Wien

Allgemeine Infos & Kontakt:

Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG)
Firmensitz: Dresdner Strasse 87, 1201 Wien
Telefon: +43 / 1 / 711 14-0

 

ÖIAG Aufsichtsrat 2008

Der Aufsichtsrat der ÖIAG setzt sich seit 11.4.2008 folgender Maßen zusammen:     

Dipl.-Ing. Dr. Peter MITTERBAUER, Vorsitzender (MIBA)
Ing. Siegfried WOLF, Erster stellvertretender Vorsitzender (MAGNA)
Dr. Klaus STURANY, Zweiter stellvertretender Vorsitzender (ehemals REWE)
Dr. Wolfgang BERNHARD (Ex-Daimler-ChryslerAG, Ex-VW, Ex-Cerberus)
Mag. Brigitte EDERER (SIEMENS)
Univ.Prof.Dr. Michael ENZINGER (Rechtsanwalt)
Dkfm. Wolfgang PFARL (Austropapier)
Dr. Alexander RIKLIN (alcar Holding GmbH)
Maria-Elisabeth SCHAEFFLER (Schaeffler-Gruppe)
Dipl. Ing. Dr. Stefan ZAPOTOCKY (BAST AG)
Ing. Leopold ABRAHAM (OMV)
Gerhard FRITZ (ÖGB, Post AG)
Alfred JUNGHANS (Austrian Airlines)
Michael KOLEK (Telekom Austria)
Markus SIMONOVSKY (OMV)

 

ÖIAG Vorstand 2008

Dr. Peter MichaelisIm Vorstand der ÖIAG seit 1. Juli 2001. Seit Juli 2006 ist Michaelis als Alleinvorstand der ÖIAG vom Aufsichtsrat eingesetzt. (Stand Dez 2008)

 

ad Austrian Airlines AUA / Beteiligung 41,56% Stand Nov. 2008

Diese Damen und Herrn vom ÖIAG Aufsichtsrat sollen am 5. Oktober 2008 die Abstoßung der AUA Anteile an die deutsche Lufthansa beschließen. Als Draufgabe soll es 500 Millionen Euro vom österreichischen Staat an den Käufer - die deutsche Fluglinie Lufthansa - geben.

Mehr Infos => AUA Verkauf
 
 

ad Post AG / Beteiligung 51% (Stand Nov. 2008)

Auch beim Thema Schließung von 2/3 aller österreichischen Postämter gibt es gehörig Zoff. Bürger, Bürgermeister, Postmitarbeiter und Betriebsräte wehren sich nämlich heftigst.

 



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27.2.2011 Kaltenegger zur ÖIAG: SPÖ will Verstaatlichten-Selbstbedienungsladen wieder aufmachen


"Nachdem Andreas Schieder noch unmittelbar vor der Bestellung des neuen ÖIAG-Chefs gegenüber Medien deutlich machte, die Haltung der SPÖ zur ÖIAG 'hänge stark von den handelnden Personen ab' (APA0145 vom 1. Feb. 2011), wird nun deutlich, dass der Aufsichtsrat der ÖIAG die roten Personalwünsche offenbar nicht berücksichtigt hat. Und so verfällt die SPÖ also wieder auf ihr destruktives ÖIAG-Bashing", so ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger angesichts der SPÖ-Aussagen im Wirtschaftsmagazin "trend". Das standortpolitische Konzept der SPÖ lässt sich demnach wie folgt zusammenfassen:  Struktur egal, Wirtschaftlichkeit irrelevant - Hauptsache die Posten sind rot besetzt." ...
"Am Ende geht es den SPÖ-Seilschaften nicht um Politik, sondern immer nur um ihren persönlichen Platz am Futtertrog. Die SPÖ hat aus den Erfahrungen der 1990er offenbar nichts, aber auch gar nichts gelernt", so Kaltenegger abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
OTS0041    2011-02-27/12:21

Anmerkung Wien-konkret: Meint die ÖVP allen ernstes, dass die ÖIAG frei von Parteibuchwirtschaft ist?  Meint die ÖVP, dass in der ÖIAG nun kein ÖVP-ler im Aufsichtsrat sitzt?
Die SPÖ hat sich bei der ÖIAG jedenfalls von der ÖVP austricksen lassen. Schon längst hätte die SPÖ mit der Opposition im Parlament die Auflösung der ÖIAG beschließen können. Somit sind es reine Scheingefechte zwischen SPÖ und ÖVP.



