Wien

Der ORF im Internet:

Der ORF betreibt im Internet zumindest folgende Domains:

orf.at/ , www .orf.at, oesterreich.orf.at/

Bundesländer-Portale:
burgenland.orf.at/ , kaernten.orf.at/ , noe.orf.at/ , ooe.orf.at/ , salzburg.orf.at/ , steiermark.orf.at/ , tirol.orf.at/ , vorarlberg.orf.at/ , wien.orf.at/

Radio-Portale:
oe1.orf.at/ , fm4.orf.at/ , oe3.orf.at/ , radio.orf.at/ , 

Sonstige Portale & Websites:
bachmannpreis.orf.at/ , backstage.orf.at/ , bewusstgesund.orf.at/ , charts.orf.at/ , cluboe3.orf.at/ , contradertalk.orf.at/ , dancingstars.orf.at/ , debatte.orf.at/ , derneue.orf.at/ , dev.orf.at/ , digital.orf.at/ , enterprise.orf.at/ , games.orf.at/ , help.orf.at/ , insider.orf.at/ , integrationspreis.orf.at/ , iptv.orf.at/ , jugendschutz.orf.at/ , klimaschutzpreis.orf.at/ , kundendienst.orf.at/ , langenacht.orf.at/ , langenacht1.orf.at/ , laos.orf.at/ , lichtinsdunkel.orf.at/ , login.orf.at/ , matrix.orf.at/ , mediaresearch.orf.at/ , musikprotokoll.orf.at/ , nachbarinnot.orf.at/ , newsv1.orf.at/ , oe1kalender.orf.at/ , oe3verkehr.orf.at/ , okidoki.orf.at/ , onapp1.orf.at/ , ondemand.orf.at/ , our.orf.at/ , presse.orf.at/ , programm.orf.at/ , rataufdraht.orf.at/ , religion.orf.at/ , roi.orf.at/ , rss.orf.at/ , sales.orf.at/ , science.orf.at/ , sciencev1.orf.at/ , shop.orf.at/ , single.orf.at/ , sport.orf.at/ , sportv1.orf.at/ , stars.orf.at/ , teletext.orf.at/ , text.orf.at/ , themenschwerpunkt.orf.at/ , tickets.orf.at/ , tv.orf.at/ , tvthek.orf.at/ , volksgruppen.orf.at/ , werkstatt.orf.at/ , wetter.orf.at/ , wettlaufzumsuedpol.orf.at/ , zukunft.orf.at/



23.2.-24.2.2017: Falschmeldung vom ORF über Opernball-Trauerflor

ORF-Falschmeldung zum Opernball 2017,

Nein, es gab eben keinen "Trauerflor".
(Ein Trauerflor ist ein schwarzer Stoff zum Ausdruck offizieller Anteilnahme in einem Todesfall. Es kann ein langes textiles Band, eine Schleife oder eine Armbinde sein. Er wird beispielsweise bei Trauerbeflaggung der Flagge als nationales Symbol beigefügt.)

ORF.at berichtet über einen Trauerflor am Opernball 2017 in der Wiener Staatsoper, den es nicht gab. Davon konnte man sich im ORF-Fernsehen live und auf der ORF-TV-Thek überzeugen. Die Österreich-Schärpen von Bundespräsident Van der Bellen und Vize-Kanzler Mitterlehner war nicht schwarz umhüllt. Bundeskanzler Kern hat auf seine Österreich-Schärpe vergessen und auch sonst kein Zeichen des "Trauerflors".

Auch die Staatsoper hatte keinen Trauerflor. Roter Teppich, Glanz und Glitzer wie jedes Jahr.

Ja, es ist tragisch, wenn die Todesnachricht der Gesundheitsministerin Dr. Sabine Oberhauser wenige Stunden vor Beginn des Opernballs bekannt wird. Trotzdem sollte der ORF nicht etwas erfinden und als Nachricht ausgeben, was eben nicht ist.
Diese Falschmeldung wurde vom ORF bislang nicht korrigiert bzw mit Bedauern zurückgezogen.



16.12.2016 Beschluss und Resolution des ORF-Publikumsrates

Der ORF-Publikumsrat hat in seiner Plenarsitzung am Freitag, dem 16. Dezember 2016, unter dem Vorsitz von Dr. Ilse Brandner-Radinger folgenden Beschluss gefasst und folgende Resolution verabschiedet:
Beschluss:
Der ORF-Publikumsrat genehmigt den Beschluss des ORF-Stiftungsrats vom 15.12. 2016, mit dem die Programmentgelte neu festgelegt wurden (gemäß den §§ 30 Abs. 1 Z 4 und 31 Abs. 8 ORF-Gesetz).
Resolution: Gleichzeitig fordert der Publikumsrat vom Generaldirektor zusätzliche öffentlich-rechtliche Programmleistung für das Publikum ... Der Publikumsrat spricht sich weiterhin für die Refundierung des Einnahmenausfalls aus der Gebührenbefreiung und gegen die Belastung des Programmentgelts mit Landesabgaben aus. Der Generaldirektor soll in diesem Sinn tätig werden.
Rückfragehinweis:
   ORF-Büro der Gremien   01-87878-12251   http://publikumsrat.ORF.at

Anm. Red.: Die ORF-Gebühren steigen um 6,5%. Angedacht war Mai 2017, tatsächlich wurden die ORF-Geühren schon ab 1. April 2017 angehoben.





=> Kommentare & Postings eintragen

 

ORF-General kassiert mehr als der Bundespräsident

Das Gehalt von Fischer ist ja kein Thema. Er repräsentiert unser Land Österreich mehr oder weniger erfolgreich. Die Herren von ORF mit dem Spitzenverdiener Wrabetz mit satten 349.000,- Euro ist der Witz schlecht hin. Damit bekommt, nicht verdient, er mehr wie alle angeführten Staatsoberhäupter. Und was da beim ORF raus kommt ist, gelinde gesagt, nicht den Schilling wert. Dafür haben die Herren mal wieder eine Gebührenerhöhung beschlossen.

Martin B.       2. Juni 2012





25.02.2017: „profil“: EADS ließ sich 2002 von leitendem ORF-Mitarbeiter beraten

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ließ sich der EADS-Konzern im Vorfeld der Typenentscheidung 2002 von einem damals leitenden Angestellten des ORF beraten. „profil“ liegen vertrauliche E-Mails vor, die 2013 im Zuge von Hausdurchsuchungen bei EADS in Deutschland beschlagnahmt wurden.
    
