht möglich.
* Familie muss seit Jahren zu Dritt auf 40 m2 Wohnen; kein Platz für ein Kinderbett.
 



Fall der Familie L.: Zu Dritt auf 40 m2

Bilder aus der 40m2 Gemeindewohnung




Bild vom Sohn (Sonnenschein) & Bilder aus der 40m2 Gemeindewohnung:
vlnr.: Spieleecke - Eßtisch - Wohnbereich

Die Erklärung zu den Fotos lautet wie folgt:

Unser Sohn: Unser kleiner Sonnenschein, der sich ordnungs- und altersgemäß entwickeln und entfalten können soll.
Wohnbereich: Da wir leider viel zu wenig Stauraum besitzen, müssen wir den Kinderwagen und den Buggy direkt vor dem Fernseher lagern. Auch Staubsauger und andere Sachen finden leider nur dort Platz.
Spielecke: Die Spielecke unseres Sohnes besteht leider nur aus einer Matratze, die mit Spielsachen voll ist, da leider kein anderer Platz für seine Spielsachen vorhanden ist. Und hier soll sich unser Sohn entwickeln und Platz zum spielen und entfalten haben.
Schlafkoje: Der Schlafbereich unseres Sohnes. Das Gitterbett geht sich gerade noch aus. Ein Kinderbett ist jedoch aus Platzgründen nicht möglich aufzustellen. Da wir ja noch rechnen müssen weitere 3-4 Jahre in dieser Wohnung zu verbringen, muss unser Sohn wohl oder übel bis dahin im Gitterbett oder auf der Couch schlafen.
Esstisch: Eigentlich als Esstisch geplant, jedoch aufgrund der Umstände zu Stauraum und Computertisch umfunktioniert, da dieser benötigt wird.
Couchtisch: Auch hier wird Stauraum benötigt. Dies ist unser momentaner Esstisch.
Couch: Da wir keinerlei Platz für einen Wickeltisch haben, müssen wir unserem Sohn leider regelmäßig auf der Couch wickeln. Sicherlich auch nicht die beste Möglichkeit.
  

BETRIFFT: Beschwerde über Wiener Wohnen Sehr geehrte Damen und Herren!

Vor mehr als zwei Jahren waren meine Gattin (22) und ich (30) bei Wiener Wohnen wegen einer neuen Gemeindewohnung, da meine Frau schwanger war.

Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren im Besitz einer 1 Zimmer Wohnung bei Wiener Wohnen. Am Servicetelefon wurde mir mitgeteilt, daß es möglich wäre durch Zuzug eine neue Wohnung mit 3-Zimmern zu bekommen. Als wir dann bei Wiener Wohnen waren, wurde uns jedoch mitgeteilt, daß meine Gattin nicht anerkannt werden kann, da sie noch keine 2 Jahre in meiner Wohnung gemeldet war (Meine Gattin kommt aus Niederösterreich und ist zugezogen). Allerdings könnten wir einen Vormerkschein für zwei Wohnräume bekommen. Dieser - so wurde uns dreimal versichert – könnte nachdem meine Gattin zwei Jahre gemeldet ist auf 3 Wohnräume abgeändert werden, ohne die Reihungsposition bzw. das Vormerkdatum zu verlieren.

Von seitens Wiener Wohnen wurden wir darauf hingewiesen, dass wir dennoch versuchen könnten, bei der Wohnungskommission 3 Wohnräume einzureichen. Dieser Antrag wurde mit einen Standardbrief leider abgelehnt. Nach der Ablehnung gingen wir wieder zu Wiener Wohnen wie wir weiter verfahren sollten. Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir nur warten könnten und uns nochmals versichert dass der Vormerkschein auf drei Wohnräume abgeändert werden kann ohne die Reihung zu verlieren. Daher entschlossen wir uns weiter auf eine Gemeindewohnung zu warten.

Anfang 2010 gingen wir wieder zu Wiener Wohnen, da meine Gattin zu diesem Zeitpunkt nur mehr ein halbes Jahr brauchte um zwei Jahre gemeldet zu sein. Wir fragten nochmals nach den Formalitäten für eine Abänderung und gleichzeitig was wäre, wenn wir in der Zwischenzeit bereits ein Wohnungsangebot bekommen. Der Wohnungsberater bei Wiener Wohnen teilte mir mit, dass man erst ab Reihungsposition 400 mit Wohnungsangeboten rechnen könne. Wir sollten die Position im Auge behalten und wenn nötig kurz vor Reihungsposition 400 den Vormerkschein ruhend melden. Wenn dann meine Gattin im Juli 2010 zwei Jahre gemeldet wäre, könnten wir den Vormerkschein wieder aktivieren und einfach innerhalb von 5 Minuten auf 3 Wohnräume ändern ohne die Vormerkposition bzw. das Datum zu verlieren. Dies war bereits die dritte Zusicherung in diesem Fall!!!!!