27.2.2011 "trend": Staatssekretär Schieder nennt ÖIAG-Gesetz "Wahnsinn"

Neuer Vorstoß der SPÖ in Sachen ÖIAG: Wollte die SPÖ bislang die Staats-Holding gänzlich abschaffen, geht es den Sozialdemokraten nun um mehr Einfluss, den man vor allem über die Neu- und Umbesetzung des Aufsichtsrats erlangen will. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder sagt in der kommenden Montag erscheinenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend": "Das ÖIAG-Gesetz in seiner derzeitigen Form ist ein Wahnsinn und gehört geändert." Unterstützung bekommt er von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter. Der verlangt vom Koalitionspartner bzw. vom zuständigen Finanzminister bei den im Sommer anstehenden Aufsichtrats-Nachbesetzungen "goodwill", also personelle Zugeständnisse an seine Partei.
Kräuter wünscht sich via "trend" insgesamt eine Re-Politisierung des ÖIAG-Aufsichtrats: "Es geht um das Primat der Politik, es braucht politischen Gestaltungswillen. Es ist doch eine Bankrotterklärung, wenn die Politik hier nicht Flagge zeigt und der zuständige Minister (Josef Pröll, Anm.) sagt, der neue Manager (Markus Beyrer, Anm.) soll sich selbst ein Konzept einfallen lassen." Kräuter, wörtlich: "Das ÖIAG-Gesetz gehört geändert, der Aufsichtsrat neu zusammengesetzt."
Rückfragehinweis:   trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
OTS0002    2011-02-27/08:00

Anmerkung Wien-konkret: Witz der Geschichte ist, dass die SPÖ das "wahnsinnige" ÖIAG Gesetz mitgeschlossen hat ud jahreland den ÖIAG-Wahnsinn (zB AUA-Verschenkung an die Deutschen) mitgestimmt hat.



Posting: Welche Rolle spielt dabei die ÖIAG?

Sehr geehrte Damen und Herren!

Gestern AUA, heute Siemens Software Entwicklung, morgen die Post, und das ist nur der Anfang!

In noch nie dagewesener Weise wird das Kapital von Firmen an Aktionäre ausgezahlt. Wenn dazu Rücklagen aufgelöst werden wird die Firma in den Konkurs getrieben, für die Übernahme durch andere (ausländische?) Konzerne vorbereitet. Welche Rolle spielt dabei die ÖIAG? Ich fordere eine Offenlegung der Aufgabe der ÖIAG, deren Entscheidungsträgern und ihrer Interessen.

Es ist dringend nötig, dass gesetzlich geregelt wird, dass nur ein Teil der Gewinne an Aktionäre ausgezahlt werden darf, den Arbeitnehmern, die die Gewinne erwirtschaften, steht der Löwenanteil zu.

Ing. Horst G. ENENKEL
Viktor Adler Gasse 4
2542 KOTTINGBRUNN                            E-mail   3. Juli 2009




23.11.2011: SPÖ Kräuter: "Gegen Aufbähung der ÖIAG mit zusätzlichen Zuständigkeiten"