Am 9. März 2002 hatte der ORF-Mitarbeiter über das Chefsekretariat zwei deutschen EADS-Managern zwei wortgleiche E-Mails übermitteln lassen (ohne diese mit eigenem Namen zu zeichnen). Darin verwies er auf „fixierte Arbeiten im Medienbereich“ und „Vereinbarungen“. Darüber hinaus empfahl der ORF-Vertreter EADS elf Personen, vorwiegend Politiker, welche der Konzern zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung nach Berlin einladen solle. In den Mails ist von „Gesprächspartnern aus dem wichtigen Kreis der österreichischen Politik bzw. auch aus den von Ihnen bisher nicht kontaktierten Militärs“ die Rede. Offiziell hält der ORF sich bedeckt. „Der ORF kann die Urheberschaft der nicht namentlich gezeichneten E-Mails nicht eruieren, ist aber an der Aufklärung des Sachverhalts höchst interessiert und wird im Rahmen seiner Möglichkeiten selbstverständlich dazu beitragen“, so Sprecher Martin Biedermann.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502



7.9.2013 BZÖ-Widmann: ORF hat öffentlich rechtlichen Auftrag und ist kein Hinterhof-Wettbüro


"Es kann nicht sein, dass der ORF bei Moderationen massiv gegen das Bucher-BZÖ Stimmung macht und das BZÖ kontinuierlich aus dem Parlament orakelt", empörte sich BZÖ-Bündnissprecher Abg. Rainer Widmann angesichts wiederholter "ORF-Glanzleistungen" bei der Moderation des ORF gegen das BZÖ. Ein privatisierter ORF könne gerne nach Belieben politisieren, ein über Zwangsgebühren finanzierter öffentlich-rechtlicher ORF habe aber ein Mindestmaß an Objektivität zu wahren. "Der ORF ist weder das Orakel von Delphi noch ein billiges Hinterhof-Wettbüro, sondern hat einen öffentlich-rechtlichen Informationsauftrag zu erfüllen", betonte Widmann, und weiter: "Spätestens seit der ORF-TV-Konfrontation Bucher gegen Spindelegger, die wohl auch der eine oder andere ORF-Mitarbeiter gesehen haben dürfte, ist klar, wer der Chef der modernen Mitte ist und Österreich nach vorne bringen kann. Das BZÖ wird daher mit einem klaren Wählerauftrag auch nach der Nationalratswahl im Parlament vertreten sein. Sollte der ORF aber weiterhin nicht auf höchst manipulative Moderationen verzichten wollen, ist das BZÖ gerne bereit, zu einer raschen ORF-Entstaatlichung beizutragen", so Widmann in Richtung mancher ORF-Orakler.
Aussender: Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ



4.9.20133 NEOS reicht ORF-Beschwerde bei KommAustria ein


Strolz: "Fordern Schritte gegen Benachteiligung in der Berichterstattung noch vor der Wahl".
Aus Sicht der wahlwerbenden Partei NEOS Das Neue Österreich und Liberales Forum widerspricht die Aussperrung von zur Nationalratswahl antretenden Parteien aus dem Programmschwerpunkt des Österreichischen Rundfunks dem Gebot der Objektivität und Unparteilichkeit. NEOS Spitzenkandidat Matthias Strolz ergreift nun rechtliche Schritte und hat eine Beschwerde bei der Kommunikationsbehörde Austria eingereicht. Der Österreichische Rundfunk plant neben seiner "normalen" Berichterstattung für die Nationalratswahl 2013 einen Programmschwerpunkt zu bester Sendezeit für die bereits im Parlament vertretenen Parteien, "um den Meinungsbildungsprozess zu fördern", wie ORF-Generaldirektor Wrabetz in einem Interview festhielt. Dem ORF ist auch bewusst, dass die Chancen auf einen Wahlerfolg nicht unwesentlich davon abhängen, wie es gelingt, "im Wahlkampf-Endspurt die nötige Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen", so Wrabetz weiter.
   "Die Marginalisierung von NEOS und anderen noch nicht im Parlament vertretenen, jedoch bundesweit antretenden Parteien behindert die Meinungsbildung der Wählerinnen und Wähler, die überwiegend die Sendungen des Programmschwerpunkts beobachten, und nicht die wenigen Sonderformate mit geringer Zuseher-Reichweite", so Strolz. "Wir laden auch die KPÖ und die Piraten ein, entsprechende Beschwerden nach unserem Vorbild einzureichen." "Auf unseren offenen Brief, in dem wir Demokratiedefizite aufzeigen und Kriterien zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags definieren, hat der ORF nicht reagiert. Daher schlagen wir nun im Rahmen unserer Beschwerde Möglichkeiten vor, den Schaden zu begrenzen, etwa durch nachträgliche Einladung oder Sonderformate."
   Im Antrag an die Kommunikationsbehörde Austria fordert NEOS die Feststellung einer Verletzung der Objektivitäts- und Unparteilichkeitsbestimmungen durch die Nichteinladung von Matthias Strolz. Aufgrund der hohen Dringlichkeit werden eine kurze Frist zur Stellungnahme und die Aufforderung zur umgehenden Herstellung des entsprechenden Zustands empfohlen.
Rückfragehinweis: NEOS Presseteam | presse@neos.eu Stefan Egger | +43 664 88665030



9.3.2013 Stronach / Lugar: Nein zu ORF-Eigenwerbung Wien


"Wozu muss sich der ORF selbst bewerben?
Jede Österreicherin, jeder Österreicher kennt den Staatsrundfunk", erklärt Team Stronach Klubobmann und Mediensprecher Robert Lugar. Für ihn ist es völlig unverständlich, dass der öffentlich-rechtliche Sender zwar ständig mehr Geld will und im Gegenzug mit Personaleinsparungen droht, aber 20 Mio. Euro pro Jahr für Eigenwerbung ausgibt. Es ist für Lugar bezeichnend, dass die Freundschaftsgruppen von SPÖ und ÖVP sofort und auf Zuruf jede Geldforderung des ORF erfüllen wollen, sind es doch diese beiden Parteien, "die mit großzügiger Berichterstattung bedient werden."
   Lugar weiter: "Der ORF soll sein Programm gemäß seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag ausrichten und dies auch ernst nehmen. Imagekampagnen, Sportsponsoring und ständige Selbstbeweihräucherung zählen aber nicht dazu!" Im Sinne der - vorgegebenen - fairen und journalistisch korrekten Berichterstattung verlangt Lugar zudem eine Entpolitisierung des ORF. "Redakteure müssen frei und ohne Weisung von "Oben" arbeiten können, Proporzdenken bei Postenbesetzungen und Zurufe von den roten und schwarzen Freundschaftsgruppen müssen endlich der Vergangenheit angehören", verlangt Lugar. 
Rückfragehinweis: Team Stronach Parlamentsklub / Presse



8.11.2012 Appell der ORF-Journalistinnen und -Journalisten an Regierungsklausur

Der ORF-Redakteursrat hat im Namen der ORF-Journalistinnen und -Journalisten Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Michael Spindelegger und Medienstaatsekretär Josef Ostermayer ein Schreiben übermittelt, in dem appelliert wird, sich bei der morgigen Regierungsklausur darauf zu verständigen, versprochene und längst überfällige Änderungen des ORF-Gesetzes noch in dieser Legislaturperiode zu beschließen.

