Wien

Falsche A1 Rechnungen betreffend "Internet Service Pauschalen" 2011

falsche A1-Telekom Austria Rechnung

falsche A1 Rechnung

Die Firma "A1 Telekom Austria AG" verrechnet im Jahr 2011 von ihr neu erfundene "Internet Service Pauschalen". Dies ist unzulässig, wenn dies von A1-Telekom Austria den Kunden gesetzeskonform kundgetan wurde. Ein Hinweis auf ein Rechnung ist zu wenig. Es müßte ein eigenes Schreiben mit einem deutlichen Hinweis sein. Dies hat A1-Telekom Austria (meist?) nicht getan. Daher sind die im Jahr 2011 verrechneten "Internet Service Pauschalen" unzulässig.
 
Die Kunden haben nun die Möglichkeit, die zu Unrecht in Rechnungen gestellten Beträge zurückzufordern. Dazu ist ein Rechnungseinspruch innerhalb der Einspruchsfrist von 6 Wochen nötig.
 

Rechnungseinspruch:

Rechnungseinspruch A1 Telekom Austria 2011

Rechnungseinspruch A1 Telekom Austria

Gegen diese zu Unrecht verrechnete "Internetservice-Pauschale" können Sie innerhalb von 6 Wochen nach Erhalt der Rechnung Einspruch erheben.
Am besten das beiliegende Musterformular verwenden
=> Einspruchsformular

Ankreuzen:
x Für diesen Betrag dürfte die Rechtsgrundlage fehlen
x Es werden Dienste verrechnet, die nicht vereinbart waren

genauere Begründung: Diese neu erfundene Pauschale wurde mir / der Firma XY nicht gesetzeskonform zur Kenntnis gebracht und wurde daher zu Unrecht verrechnet.

Den Rechnungseinspruch dann an A1-Telekom Austria faxen oder per Post senden und die Faxbestätigung aufheben.

Mehr Infos => Allgemeines zum Einspruch gegen Telefonrechnungen
 



Presseartikel:


* "Servicepauschale" und 05er-Nummern: AK klagt A1 und T-Mobile: Die Presse 2.9.2011

* Erneut Ärger bei Telekom-Kunden: Für „Internet Service Pauschale“ sollen sie 15 Euro zahlen!
Qu.: Arbeiterkammer 22.03.2011

* Telekom-Kunden über "Internet Service Pauschale" verärgert: Qu: Der Standard 22.3.2011
 



Pressemitteilung der Regulierungsbehörde vom 30.6.2011

Pressemitteilung vom: 30. 06. 2011
Titel: RTR-GmbH informiert über die Besonderheiten bei der Einführung jährlicher Grundentgelte (z.B. Internetservicepauschalen)

„In letzter Zeit erreichen uns verstärkt Anfragen von teils erbosten Kunden, die sich über die rechtliche Zulässigkeit der Einführung von zusätzlichen jährlichen Grundentgelten erkundigen“, berichtet Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post.
    Die Frage nach der rechtlichen Zulässigkeit muss grundsätzlich mit „Ja“ beantwortet werden, auch wenn aus Sicht der RTR-GmbH diese Entwicklung unerfreulich ist. „Die Kunden werden dadurch mit immer komplexeren Tarifmodellen konfrontiert, die Preistransparenz leidet darunter und ein Vergleich der Angebote wird immer schwieriger“, so Georg Serentschy.
   Diese Entgelte, oft „Internetservicepauschale“ oder „SIM-Pauschale“ genannt, können entweder schon bei Vertragsabschluss vereinbart oder auch einseitig im laufenden Vertragsverhältnis durch den Betreiber eingeführt werden. Dem Betreiber stehen für einseitige Änderungen im laufenden Vertragsverhältnis verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Dem Kunden steht in der Regel nur ein Kündigungsrecht zur Verfügung: Er hat nicht die Möglichkeit, den Vertrag zu den alten Konditionen fortzusetzen. 
   Der Betreiber hat seine Kunden jedenfalls aktiv über deren Rechte zu informieren. Nicht zulässig ist es jedoch, diese verpflichtenden Informationen (z.B. auf der Rechnung) so zu verschleiern, dass der durchschnittliche Kunde sie nicht wahrnimmt. In solchen Fällen werden die Änderungen nicht wirksam. 

   „Wichtig daher: Da der Betreiber immer vorab informieren und auch über die Handlungsmöglichkeiten des Kunden belehren muss, immer alle Informationen, insbesondere auf der (Online-)Rechnung, aufmerksam lesen“, empfiehlt Serentschy. „Wenn der Kunde die Internet-servicepauschale nicht akzeptiert, raten wir, das Kündigungsrecht nach § 25 Abs 3 TKG 2003 wahrzunehmen und zu einem Betreiber zu wechseln, der dieses Entgelt nicht einhebt.“

Quwlle: RTR-Presseinfo 30.6.2011





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