SPÖ gibt keine Zustimmung zu weiteren Privatisierungen seitens der ÖIAG

Im Vorfeld des morgen, Montag, tagenden Aufsichtsrates der Staatsholding ÖIAG appelliert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter an die ÖVP-Verantwortungsträger des Kontrollgremiums, das Auswahlverfahren für einen Michaelis-Nachfolger zu stoppen. Kräuter: "Die Zukunft der ÖIAG ist völlig unklar, daher ist die Suche nach einem hochbezahlten ÖIAG-Chef absolut sinnlos. Seitens der SPÖ wird es weder eine Zustimmung zu weiteren Privatisierungsvorhaben noch zu einer Aufblähung der ÖIAG mit zusätzlichen Zuständigkeiten geben."
Selbst in ÖVP-Wirtschaftskreisen werde eine Abschaffung der ÖIAG präferiert, von Johannes Ditz über Claus Raidl bis zum selbst als Kandidat genannten Herbert Paierl wird eine Michaelis-Nachfolge im Grundsatz in Frage gestellt. Paierl habe gegenüber der Kleinen Zeitung sarkastisch gefragt, was das denn "überhaupt für ein Job" sei.
 Abschließend stellt der SPÖ-Bundesgeschäftsführer fest: "Eine Abschaffung der ÖIAG wäre eine rasche Spar- und Verwaltungsreformmaßnahme."

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien    Tel.: 01/53427-275
OTS0022    2011-01-23/11:16



17.9.2010 Steindl zu "Format": SPÖ missbraucht ÖIAG bereits als Selbstbedienungsladen

ÖVP zur ÖIAG

"Offensichtlich wird die ÖIAG von der SPÖ bereits als Selbstbedienungsladen missbraucht", betont ÖVP-Wirtschaftssprecher Konrad Steindl angesichts eines aktuellen "Format"-Berichts, der belegt, dass die SPÖ schon längst dabei ist, sich bei der ÖIAG ein System "à la ÖBB" einzurichten. Wie "Format" berichtet, kündigte der ÖIAG-Vorstand im Jänner 2010 den 24 Mitarbeitern einen, von der Regierung befürworteten, Personalabbau an, bei dem neun Mitarbeiterinnen zur Kündigung vorgesehen waren. Zusätzlich zur gesetzlichen Abfertigung von 279.000 Euro, wurde den Betroffenen nach Verhandlungen ein Sozialpaket von 900.000 Euro angeboten. Wie Unterlagen aus dem Finanzministerium zeigen, forderte die Belegschaftsvertretung insgesamt 3,061 Millionen Euro. Eine Betriebsratsvorsitzende wollte anscheinend noch mehr "abcashen", die Mitarbeiterin der Staatsholding verlangte gleich 700.000 Euro zusätzlich zu den gesetzlichen Ansprüchen. "Beispiele wie diese beweisen, dass sich das 'rote System à la ÖBB' in der ÖIAG bereits ausgebreitet hat", betont ÖVP-Wirtschaftssprecher Steindl und warnt: "Die ÖIAG darf nicht zur zweiten ÖBB werden!"
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
OTS0271    2010-09-17/16:28



14.9.2010 Rudas ad ÖIAG: Pröll soll sich nicht hinter Michaelis, sondern hinter die Steuerzahler stellen

SPÖ über ÖIAG-Chef Michaelis

Dass auf Initiative von Staatssekretär Josef Ostermayer nun der Rechnungshof die ÖIAG und deren Alleinvorstand Michaelis auf Ungereimtheiten rund um Bonuszahlungen abklopfen soll, begrüßt SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas. "Warum hält der Finanzminister seine schützende Hand über einen Management-Versager, der sich 350.000 Euro Prämie für fragwürdige 'Leistungen' und ausbleibenden Unternehmenserfolg ausbezahlen lässt?", so Rudas.
   "Es ist ungeheuerlich, dass im September 2009 Michaelis-Prämien für das Geschäftsjahr 2009 beschlossen wurden", so Rudas. Boni rückwirkend zu beschließen, widerspreche der im "Corporate Governance Kodex" definierten Vorgangsweise, messbare Unternehmens-Ziele im Voraus festzulegen, diametral. Überdies wurde die Bonifikation nur mit dem dreiköpfigen Präsidium des Aufsichtsrates der ÖIAG vereinbart, alle anderen Aufsichtsratsmitglieder seien nicht einmal informiert worden.
   Letzte Woche rühmte sich der Finanzminister noch, Banker im Zuge der Umsetzung einer EU-Richtlinie "an die Leine" zu nehmen. "Wenige Tage später scheint es fast so, als sei es ihm völlig gleich, ob Prämien an den Unternehmenserfolg - wie in der EU-Richtlinie festgelegt - gebunden werden oder nicht", sagte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. Also: "Es geht nicht darum, dass Pröll Michaelis mit vollen Bezügen spazieren gehen lässt, er soll Michaelis das Vertrauen entziehen und ihn fristlos gehen lassen", so Rudas, die an Pröll, "auch im Sinne seiner Glaubwürdigkeit als Finanzminister", appelliert, Michaelis endlich abzuberufen.
Rückfragehinweis:  SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
OTS0278    2010-09-14/13:41



