Wien

Das Problem mit dem Mobilfunk auf der Hausfassade:

Mittlerweile wird in Österreich das Ortsbild mehr geschützt als die Menschen. Einen schönes Beispiel dafür sind die Standorte für Mobilfunksendeanlagen (Handymasten). Diese wurden früher auf Hausdächer oder auf eigens errichtete Sendemasten montiert. Neuerdings werden diese Sender immer öfter auf die Hausfassade geschraubt. Diese Sender sind zwar klein, aber aufgrund der geringen Distanz zum Kopf bzw. Mensch besonders nachteilig. Dies sehr zum Leidwesen der Bewohner und Büromitarbeiter im Raum dahinter.

Hier ein paar Beispiele für einen solchen "Mobilfunk auf der Hausfassade" aus dem 1. Bezirk in Wien:
 

Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender in der Mahlerstraße - 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Mahlerstraße zwischen Nr 1 und 3 (Ringstraßengalerien)
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert: 11.800 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006   16:25 - 16:30 Uhr



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Ecke Kärntnerstraße - Annagassa / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Kärntnerstraße / Annagasse (vis-a-vis Casino Wien)
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  4.010 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006   16:36 - 16:39 Uhr
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Ecke Kärntnerstraße - Johannesgasse / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Kärntnerstraße Ecke Johannnesgasse
Etage: 3. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert: 11.650 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006   16:41 - 16:44 Uhr

 



Penthousewohnungen und Handymast:

Da auch die teuren Penthousewohnungen am Dachboden sind, war die "upper class" Wiens von den Dachstandorten der Handymasten besonders betroffen. Neuerdings wird nun das "Fußvolk" intensiver mit der Mikrowelle des Mobilfunks "bestrahlt". Immer mehr Mobilfunkantennen werden in Fußgängerzonen knapp über den Köpfen der Passanten im 1. Stock der Häuser - direkt auf den Fassaden - montiert.
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Kärntnerstraße 14 - 16 / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Kärntnerstraße 14 - 16
Etage: 2. Stock

Typ: Sektorantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  15.000 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006   16:50 - 16:55 Uhr

 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Stock im Eisen Platz Ecke Singerstraße / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Stock im Eisen Platz
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  7.050 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006   17:05 - 17:10 Uhr

Anmerkung: Antenne hängt verkehrt herunter  



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Stephansplatz - Stock im Eisen Platz / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Stock im Eisen Platz - Stephansplatz
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  n.v.
Messdatum: 11. August 2006   
 
 



Aussehen und Intensität der Antennen auf Hausfassaden:

Die kleinen Stabantennen (ca 50 cm lang) oder Mikrozellen werden von den Leuten kaum erkannt. Allerdings ist die Strahlungsintensität beachtlich und sie liegt bei einem Wert, der den Salzburger Vorsorgewert 2002 um mehr als das 1000-fache übersteigen kann. 

Bei einer Dame wurden Messungen in ihrem Schlafzimmer durchgeführt. Auf der Außenmauer ihres Schlafzimmers war eine dieser "kleinen" Mobilfunkantennen auf die Fassade geschraubt. Ergebnis: ca. 6000 µW/m2 im Bett !

Anmerkung: Die Dame übersiedelte in eine andere Wohnung, weil sie bereits seit längerem massive gesundheitliche Beschwerden in ihrer Wohnung hatte. Der Aufwand für eine Sanierung bei so hohen Strahlungswerten wurde für unangemessen hoch eingeschätzt.

 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Graben Ecke Dorotheergasse / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Graben Ecke Dorotheergasse
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  über 20.000 µW/m2 (Messbereich des Messgerätes überschritten)

Messdatum: 11. August 2006   17:15 - 17:20 Uhr
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Graben 11-12 / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Graben 11-12
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  5.700µW/m2
Messdatum: 11. August 2006  17:22 - 17:25
  



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Graben Ecke Kohlmarkt / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Graben Ecke Kohlmarkt
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  14.500 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006  17:37 - 17:40
 



Überschreitung der baubiologischen Richtwerte und des Salzburger Vorsorgewertes 2002:

Leider gibt es in Österreich keine gesetzlichen Grenzwerte für die Mikrowellenstrahlung (Mobilfunkstrahlung). Dafür gibt es baubiologische Richtwerte für den Schlafbereich nach Gerd Oberfeld Mai 2004. Je nach der Höhe der Leistungsflussdichte, ist mit mehr oder weniger starken Auswirkungen am menschlichen Körper zu rechnen. 

Leistungsflussdichte in µW/m²

Auswirkung

        0,1 µW/m²

keine Anomalie

0,1 - 5,0 µW/m²

schwache Anomalie

  5 - 100 µW/m²

starke Anomalie

    > 100 µW/m²

extreme Anomalie


* Die Salzburger Landesregierung hat für Salzburg den Salzburger Vorsorgewert 2002 mit 10 µW/m2 im Freien festgelegt. Umfassende Informationen unter => Klick
* Mehr Infos über Vorsorgewerte, Richtwerte und Grenzwerte
=> Klick
* Mehr Infos über Gesundheit und Studien über Mobilfunk => Klick
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Graben 20 / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Graben 20 Ecke Naglergasse Etage: 1. Stock ober dem "Meinl"

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  über 20.000 µW/m2 (Messbereich des Messgerätes überschritten)
Messdatum: 11. August 2006   17:42 - 17:45 Uhr
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Michgasse Ecke Kühfußgasse / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Milchgasse Ecke Kühfußgasse 
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  über 6.600 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006   17:51 - 17:54 Uhr
  
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Brandstätte Ecke Wildpretmarkt / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Brandstätte Ecke Wildpretmarkt
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert:  über 350 µW/m2 (war wahrscheinlich ausgeschaltet)
Messdatum: 11. August 2006   18:02 - 18:05 Uhr
 



Messen der Strahlung:

Was sollen nun Herr und Frau Wiener tun, wenn sie in ihrer Nachbarschaft einen Mikrowellensender - meist Handysender - entdecken? Zunächst einmal Ruhe bewahren. Sie sollten erst einmal feststellen, wie hoch ihre Strahlungsbelastung ist. Diese ist in jedem Zimmer und in jedem Stock verschieden. Deshalb muss man zur Feststellung der Belastung Messungen durchführen.