Das Schreiben lautet:
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
sehr geehrter Herr Vizekanzler,
sehr geehrter Herr Staatssekretär,
Sie haben vor einem halben Jahr eine - längst überfällige - ORF-Reform angekündigt. Nicht zuletzt mit den Worten, "die Österreicher wollten in erster Linie einen unabhängigen ORF" und "das werden wir wohl zustande bringen." Derzeit wird im ORF gerade wieder einmal ernsthaft eine Postenbesetzung versucht, bei der offensichtlich nicht die fachliche Qualifikation von Kandidaten das entscheidende Kriterium sein soll. Auch aus diesem Anlass appellieren die ORF-Journalistinnen und -Journalisten an Sie, sich bei der morgigen Regierungsklausur auf die versprochenen Änderungen des ORF-Gesetzes noch in dieser Legislaturperiode zu verständigen. Die notwendigen, wesentlichsten, die demokratiepolitische Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stärkenden, Gesetzesänderungen sind, wie von den ORF-Journalistinnen und -Journalisten seit Jahren immer wieder gefordert:
- Ein völlig neues, nach fachlichen und öffentlich nachvollziehbaren Kriterien zusammengesetztes, deutlich verkleinertes Aufsichtgremium (wie das auch die von der Arbeitsgruppe im Bundeskanzleramt gehöhrten Experten vorschlagen)
- Verbesserungen des ORF-Redakteursstatuts, die es unmöglich machen, die vom ORF-Gesetz verlangten Mitwirkungsrechte der Journalistinnen und Journalisten bei der Besetzung von Leitungsfunktionen immer wieder zu negieren
- Sanktionen bei Verstößen gegen Stiftungsrats/Aufsichtsratspflichten und bei Verletzungen des Redakteursstatuts
- Die ökonomische Sicherung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und
- Die Beseitigung von mit der Entwicklung der Medienwelt unvereinbaren Beschränkungen des ORF-Onlineangebots.
Sehr geehrte Herren, die ORF-Journalistinnen und -Journalisten erwarten von Ihnen endlich gesetzliche Rahmenbedingungen, die wir in unserem bedingungslosen Bemühen um unabhängigen Qualitätsjournalismus brauchen. Und das will vor allem auch, wie Sie selbst betonten, eine breite Öffentlichkeit, das ORF-Publikum. Mit besten Grüßen (für die ORF-Journalistinnen und Journalisten) Der ORF-Redakteursrat
Eva Ziegler Dieter Bornemann Fritz Wendl

Rückfragehinweis: Fritz Wendl 0664-62 78 391 Dieter Bornemann 0664-62 78 367 OTS0074 2012-11-08/10:03



8.11.2012 Vermarktung der ORF-TVthek nicht genehmigungsfähig

Der ORF hat am 19. September 2012 einen Vorschlag für Änderungen des Online-Angebots TVthek.orf.at veröffentlicht ( vgl. http://zukunft.orf.at/show_content2.php?s2id=189  )
   Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) hat gegenüber dem ORF gestern fristgerecht dazu Stellung genommen. Aus Sicht des VÖP beinhaltet der Vorschlag des ORF zwei Änderungen von TVthek.orf.at, die getrennt zu beurteilen sind: Zum einen geht es um eine inhaltliche Erweiterung um zusätzliche Sendungsformate verbunden mit einer längeren Bereitstellungsdauer, zum anderen um die Vermarktung von Online-Bewegtbildwerbung im Rahmen der TVthek-Inhalte.
  
Zum Vorschlag der inhaltlichen Erweiterung führt der VÖP aus, dass die ORF-TVthek bereits jetzt das meist genutzte Abrufportal mit professionellem Video-Content in Österreich ist. Eine weitere Aufwertung durch zusätzliche, attraktive Inhalte und durch eine Verlängerung der Abrufzeit würde diese Vormachtstellung verstärken. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation auf dem Online-Sehermarkt und auf die Entwicklungsmöglichkeiten für private Mitbewerber. Zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags ist diese inhaltliche Ausweitung jedenfalls nicht erforderlich. Zum Vorschlag der Vermarktung der TVthek zeigt der VÖP auf, dass die Bereitstellung von insbesondere Instream-Videowerbung keinerlei positive Auswirkung auf die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags hätte. Im Gegenteil: Die geplanten Maßnahmen, die über die Werbemöglichkeiten im TV-Bereich weit hinausgehen, für die Nutzer sogar eine substantielle Beeinträchtigung des bestehenden Angebots dar. Hingegen würde die Öffnung der ORF-TVthek für Bewegbildwerbung dem ORF auf dem betreffenden Markt einen beträchtlichen Marktanteil verschaffen. Aufgrund des dann zusätzlich vorhandenen, umfangreichen Videoinventars käme es zwangsläufig zu einem starken Preisdruck. Dies würde die Ertragschancen privater Mitbewerber deutlich verringern und dem dualen Rundfunksystem nachhaltigen Schaden zufügen. Zudem ist zu befürchten, dass es - aufgrund der marktbeherrschenden Stellung des ORF im Bereich der TV-Werbung und der Nähe des betroffenen Markt zum Markt für TV-Werbung - zu einer Verschiebung von Werbevolumina vom TV-Markt in den Online-Markt zu Gunsten des ORF und zum Nachteil der privaten Rundfunkveranstalter kommen würde. "Die vom ORF vorgeschlagenen Änderungen von TVthek.orf.at sind aus Sicht des VÖP in dieser Form nicht genehmigungsfähig. Dies gilt insbesondere für eine Vermarktung der ORF-TVthek, aber auch für die inhaltliche Erweiterung.", fasst Dr. Klaus Schweighofer, VÖP-Vorsitzender und Vorstand der Styria Media Group zusammen. "Es ist ohnehin grundsätzlich undenkbar, dem ORF weitere Vermarktungsmöglichkeiten einzuräumen - egal in welchem Bereich. Vielmehr muss eine Reduktion der Werbung im ORF oberstes Ziel sein!", so Schweighofer abschließend.