16.9.2009: NEWS: Kanzler Faymann für ÖIAG-Abschaffung

ÖIAG SPÖ

Faymann: "Die ÖVP will die ÖIAG verändern, ich will sie abschaffen."   
Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe ein umfassendes Interview mit Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) über die bevorstehenden
Landtagswahlen, Differenzen mit der ÖVP, die Präsidentschaftswahl und die nächsten Ziele des Kanzlers.

   Faymann ... in Sachen ÖIAG: "Hier sind wir einfach verschiedener Meinung. Ich bin aber überzeugt, dass wir diese teure Zwischenebene mit ihren hoch bezahlten Managern, die mehr verdienen als jeder Verantwortliche des Staates, nicht benötigen."

   Faymann: "Noch dazu, wo selbst der Böhler Manager Claus Raidl sagt, dass es sich bei der Führung der ÖIAG nur mehr um einen Halbtagsjob handelt. Die ÖVP will die ÖIAG verändern, ich will sie abschaffen." Und weiter: "Die Bevölkerung sagt zu Recht: Wofür kriegt der Michaelis so viel Geld, wenn wir die AUA an die Lufthansa verkaufen und da auch noch einen Teil der Schulden zahlen müssen?" Wo war denn da der Grund für eine Leistungsprämie? Daher weg mit dieser teuren Zwischenebene." ...

Rückfragehinweis:
   Sekretariat NEWS,    Chefredaktion,    Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS0191    2009-09-16/12:42



12.9.2009 SPÖ Josef Cap im "profil": "ÖIAG - wegen Sinnlosigkeit geschlossen"

SPÖ ÖIAG

Klubobmannn Josef Cap erneuert SPÖ-Forderung, die ÖIAG abzuschaffen
In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" begründet SPÖ-Klubobmann Josef Cap die Haltung seiner Partei, die von ihrer Forderung nach einer Abschaffung der ÖIAG nicht abrücken will: "Beim AUA-Verkauf hat sich gezeigt, dass wir die ÖIAG nicht brauchen. Damit die AUA als Braut von der Lufthansa akzeptiert wurde, mussten 500 Millionen Euro Steuergeld zugeschossen werden." Die ÖIAG sei "Geschichte" und habe "keinen Nutzen mehr. Daher sollte es heißen: wegen Sinnlosigkeit geschlossen." ...

Rückfragehinweis:    "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0002    2009-09-12/08:00



7.9.2009 ÖVP-Klubobmann: "Bewährte Institution nicht schlecht reden"

ÖVP ÖIAG

Kopf fordert Stopp der SPÖ-Attacken gegen die ÖIAG

Einen Stopp der ständigen SPÖ-Attacken gegen die ÖIAG fordert ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf. "Das gilt für alle, die immer wieder damit punkten wollen, eine bewährte Institution schlecht zu reden - vom Abgeordneten bis zum Staatssekretär", so Kopf heute, Montag. "Das dahinter stehende Ziel ist leicht zu durchschauen - offensichtlich wollen manche Kräfte eine Repolitisierung der großen österreichischen Industriebetriebe. Das kommt für uns nicht in Frage.

"Die ÖIAG hat sich bewährt - sowohl was die Wirtschaftlichkeit als auch was die Struktur betrifft", ist Kopf überzeugt. "Die ÖIAG ist schuldenfrei und war in der Lage, den Wert ihrer Beteiligungen zu halten. Da lässt sich nichts schlecht reden." Statt einer Demontage dreht Kopf den Spieß um: "Vielmehr sollte am Erfolgsmodell ÖIAG festgehalten werden: ÖBB, ASFINAG, Verbund und einige Unternehmen mehr könnten unter das Dach der entpolitisierten ÖIAG gestellt werden."

