Wien

Kursmanipulationen vom Vorstand der Telekom Austria beauftragt !

Wie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und die Recherchen der Journalisten im Jahre 2011 ergeben haben, wurde der Aktienkurs der Telekom Austria im Jahre 2004 nach oben manipuliert. Auftraggeber war niemand geringerer als der damalige Telekom Austria Vorstand mit Telekom-Boss Heinz Sundt, Festnetzchef Rudolf Fischer und Finanzchef Stefano Colombo. Ob TA Vorstand Boris Nensic ebenfalls die Aktienkursmanipulation mitbeschlossen oder zumindest gekannt hat ist derzeit noch ungewiss. Gewiss ist, dass auch Boris Nemsic und der jetztige Telekom Austria (A1) Chef Hannes Ametsreiter Bounsgelder kassiert haben. Hannes Ametsreiter gab in einer Stellungnahme an "nicht das geringste gewußt zu haben".

Die Tat: Am 26. Februar 2004 wurde in den letzten 2 Minuten der Börsehandelszeit der Kurs der österreichischen Telekom-Aktie durch eine Großorder über 900.000 Stück auf 11,73 Euro gepusht. Laut einem Kurier-Artikel vom 10. August 2011 wurde die Kursmanipulation über den TA-Mitarbeiter Josef Trimmel eingefädelt, der mit dem Banker Johann Wanovits, Ex-Chef der Euro Invest, befreundet war. Um die Spuren zu verschleiern wurde  - zumindest zum Teil - über Ex-TA-Lobbyist Peter Hochegger abgerechnet.

Ergebnis der TA-Aktienmanipulation: 96 TA Manager wurden um 9,2 Millionen Euro reicher und die die TA-Aktionäre ärmer. An Bonuszahlungen dürften geflossen sein: an Heinz Sundt: 390.000 Euro, an Rudolf Fischer und Stefano Colombo je 320.000 Euro; an Boris Nemsic: 117.000 Euro, an den jetzige A1-Chef (die Telekom Austria wurde in A1 umgetauft) Hannes Ametsreiter 92.000 Euro.
Der Rest des Bonusprogramms floß an die übrigen Telekom-Austria-"Manager".
Der Tupfen auf dem i: Auch Telekom-Austria Aufsichtsratsvorsitzernder Rudolf Streicher (SPÖ) soll - laut einem Kurier-Artikel vom 12.8.2011 - 100.000 Euro an Bonus kassiert haben!!!

Wie die Tat aufgeflogen ist? Laut dem Artikel im "Der Standard"  vom 10. August 2011 durch eine Hausdurchsuchungen im Zuge der Buwog-Affäre beim Lobbyisten Peter Hochegger. Dort sind angeblich Belege über Zahlungen an Euro Invest sichergestellt worden.

Geständnis: Ex-Telekom Vorstand Rudolf Fischer soll angeblich bei der Staatsanwaltschaft bereits ein Geständnis abgegeben haben. Von den anderen ehemaligen Ex-Vorständen sind noch keine Geständnisse bekannt.

Strafrahmen: Auf Untreue steht bis zu 10 Jahre Haft (Es gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung, bis zu einer eventuellen rechtskräftigen Verurteilung.)

Offene Fragen:
* Wieso hat der Telekom Austria Aufsichtsrat diese Veruntreung nicht aufgedeckt?
* Warum hat der Wirtschaftsprüfer des Jahresabschlusses 2004 der Telekom Austria diese Vertuntreuung nicht aufgedeckt?
* Wieso hat die ÖIAG als TA-Miteigentümer keinen Verdacht geschöpft?
* Wieso hat die österreichische Bundesregierung als indirekte Miteigentümer der Telekom Austria keinen Verdacht geschöpft und keine Untersuchungen veralaßt?

Gustostückerl am Rande:
Peter Hochegger wurde angeblich von der TA auch dafür beauftragt, für den Chef der Telekomregulierungsbehörde Georg Serentschy eine Promotion-Aktion zu planen. Georg Serentschy meint zu den Vorwürden, dass er nichts davon gewußt hat. Zwischen 1998 und 2009 hat die Telekom Austria laut einem Artikel der Tageszeitung "Die Presse" vom 31. Jänner 2011 25 Millionen Euro an die Lobbying-Agentur von Peter Hochegger bezahlt. Ein Teil davon soll an die Parteien bzw den Vertretern von SPÖ, ÖVP und FPö geflossen sein.
  

