Wien

Dachgeschoßwohnungen im Gemeindebau

Wußte gar nicht, dass es im Gemeindebauten auch Dachgeschoßwohnungen zu mieten gibt. Aber wie untenstehende Beschwerdebrief zeigt, sind die Dachgeschoßwohnungen auch nicht immer ein Glückgriff. Mehr in Kürze.

R. Marschall
 





Hallo liebes Wien-konkret Team!

Ich hoffe dass ich hier Hilfe finde.
Ich bewohne seit 1992 eine Gemeindewohnung. Es ist eine Dachgeschosswohnung die früher als Waschküche verwendet wurde, im Schnellverfahren in eine Wohnung umfunktioniert wurde, und daher gibt es hier auch keine Dach-Isolierung. Mit den kleineren Mängeln, wie Zugluft usw. habe ich bisher mehr schlecht als recht leben müssen. Seit 2009 bin ich lungenkrank und kann unter diesen Umständen nicht mehr hier wohnen. Zusätzlich habe ich im Bad eine Schimmelbildung, die ich bis jetzt jahrelang erfolglos bekämpft habe. Die Fenster sind zwar dicht, aber da es sich hier um ein altes Gemäuer handelt und ich verschiedene Türchen für die Dachschrägen habe, kommt es immer öfters, besonders im Winter zu starker Zugluft. Trotz Heizung  komme ich auf maximal 14 Grad Raumtemperatur (Wenn draußen es wärmer ist, natürlich auf mehr). Wegen dieser Mängel habe ich mich leider nicht schon früher an Wiener Wohnen gewendet, weil ich dachte es sei normal es ist ja auch ein Altbau, damit muss man rechnen, aber als ich im August Obdachlose schlafend vor meiner Wohnungstür gefunden habe, begannen bei mir Panik-Attacken, wo ich mich nicht mehr traute alleine die Wohnung zu verlassen geschweige denn alleine das Stiegenhaus zu betreten. Aber als ich Anfang September eine 140-150 cm große Würgeschlange (Kornnatter) in meiner Wohnung gefunden habe, war es für mich aus. Seitdem lebe ich wie ein Zigeuner und versuche immer bei Freunden für ein paar Tage unterzukommen, weil ich einfach nur Angst habe meine Wohnung zu betreten.

Also habe ich mich an Wiener Wohnen gewendet. Da kamen dann drei Herren und die kamen zu folgendem Ergebnis:
  
1. Schimmel selbst schuld (Fenster muss ich Tag und Nacht offen haben) Wie bitte??? Soll ich im Winter erfrieren??? Das kann doch nicht wirklich wahr sein. Mir wurde auch geraten die Küche umzubauen, damit im Badezimmer wo sich KEINE Türe befindet, und die Oberlichte frei ist, damit der Duschdampf durch diese entweichen könne.  Da ich ja dort eine imaginäre Türe habe, die ständig verschlossen ist, kann sich die Luftfeuchtigkeit ja nur stauen *grübel* Also Wiener Wohnen dürfte hier nicht über einen klaren Verstand verfügen, wenn  keine Türe vorhanden ist, kann dort sehr wohl die Luft entweichen. (das wurde auch durch eine Dame von der Guglgasse-Außenstelle bestätigt dass der Umbau der Küche ein Blödsinn sei)
   2. Schlange: Wie kann eine ausgewachsene Kornnatter in den 6. Stock kommen? Wahrscheinlich selbst gekauft usw....? Ich habe eine Schlangenphobie daher würde ich mir sicherlich keine Schlange kaufen, geschweige denn ohne Terrarium,  in der Wohnung frei herumkriechen lassen.
   3. Zugluft: lt. Wiener Wohnen habe ich selbst bauliche Veränderungen vorgenommen, die ich wieder auf meine Kosten rückgängig machen soll, dann ist auch die Zugluft weg (Hallo??? Warum sollte ich ohne Genehmigung bauliche Veränderungen zu meinem Nachteil vornehmen?? Die Türen sind original, ich habe nur mit Klebeband versucht die Zugluft so gut es geht zu dämmen)
   4. Briefkasten: Aufgrund einer gesetzlichen Verordnung durfte unser Briefkasten nicht mehr im Haus montiert werden, da er sonst 2 cm vom Fluchtweg zum Keller wegnehmen würde, daher steht er draußen vor der Eingangstüre (meiner befindet sich ganz unten und ist für kleine Kinder gut erreichbar. Hatte des Öfteren dort schon Mäuse, Regenwürmer, angeschnauzte Taschentücher usw. gefunden) Ehrlich gesagt mich graut es davor in den Briefkasten zu greifen, daher habe ich immer Handschuhe mit, auch wenn der Briefkasten sauber ist, wird die Post trotzdem, bevor ich sie mit der bloßen Hand angreife und öffne mit einem Desinfektionsmittel besprüht. 
Nach Bitten von Wiener Wohnen habe ich mich dann Hilfe suchend an die Guglgasse-Außenstelle gewendet (02.01.12) in der Hoffnung dass mir hier geholfen wird. Selbst mit einem psychologischen Gutachten, das ich aus gesundheitlichen Gründen unter diesen Umständen nicht mehr in meiner Dachgeschoß-Wohnung wohnen kann. Die Dame mit der ich sprach, empfand ich als sehr mitfühlend und hatte für meine Situation scheinbar Verständnis, doch erhielt ich zwei Tage später ein Schreiben datiert vom 02.01.12, dem Tag an dem ich um ca. 16 Uhr dort war, eine Ablehnung wegen einer neuer Wohnung, mit der Begründung dass meine Gründe nicht ausreichend wären für eine Wohnungswechsel und ich möge mich mittels Wohnungstausch um eine neue Wohnung kümmern.
Wie kann ich einen Wohnungstausch vornehmen mit diesen Mängeln??? Kein klar denkender Mensch würde hier wirklich einziehen, außer man ist in einer Notsituation, aber sicherlich ist dies hier nicht auf Dauer weil die Miete für 51 qm mit 330,- nicht gerade günstig ist. Was kann ich als Österreicher noch tun, und nicht noch weiter niedergemacht zu werden? Ich bin echt am Verzweifeln! Muss ich kurz vor dem Tod sein, damit Wiener Wohnen aufwacht und überreißt in welcher gesundheitsschädigenden Situation ich mich befinde? 

Bitte helfen Sie mir.
Eine verzweifelte Mieterin.

Claudia K.         5. Jänner 2012

Antwort Wien-konkret: Wir helfen Ihnen.
Bitte noch um Zusendung von Beweisfotos, sonst glaubt das ja keiner.