Die Mobilfunkwellen (Mikrowellen) kann man relativ leicht messen. Messgeräte gibt es zwischen 200 - 1000 Euro und sind billiger, als so manche Uhr (Zeitmessgerät). Sie können sich auch ein Messgerät für eine Stunde mieten ( => mehr Info )

Die Handlungsmöglichkeiten für Wohnungsmieter bzw. Wohungs-eigentümer:
* Strahlung gering => nichts tun, kein Handlungsbedarf
* Strahlung mittel => Abschirmungsmaßnahmen ergreifen
* Strahlung hoch und von rundherum => 
    A) Wegziehen (oder wollen Sie gesundheitliche, irreversible Schäden wie z.B. Leukämie und Krebs riskieren?)
    B) Nachbarn zur Unterlassung (Abbau des Handymasten / Einstellung des Sendebetriebes) bewegen; eventuell eine Unterlassungsklage nach § 364 ABGB in Erwägung ziehen. Bei der Rechtsschutzversicherung anrufen und fragen, ob die Versicherung das Verfahren übernimmt.
    C) Wenn A und B nicht machbar sind, dann zumindest Abschirmen !

 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Rotenturmstraße Ecke Ertlgasse / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Rotenturmstraße Ecke Ertlgasse
Etage: 2. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert: 1.700 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006   18:11 - 18:14 Uhr

 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Lichtensteg / Rotgasse; 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Ecke Lichtensteg / Rotgasse
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert: Messung noch offen
Messdatum: ...
 
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Rotenturmstraße 15 / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Rotenturmstraße 15
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert: über 20.000 µW/m2 (Messbereich des Messgerätes überschritten)
Messdatum: 11. August 2006   18:17 - 18:20 Uhr



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Rotenturmstraße / Lugeck;
1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Rotenturmstraße / Lugeck (ober dem Eissalon auf der Hausecke)
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert: Messung noch offen
Messdatum: ...
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Lugeck Nr. 7; 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Lugeck 7 (Zwischen Firmenschild und Hausfassade)
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert: Messung noch offen
Messdatum: ...
 



Beispiel für eine Mobilfunkantenne auf einer Hausfassade im 1. Bezirk:



Foto: Mobilfunksender Franz Josef Platz 17 (Schwedenplatz) / 1010 Wien

Bezirk: 1010 Wien
Adresse: Franz Josef Platz 17 (beim Eissalon am Schwedenplatz)
Etage: 1. Stock

Typ: Stabantenne und Sektorantenne für Mobilfunk
Mobilfunkbetreiber: unbekannt / anonym

Messwert: 5.350 µW/m2
Messdatum: 11. August 2006   18:26 - 18:29 Uhr
 



Über die Messung / Messmethode:



Foto: Messgerät HF 58B von der Firma Gigahertz-Solutions, Deutschland

Außenmessung (im Freien); Orientierende Summenmessung der Leistungsflussdichte - gemessen in Mikrowatt je Quadratmeter - im Frequenzbereich 800 MHz bis 2500 MHz. Darunter fallen die Mobilfunkwellen der GSM-900 MHz, DCS-1800 MHz, UMTS und WLAN Technologie. Diese Funkwellen werden von den Mobilfunkbetreiber über Antennen auf Sendemasten ("Handymasten", Mobilfunkmasten) in die Umgebung abgestrahlt.

Messgerät:  HF-58B von der Firma Gigahertz-Solutions, BRD (nach Herstellerangaben ist dieses Meßgerät "gutachtentauglich". Die Grundgenauigkeit inklusive Linearitätsfehler (800 MHz bis 2.500 MHz, inkl. Antennenfehler) liegt bei +/- 4,5 dB.

Anmerkung zur Messungsdurchführung: Das Handmeßgerät wurde inkl. dessen Richtantenne sowohl horizontal und vertikal ca. 1,30 Meter über dem Boden geschwenkt, als auch entlang der Meßrichtungsachse gedreht, um ein Maximum des Spitzenwertes zu ermitteln. Über den gemessenen Spitzenwert ist es möglich, Rückschlüsse auf die maximale und andauernde Sendeleistung zu ziehen, die ein stationärer Mobilfunksender bei Nutzung sämtlicher Funkkanäle abstrahlt. Das Drehen um die Meßrichtungsachse bewirkt ein Verändern der Polarisationsrichtung.

TriCoTel Telekom GmbH, 3003 Gablitz NÖ
Website: www.schutz-vor-elektrosmog.at
Kontakt: office@tricotel.at  



Weiterführende Informationen zum Thema Mobilfunk & Elektrosmog:

* Der Handymast als Nachbar
* Abschirmprodukte gegen Elektrosmog / übermäßigen Mobilfunk (PR)
 
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