Rückfragehinweis:
   Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs    Tel.: 01/40110/4436
OTS0151    2009-09-07/13:17

Anmerkung Wien-konkret:
* Dass laut ÖVP die ÖIAG ein entpolitisierter Betrieb sei, ist ein echter Schenkelklopfer. Selten so etwas amüsantes gelesen. Die ÖIAG untersteht direkt dem ÖVP-Finanzminister Josef Pröll.
* Laut ÖIAG Jahresgeschäftsbericht beträgt der
Verlust der ÖIAG im Jahre 2008 633 Millionen Euro und übertrifft das AUA Desaster bei weitem.
*
Die ÖIAG mußte 2008 ihren an der Anteil Austrian Airlines AG mit EUR 261,80 Mio verlustbringend abschreiben (Seite 28 ÖIAG Geschäftsbericht 2008). Wie die ÖVP zu der Erkenntnis kommt, dass die ÖIAG den Wert ihrer Beteiligung halten konnte bleibt rätselhaft.

 



14.8.2009: SPÖ Günther Kräuter: "ÖIAG-Beratungskosten laufen weiter auf Hochtouren"

SPÖ ÖIAG

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter kündigt zu dem "abenteuerlichen ÖVP-Rechenexempel", wonach die ÖIAG-Doppelstruktur Steuergeld spare, eine parlamentarische Anfrage an. Mittlerweile seien nur noch drei ohnehin börsenotierte Unternehmungen, die OMV, die Post und die Telekom von der "völlig sinnlosen" ÖIAG überlagert. Kräuter: "Ich möchte vom Finanzministerium wissen, wie sich angebliche Mehrkosten von 30 Millionen Euro jährlich errechnen, wenn die Geldverschwendung von Michaelis und Co beendet wird. Tatsächlich werden durch die maßlose Michaelis-Gage in Höhe von 700.000 Euro, durch weiteren Personlaufwand, durch so genannte übrige betriebliche Aufwendungen und horrende Beratungskosten Jahr für Jahr viele Millionen Euro durch die ÖIAG vernichtet."
   Für Beratungskosten könne, so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer, angesichts des AUA-Debakels keinerlei Verständnis erwartet werden. Kräuter: "Wenn in der ÖIAG allein in den Jahren 2000 bis 2006 rund 250 Millionen Euro an Beratungskosten verbraten wurden, stellt sich die Frage, warum ein mit Expertisen und Beratern fürstlich ausgestatteter Michaelis derart inferior agiert. Am Ende der kostspieligen Beratungsorgie ist das Traditionsunternehmen AUA weg und der Steuerzahler mit 500 Millionen Euro Zuschuss und 274 Millionen Euro an Beteiligungsabschreibung belastet." Dass dieser
"wirtschaftspolitische Supergau" von der ÖVP noch als Erfolgsgeschichte bezeichnet werde, spreche für sich.

   Die Beratungskosten würden auch derzeit auf vollen Touren laufen, beispielsweise werde Michaelis bei jeder Sitzung von einer Rechtsanwaltskanzlei begleitet, die bekannt hohe Stundensätze zur
Verrechnung bringe. Kräuter abschließend: "Wenn vom Steuerzahler für einen Staatsmanager 700.000 Euro jährlich bezahlt werden müssen, sollte er doch irgend etwas auch selber können."

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
   Löwelstraße 18, 1014 Wien,

OTS0042    2009-08-14/10:01



12.7.2009: Jan Krainer zu Faymann-Vorschlag: "ÖIAG hat Existenzrecht verwirkt"


SPÖ-Finanzsprecher begrüßt Vorschlag des Bundeskanzlers

SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer begrüßte heute, Sonntag, gegenüber dem Pressedienst der SPÖ den Vorschlag von Bundeskanzler Werner Faymann in der heutigen ORF-Pressestunde: "Die ÖIAG hat ihr Existenzrecht verwirkt. Eine Instanz der Republik, auf die die Republik selbst keinen Einfluss ausüben kann und in der die Aufsichtsräte sich und ihre Saläre selbst bestimmen, kann hierzulande keiner mehr brauchen." Der Bevölkerung sei es wichtig, dass PolitikerInnen Verantwortung übernehmen und nicht "Konstrukte, die über Jahre hinweg strategisch absolut versagt haben". Für Krainer ist eine rasche Auflösung - "im Idealfall heuer noch" - wünschenswert. 