Weitere heiße Artikeln zum Thema:
* Telekom: Geld spielte keine Rolle: Kurier, 27. August 2011 (!!!)
* Telekom Austria: Gute Geschäfte unter Freunden?: Die Presse, 12.8.2011
* Telekom-Affäre: "Wir holen uns das Geld zurück": Kurier, 12.8.2011

* Telekom-Chef zahlt seinen Bonus zurück: Die Presse, 10. August 2011
* Paukenschlag in Telekom-Kursaffäre: Kurier, 10. August 2011
* Bericht: Ex-Telekom-Vorstand gibt Kursmanipulation zu: Die Presse, 10. August 2011
* Ex-TA-Vorstand im Netz der Korruptionsfahnder: Der Standard 10. August 2011
* Korruptionsfall Telekom: Das Geständnis: NEWS, 10. August 2011

* Telekom von Korruptionsskandal erschüttert: Der Standard, 7. August 2011
* TA soll Kursmanipulation selbst beauftragt haben: Der Standard, 31. Juli 2011
* Telekom: Hausdurchsuchungen bei Ex-Managern: Die Presse, 24. März 2011
* Telekom und Hochegger: Wofür flossen die Millionen? Die Presse, 31.1.2011





21.1.2013 Staatsanwaltschaft Wien erhebt weitere Anklage in der Strafsache Telekom

Die Staatsanwaltschaft Wien hat heute gegen Klaus WITTAUER, Dr. Peter HOCHEGGER und Ing. Mag. Rudolf FISCHER sowie weitere Personen Anklage wegen des Verdachts der Untreue, der falschen Beweisaussage und der Geldwäscherei erhoben.
 Im Vorfeld der Wahl zum Nationalrat im Jahr 2006 sollen von der Telekom Austria AG ohne Wissen der Aktionäre und ohne adäquate Gegenleistung über Scheinrechnungen Euro 960.000,-- an zwei den Wahlkampf des BZÖ führende Werbeagenturen geflossen sein. Die Zahlungen sollen Dr. Peter HOCHEGGER und Klaus WITTAUER organisiert haben. Überdies sollen die genannten Personen vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Klärung von Korruptionsvorwürfen unrichtige Angaben über diese Vorgänge gemacht haben. Ob diese Zahlungen mit einer Änderung der Universaldienstverordnung im Zusammenhang standen, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen, für die Frage der Untreue bzw. der Beteiligung daran jedoch irrelevant. Die Staatsanwaltschaft Wien hat überdies beantragt, das BZÖ zur Rückzahlung der hierdurch eingetretenen unrechtmäßigen Bereicherung in Höhe von etwa Euro 940.000,-- zu verurteilen.
  
Die Strafdrohung für das Verbrechen der Untreue beträgt bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig; die Angeklagten haben das Recht, innerhalb von 14 Tagen ab Zustellung der Anklage Einspruch bei Gericht zu erheben. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt im äußerst umfangreichen Faktenkomplex "TELEKOM" in mehreren Ermittlungssträngen, wobei das Verfahren insgesamt gegen etwa 40 Beschuldigte geführt wird. Die Ermittlungen im Zusammenhang mit diesen Zahlungen wurden im März 2011 von der Staatsanwaltschaft aufgenommen. Die übrigen Ermittlungsverfahren werden parallel zu den bevorstehenden Hauptverfahren fortgesetzt. 
Rückfragehinweis: Mag. Nina BUSSEK Medienstelle der Staatsanwaltschaft Wien



8.1.2013 Staatsanwaltschaft Wien erhebt weitere Anklage in der Strafsache Telekom

Die Staatsanwaltschaft Wien hat heute gegen Gernot RUMPOLD, Ing. Mag. Rudolf FISCHER sowie weitere Personen Anklage wegen des Verdachts der Untreue und der falschen Beweisaussage erhoben.
   Im Vorfeld des EU-Wahlkampfs im Jahr 2004 sollen von der Telekom Austria AG ohne Wissen der Aktionäre und ohne adäquate Gegenleistung Euro 600.000,-- an die im Eigentum des Gernot RUMPOLD stehende "mediaConnection" Werbeagentur GmbH geflossen sein, woraufhin dieser im Gegenzug auf offene Forderungen seiner Gesellschaft gegenüber der FPÖ verzichtet habe. Überdies sollen Gernot RUMPOLD sowie zwei weitere Angeklagte im Jahr 2012 vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Klärung von Korruptionsvorwürfen unrichtige Angaben über diese Vorgänge gemacht haben.
   Die Staatsanwaltschaft Wien hat überdies beantragt, die Freiheitliche Partei zur Rückzahlung der hierdurch eingetretenen unrechtmäßigen Bereicherung in Höhe von Euro 600.000,- zu verurteilen. Die Strafdrohung liegt für sämtliche Angeklagte bei bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe.
  
Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig; die Angeklagten haben das Recht, innerhalb von 14 Tagen ab Zustellung der Anklage Einspruch bei Gericht zu erheben. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt im äußerst umfangreichen Faktenkomplex "TELEKOM" in mehreren Ermittlungssträngen, wobei das Verfahren insgesamt gegen etwa 40 Beschuldigte geführt wird. Die Ermittlungen im Teilbereich Gernot RUMPOLD wurden im Oktober 2011 von der Staatsanwaltschaft aufgenommen. Die übrigen Ermittlungsverfahren werden parallel zu den bevorstehenden Hauptverfahren fortgesetzt. Mit weiteren Anklagen wird zu rechnen sein.
Rückfragehinweis: Mag. Nina BUSSEK Medienstelle der Staatsanwaltschaft Wien Nina.Bussek@justiz.gv.at     ; Tel.: 0676 89 89 23 300



13.9.2011 Falter: Telekom Austria wollte in Bulgarien "Firma ohne Vergangenheit" kaufen

Enger Vertrauter eines wegen organisierter Kriminalität gesuchten Oligarchen saß bis zuletzt im Mobiltel-Aufsichtsrat.
Viel früher als bisher bekannt könnten die Telekom Austria und ein Konsortium um Investor Martin Schlaff bei der TA-Übernahme der bulgarischen Mobitel eng zusammengearbeitet haben. Darauf deuten Aussagen von Ex-TA-Finanzvorstand Stefano Colombo hin, berichtet die Wiener Wochenzeitung "Falter" in ihrer morgen, Mittwoch, erscheinenden Ausgabe. Die TA wollte dazu keine Stellung nehmen.
   2002 erwarb ein Konsortium um Martin Schlaff, Josef Taus und Herbert Cordt die Mobitel um rund 800 Millionen Euro. 2004 verkaufte das Konsortium einen Teil der Mobiltel an internationale Investoren. 2005 erwarb die Telekom Austria schließlich die Mobiltel um rund 1,6 Milliarden Euro. Die Hintergründe des Deals soll eine TA-interne Task Force klären, die infolge der derzeitigen Skandale ins Leben gerufen wurde.
   Colombo sagt im "Falter", dass es sein Ziel gewesen sei, eine "Jungfrau" und "saubere Firma ohne Vergangenheit" zu erwerben. Damit der Erwerb der Mobiltel nicht wie "ein Geschäft zwischen Freunden" aussehe, "haben wir (die TA, Anm.) eine Reihe internationaler Investoren an Bord gebracht", so Colombo in Bezug auf den Zwischenverkauf an internationale Investoren 2004.
   Bisher dachte man, die TA habe mit diesem Zwischenverkauf nichts zu tun gehabt. "Falter"-Recherchen ergaben außerdem, dass ein enger Vertrauter des russisch-israelischen Oligarchen Michail Cherney bis vergangenes Jahr im Aufsichtsrat der hundertprozentigen TA-Tochter Mobitel saß. Cherney hat Einreiseverbot in zahlreichen Ländern Europas. Interpol wirft ihm Geldwäsche und organisierte Kriminalität vor. Mobitel-Aufsichtsrat Todor Batkov, der Vertraute von Cherney, firmiert in US-Depeschen als dessen "Stellvertreter und Frontmann".

Rückfragehinweis: Stefan Apfl, Joseph Gepp, Redaktion Falter Tel: 0043/699/813 007 02
OTS0222 2011-09-13/15:35



10.9.2011 "profil": Telekom zahlte für Mensdorff-Jagden 170.000 Euro

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, zahlte die Telekom Austria weit mehr für Jagdausflüge auf die Güter ihres Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly als bisher bekannt. "profil" liegen zwei Rechnungen der burgenländischen "Forstverwaltung Mensdorff-Pouilly" aus den Jahren 2007 und 2008 vor, die an die inzwischen aufgelöste Telekom-Festnetzgesellschaft adressiert waren.
   Im November 2007 fakturierte Mensdorff eine "Tagestreibjagd auf Hochwild" in der Höhe von 70.584,20 Euro.
Im November 2008 zahlte die Telekom für eine weitere Jagdgesellschaft exakt 77.076,30 Euro. Bisher war lediglich bekannt, dass die Telekom in Zusammenhang mit einer Jagd in Schottland die Kosten für die Anmietung eines Privatjets in der Höhe von 21.800 Euro übernommen hatte. In Summe zahlte die Telekom also für Mensdorff-Jagden annähernd 170.000 Euro.

Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0006 2011-09-10/08:00

Anmerkung Wien-konkret: Glaubt man gar nicht, was mit der Telefonrechnung der Telekom Austria so alles finanziert wurde. Alfons Mensdorff-Pouilly ist übrigens der Mann von der soeben zurückgetretenen ÖVP-Nationalratsabgeordneten Maria Rauch-Kallat.



