Wien
    

* 19.8.2010 Wiener Nächtigungszahlen steigen, Preise weiter im Keller

Den Jubelmeldungen über steigende Nächtigungen müssen die Umsätze gegenübergestellt werden, so ÖHV-Landesvorsitzende Michaela Reitterer. Der Halbjahresumsatz der Wiener Hotellerie liegt um 20 % unter dem Vergleichswert des Jahres 2008.

Auf eine so massive Diskrepanz zwischen Nächtigungs- und Umsatzerfolgen wie im ersten Halbjahr müsse hingewiesen werden: Die Nächtigungen im ersten Halbjahr sind von 2008 bis 2010 von 4,6 auf 4,8 Millionen gestiegen. Die Zahl der Betten ist von 49.000 auf 52.000 gestiegen. Der Umsatz ist im selben Zeitraum von 235 Mio. Euro auf 201,5 Mio. Euro gesunken: "Wir hatten also mehr Arbeit und weniger Einnahmen, trotz zwischenzeitlich erfolgter Investitionen", so Reitterers Botschaft an Hotelentwickler und Investoren. Mittlerweile erzielen 5-Sterne-Hotels den Preis von 4-Sterne-Hotels und diese bieten sich zu 3-Sterne-Preisen an. Das Mehr an Investitionskosten für ein 4 Sterne-Produkt rechnet sich damit nicht mehr.

1. Halbjahr 2010, alle Hotels und Pensionen in Wien

 

 2007

 2008

 2009

 2010

 Betten    

 44.400

 49.000

 50.900 

 ca. 52.000

 Nächtigungen

 4,2 Mio.

 4,6 Mio.

 4,3 Mio. 

  4,8 Mio.

 Umsatz* 

 194,8 Mio.

 235 Mio.

 187,7 Mio.

 201,5 Mio.

 Umsatz pro Nächtigung*

 46

 51

 44

 42

 Durchschnittl. Zimmerausl. 

 64,1%

 64,8%

 56,2%

 63,9%

  * netto, ohne F&B

Die Zahl der Betten soll bis 2015 noch auf über 60.000 steigen. Wie diese gefüllt werden sollen, darüber müssen sich nicht nur die Investoren, sondern auch die Betreiber gründlich Gedanken machen.

Rückfragehinweis: Österreichische Hoteliervereinigung, Hofburg, A-1010 Wien
  Kontakt: Peter Peer, ÖHV-Präsident (Stadthotellerie)
   M/Gallery, Novotel und Mercure Österreich, Wien,   Tel.: +43 (0)1 599 01-550
   Michaela Reitterer,  ÖHV-Landesvorsitzende
   Boutiquehotel Stadthalle   Tel.: +43 (0)1 982 42 72
OTS0068    2010-08-19/10:16



Nächtigung Wien 2010

Touristischer Rekord-Juli für Wien: + 15,6 Prozent Gästenächtigungen

 Herkunftsland

 Nächtigungen
 Jänner-Juli 2010

 Nächtigungen
 Juli 2010

 Nächtigungsumsatz
 netto in Euro
 Jänner-Juli 2010

 Deutschland

 1.305.000 +16%

 204.000 + 4%

 43.805.000 +13%

 Österreich

 1.229.000 +16%

 189.000 +17%

 38.987.000 +10%

 USA  

    329.000 +14%

   96.000 +14%

 12.369.000 +14%

 Italien

    303.000 +18%

   41.000 + 5%

 10.103.000 +13%

 Russland

    212.000 +29%

   30.000 +45%

 8.305.000 +19%

 Großbritannien

    202.000 + 9%

   38.000 +15%

 7.856.000 + 2%

 Frankreich

    172.000 + 8%

   34.000 +14%

 5.643.000 + 1%

 Schweiz

    169.000 + 7%

   28.000 + 8%

 6.305.000 + 4%

 Spanien

    167.000 +12%

   45.000 + 8%

 5.209.000 + 9%

 Japan

    137.000 +10%

   23.000 +22%

 5.309.000 + 2%

 Übrige

 1.724.000 

  396.000         

 57.650.000 

 

 

 

