Wien

Wirtschaftskammer Wien:

Wirtschaftskammer Wien
Büroadresse: Stubenring 8-10A-1010 Wien
Telefon: 01 514 50- 0

Die Wirtschaftskammer Wien vertritt rund 118.000 Wirtschaftstreibende.
Präsidentin ist KommR Brigitte Jank. Sie hat eine HAK-Matura absolviert, aber kein Studium. Hat sich über die Partei (ÖVP Wirtschaftsbund) und die Wirtschaftskammer hochgewurstelt. 

Die Wirtschaftskammern Österreichs vertreten mehr als 400.000 Mitgliedsbetriebe. Die Mitglieder sind Zwangsmitglieder und zahlen somit auch Zwangsmitgliedsbeiträge. Das ist vermutlich EU-widrig, da es Firmen mit Sitz in Österreich gegenüber anderen Mitgliedsländern diskriminiert. Die Wirtschaftskammer war immer für den EU-Betritt, will sich aber selbst nicht ans EU-Recht halten :-) 

WKO-Präsident Christoph Leitl möchte lieber am derzeitigen Zwangssystem festhalten. Wahrscheinlich hat er Angst, dass dann viele Mitglieder, die den Mehrwert der Wirtschaftskammern nicht erkennen können, die Mitgliedsschaft bei der Wirtschaftskammer sofort kündigen würden.

Die Wirtschaftskammer wird von vielen als Vorfeldorganisation der ÖVP betrachtet.
 
Gleiderung & Sparten: 
Sowohl die Wirtschaftskammer Österreich als auch die Wirtschaftskammern in den Ländern gliedern sich in sieben Sparten:
    * Gewerbe und Handwerk
    * Industrie
    * Handel
    * Bank und Versicherung
    * Transport und Verkehr
    * Tourismus und Freizeitwirtschaft
    * Information und Consulting
 





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25.3.2015 FPÖ-Kassegger: Wirtschaftskammersystem ist auf Fundament des Zwanges aufgebaut


"Die Wirtschaftskammer ist ein System, das auf dem Fundament des Zwanges aufgebaut ist - nämlich der Zwangsverpflichtung ihrer Mitglieder. Dieses System nimmt jährlich an die 800 Millionen Euro an Zwangsbeiträgen ein", sagte heute FPÖ-Wirtschaftssprecher NAbg. MMMag. Dr. Axel Kassegger und weiter: "Es muss dann doch legitim sein, die Frage zu stellen, ob es eine Relation zwischen dem Nutzen, den die Unternehmer aus der Wirtschaftskammer lukrieren und den Kosten, die die Wirtschaftskammer den Unternehmern verursacht, gibt. Diese Relation zwischen Kosten und Nutzen stimmt aber eindeutig nicht". "Diese 800 Millionen Euro, die die Unternehmer zu zahlen haben, sind auch ein kleiner Teil der enormen Steuer- und Abgabenquote, unter der der Wirtschaftsstandort Österreich zu leiden hat. Die Kammerbeiträge sind in den letzten neun Jahren um mehr als ein Drittel gestiegen. Die Rücklagenreserven machen 685 Millionen Euro aus, da steht sehr viel Geld zur Verfügung. Für die Pensionen von Mitarbeiter etwa werden in Summe 61 Millionen Euro aufgewendet", kritisierte Kassegger.
   "Die von der FPÖ geforderte Abschaffung der nicht sinnvollen Zwangsmehrfachmitgliedschaften wurde abgelehnt, ebenso wie die Abschaffung der Kammerumlage II", stellte Kassegger fest. "In einer freien modernen Demokratie müsste man aber auch ohne eine Zwangsmitgliedschaft auskommen, was aber nicht heißt, dass man ohne die Kammern auskommen könnte. Wer in Zukunft diesen moderne Weg mitgehen möchte, der ist gut beraten, keine der beiden Systemparteien mehr zu wählen", betont Kassegger.
Kontakt:   Freiheitlicher Parlamentsklub     Tel.: 01/ 40 110 - 7012



10.12.2014 Team Stronach Parlamentsklub Stronach/Nachbaur: Pflichtmitgliedschaft in den Wirtschaftskammern nicht mehr zeitgemäß