31.8.2011 Rudolf Fischer exklusiv in NEWS: "Größter Fehler meines Lebens"

Ex-Telekom-Vorstand hat finanzielle Wiedergutmachung angeboten
Zur Telekom-Affäre äußert sich erstmals öffentlich der frühere Festnetz-Vorstand der Telekom, Rudolf Fischer, in einem Exklusivinterview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS und gibt Fehlverhalten des damaligen Vorstandes zu. "Ich wusste, dass der Banker, der den Kurs der Telekom-Aktie im Februar 2004 durch Aktienkäufe zur Erreichung des Optionsprogramm-Zieles nach oben getrieben hat, Monate später 500.000 Euro als Gegenleistung bekommen hat. Das war der größte Fehler meines Lebens", sagt Fischer im Interview mit NEWS, das in der aktuellen Ausgabe morgen erscheint.
   Fischer erklärte im NEWS-Interview, seinen Fehler wieder gutmachen zu wollen, "auch wenn man das nie ganz gutmachen kann. Aber zumindest finanziell", so Fischer im NEWS-Gespräch. "Ich bin bereit, der Telekom Austria jene 500.000 Euro, die meines Wissens nach an die Euroinvest geflossen sind, zu ersetzen. Ich habe der Telekom schon vor einigen Wochen dieses Angebot über deren Anwalt gemacht", erklärt frühere Telekom-Vorstand. Auf die Frage, ob man sein Angebot angenomme habe, sagte Fischer: "Ich habe um Übermittlung einer Kontonummer gebeten, von der Telekom aber bis dato keine bekommen. Erforderlichen Falls werde ich den Betrag zu gunsten der Telekom gerichtlich hinterlegen lassen", sagte frühere Manager im gespräch mit NEWS. Zur mögliche Aktienmanipulation im Jahr 2004 erklärte Fischer, dass es "kein langfristiger Plan" gewesen sei. "Dies hätte auch keinen Sinn gemacht, weil wir nicht wussten, ob der Kurs ohnehin erreicht wird", so der frühere Festnetz-Vorstand im NEWS-Interview. Vielmehr seien erst in letzten Februarwoche 2004, knapp vor dem Stichtag zwei Mitarbeiter gekommen und hätten gesagt, "es gibt einen befreundeten Investmentbanker, der den Kurs durch Aktienkäufe nach oben treiben kann", so Fischer zu NEWS. Warum man auf das Angebot eingestiegen sei, erklärt Fischer im NEWS-Interview mit der Motivation der 100 Führungskräfte, die jahrelang auf dieses eine Ziel hingearbeitet habe. Um persönliche Bereicherung sei es keinesfalls gegangen. An Untreue habe er damals "nicht im Entferntesten gedacht", so Fischer im NEWS-Gespräch und fügt hinzu: "Aus meiner Sicht hatten wir im Februar 2004 nichts Widerrechtliches getan, der Banker hatte die Aktien auf seine Kosten und sein Risiko gekauft."
Rückfragehinweis: Sekretariat NEWS Chefredaktion Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS0126 2011-08-31/11:40



31.8.2011 Gorbach-Vorgänger Mathias Reichhold kassierte 72.000 Euro

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass der Vorgänger von Hubert Gorbach als für die Telekom zuständiger Minister, Mathias Reichhold, über die Agentur des Lobbyisten Peter Hochegger 72.000 Euro für Telekom-Beratung kassiert hat. Reichhold war von 19. Februar 2002 bis 28. Februar 2003 Verkehrsminister und wurde in dieser Funktion von Hubert Gorbach abgelöst.
   In der Buchhaltung von Hocheggers Valora findet sich eine Rechnung an Reichhold vom 30. Dezember 2005. Für "Telekom-Beratung 11+12/05" wurden 72.000 Euro verrechnet, die am 15. Februar 2006 bezahlt wurden. NEWS berichtet zudem, dass im Jahr 2005 der ehemalige FPÖ-Politiker Reinhart Gaugg laut Saldenlisten der Valora 30.000 Euro erhalten hat. Der FCG Wien (Fraktion Christlicher Gewerkschafter) scheint in den Saldenlisten im Jahr 2006 mit 15.000 Euro auf, 2007 flossen 65.000 Euro an die VP-Gewerkschafter. Der ÖVP-Bund ÖAAB findet sich in der Lieferantensaldenliste im Jahr 2007 mit 15.000 Euro wieder.
Rückfragehinweis: NEWS Chefreporter Kurt Kuch
OTS0117 2011-08-31/11:30



27.8.2011 "profil": Mensdorff-Pouilly könnte bei Tetron-Deal bis zu 3,7 Millionen Euro kassiert haben

