Wien

Festnetz: UPC-Austria übernimmt Inode

Wie heute bekannt wurde, wurde das Wiener Start-up Unternehmen „Inode“ von „UPC-Austria“, der Mehrheitseigentümerin von „UPC-Telekabel“ zu 100% übernommen. Inode ist mit 57% der Marktführer bei den entbündelten Breitband-Internet Diensten in Österreich. Der Kaufpreis beträgt ca. 95 Millionen Euro. Die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden (Bundeswettbewerbsbehörde, Telekom-Control-Kommission) steht noch aus, wurde zunächst bis Februar 2006 erwartet. Tatsächlich erfolgte die Genehmigung dann im März 2006. Mit der 100% Übernahme wurde auch der ganze inode Vorstand neu von UPC besetzt.


Hier die Firmenprofile und die wichtigsten Kennzahlen:

UPC Telekabel Wien Inode Telekommunikationsdienstleistungs GmbH 
Firmenmotto: „Es gibt MEER zu sehen“ Firmenmotto: „Wir sind die Guten“ 
Firmensitz: Wolfganggasse 58-60, 1120 Wien Firmensitz: Millenium Tower, Handelskai 94-96, 1200 Wien 
Mutterkonzern: Liberty Gloabl Inc.; Denver USA. Mitarbeiter 12.000; 23,6 Mio. Haushalte als Kunden Mutterkonzern: Keiner Mitarbeiter in Österreich: 800 
Kunden: ca. 575.000 Kunden; davon 461.000 Telekabel TV Kunden, 39.000 Digital TV Kunden, 254.000 chello Breitband Internet Kunden und 151.000 Priority Festnetzkunden. Kunden: ca. 100.000 
Netz: Stadtnetze in Wien, Graz, Region Baden, Klagenfurt, Wiener Neustadt. Netz: österreichweites Netz auf DSL-Technologie basierend 
Umsatz: 241 Mio. Euro (2004) Umsatz 2005: 56 Millionen Euro (geplant) 
Geschäftsführer: DI Thomas Hintze Geschäftsführer: Michael Gredenberg (CEO) 
Firmenbuchnummer: FN 84116a Firmenbuchnummer: FN 189858d 
Kontakt: Tel: 01-96060600 Kontakt: Tel: 059-999-2000 

Historie:

Die Firma Inode wurde im Jahr 1996 von Michael Gredenberg (30) „im Kinderzimmer“ der elterlichen Wohnung im 13. Wiener Gemeindebezirk gemeinsam mit Peter Augustin (30)  gegründet. Heute ist ihr Anteil an der Firma Inode von je 21,25% schätzungsweise je 20 Millionen Euro wert.

Reaktionen:

Der Wiener Internetserviceprovider „Silver Server“ mit Sitz in der Lorenz-Mandlgasse 33/1, 1160 Wien sieht in einer ersten Stellungnahme durch die Übernahme von Inoder durch UPC den Wettbewerb gefährdet. Als nachteilige Phänomene werden Mitarbeiterabbau, Verschlechterung der Service-Qualität und willkürliche Preis- und Produktgestaltung gesehen, so Oskar Obereder, Geschäftsführer von der Firma "Silver Server".

Autor: R.M.