Wien

Das internationale Rote Kreuz - Die Gründung



Henry Dunant
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Unter dem Eindruck der Schlacht von Solferino 1859, bei welcher der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant Augenzeuge der Hilflosigkeit von Rettern und Sanitätern wurde, entwickelte er eine Idee.

Gibt es während der Zeit der Ruhe und des Friedens kein Mittel, um Hilfsorganisationen zu gründen, deren Ziel es sein müsste, die Verwundeten in Kriegszeiten durch (…) Freiwillige (…) pflegen zu lassen?“ 1863 nahm Dunants Vision institutionelle Gestalt an – mit dem „Internationalen Komitee für Verwundetenhilfe“ entstand die mittlerweile größte humanitäre Organisation der Welt. Als Referenz an die Schweiz und die quadratische Fahne des Helvetischen Bündnisses verwendete Dunant das Rote Kreuz auf weißem Grund als Zeichen des Komitees.

Im Rahmen einer vom Komitee vorbereiteten internationalen diplomatischen Konferenz entstand 1864 das Erste Genfer Abkommen „zur Verbesserung des Schicksals der verwundeten Soldaten der Armeen im Felde“. Dieser internationale Vertrag war die Grundlage für die heute weltweit gültigen vier Genfer Abkommen und zweier Zusatzprotokolle, die von den meisten Staaten dieser Welt ratifiziert wurden. Dort verpflichten sich die Staaten zum Beispiel auch, das Rotkreuz-Zeichen vor missbräuchlicher Verwendung zu schützen. In Österreich wird das durch ein eigenes Bundesgesetz geregelt.

Heute ist das Rote Kreuz in Kriegen und Konflikten der Hüter des humanitären Völkerrechts. Die Rotkreuz-Bewegung hilft weltweit aber auch bei Naturkatastrophen und in Entwicklungsländern und ist in vielen Ländern auch im Blutspendewesen und Gesundheitsdienst tätig.

 

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