Rückfragehinweis: Corinna Drumm VÖP-Geschäftsführung Tel. 01 / 51633-3166 corinna.drumm@voep.at



6.6.2012 FPÖ-Kickl: ORF-Standort-Frage riecht nach SPÖ-Skandal


"In den kommenden Wochen steht die Standort Entscheidung für den ORF auf der Tagesordnung des Stiftungsrates. Dem Vernehmen nach gehen aktuelle Berechnungen von der Beibehaltung der bisherigen drei Standorte als günstigster Variante aus. Immer noch günstiger, aber doch teurerer als eine Modernisierung des Status-Quo sei die Konzentration von Funkhaus, Ö3 und Fernsehen auf dem Küniglberg. Als teuerste Variante wird in den Medien die Verlagerung aller drei Standorte nach St. Marx kolportiert", fasste der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl die Ausgangssituation zusammen.
   Gleichzeitig würden immer dubiosere Fakten rund um das Media Quarter St. Marx auftauchen, das von der SPÖ favorisiert werde, so Kickl, der hier besonders Grundstückspekulationen und politische Firmenverflechtung ansprach. So bestehe eine bemerkenswerte Verflechtung zwischen dem wegen Mordes in seinem Heimatland zu einer Haftstrafe verurteilten ehemaligen kasachischen Botschafters in Wien, Rakhat Aliyev, einerseits und dem Media Quarter Projekt der Stadt Wien in St. Marx andererseits. Demzufolge gehören 40 Prozent der Media Quarter Marx Errichtungs- und Verwertungsgesellschaft (MQM) über die Technologie-Agentur ZIT der Stadt Wien, die übrigen 60 Prozent jedoch einer VBM Beteiligungsmanagement GmbH. Geschäftsführer der VBM sei ein ehemaliger Poker Casino Besitzer namens Christian Bodizs. Diese VBM sei temporär durch die Rakhat Aliyev gehörende A.V. Maximus Holding AG mit 1,56 Millionen Euro finanziert worden. Im Aufsichtsrat der A.V. Maximus Holding AG saß dazumal der ehemalige Notenbank Direktor Adolf Wala. Wie die VBM den übrigen Anteil an den insgesamt 62 Millionen Investitionen finanziert, ist nicht überliefert. Die Vermutung steht im Raum, dass auch dieses Geld über Aliyev bereitgestellt wurde, so Kickl. "Sollte der ORF nach St. Marx übersiedeln, würde das Grundstück zwar nicht von der MQM, sondern von der Stadt zur Verfügung gestellt. Für die MQM würde der ORF als Nachbar den Standort beträchtlich aufwerten und der VBM entsprechende Gewinne ermöglichen", zeigte Kickl auf. "Demnächst zieht auch die Wiener Zeitung nach St. Marx. Das zur Wiener SPÖ gehörende Echo-Medienhaus ist dort bereits angesiedelt. Vor diesem Hintergrund mutet es eigenwillig an, dass der Geschäftsführer des SPÖ-Echo-Medienhauses, Christian Pöttler, gleichzeitig Aufsichtsrat der zur Republik Österreich gehörenden Wiener Zeitung ist", so Kickl, der hier einen riesigen SPÖ-Skandal vermutet. Daher wird die FPÖ eine parlamentarische Anfrage an den Bundeskanzler richten, um bereits im Vorfeld Schaden für den Steuerzahler zu vermeiden.
Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub



10.1.2012 "KURIER"-Kommentar von Gert Korentschnig: "Die Notbremse ziehen!"

Das ist hoffentlich der letzte Puzzlestein in einem unrühmlichen, entlarvenden Spiel auf dem Rücken vieler ORF-Journalisten: Niko Pelinka, der vorgesehene Büroleiter von Generaldirektor Wrabetz, ruft in einem Mail zu einer "fraktionellen Besprechung" des SPÖ-Freundeskreises im Stiftungsrat samt Diskussion über seine eigene Nachfolge auf. Der guten Ordnung halber schickte er dieses in Kopie gleich an die SPÖ-Spitzenfunktionäre Laura Rudas und Josef Cap. Vom KURIER damit konfrontiert, versucht er zu beschwichtigen: Das sei ganz normal (siehe Seite 30). Normal? Aber nur dann, wenn man die unerträglichen Politbesetzungen auf dem Küniglberg auch als normal empfindet. Jedenfalls sind sie traurige Realität. Mit diesem Mail ist bewiesen: Pelinka ist im ORF-Stiftungsrat immer noch im Hintergrund aktiv - auch wenn er betont, nie Parteifunktionen ausgeübt zu haben. Er will über seinen Nachfolger mitdiskutieren - anstatt sich, wie es selbstverständlich sein sollte, diesbezüglich zu enthalten. Und das Treffen soll allen Ernstes im Klubvorstandszimmer der SPÖ im Parlament stattfinden. Pelinkas Berufung vom Vorstandszimmer ins Vorzimmer der ORF-Macht war von Anfang an eine Brüskierung, eine Chuzpe. Jetzt sollte sie unmöglich sein.
Rückfragehinweis: KURIER, Kulturredaktion



7.1.2012 "profil": Armin Wolf: "ORF-Spitze wird politisch erpresst"

Scharfe Kritik an geplanter Bestellung von Nikolaus Pelinka. In einem Interview in der Montag erscheindenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" vertritt ORF-Anchorman Armin Wolf die Ansicht, die ORF-Spitze werde "politisch erpresst. Und sie lässt sich leider erpressen."
  
Generaldirektor Wrabetz habe sich seinen neuen Büroleiter nicht selbst ausgesucht, dies habe die SPÖ-Zentrale getan. Wolf: "Wenn ich den ORF-Beauftragten der SPÖ zum Büroleiter des Generaldirektors mache, kann ich gleich auch die Parteigeschäftsführerin Laura Rudas nehmen." Eine solche Bestellung beschädige die Glaubwürdigkeit der ORF-Redaktionen und lasse den ORF wie einen Regierungsrundfunk aussehen, der er gar nicht ist.
   Kritik übt Wolf im "profil"-Interview auch an den Stiftungsräten. Bei einigen von ihnen müsse man "schon lange nachdenken, worin genau ihre Kompetenz zur Führung eines Medienbetriebs besteht". Manche würde wie Parteiangestellte agieren. Nach Ansicht Wolfs sollten die Funktionen der Stiftungsräte ausgeschrieben werden, nach einem Hearing sollten die kompetentesten Bewerber für den Stiftungsrat nominiert werden.

Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502



29.12.2011: BZÖ-Petzner: Gebühren abschaffen und ORF entstaatlichen!