Der ehemaligen schwarzblauen Bundesregierung, allen voran Thomas Prinzhorn, "der aus der ÖIAG ein Prinzhorn-Personalbüro machte", und dem ehemaligen Finanzminister Karl Heinz Grasser sei es zu verdanken, dass die ÖIAG "dort steht, wo sie jetzt ist, nämlich in einer katastrophalen Situation", betonte Krainer abschließend.

Rückfragehinweis:  SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
   Löwelstraße 18, 1014 Wien,  OTS0030    2009-07-12/12:37



12.7.2009 Christoph Leitl (WKO) gegen die Auflösung der ÖIAG

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl lehnt ein Auflösung der ÖIAG zum jetzigen Zeitpunkt ab.  "Im Vordergrund steht jetzt die Zukunft der AUA als eines der wichtigsten Infrastrukturunternehmen Österreichs. Warten wir einmal die Entwicklungen in Brüssel ab". Wenn es dort zu keiner tragfähigen Lösung komme, werde die ÖIAG als nationaler Sanierer gebraucht werden, meinte Leitl in einer Aussendung: "Jetzt ist die AUA vorrangig und nichts anderes." ...

Quelle: APA Aussendung auf Die Presse am 12.7.2009

Anmerkung Wien-konkret: Leider trägt die ÖIAG die Hauptverantwortung der bis dato gescheiterten Sanierungsmaßnahmen bei der AUA. Das Problem ist ja seit eineinhalb Jahren bekannt. Nicht die ÖIAG wird die Sanierung der AUA schaffen, sondern höchstens neue Eigentümer.



12.7.2009: Andreas Schieder begrüßt Vorschlag zur Auflösung der ÖIAG

ÖIAG SPÖ

SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder begrüßt den Vorstoß von Bundeskanzler Werner Faymann zur Auflösung der ÖIAG in der heutigen ORF-Pressestunde. "Die ÖIAG hat sich in der Vergangenheit - vor allem bei der AUA und der Post - als zahnlos und ineffizient erwiesen. Es ist nur konsequent, wenn in einer solchen Situation die entsprechenden Schritte getätigt werden, um in der Zukunft besser aufgestellt zu sein", so Schieder. Schieder erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass die Auflösung der ÖIAG auch in namhaften Wirtschaftskreisen schon in der Vergangenheit immer wieder diskutiert worden ist. ****

Die Politik habe die Verantwortung dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass Österreichs Wirtschaft auch in Zukunft erfolgreich bestehen könne. "Wenn sich dabei eine Institution als erfolglos erweist, dann müssen wir, als politisch Verantwortliche, auch die notwendigen Konsequenzen ziehen", erklärte Schieder abschließend.

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Telefon.: 01/53427-275, Löwelstraße 18, 1014 Wien,  Quelle: OTS0022    2009-07-12/11:56



12.7.2009: Faymann in der ORF Pressestunde: "ÖIAG hat in Österreich nichts mehr verloren"

ÖIAG SPÖ

Bundeskanzler Werner Faymann plädierte am Sonntag in der Pressestunde für eine Schließung der ÖIAG: "Die AUA ist ein Beispiel dafür, dass die ÖIAG versagt hat und ein Beispiel, das mich in meiner Haltung bestätigt, dass man die ÖIAG auflösen sollte."
Faymann ist überzeugt, die ÖIAG sei eine Zwischenebene "mit hoch bezahlten Honoraren", aber ohne vernünftigen Sinn und Zweck. "Diese Zwischenebene hat in Österreich nichts mehr verloren", stellte Faymann klar. ****