Panamesischer Briefkasten Valurex bekam 2,6 Millionen Euro schweren Provisionsvertrag von Konsortialpartner Motorola.
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly für seine Dienste rund um die Auftragsvergabe des Blaulichtfunknetzes Tetron 2004 bis zu 3,7 Millionen Euro kassiert haben. Neben jenen 1,1 Millionen, welche die Telekom Austria überwies, könnte Mensdorff noch bis zu 2,6 Millionen Euro vom damaligen Tetron-Konsortialpartner Motorola erhalten haben. "profil" liegt ein im Jahr 2005 zwischen einer deutschen Tochter des US-Konzerns und der panamesischen Briefkastengesellschaft Valurex International SA geschlossener Provisionsvertrag vor. Valurex wird Mensdorffs verstorbenen "Wahlonkel" Timothy Landon zugeschrieben. Laut Vertrag sollte der Panama-Briefkasten unter anderem Motorola-Endgeräte bei Österreichs Feuerwehren, Rettungsdiensten und Sicherheitsbehörden "aktiv promoten", die "Kundenzufriedenheit" bei den Abnehmern erheben und Motorola obendrein auch noch in "ökologischen", "rechtlichen" und "administrativen Fragen" beraten. Und nicht nur das: Auch die "Kommunikation" zwischen Innenministerium und Motorola sollte über Valurex laufen. Im Gegenzug gestand Motorola Valurex eine Provision von bis zu fünf Prozent pro tatsächlich verkauften Endgerät zu beteiligen, wobei die Gesamtprovision den Betrag von 2,6 Millionen Euro exklusive Umsatzsteuer nicht überschreiten durfte.
   Wie "profil" weiter berichtet wurde vonseiten der ÖVP vergangene Woche massiver Druck auf Telekom-Manager und das Magazin selbst ausgeübt. Und zwar in Zusammenhang mit der von "profil online" berichteten Intervention des Kabinettschefs im Innenministerium Michael Kloibmüller wegen der "zu offensiven" Informationspolitik der Telekom in der Causa Mensdorff. Trotz Dementis bleibt "profil" bei seiner Darstellung.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0006 2011-08-27/08:00



26.8.2011 "profil online": Telekom Austria: Schwerer Verdacht gegen Kabinettschef der Innenministerin

Michael Kloibmüller soll Telekom-Informationspolitik in der Causa Mensdorff-Pouilly als "zu offensiv" gerügt und Management vor "unangenehmen Konsequenzen" gewarnt haben.
Wie "profil online" exklusiv berichtet, soll der Kabinettschef Michael Kloibmüller, Kabinettschef von ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leiter, in der Affäre Telekom Austria persönlich in die laufenden Ermittlungen eingegriffen haben. Im Rahmen einer Unterredung im Innenministerium am 12. August soll Kloibmüller anwesende Mitarbeiter der Telekom mittels unverhohlener "Warnungen" eingeschüchtert haben. Konkret soll Mikl-Leitners Kabinettschef die Informationspolitik des Konzerns in Zusammenhang mit früheren Zahlungen an den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly, Ehemann der früheren ÖVP-Spitzenpolitikerin Maria Rauch-Kallath, als "zu offensiv" gerügt und vor "unangenehmen Konsequenzen" gewarnt haben.
   Dies geht aus einem "profil" zugespielten internen Aktenvermerk der Telekom hervor. Nach "profil"-Recherchen soll Kloibmüller angedeutet haben, dass er gegebenenfalls für eine "Prüfung" der früheren Telekom-Tochter Mobilkom (Telekom und Mobilkom sind heute ein gemeinsames Unternehmen) sorgen werde, in welcher der amtierende Telekom-Chef Hannes Ametsreiter seinerzeit im Vorstand saß. Kloibmüller bestätigt gegenüber "profil online" die Unterredung am 12. August, weist die Vorwürfe jedoch brüskiert zurück: "Das ist eine Sauerei, ich lasse mir das nicht gefallen. Es ging bei diesem Gespräch lediglich um eine Zusatzvereinbarung zur Übernahme von beamteten Telekom-Mitarbeitern." Selbstverständlich hätte er, Kloibmüller, keinerlei "wie immer gearteten Warnungen" ausgesprochen. Telekom-Vorstandschef Hannes Ametsreiter wollte den Sachverhalt gegenüber "profil online" nicht kommentieren. ...
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0127 2011-08-26/12:44



24.8.2011 "Kleine Zeitung" Kommentar: "Politische Korruption und verlotterte Sitten"