"Anstatt wie die anderen Parteien eine unehrliche und doppelbödige Diskussion über Personalbesetzungen im ORF zu führen, plädieren wir für eine ehrliche und umfassende Grundsatzdebatte über die Zukunft und Ausrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich, in deren Zentrum die Frage stehen muss, ob es im heutigen Medienzeitalter überhaupt noch eine staatliche Rundfunkanstalt braucht", sagt heute für das BZÖ dessen Mediensprecher NRAbg. Stefan Petzner und erinnert, es sei immer so gewesen, dass entweder die Kanzlerpartei ÖVP oder die Kanzlerpartei SPÖ versucht habe, den ORF für die eigenen parteipolitischen Interessen zu nutzen und sich der jeweils andere darüber mokiere - stets unter völliger Ausblendung der eigenen medienpolitischen Sünden aus der Vergangenheit.
   Petzner: "Nur weil das immer so war, muss es nicht immer so bleiben. Nicht einmal in Österreich. Daher beteiligen wir uns am derzeitigen plumpen Pelinka-Bashing genauso nicht, wie wir uns auch nicht an der Installierung des "Moltofons" durch die ÖVP beteiligt haben, sondern wir schlagen im Rahmen der zu führenden Grundsatzdebatte vor, den ORF überhaupt zu entstaatlichen und die ORF-Gebühren abschaffen. Denn nur dann ist die völlige parteipolitische Unabhängigkeit des ORF sowie ein freier Wettbewerb sichergestellt." Der BZÖ-Mediensprecher macht mit Verweis auf die anstehende, dringend nötige Sanierung des österreichischen Staatshaushaltes auch darauf aufmerksam, dass eine klug gemachte Entstaatlichung des ORF Einnahmen für den Staat bei einer gleichzeitigen Entlastung der Gebührenzahler bedeute. Konkret kann sich Petzner vorstellen, den ORF von einer Stiftung öffentlichen Rechts in eine AG umzuwandeln, an der der Staat im Endausbau nur mehr eine Sperrminorität halten solle. "Über solche Reformen sollte man diskutieren, statt dauernd neue Steuern zu erfinden und Steuern zu erhöhen", schließt Petzner in Richtung der beiden Regierungsparteien.

Rückfragehinweis: Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ



23.12.2012 Kopf: Wrabetz raubt dem ORF den letzten Rest an Glaubwürdigkeit


ÖVP-Mediensprecher: Bestellung von Niko Pelinka ist eine beispiellose Unverfrorenheit.
Zur Bestellung des bisherigen Leiters des SPÖ-Freundeskreises im Stiftungsrat, Niko Pelinka, zum Büroleiter von Generaldirektor Wrabetz sagte heute ÖVP-Klubobmann und Mediensprecher Karlheinz Kopf, dass damit einmal mehr die ohnedies bekannte Tatsache bestätigt werde, dass Wrabetz nur ein willfähriger Erfüllungsgehilfe der SPO-Zentrale sei. Und gleichzeitig offenbare die SPÖ damit wieder einmal sehr anschaulich ihre Vorstellung von Medienpolitik. 
"Diese Personalentscheidung von Wrabetz ist eine beispiellose Unverfrorenheit. Er raubt damit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen ORF den letzten Rest an Glaubwürdigkeit. Ein Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens", so Kopf abschließend.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien Tel.:(01) 401 26-420;



30.9.2011 ÖVP-Kopf zu ORF: Schritt für Schritt zum gebührenfinanzierten Rotfunk


"ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wird für Personalentscheidungen in der TV-Information künftig alleinverantwortlich zuständig sein. Bisher hatte der Informationsdirektor in solchen Fragen ein gewichtiges Wort mitzureden." (APA) Für den ÖVP-Mediensprecher Klubobmann Karlheinz Kopf würden damit "auch den allerletzten Zweiflern die Augen geöffnet, dass der ORF mit Alexander Wrabetz Schritt für Schritt zum gebührenfinanzierten Parteifunk der SPÖ gemacht wird. Das ist für das Ansehen des Unternehmens fatal, wird in keinster Weise der hervorragenden Qualifikation seiner Mitarbeiter gerecht und ist zudem demokratiepolitisch im höchsten Maße gefährlich." Die Wrabetz-Proteges aus der Löwelstraße bekämen nunmehr den ungefilterten direkten Zugriff auf alle Personalentscheidungen des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks. Man könne gespannt sein, ob und wie sich die Belegschaft des ORF und die interessierte Zivilgesellschaft, wie SOS-ORF oder Rettet den ORF, jetzt dazu zu Wort melden und den gerade stattfindenden - und in anderen Medien bereits erfolgten - Zugriff der SPÖ kommentieren, so Kopf abschließend.

Rückfragehinweis: Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
OTS0067 2011-09-30/09:49



30.9.2011 VÖP reicht KommAustria-Beschwerde ein wegen fehlender Ausgewogenheit und mangelnder Unverwechselbarkeit des ORF TV-Programms

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) hat eine Beschwerde bei der KommAustria eingereicht, weil er der Meinung ist, dass die vom Gesetz geforderte Ausgewogenheit des ORF TV-Programms, bestehend aus Information, Kultur, Unterhaltung und Sport, nicht gegeben ist und der ORF nicht - wie vom Gesetzgeber gefordert - auf die Unverwechselbarkeit zu den kommerziellen Sendern achtet. Die Beschwerde stützt sich zum einen auf eine langfristige und detaillierte Analyse der Programmstruktur des ORF TV-Programms, zum anderen auf eine Untersuchung der parallel- oder gegenprogrammierten Serien und Spielfilme, die vom ORF ausgestrahlt werden, obwohl sie auch in privaten Sendern zu sehen sind. Detailinformationen zur Beschwerde finden sich auf www.voep.at

Rückfragehinweis: Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführung, Tel. 01 / 51633-3166
OTS0059 2011-09-30/09:42



10.9.2011 ORF-kofinanzierter Dokumentarfilm "Whores' Glory" ("Huren-Ehre") in Venedig ausgezeichnet

Der im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vom ORF koproduzierte Kinodokumentarfilm "Whores' Glory"von Michael Glawogger wurde heute, am Samstag, dem 10. September 2011, im Orizzonti-Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig mit dem Jurypreis ausgezeichnet. ... "Whores' Glory": Nach "Megacities" und "Workingman's Death" beleuchtet Filmemacher Michael Glawogger im letzten Teil seiner dokumentarischen Trilogie die Lebensumstände und Geschichten von Prostituierten aus aller Welt: Eine filmische Reise von Mexiko über Thailand, Bangladesch und Neapel bis Wien. Lotus Film koproduziert mit deutschem Partner. Der Film wurde vom Österreichischen Filminstitut und vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens finanziert.
Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle Katharina Nürnberger Tel.: (01) 87878 - DW 15201
OTS0061 2011-09-10/17:37

Anmerkung Wien-konkret: Glaubt man gar nicht, was der ORF alles koproduziert und kofinanziert.