Als ich nach Ablauf der zwei Jahre bei Wiener Wohnen war, wurde mir mitgeteilt, dass der Vormerkschein zwar auf 3 Wohnräume abgeändert werden kann, wir aber die Vormerkposition verlieren würden, das Vormerkdatum auf das Datum der Vorsprache abgeändert und wir daher nochmals mit einer Wartezeit von 2-3 Jahren zu rechnen hätten. Also insgesamt ca 5 ½ Jahre!!!! Mein Sohn ist mittlerweile zwei Jahre alt und wir leben derzeit zu dritt auf 40m² und haben nicht einmal den Platz ein Kinderbett aufzustellen.

Dennoch wird uns eine Wartezeit bis zum 5ten Lebensjahres meines Sohnes zugemutet. Daher fragen wir uns, wie sich unser Sohn normal entwickeln soll, wenn dieser keinen Platz für seine Sachen, einen Schreibtisch, ein normales Bett und zum Spielen hat.

Mir wurde mitgeteilt, wenn meine Frau vor 2 Jahren anerkannt worden wäre, und jetzt schwanger wäre, würden wir 3 Wohnräume bekommen ohne die Position und das Vormerkdatum zu verlieren. Da aber nur ich und mein Kind anerkannt wurden, meine Gattin aber nicht, könnten wir jetzt 3 Wohnräume beantragen, aber dafür die Position verlieren. Eine Klärung mit dem Vorgesetzen wurde von Seiten der Wohnungsberaterin abgelehnt, obwohl ich auf einen Gespräch mit dem Vorgesetzen bestand. Dann wurde mir empfohlen mich an die Wohnungskommission zu wenden. Doch auch diese hat unseren Antrag auf Beibehaltung der Reihungsposition und des Vormerkdatums mit der K V 676/10 vom 12. Oktober 2010 mit dem ABSOLUT GLEICHEN Standardbrief wie bei der ersten Vorsprache abgelehnt, mit der Begründung ähnlich gelagerter Fälle. Jedoch wurde mir vom Mitarbeiter der Wohnungskommission beim Einreichen versichert, daß dieser langjährige Mitarbeiter noch nie mit so einen Fall konfrontiert war. Deswegen muss ich leider annehmen, daß hier willkürlich und ohne genaue Betrachtung der Faktenlage entschieden wurde.

Gestern haben wir ein Wohnungsinserat gefunden für eine passende 3 Zimmer Wohnung. Bevor wir uns diese Wohnung mit 3 WR angesehen haben, rief ich wieder bei der Serviceline von Wiener Wohnen an um mich zu informieren, ob wir diese Wohnung grundsätzlich übernehmen könnten. Dies wurde uns zugesichert, da es sich um eine Direktvergabge handelt.

Mit dem Vormieter wurden wir uns schnell einig (bezüglich Ablöse) und ich rief nochmal bei Wiener Wohnen an wegen der Formalitäten. Auch da wurde uns versichert, daß die Übernahme der Wohnung kein Problem wäre.

Da wir noch eine Information benötigten riefen wir sicherheitshalber nochmals bei Wiener Wohnen an und schilderten den Fall erneut. Nun hieß es wieder, die Übernahme der Wohnung wäre aufgrund des Vormerkscheins nicht möglich. Eine Umstellung des Vormerkscheins auf 3 Wohnräume ohne das Vormerkdatum zu verlieren wäre jedoch möglich gewesen (das vierte mal !!!!!!! daß ich diese Auskunft von Wiener Wohnen bekommen habe, die jedoch bei direkter Vorsprache im Juli 2010 dementiert wurde und mir von Seiten Wiener WOhnen mitgeteilt wurde, daß es keine Falschinformationen und Beauskunftungen gibt).

Nun sind wir in der Situation, daß wir eine passende Wohnung gefunden hätten (Direktvergabe) und uns auch mit dem Vormieter einig wären. Leider muss gesagt werden, dass Wiener Wohnen nicht in der Lage ist, korrekte Informationen zu liefern (bei 6 Anrufen 6 verschiedene Auskünfte bzw gleichlautende Auskünfte die bei persönlicher Vorsprache dann dementiert werden) und auch nicht bereit ist zu helfen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie in diesem Zusammenhang helfen könnten um zu einer Lösung mit Wiener Wohnen zu kommen, damit wir die 3 Zimmer Wohnung übernehmen können.

Mit freundlichen Grüßen
Erich L.        25. Jänner 2011

PS: Doch nach Ansicht von Wiener Wohnen sind solche beengten Wohnverhältnisse sowohl zumutbar und scheinbar auch dafür geeignet, dass sich ein Kind von 0-6 Jahren in diesem beengten Wohnraum altersgemäß entfalten und entwickeln kann. Gemäß vorliegender Mutter Kind Pass Untersuchungen ist die Entwicklung unseres Sohnes (besonders im Bereich der motorischen Entwicklung) leider nicht altersgemäß. Dies kann und muss man zwangsläufig auf die momentanen sehr beengten Wohnverhältnisse zurückführen.


Anmerkung Wien-konkret:
Unfassbar.
Wir werden Wohnbaustadtrat Ludwig fragen, wie seiner Meinung nach die Lösung in Ihrem Fall aussehen kann. Sobald der Wohnbaustadtrat Ludwig eine Stellugnnahme abgibt, stellen wir es hier online.