(Von Wolfgang Simonitsch) Ausgabe vom 25.8.2011
Hat die Telekom wirklich das ganze Land korrumpiert? Schön langsam könnte man diesen verheerenden Eindruck haben. Seit der frühere Telekom-Vorstand Gernot Schieszler vor den Ermittlern beredt die Chance nutzen will, sich als Kronzeuge zu bewähren, um, falls er akzeptiert wird, zumindest nicht ins Gefängnis zu müssen, wird das Sittenbild rund um den früheren Staatsbetrieb Telekom Austria täglich um unfassbare Details reicher. Sie sind imstande, selbst hartleibigen Zeitgenossen den letzten Glauben an Ehre und Anstand zu rauben. Die Vorgänge um den früher voll verstaatlichten Konzern, der sich neuerdings nur noch A1 nennt, könnten - falls sie sich denn als wahr herausstellen - das ohnehin schon durch andere Affären wie jene um Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser angekratzte Image der Regierungen Schüssel I und II endgültig zerstören. Was da zuletzt an politischer Korruption, an Freunderlwirtschaft und Selbstbereicherung der Telekom-Manager ruchbar geworden ist, erinnert an einen schlechten Thriller. So soll der frühere BZÖ-Vizekanzler Hubert Gorbach Gesetze für die Telekom hingebogen haben, die sich dann mit ein paar Hunderttausend Euro bei ihm persönlich und seiner Partei erkenntlich gezeigt haben soll. Freilich gilt für Gorbach die Unschuldsvermutung. Selbstredend schützt sie auch Ex-ÖVP-Chef Wilhelm Molterer, der angeblich beim noch zu knapp 30 Prozent staatlichen Konzern für den Fußballverein seines Heimatorts interveniert und zumindest gut 20.000 Euro herausgeschlagen haben soll. Der inzwischen wegen EU-Korruptionsverdacht aus der ÖVP hinausgeworfene frühere Innenminister Ernst Strasser wiederum soll mit anderen ÖVP-Politikern und dem als Waffenlobbyisten bekannten Alfons Mensdorff-Pouilly beim Millionengeschäft um den neuen Polizeifunk mit der Telekom dubios gedealt haben.
   Das alles kommt jetzt vor der noch frischen Erkenntnis zum Vorschein, dass der Ex-Telekom-Vorstand in fast trauter Gemeinsamkeit nicht davor zurückschreckte, 2004 den Kurs der eigenen Aktie so manipulieren zu lassen, dass er neun Millionen ergaunern konnte. Es gibt noch andere fragwürdige "Geschäfte", die niemand prüft. Wie, dass Ex-Telekomchef Heinz Sundt & Co. vom ominösen Martin Schlaff und Partnern um 1,6 Milliarden die bulgarische MobiTel kauften. Das Trio hatte sie zuvor um 800 Millionen erworben. Wer hat sich dabei eine goldene Nase verdient? Der offenbare Filz und die Skrupellosigkeit im Konzern lassen die Fantasie grenzenlos werden.
Rückfragehinweis: Kleine Zeitung, Redaktionssekretariat, Tel.: 0316/875-4032,
OTS0228 2011-08-24/20:03



20.8.2011 "profil": Ex-Telekom-Manager Gernot Schieszler hat Verwicklung in Aktienaffäre gestanden

Schieszler soll Broker Johann Wanovits im Auftrag der Vorstände Sundt, Colombo und Fischer zur Kursmanipulation angestiftet haben.
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der frühere Manager der Telekom Austria, Gernot Schieszler, gegenüber der Staatsanwaltschaft Wien bereits vor Wochen ein umfassendes Geständnis abgelegt. Nach Informationen aus Justizkreisen hat Schieszler seine Verwicklung in die Manipulation des Aktienkurses 2004 einbekannt, zugleich aber drei der vier früheren Vorstände, Heinz Sundt, Stefano Colombo und Rudolf Fischer schwer belastet. Einzig Boris Nemsic soll nicht direkt in die Malversationen involviert gewesen sein. Demnach hätte Schieszler im Auftrag des Vorstandes bereits Wochen vor dem Stichtag für den Aktienoptionsplan erstmals Kontakt zu Broker Johann Wanovits aufgenommen. Am Stichtag selbst, dem 26. Februar 2004, sollen Colombo und Fischer ihn in einer Telefonkonferenz dazu gedrängt haben, Wanovits mit der Manipulation des Aktienkurses zu beauftragen, was er auch tat. Wanovits soll laut Schieszler dafür eine "Risikoprämie" in der Höhe von zwei Millionen Euro verlangt haben, wovon er schlussendlich eine Million Euro in bar bekam, wobei Schieszler selbst als Geldbote fungiert haben will. Um die Geldflüsse zu verschleieren, sollen mit Wissen und Einverständnis von Fischer und Colombo Scheinaufträge an den Lobbyisten Peter Hochegger vergeben worden sein.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0004 2011-08-20/08:00



17.8.2011 NEWS exklusiv: Auch Meischberger verdiente bei Telekom-Aufträgen

Hochegger nennt Meischberger als Subauftragnehmer für 900.000 Euro. Meischberger bestätigt Tätigkeit gegenüber NEWS.
Brisante Details in der Telekom-Affäre enthüllt Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Hochegger hat laut NEWS vorliegenden Unterlagen bei seiner Einvernahme gegenüber der Staatsanwaltschaft angegeben, dass Walter Meischberger bei den Telekom-Aufträgen als "Subauftragnehmer" tätig war und insgesamt ca. 900.000 Euro an Meischberger geflossen sind. Meischberger bestätigte diese Tätigkeiten für die Telekom Austria gegenüber NEWS. Konkret geht es um jene 16 Aufträge der Telekom Austria an die Firmen des früheren PR-Beraters und Lobbyisten Peter Hochegger, die ein Auftragsvolumen von rund 9,06 Millionen Euro umfassen und die im Telekom-internen Revisionsbericht als "fragwürdig und ohne erkennbare Gegenleistung" bezeichnet werden.
  