"In einer Demokratie sollte jeder Mensch, jeder Unternehmer und jede Firma selbst entscheiden können, wo er Mitglied sein möchte und wo nicht. Oder wie sehen Sie das mit dem freien Willen der Bürger dieses Landes?", wandte sich Team Stronach Klubobfrau Kathrin Nachbaur in ihrem Debattenbeitrag zur Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in den Wirtschaftskammern direkt an Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. Der Kammerzwang sei schon lange nicht mehr zeitgemäß, so Nachbaur. "In allen EU-Ländern entscheiden alleine die Arbeitnehmer, ob und von wem sie sich vertreten lassen wollen - ausgenommen hier in Österreich." Die Wirtschaftskammer sei zwar laut Verfassung ein Selbstverwaltungskörper, so Nachbaur, die Gebühren würden jedoch mit staatlichen Zwangsmitteln eingetrieben: "Warum beraubt man uns der Freiheit selbst zu entscheiden, ob wir Mitglied sein wollen oder nicht. In der derzeitigen Struktur nehmen uns die Kammern diese Freiheit. Vor allem nehmen sie uns automatisch und ganz selbstverständlich unser Geld weg, das sowohl die Arbeitnehmer als auch die Unternehmer möglicherweise anders oder vielleicht sogar besser investieren würden." Nachbaur appellierte an den Vizekanzler, lieber darüber nachzudenken, "wie man in diesem Land Wohlstand schaffen könnte." Um den sozialen Frieden zu sichern, brauche es keine Zwangsmitgliedschaften, sondern Rahmenbedingungen, die Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit fördern. Laut Nachbaur sollten sowohl Unternehmer als auch Arbeitnehmer Wohlstand schaffen können, um damit weniger auf staatliche Obsorge und sozialistische Umverteilungspolitik angewiesen zu sein. Die Team Stronach Klubobfrau schlug vor, die Mitgliedsbeiträge jährlich um 20 Prozent zu reduzieren: "Nach nur wenigen Jahren wird man sehen, wie viele freiwillige Mitglieder es in den Organisationen gibt", so Nachbaur. "Herr Vizekanzler, nachdem die Kammern sicher sehr, sehr gute Arbeit leisten, brauchen sie sich dann bestimmt keine Sorgen zu machen."
Rückfragehinweis: Team Stronach Parlamentsklub/Presse



10.12.2014 FPÖ-Kassegger: Kammerzwang ist EU-Auslaufmodell - auch in Österreich endlich abschaffen


Utl.: FPÖ für Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft von Unternehmen in der Wirtschaftskammer 
"Der Kammerzwang in Europa ist ganz klar ein echtes Auslaufmodell. So gibt es in nur mehr sechs von 28 EU-Ländern eine Zwangsmitgliedschaft. Diese antiquierte Zwangsmitgliedschaft von Unternehmen bei der Wirtschaftskammer gehört endlich auch in Österreich abgeschafft, damit sich unser Land aus dieser Steinzeitstruktur befreien kann", forderte heute FPÖ-Wirtschaftssprecher NAbg. MMMag. Dr. Axel Kassegger in seiner Rede im Nationalrat und weiter: "Dadurch könnte auch ein notwendiger Schritt in eine echte Entschlackung unseres überverwalteten Staates gesetzt werden".
    "An der Spitze der Front der Verteidiger des Zwangssystems in Europa stehen beinahe schon einsam und alleine Österreich und Deutschland. Im Dezember 2010 hat die spanische Regierung beschlossen, den Kammerzwang für ihre Unternehmen aufzugeben und in Slowenien wurde dies bereits 2006 vollzogen. Weitere Länder werden diesen Beispielen in Kürze folgen. Österreich hingegen ist das einzige Land der Welt, das 2007 die Interessensverbände sogar in der Verfassung verankert hat. Mit dieser mehr als zweifelhaften Aktion haben SPÖ und ÖVP den Kammern des Landes den höchsten Bestandsschutz gewährt, den die Republik zu bieten hat. Gleichzeitig haben sich damit Rot und Schwarz ihre Pfründe mit aller Gewalt gesichert", kritisierte Kassegger. "Statt eine Abschaffung des Kammerunwesens zu vollziehen, prolongierte man die Knechtschaft unter SPÖ und ÖVP. In der heutigen Zeit haben aber Zwang und Druck im Rahmen einer Zwangsmitgliedschaft rein gar nichts mehr verloren. Es ist daher höchst an der Zeit, die Zwangsmitgliedschaft abzuschaffen und die Kammer in eine wirkliche Service-Organisation auf freiwilliger Basis umzubauen. Und dies umso mehr als innerhalb von zwei Jahrzehnten die Wahlbeteiligung bei der Wirtschaftskammer-Wahl um über 20 Prozent gesunken ist. So haben 2010 nur mehr 41 Prozent der 418.000 Wahlberechtigten abgestimmt - in Wien waren es überhaupt nur mehr 29 Prozent und somit nicht einmal jeder Dritte. Wenn nun - wie in Wien etwa - überhaupt 70 Prozent den Urnen fernbleiben, ist die Legitimation der Wirtschaftskammer zu Recht zu hinterfragen", erklärte Kassegger. Solange aber mit Vizekanzler Mitterlehner ein ehemals langjähriger Politfunktionär in der Wirtschaftskammer und dem Österreichischen Wirtschaftsbund an der Spitze des Staates stehe, werde es wenig Bewegung in Richtung Aufbrechen des Kammerzwanges geben, vermutete Kassegger und weiter: "Die FPÖ wird daher weiterhin beharrlich für die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft samt Kammerumlage eintreten. Wir wollen diese Pflichtbeglückung durch eine freiwillige Mitgliedschaft nach dem Muster eines zivilrechtlichen Vereins ersetzen."
Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub



16.7.2011 "profil": Pensionsfonds der Wirtschaftskammer braucht laut KPMG fast 680 Millionen Euro

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, klafft im Pensionsfonds der Wirtschaftskammer ein Loch von über 350 Millionen Euro, um in den nächsten Jahrzehnten die Pensionen jener 1500 Anspruchsberechtigten zu decken, denen laut Einzelverträgen 70 Prozent des zuletzt bezogenen Gehalts als Ruhegenuss zustehen. Das geht aus dem von der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG durchgeführten "Jahresabschluss 2010" hervor. Demnach müsste das "versicherungsmathematische Deckungskapital" 678,9 Millionen betragen. Im Pensionsfonds der Wirtschaftskammer lagen Ende 2010 aber lediglich 318 Millionen Euro. Josef Moser, Vorstand des Pensionsfonds, hält gegenüber "profil" fest: "Der Fonds wird diese Deckung nie erreichen." Darauf sei er auch "nicht ausgerichtet". Immer mehr Körperschaften der Kammer, die ihr Vermögen in dem Fonds veranlagt haben, würden Pensionen mittlerweile aus dem laufenden Budget zahlen. Über die Höhe der ausbezahlten Summen will Moser keine Angaben machen. Tatsächlich wird die Wirtschaftskammer in den nächsten Jahrzehnten jedenfalls 680 Millionen stemmen müssen, um allein den mit Einzelverträgen abgesicherten Ansprüchen von 1500 Mitarbeitern nachzukommen.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502 OTS0005 2011-07-16/08:00

Anmerkung Wien-konkret: Na, da werden sich die Kammerfunktionäre der Wirtschaftskammer aber gar nicht freuen...

Stellungnahme der Wirtschaftskammer dazu:
9.11.2011 WK-Pensionsfonds: Nur geringe Veranlagungsverluste
Josef Moser: Reduktion der Bilanzsumme ist auf Pensionszahlungen für Leistungsbezieher zurückzuführen
Zum aktuellen Bericht des Nachrichtenmagazins "profil" über ein Finanzloch von rund 130 Millionen Euro in vier Jahren stellt der Vorstand des Pensionsfonds der Wirtschaftskammern, Josef Moser, klar, dass die Reduzierung der Bilanzsumme von 451 auf 319 Millionen zum größten Teil auf geschäftsmäßige Kapitalabflüsse zurückzuführen ist. Für den Zeitraum 2005 bis 2010 sind aus Veranlagungsverlusten (aufgrund der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten in den Jahren 2007 und 2008) abzüglich Veranlagungsgewinnen lediglich 15 Millionen Euro an Kapitalverlusten eingetreten.
Der Großteil des Kapitalabflusses erklärt sich vor allem daraus, dass der Fonds laufend Pensionen auszahlt, andererseits aber immer weniger Beiträge einfließen, weil die Eigentümer Pensionen zunehmend aus ihren laufenden Budgets zahlen oder die Beiträge auf Ratenzahlungen umgestellt werden.
Der Pensionsfonds verwaltet rund 1.400 leistungsorientierte Pensionsverträge für 80 Körperschaften der WK-Organisation, wird vom Kontrollausschuss jährlich geprüft und veranlagt nach den Grundsätzen und Risikovorgaben des Pensionskassengesetzes. Im Verwaltungsausschuss (vergleichbar dem Aufsichtsrat) sind neben den Eigentümer- und Pensionistenvertretern auch alle wahlwerbenden Gruppen des Wirtschaftsparlamentes vertreten.