15.7.2011 FPÖ FP-Jenewein zu SP-Deutsch: Wollen ORF aus roten Fesseln befreien!


Menschen wie Tesarek ermöglichen den Sozialisten eine Dauer-Zensur.
Die desaströse SP-Bildungspolitik scheint auch vor SP-Landesparteisekretär Deutsch nicht halt gemacht zu haben. "Offenbar hat dieser Herr ein gröberes Problem beim sinnerfassenden Lesen", stellt FP-Landesparteisekretär Bundesrat Hans-Jörg Jenewein schockiert fest. "Mir auszurichten, ich versuche, ORF-Journalisten mundtot zu machen, ist einfach nur lachhaft", so Jenewein. Genau das Gegenteil davon sei der Fall: "Deutsch, der nach Lust und Laune beim Wiener ORF herumkommandiert, will natürlich nicht, dass der ORF demokratiepolitisch verantwortlich handelt und die Zwangsgebührenzahler über Gefahren informiert. Es gab eine Weisung der Wiener SP, nicht über das von ihr zwischen einem Kindergarten und einer Schule angelegte Mörderhaus zu berichten. Und - Tesarek hat wie ein Deutscher Schäferhund gefolgt. Ihm dafür die Mauer zu machen, mag ja im Sinne der SPÖ sein, ist aber sicher nicht im Sinne der Demokratie und der Zwangsgebührenzahler.

Rückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
OTS0116 2011-07-15/13:44



16.7.2011 Grabner im "profil": "Kein Platz im ORF für unabhängige Kandidaten"

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, versuchte ÖVP-Mediensprecher Karlheinz Kopf bis zuletzt, einen Gegenkandidaten zu Alexander Wrabetz für die Generaldirektion des ORF zu finden. Laut "profil" bot Kopf Mitte Juni dem langjährigen Holtzbrinck-Manager Michael Grabner die Unterstützung der ÖVP im Falle einer Bewerbung für den ORF-Chefposten an. In einer Stellungnahme gegenüber profil schließt Grabner eine Kandidatur aus und übt Kritik an der Einflussnahme der Politik auf den Rundfunk: "Die Spitze des ORF wird derzeit nach dem Grad politischer Umsetzungsbereitschaft besetzt. Das ist weder gut für den ORF noch für das Land. Da gibt es auch keinen Platz für politisch und wirtschaftlich unabhängige Kandidaten mit internationaler Medienerfahrung." Michael Grabner, 62, war "Kurier"-Vorstand und von 1991 bis 2007 Geschäftsführer der Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ("Handelsblatt", "Die Zeit", "Der Tagesspiegel"). Seit seinem Ausscheiden ist er als selbstständiger Unternehmensberater mit Firmensitz in Wien tätig.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502 OTS0006 2011-07-16/08:00



8.6.2011 FPÖ: Vilimsky: ORF-EU-Korrespondent Löw produziert in Straßburg Eklat der Sonderklasse


In noch nie dagewesener Art und Weise wurde heute eine internationale Pressekonferenz von FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in Straßburg vom ORF-EU-Korrespondenten Raimund Löw torpediert, indem Löw versuchte, Österreich als Nazi-Land darzustellen bzw. als ob Hitler bis heute Ehrenbürger in Österreich gewesen sei und die FPÖ durch Abwesenheit bei einer Abstimmung diese Ehrenbürgerschaft verlängern hätte wollen.
   FPÖ-Generalsekretär Hrald Vilimsky verwies darauf, dass Löw in seiner Jugend bei der Gruppe Revolutionärer Marxisten organisiert gewesen sei und diesen dunkelroten Mantel offenbar bis heute nicht abgelegt habe. Diese österreichische Nestbeschmutzung durch Löw vor einem internationalen Publikum sei eine Schande der Sonderklasse für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich und erinnere an die Waldheim-Causa und die von den Linken bestellten EU-Sanktionen.
   Vilimsky kündigte an, dieses Verhalten des ORF-EU-Korrespondenten zum Thema im Stiftungsrat und im Publikumsrat zu machen. Löw sei völlig untragbar in seiner Funktion. Offenbar habe er auch im Auftrag von Wrabetz/Rudas gehandelt. Vilimsky verlangte eine sofortige Entschuldigung und Klarstellung von Wrabetz bei HC Strache. Nach einem derartigen Eklat könne man nicht zur Tagesordnung übergehen.

Rückfragehinweis:   Freiheitlicher Parlamentsklub  Tel.: 01/ 40 110 - 7012
OTS0278    2011-06-08/17:25

 



31..2011: RTR-GmbH fördert ORF-Projekt für hybrides Fernsehen

"ORF TVthek" und Co. kommen auf den TV-Schirm
Das Internet-Portal "ORF TVthek", das den Abruf einzelner Beiträge oder ganzer Sendungen des ORF auf Computern, Tablets oder Smartphones erlaubt, soll in Zukunft auch direkt auf Fernsehgeräten nutzbar sein. Über die TVthek hinaus, will der ORF noch weitere Internet-Dienste, wie beispielsweise sein Textangebot "orf.at", für die Verwendung am Fernsehgerät aufbereiten. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) fördert ein entsprechendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt des ORF mit rund 204.000 Euro aus dem Digitalisierungsfonds. Der Betrag entspricht 40 % der Gesamtkosten.
"Regelmäßige Untersuchungen belegen, dass der Konsum klassischer Fernsehprogramme trotz des Internets nicht abnimmt, sondern sogar noch zunimmt" stellt Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien der RTR-GmbH, fest. "Dennoch steigt auch die Nutzung von Videoinhalten im Internet von Jahr zu Jahr erheblich an. Es ist daher als ein Teil der Zukunft des Rundfunks zu betrachten, dass Fernsehen und Internet zusammenwachsen und dass die Fernsehveranstalter ihre Programme auf ein und demselben Gerät sowohl zur linearen, als auch zur zeitunabhängigen Nutzung anbieten."
   Das Projekt der ORF Online-Direktion setzt auf den offenen europäischen Standard HbbTV, mit dem Internet-Angebote für TV-Bildschirme angepasst werden können. Voraussetzung für den Abruf
HbbTV-basierter Dienste ist eine Verbindung des Fernsehgeräts zum Internet.
   Sogenannte "connected TVs", Fernsehgeräte also, die mittels Breitband-Anschluss auch Inhalte aus dem Internet darstellen können, finden ein rasant wachsendes Interesse bei den Konsumenten. Rund 175.000 solcher "connectable devices" wurden im Jahr 2010 in Österreich bereits verkauft. Das sind rund 20 % aller im vergangenen Jahr verkauften Flachbildschirme. Im Jahr 2009 lag deren Anteil erst
bei knapp 7 %.
   Bisher werden die Nutzer von Internet-verbundenen TV-Geräten praktisch ausnahmslos auf technologisch eigenständige Internet-Portale der Hersteller geleitet, die dort die Auswahl der abrufbaren Inhalte bestimmen. Mit dem offenen Standard HbbTV können Programmveranstalter dagegen ihre eigenen Internetadressen im Rundfunksignal ausstrahlen und den Zuseher so direkt auf ihre Plattformen lenken. In Deutschland bieten die großen, kommerziellen Fernsehveranstalter und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bereits HbbTV-basierte Dienste an. Im Gegensatz zu deren, ausnahmslos über eine Internetverbindung abzurufenden Inhalten, will der ORF einige Basisdienste seines künftigen HbbTV-Angebots bereits im herkömmlichen Rundfunksignal auf die Fernsehgeräte senden. Erste HbbTV-fähige Fernsehgeräte und Settop-Boxen sind bereits im Markt, zahlreiche weitere sind für den Herbst angekündigt. Expertenschätzungen zufolge werden in etwa fünf Jahren rund 80 % aller stationären TV-Geräte Internet-fähig sein.