"Das war ganz normales Lobbyinggeschäft, nichts Besonderes", erklärte Meischberger gegenüber NEWS. Er bestätigte den Zeitraum von 2004 bis 2008, in denen er für die Telekom Austria tätig war. Allerdings nie direkt: "Mein Verhältnis mit der Telekom Austria war immer nur ein indirektes über die Firmen von Peter Hochegger", so Meischberger zu NEWS. Von einer möglichen Aktienmanipulation habe er nichts gewußt. "Dort wo jetzt die Kernvorwürfe auftauchen, war ich nie dabei", erklärt Meischberger gegenüber NEWS. Hochegger hatte angegeben, Meischberger, der damals als bester Freund von Finanzminister Grasser gegolten hatte, aufgrund der guten Kontakte zur schwarz-blauen Regierung eingesetzt zu haben. Der Telekom sei der Zugang zur Regierung wichtig gewesen.
Rückfragehinweis: Sekretariat NEWS
OTS0132 2011-08-17/13:11



11.8.2011 "profil" zitiert aus geheimem Telekom-Revisionsbericht

Lobbyisten Hochegger und Mensdorff-Pouilly kassierten für "nicht feststellbare Leistungen" - Prüfer fanden Scheinrechnungen und rückdatierte Aufträge.
Das Nachrichtenmagazin "profil" zitiert in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe aus dem Revisionsbericht der Telekom Austria zu den Geschäften des Konzerns mit den Lobbyisten Peter Hochegger und Alfons Mensdorff-Pouilly.
    Hochegger soll über sein Lobbyingvehikel Valora zwischen Juli 2004 und September 2008 Honorare in der Höhe von 9,06 Millionen Euro eingestreift haben, offenbar ohne entsprechende Gegenleistungen. In dem Bericht ist an mehreren Stellen von "fehlenden Dokumentationen und Leistungsnachweisen" sowie "rückdatierten Aufträgen" die Rede. Für ein dreimonatiges "Screening" osteuropäischer Telekom-Unternehmen etwa verrechnete Hochegger laut Revisionsbericht 2004 insgesamt 1,5 Millionen Euro. "Das Honorar für den vereinbarten Leistungsinhalt sowie einen Leistungszeitraum von ca. drei Monaten ist nicht nachvollziehbar", heißt es in dem Bericht. Für "Regierungslobbying" und "Lobbying Beamtenagentur" bezahlte die Telekom dem Lobbyisten insgesamt 1,33 Millionen Euro, für das Projekt "EU-Präsidentschaft Österreich" weitere 400.000 Euro. 2004 soll die Telekom Hochegger auch mit der "Gründung eines Private Equity Fonds und einer Managementgesellschaft in Zypern" beauftragt haben, wofür er 205.000 Euro bekam. "Es ist in der TA nicht bekannt, dass ein Private Equity Fonds bzw. eine Managementgesellschaft in Zypern gegründet worden sind bzw. eine Intention dazu bestand", so die Revisoren.
   Die Revisoren rechnen die 16 fragwürdigen Transaktionen drei ehemaligen Telekom-Führungskräften zu: Rudolf Fischer, Gernot Schieszler und Wolfgang F.
   Alfons Mensdorff-Pouilly wiederum verrechnete der Telekom 2008 ein Honorar von 1,1 Millionen Euro. Laut Revisionsbericht gab es auch in diesem Fall keine "feststellbaren Leistungen". Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0015 2011-08-11/08:00



10.8.2011 NEWS exklusiv: Ex-Telekom-Vorstand gesteht Aktien-Manipulation

Zumindest drei ehemalige Vorstandsdirektoren laut Geständnis involviert. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Wende in der Telekom-Affäre um mögliche Aktienmanipulation im Jahr 2004: Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins NEWS hat der frühere Telekom-Vorstand Rudolf Fischer vergangene Woche in seiner Aussage vor dem Staatsanwalt die Beteiligung ehemaliger Vorstandsdirektoren der börsennotierten Telekom Austria Holding an einer Marktmanipulation zugegeben. Zumindest der ehemalige Generaldirektor Heinz Sundt und der frühere Finanzvorstand Stefano Colombo sollen demnach bereits in die Überlegungen eingebunden gewesen sein, berichtet NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Eine Beteiligung des damaligen Vorstandsdirektors und späteren generaldirektors Boris Nemsic scheint hingegen fraglich: In der Aussage Fischers heißt es, er könne sich nicht erinnern, ob Nemsic damals anwesend gewesen sei.
Den beteiligten Managern drohen Anklagen wegen Marktmanipulation und Untreue. Für alle gilt die unschuldsvermutung. Ins Rollen gebracht hat die Affäre eine interne Untersuchung, die vom aktuellen Management der Telekom angeordnet wurde. Fischer hat laut NEWS-Recherchen zugegeben, dass der frühere Telekom-Vorstand im Jahr "die Möglichkeit, den Aktienkurs der Telekom Austria auf ein bestimmtes, für ein Optionsprogramm notwendiges Niveau zu heben", von einem Mitarbeiter aufgezeigt bekommen und schließlich genützt habe. Der betreffende Mitarbeiter war gegenüber der interenen Telekom-Revision bereits geständig und wurde erst vergangenen am Freitag von der Telekom gekündigt. Ein geringer Kurssprung hatte im Jahr 2004 ein Bonus-Programm mit einem Volumen von 8,7 Millionen Euro für 100 führende ausgelöst. Die Motivation der Führungsmannschaft wird als Grund für die damaligen Machenschaften genannt. Ein involvierter Investmentbanker, der damals Aktien vorgeblich im eigenen Namen gekauft hatte, soll laut NEWS-Recherchen über Umwege und damit indirekt 500.000 Euro von der Telekom erhalten haben. Rückfragehinweis: Sekretariat NEWS, Chefredaktion OTS0104 2011-08-10/12:31