   Die Causa der AUA sei nämlich, so Faymann, "ein trauriges Stück Geschichte". Faymann: "Es ist ein Versagen des Managements noch vor zwei Jahren zu behaupten, hier ist eine Stand-alone-Lösung möglich und man kann alleine ohne Partner weitermachen", schließlich sehe man jetzt wohin die strategischen Fehlentscheidungen des Managements und die Loslösung der ÖIAG von der Politik führten. Faymann betonte weiter: "Außerdem wollen die Menschen wissen, dass die Politik Verantwortung übernehmen kann und nicht irgendwelche Zwischenebenen." Noch heuer sei eine Lösung in dieser Frage möglich.

   Claus Raidl, Präsident der Nationalbank,  sei ein weiterer, wichtiger Fürsprecher für eine Abschaffung der ÖIAG. Faymann wies daher auf die Haltung von Raidl hin: "Raidl formuliert es völlig treffend: Es braucht keine ÖIAG mehr, man sollte sie auflösen und würdevoll stilllegen. Genauso sehe ich das auch. Weil ich überzeugt bin, dass alle Recht haben, die meinen, dass man Zwischenebenen nicht braucht." In die Kritik nahm der Bundeskanzler Aufsichtsrat Michaelis: "Die Aufsichtsräte in der ÖIAG haben, obwohl die ÖIAG der Republik gehört, es sich zurechtgelegt, dass sie sich selbst bestimmen", überdies sei das Salär in der Höhe von 700.000 Euro völlig überzogen.

=> ganze Pressemitteilung unter => AUA-Verkauf

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Quelle: OTS0028    2009-07-12/12:32



30.6.2009 ÖSTERREICH: ÖIAG-Chef Michaelis kassiert 700.000 Euro Jahres-Gage

Der ÖIAG-Vorstand erhält nach AUA-Debakel sogar 350.000 Euro "Erfolgsprämie"

Die Tageszeitung ÖSTERREICH veröffentlicht in ihrer morgigen Ausgabe jene Gage, die ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis für das Krisenjahr 2008 erhalten hat. Laut ÖSTERREICH bekam Michaelis im vergangenen Jahr die Rekord-Gage von 700.000 Euro ausbezahlt. Das ist das doppelte Gehalt des Bundespräsidenten.
Neben einem fixen Teil von 350.000 Euro als Gehalt erhielt Michaelis von der ÖIAG auch einen "variablen Teil" von weiteren 350.000 Euro als Erfolgs-Prämie. Die Auszahlung dieser "Erfolgs-Prämie" erfolgt just in jenem Jahr, in dem die AUA in ein wirtschaftliches Debakel schlitterte und eine staatliche Hilfe von 500 Millionen sowie einen Überbrückungskredit von weiteren 200 Millionen aus Steuergeld benötigte.

Rückfragehinweis:    Fellner Media
OTS0345    2009-06-30/20:16



16.11.2008 BZÖ-Bucher: Regierung soll Privatisierungsauftrag der ÖIAG stoppen

BZÖ über die ÖIAG

... Der BZÖ-Klubobmann (Erg. Josef Bucher) widerspricht dem Präsidenten der IV auch bei dessen Forderung, am unbedingten Privatisierungsauftrag der ÖIAG festzuhalten. "Wenn Sorger das Bankenpaket damit rechtfertigt, dass sich die Zeiten und Rahmenbedingungen geändert haben, dann sollte diese Argumentation doch auch für die Privatisierungen gelten". Das BZÖ fordert daher einen Stopp des Privatisierungsauftrages der ÖIAG, da dieser in Zeiten der Hochkonjunktur und steigender Börsenkurse formuliert wurde und angesichts der jetzigen Weltwirtschaftskrise einfach nicht mehr zeitgemäß ist. "Wir verlangen einen Privatisierungsstopp, um die Beschäftigten in den staatlichen und teilverstaatlichten Betrieben in Arbeit zu halten und keine Leitbetriebe zu verschleudern. Hier muss der Staat eine Vorbildfunktion übernehmen, denn wenn die öffentliche Hand als erstes Massenentlassungen verursacht, mit welchem Recht appellieren dann Politiker an die Privatwirtschaft, ihre Arbeitnehmer trotz sinkender Gewinne oder gar Verluste in Beschäftigung zu halten", bekräftigt Bucher, der auch darauf verweist, dass es den Staat billiger komme, Menschen in Beschäftigung zu halten, als deren Arbeitslosigkeit zu finanzieren.