Rückfragehinweis:   Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH
   Andreas Kunigk   Tel.: +43 (0)1 58058-168
OTS0206    2011-05-31/12:19


Anmerkung Wien-konkret: Der ORF - der sich bei seinem Online-Angebot offensichtlich nicht an das geltende ORF-Gesetz hält - bekommt so wie es aussieht zur Belohnung von der Regulierungsbehörde noch eine Subvention dazu. Die Regulierungsbehörde RTR - die für einen fairen Wettbewerb sorgen sollte - wird so zum Begünstiger der Wettbewerbsverzerrung! Wer hätte gedacht?



27.5.2011: RTR-GmbH bemängelt Vorgehen des ORF zur Abschaltung des "ORF OK MultiText"

"Zeitpunkt und Informationspolitik wenig konsumentenfreundlich"
Bereits mit Ende Juni 2011 will der ORF die Ausstrahlung seines über DVB-T empfangbaren Angebots "ORF OK MultiText" beenden. Einen entsprechenden Bericht des Medien-Magazins "Horizont" (Freitag, 27.05.2011) bestätigte der ORF der RTR-GmbH auf Anfrage.
   "Der Zeitpunkt für diese Maßnahme ist aus unserer Sicht und im Hinblick auf die Konsumenten übereilt gewählt und wurde nicht kommuniziert", kritisiert Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH), das Vorgehen des ORF. "Über eine solche Entscheidung sollte der ORF die Konsumenten rechtzeitig informieren. Dies ist nicht geschehen. Jedenfalls wurde der MultiText teilweise aus Mitteln des Digitalisierungsfonds kofinanziert."
   Der "ORF OK MultiText" wurde im Oktober 2006 gemeinsam mit dem digitalen Antennenfernsehen DVB-T als damals gerade für die Konsumenten relevantes Zusatzangebot eingeführt. In der Erscheinung ähnelt er typischen Internet-Seiten. Seither wurden deutlich über 200.000 MultiText-fähige DVB-T-Empfangsgeräte in Österreich verkauft. Die dem MultiText zugrunde liegende Technologie hat sich jedoch in Europa nicht durchgesetzt. Grinschgl zeigt daher grundsätzlich Verständnis für die Entscheidung des ORF: "Mit HbbTV steht heute eine effizientere und wohl auch in Europa breit unterstützte Technologie zur Verfügung, um Text- oder Videoinhalte auf Abruf aus dem Internet auf den Fernsehschirm zu bringen. Wir begrüßen es daher durchaus, dass der ORF nun Angebote auf Basis von HbbTV entwickeln will. Es ist aber schwer zu erklären, dass der über DVB-T empfangbare MultiText aufgegeben wird, bevor die neuen Angebote verfügbar sind."
   Die HbbTV-Zusatzdienste des ORF werden für Nutzer des digitalen Antennenfernsehens voraussichtlich mit Einführung des neuen Übertragungsstandards DVB-T2 im Jahr 2012 und durch den Erwerb neuer Empfangsgeräte nutzbar sein. Dies hätte grundsätzlich dafür gesprochen, den MultiText noch für einige Zeit im ORF über DVB-T anzubieten.
   Haushalte, die von der GIS-Gebühr befreit sind, konnten bisher bei der RTR-GmbH eine Förderung von bis zu 30 Euro für die Anschaffung eines MultiText-fähigen DVB-T-Empfangsgerätes beantragen. Diese Förderung wird mit der kompletten Digitalisierung aller terrestrischen Sendeanlagen im Fernsehbereich per Ende Juni eingestellt.

Rückfragehinweis:   Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH
   Andreas Kunigk    Tel.: +43 (0)1 58058-168
OTS0087    2011-05-27/10:47



29.4.2011 ORF Rauch: Wrabetz muss unverzüglich für volle Transparenz sorgen


"Volle Transparenz darüber, was es mit möglichen Geheimabsprachen zwischen Wrabetz und Meischberger auf sich hat", fordert ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch angesichts einer entsprechenden Meldung des Nachrichtenmagazins "profil", wonach es 2008 geheime E-Mail-Absprachen zwischen ORF-General Wrabetz und Walter Meischberger zum umstrittenen Web 2.0-Projekt "D.ORF" gegeben haben soll. "Die Gebührenzahler, die den ORF finanzieren, haben schließlich ein Recht auf Klarheit, was mit ihrem Geld passiert. In einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen wie dem ORF darf es keinen Platz für dubiose Geschäftemacherei geben und schon gar nicht den Hauch eines Verdachts des Stimmenkaufs", so Rauch weiter. Die geschäftlichen Beziehungen zwischen dem ORF-General und Walter Meischberger dürften, glaubt man den jüngsten Medienberichten, offenbar doch enger gewesen sein, als von Wrabetz zuletzt zugegeben. "Angesichts der neuerlichen Kandidatur von Wrabetz stellt sich die berechtigte Frage, ob es ähnliche Absprachen, Vorgänge und Versprechungen auch vor der heuer anstehenden ORF-Wahl gegeben hat oder gibt. Wrabetz muss die Karten auf den Tisch legen, das ist er den Gebührenzahlern schuldig", so
Rauch abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420;
OTS0318    2011-04-29/15:21

 



29.4.2011 "profil": E-Mail von Walter Meischberger an Alexander Wrabetz: "Gemeinsam beschlossen"