7.8.2011 "profil": Telekom-Aktienaffäre: Rudolf Fischer wusste von Kursmanipulation

Justiz ließ Ex-Vorstand vergangene Woche zur Einvernahme vorführen.
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat nun auch der frühere Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer zugegeben, von Kursmanipulationen in Zusammenhang mit dem Aktienoptionsplan des Unternehmens 2004 gewusst zu haben. Fischer wurde Dienstag vergangener Woche von Beamten des Bundesamtes zur Korruptionsbekämpfung und Korruptionsprävention (BAK) auf Grundlage einer Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien zur "sofortigen Vernehmung" vorgeführt. Nach Informationen aus Justizkreisen hat Fischer bei seiner Einvernahme beteuert, mit der Beauftragung des Brokerhauses Euro Invest selbst "nichts zu tun" gehabt zu haben. Sehr wohl jedoch habe er "im Nachhinein" davon erfahren. Nach "profil" vorliegenden Informationen sollen nun auch die früheren Konzernvorstände Heinz Sundt, Boris Nemsic und Stefano Colombo wegen des Verdachts der Untreue einvernommen werden.
  
Wie ausführlich berichtet, hat Euro-Invest-Gründer Johann Wanovits jüngst gegenüber der Justiz ausgesagt, der frühere Telekom-Manager Gernot Schieszler habe ihn 2004 beauftragt, den Kurs der Telekom-Aktie zu beeinflussen, um so ein 8,7 Millionen Euro schweres Prämienprogramm für rund 100 Telekom-Führungskräfte zu sichern.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, 
OTS0004 2011-08-07/08:00

Anmerkung Wien-konkret: Ehrenwerte Herren, diese Telekom Austria Vorstände?
Damaliger Telekommunikationsminister war übrigens Vizekanzler Hubert Gorbach (FPÖ).



30.7.2011 "profil": Affäre Telekom: Euro Invest manipulierte 2004 Aktienkurs im Auftrag der Telekom

Broker Johann Wanovits nannte anlässlich einer Hausdurchsuchung Ex-Manager Gernot Schieszler als Auftraggeber.
   Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, nimmt die Telekom-Aktienaffäre aus dem Jahre 2004 eine entscheidende Wendung. Vorvergangene Woche ließ die Staatsanwaltschaft Wien die Büros des Wiener Wertpapierhandelshauses Euro Invest Bank AG durchsuchen. Im Zuge der Amtshandlung gab Gründer Johann Wanovits an, Euro Invest habe 2004 im Auftrag der Telekom Austria 900.000 Aktien erworben, um den Kurs über eine damals entscheidende Schwelle zu hieven und so ein neun Millionen Euro schweres Prämienprogramm für rund 100 Manager zu sichern. Wanovits' Kontaktmann in der Telekom war dabei der damalige Vorstandsassistent und spätere Manager Gernot Schieszler. Wanovits wollte dazu gegenüber "profil" ausdrücklich nicht Stellung nehmen. Auch Schieszlers Anwalt Stefan Prochaska entschlug sich mit Hinweis auf "laufende Ermittlungen der Behörden" eines Kommentars. Wie profil weiter berichtet, soll Wanovits vonseiten der Telekom eine "Risikoprämie" in der Höhe von einer Million Euro in Aussicht gestellt worden sein, wovon er tatsächlich knapp weniger als 600.000 Euro erhalten haben dürfte. Ein Teil floss dabei über die Unternehmensgruppe des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0005 2011-07-30/08:00

Anmerkung Wien-konkret: Ganze 7 Jahre hat es gedauert, bis die offensichtliche Manipulation des TA-Börsenkurses geklärt wurde. Rund 10 Millionen Euro (=138 Millionen Schilling) hat das die TA-Aktionäre gekostet (9 Mio Euro für die Manager und 1 Mio Euro als "Erfoglsprämie für den Investmentmakler). Offene Frage: Hat der ganze damalige Telekom Austria Vorstand davon gewußt und die Aktienmanipulation in Auftrag gegeben oder waren es nur einer oder einige Vorstandsmitglieder?
Man darf gespannt sein, ob es zu einer strafrechtlichen Verurteilung kommt.
Bis zur Verurteilung gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung.





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