OTS0042 5 II 0195 PWK0001 Sa, 09.Jul 2011



9.7.2011 "profil": Pensionsfonds der Wirtschaftskammer verlor 130 Millionen Euro

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der Pensionsfonds der Wirtschaftskammer, der rund 1400 Mitarbeitern vertraglich eine Pensionshöhe von 70 Prozent des Letztbezugs garantiert, massive Einbußen zu verkraften. Das veranlagte Kapital belief sich 2006 noch auf 451 Millionen Euro, bis Ende des Vorjahres schrumpfte es auf 318,7 Millionen Euro. Der Verlust von 130 Millionen Euro muss nun aus dem laufenden Budget, also mittels Kammerbeiträgen, ausgeglichen werden. Auch die zuletzt wegen Fehlspekulationen in die Diskussion geratene Pensionskasse der Kammer für rund 5000 Mitarbeiter hat stark an Wert eingebüßt. Mit 143 Millionen Euro Ende 2010 liegt die Pensionskasse schlechter als 2005, als es 149 Millionen waren. Wie "profil" weiters berichtet, haben die Bundeswirtschaftskammern und die Landeskammern in Summe per Ende 2010 über eine Milliarde Euro auf dem Kapitalmarkt angelegt. Wien liegt mit 181,6 Millionen weit voran, gefolgt von den Kammern in Niederösterreich (94,4 Millionen) und der Steiermark (91,7 Millionen). Das Portfolio der Bundeswirtschaftskammer samt Fachorganisationen ist 85,6 Millionen Euro schwer, 2006 waren es noch 94,9 Millionen wert.

Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501
OTS0005 2011-07-09/08:00



15.6.2011 Plass/Grüne Wirtschaft: "Jank tritt bei Immobilien-Finanzskandal Flucht nach vorne an"


"Die jüngsten Aussagen von Kammerpräsidentin Brigitte Jank, mit dem vollkommen gescheiterten R-Quadrat-Investment der Wiener Wirtschaftskammer sei eigentlich alles in Ordnung gewesen und zukünftig dürften auch die anderen Fraktionen bei der Veranlagung des Kammervermögens mitentscheiden, ist bestenfalls eine Flucht nach vorne", kritisiert Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft.
   "Eine Klage gegen den Investmentberater ist - sofern erfolgreich - maximal eine Schadensminimierung. Noch immer ist vollkommen unklar, auf welcher Rechtsgrundlage hier von Einzelpersonen freihändig Millionen an Mitgliedsbeiträgen mit hochriskanten Immobilienfonds verzockt wurden. Jank muss dafür die persönliche Verantwortung übernehmen und kann sich sicherlich nicht bei einzelnen Mitarbeitern oder irgendeinem Berater abputzen", so Plass.
   Die Grüne Wirtschaft bereitet für die kommende Finanzausschuss-Sitzung am 22. Juni, zu der sie angesichts der jüngsten Ereignisse zum ersten Mal (!) eingeladen wurde, einen umfangreichen und detaillierten Fragenkatalog vor: "Frau Präsidentin Jank muss in dieser Causa noch vieles aufklären, und mit nur einer Stunde, die für diese Sitzung anberaumt wurde, werden wir sicherlich
nicht auskommen", kündigt Plass an.
 
Rückfragehinweis: Grüne Wirtschaft, Volker Plass, Bundessprecher,
Tel: 0676-303 2260      OTS0293    2011-06-15/14:57