Rückfragehinweis:    Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
OTS0026    2008-11-16/12:21



15.11.2008 FPÖ Strache kritisiert Postenbesetzung der Banken-ÖIAG


Echte Unabhängigkeit sollte Voraussetzung sein

FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache kritisierte heute die Bestellung des ehemaligen Notenbankdirektors Klaus Liebscher an die Spitze der Banken-ÖIAG (FIMBAG). Dort sei er für die Verteilung der staatlichen Gelder aus dem Bankenpaket zuständig - auch an die Raiffeisen-Gruppe. Pikant daran sei, dass Liebscher aufgrund einer alten Vereinbarung seine Pension von der RZB und nicht von der OeNB beziehe, womit er der RZB zur Treue verpflichtet sei. Seine Tätigkeit
in der neuen Bankenholding als "big spender" auch für die Raiffeisen-Gruppe sei unvereinbar mit der Pensionszahlung durch die RZB.

Auch der Umstand, dass Hannes Androsch Aufsichtsrat der Bankenholding sei, stößt auf Straches Kritik. Denn Androsch sei Großkreditnehmer bei mehreren Banken. "In der Holding sollten Personen, die  de facto von den Banken abhängig sind, nicht tätig sein", gab der FPÖ-Chef zu bedenken. "Die Voraussetzung für diese Tätigkeit sollte echte Unabhängigkeit sein." Eine solche Zwitterstellung sei gewiss auch für Androsch persönlich sehr unangenehm.

Rückfragehinweis: FPÖ
OTS0039    2008-11-15/12:57



15.11.2008 ÖIAG: Genehmigung von Filialschließungen durch BM Faymann wurde nie behauptet

ÖIAG-Vorstand Dr. Peter Michaelis legt Wert auf folgende Feststellung:
Minister Faymann wurde im März vom Post-Vorstand über die Grundzüge des strategischen Konzepts informiert, das angesichts der im Februar erlassenen EU-Richtlinie zur Postliberalisierung notwendig wurde. Eine entsprechende Aussage findet sich auch in dem im morgigen Profil abgedruckten Interview mit Dr. Michaelis. Dass Minister Faymann die Schließung von 24 Post-Filialen genehmigt hätte, hat Dr. Michaelis weder behauptet noch ist diese Aussage im Interview enthalten.

Rückfragehinweis:
Mag. Anita  Bauer, ÖIAG-Kommunikation,    Telefon: 0664/134 0333
OTS0036    2008-11-15/12:35



15.11.2008 "profil": Johannes Ditz fordert Auflösung der ÖIAG

Ex ÖVP-Wirtschaftsminister: "Doppelstöckige Verwaltung führt zu vermeidbarer Politisierung"

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" fordert der frühere ÖVP-Wirtschaftsminister und ehemalige ÖIAG-Vorstand Johannes Ditz die ersatzlose Abschaffung der Industrie-Staatsholding: "Die Zeit ist gekommen, die ÖIAG aufzulösen". Nach dem geplanten Verkauf der AUA rechtfertige die Verwaltung der drei börsennotierten Beteiligungen Post, OMV und Telekom-Austria keine eigene Aktiengesellschaft mit 15 Aufsichtsräten und ein bis zwei Vorstandschefs, so Ditz. "Strenggenommen kontrollieren 15 ÖIAG-Aufsichtsräte derzeit einen Manager. Und dieser kontrolliert als Aufsichtsratspräsident die betroffenen Beteiligungen. Diese doppelstöckige Verwaltung und indirekte Einflussnahme führt lediglich zur Aufweichung der Verantwortung und zu vermeidbarer Politisierung."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion     Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0005    2008-11-15/08:00