 

 alle Länder 

 5.949.000 +13,4% 

 1.125.000 +15,6% 

 201.542.000 +7,4%

    
*) ohne Frühstück, Heizungszuschlag, Umsatzsteuer

Rückfragehinweis:   PID-Rathauskorrespondenz:
OTS0070    2010-08-18/10:41



Tourismusboom in Wien:

Foto: Eröffnung des Mozarthauses am 27. Jan 2006 zu Beginn des Mozartjahres; 
© Wien-konkret

Foto: Eröffnung des Mozarthauses am 27. Jan 2006 zu Beginn des Mozartjahres;
© Wien-konkret

"Mozart hat uns das vierte Rekordjahr in Serie beschert", so Rieder, "und noch dazu das mit der größten Steigerungsrate: Ein Nächtigungsplus von 6,7 %, das ist in absoluten Zahlen ein Zuwachs von rund 590.000 Nächtigungen, hat Wien 2006 auf insgesamt 9,4 Millionen Gästenächtigungen gebracht."

Für Wiens neuerliches Rekord-Ergebnis war laut Rieder "das Mozart-Jahr ein sehr wichtiger, aber nicht der alleinige Erfolgsfaktor. Weiters beigetragen haben ein genereller Boom im europäischen Städtetourismus, die EU-Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte 2006, eine dynamische Entwicklung des Kongressgeschäftes und die Tatsache, dass Wien schon seit einiger Zeit sehr im Trend liegt, wie die Serie an Rekorden ja deutlich zeigt.
 
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Hitliste der Wiener Sehenswürdigkeiten:

Auch 2006 stand das Schloss Schönbrunn an der Spitze der Wiener Sehenswürdigkeiten: 2,5 Millionen Besucher ließen sich diese Attraktion nicht entgehen. Den zweiten Platz nahm der Tiergarten Schönbrunn ein, der 2.270.996 Tierfreunde/-freundinnen anzog, den dritten die Albertina, deren Ausstellungen 725.759 Kunstbetrachter besichtigten.

Zu den weiteren Top-Hits des Vorjahres gehörten auf Platz vier das Riesenrad mit 656.000 Fahrgästen, auf Platz fünf das imperiale Dreiergespann Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer in der Hofburg, für das 634.000 Kombitickets verkauft wurden.
 



Beiträge:

* Hitliste der Wiener Sehenswürdigkeiten
* Ferienmesse
* Hotels in Wien online buchen



Stellungnahmen zum Tourismus in Wien und in Österreich,

20.1.2011: FPÖ-Haider: Wirtschaftskammer soll Tourismus-Einnahmen offenlegen

FPÖ fordert Offenlegung der Einnahmen aus den Kammerumlagen der Tourismusbetriebe

"Eine Offenlegung der Einnahmen aus den Kammerumlagen der Tourismusbetriebe" forderte heute der freiheitliche Tourismussprecher und Obmann des parlamentarischen Tourismusausschusses, NAbg. Mag. Roman Haider. Vor dem Hintergrund des Aufflammens der Diskussion um den 8 Millionen-Beitrag der Wirtschaftskammer (WKO) am Budget der Österreich Werbung (ÖW) und das Ausscheiden der WKO aus der ÖW sei eine Offenlegung der Tourismus-Umlagen "mehr als angebracht!", so Haider. Über die Einnahmen der WKO aus dem Tourismus gäbe es keine vollständigen Angaben. "Wahrscheinlich aus gutem Grund", zitiert Haider vorsichtige Schätzungen, wonach die österreichischen Tourismusbetriebe jährlich rund 40 Mio. Euro an Zwangsmitgliedsbeiträgen an die WKO zahlen. "Da erscheint der Beitrag in Höhe von 8 Mio. Euro, der von der Kammer an die Österreich Werbung geht, in der Relation dazu sehr gering. In Wirklichkeit sind es zumal nur 6 Mio. Euro, denn zwei Mio. wandern gleich wieder für Kammerleistungen an die WKO zurück", so der FPÖ-Tourismussprecher."Eine Offenlegung der Einnahmen, die die WKO aus dem Tourismus schöpft, ist längst überfällig und würde für mehr Seriosität in der Diskussion sorgen", so Haider abschließend.

Rückfragehinweis:   Freiheitlicher Parlamentsklub  Tel.: 01/ 40 110 - 7012
OTS0023    2011-01-20/09:00