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, waren die Geschäftsbeziehungen zwischen Walter Meischberger und dem ORF offenbar doch enger, als ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sie heute darstellt. Nachdem "profil" im Februar ein Mail vom August 2007 veröffentlicht hatte, in dem sich Meischberger darüber beklagt, dass Wrabetz die ihm gegenüber gemachten Zusagen nicht einhalte, ist nun ein weiteres E-Mail aufgetaucht.
   Am 12. September 2008 schreibt Meischberger an Wrabetz: "Sehr geehrter Herr Generaldirektor, lieber Alex. Nachdem sich die medialen Wellen in Sachen D.ORF langsam verflüchtigen, melde ich mich auf diesem Wege, um im Hinblick auf die morgige Stiftungsratsklausur weiteren Kommunikationsfehlern und Missverständnissen rechtzeitig vorzubeugen." Sein Schreiben sei als Zusammenfassung eines Telefongesprächs vom 6.9. 2008 zu verstehen, so der Autor, und "sollte den gemeinsamen Willen, das Projekt D.ORF in einer rechtlich haltbaren Konstellation trotz aller möglichen Querschüsse doch noch umzusetzen, festschreiben."
   D.ORF war ein Online-Konzept, das Meischberger 2008 dem ORF präsentiert hatte. Geplant war eine Mischung aus Myspace, Youtube, eBay und Parship. Es wurde allerdings nicht realisiert, und Wrabetz erklärte damals, dass es nie einen offiziellen Auftrag des ORF an Meischberger gegeben habe.
   In Meischbergers E-Mail klingt das völlig anders: Anlässlich der Präsentation eines anderen Projektes sei "die Aufforderung in Richtung meiner Person ausgesprochen (worden), darüber nachzudenken, wie Web 2.0 fernsehtauglich gemacht werden kann, schreibt Meischberger. "Nach weiteren Besprechungen und Entwicklungen ist die Präsentation eines Web 2.0-Projektes D.ORF gemeinsam beschlossen worden."
   Obwohl das Online-Projekt zu diesem Zeitpunkt bereits offiziell abgesagt war, macht Meischberger noch Pläne: "Jedoch wird - als Ergebnis unseres Telefonates von Samstag, 06. September 08 - sofort mit der strukturellen Änderung des Projektes D.ORF in eine rechtskonforme Form, dem ORF Gesetz entsprechend, begonnen." Um Indiskretionen zu vermeiden, schlägt er vor, das Team so klein wie möglich zu halten: "Es wird tunlichst vermieden, andere Abteilungen des ORF in die Entwicklung einzubinden. (...) Über diese Zusammenfassung und zukünftige Vorgangsweise wird zwischen uns und den Adressaten Stillschweigen vereinbart."
Rückfragehinweis:   "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0242    2011-04-29/13:00

 



17.8.2008 ÖVP-Morak: Volle Unterstützung für Unabhängigkeit der ZIB-Redaktion


Rolle Krammers als ORF-Stiftungsratleiter, Faymann-Berater und SPÖ-Kandidat ist ein Skandal und für den ORF als Nachrichtenmedium eine schwere Belastung
"Volle Unterstützung für die Unabhängigkeit der ZIB-Redaktion", signalisiert ÖVP-Mediensprecher Franz Morak nach der heutigen Klarstellung der ZIB- Redakteurssprecher im Zusammenhang mit einem nicht gesendeten Bericht über die Rolle der "Kronen Zeitung" im Wahlkampf. "Die ORF-Spitze hat gestern offenbar etwas Unrichtiges behauptet. Wir erwarten, dass diese Sache ORF-intern geklärt wird. Denn eine objektive Berichterstattung trägt gerade in Wahlkampfzeiten dazu bei, auch die Verhältnisse von Mitgliedern des Werner-Faymann- Wahlkampf-Teams gegenüber dem ORF aufzuzeigen", so Morak. "Die Rolle von Krammer als Leiter des ORF-Stiftungsrates und gleichzeitig als Kandidat auf der SPÖ-Liste und Wahlkampf-Berater Faymanns halte ich für schädlich. Mit derartigen Verflechtungen wird der Ruf des ORF nachhaltig gefährdet", so Morak.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien



16.8.2008 BZÖ-Strutz: Nächster Medienskandal der SPÖ!


"Den nächsten Medienskandal bei der SPÖ", sieht BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz in der heute bekannt geworden Tatsache, dass ein SPÖ-kritischer ZIB2-Beitrag einfach aus der Sendung herausinterveniert worden ist. "So macht Faymann seine Hofberichterstattung: Einerseits werden Berichte mit Steuergeldern der ÖBB gekauft, andererseits kritische Berichte einfach mit politischem Druck hinausinterveniert. Faymann, der selbst ernannte Saubermann, führt einen schmutzigen Wahlkampf, der im besten Falle an die Zustände in einer Bananenrepublik erinnert". Strutz fordert Faymann auf, dass die SPÖ einerseits dem Steuerzahler jeden Cent für Faymanns Privatkampagnen auf ÖBB-Kosten zurückzahlt und andererseits die Faymann-Hotline in den Rotfunk ORF stilllegt. Die SPÖ müsse auch froh sein, dass das geplante Fairnessabkommen der Parteien geplatzt ist, denn "mit dem ÖBB-Inseraten-Skandal und dem Hinausintervenieren von kritischen Beiträgen im ORF wäre Faymann der Dauersünder des Fairnessabkommens und müsste bereits zweimal Strafe zahlen", so Strutz, der abschließend ankündigt, dass das BZÖ diese mindestens aufklärungswürdigen Vorgänge in der nächsten Sitzung des ORF-Stiftungsrates zum Thema machen wird.
Rückfragehinweis: Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ



16.8.2008 ORF-Stellungnahme zu "profil"-Vorwürfen

Zu dem in der am Montag, dem 18. August 2008, erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erhobenen Vorwurf einer angeblichen Intervention stellt der ORF fest, dass es in der gegenständlichen Angelegenheit "Beitrag zur Medienmacht Krone" weder eine Intervention noch eine andere versuchte Einflussnahme von außen gab. Wann ein geplanter Beitrag gesendet wird, entscheiden ausschließlich die zuständigen Strukturen der ORF-Informationsdirektion im Rahmen ihrer inhaltlichen Verantwortung.
Rückfragehinweis: ORF-Öffentlichkeitsarbeit (01) 87878 - DW 12228

Anmerkung Wien-konkret: Wer´s glauben möchte...



16.8.2012 FPÖ-Vilimsky fordert dringliche Aufklärung über SPÖ-Intervention bei ORF


Nach ÖBB- und Asfinag-Skandal jetzt ORF: Faymann betreibt offenbar Medienarbeit auf nordkoreanische Art und Weise.
"Sie wünschen - wir spielen nicht" dürfte offenbar das Motto am Küniglberg sein, wenn es darum gehe, kritische Berichterstattung über SPÖ-Chef Faymann schon im Vorfeld abzuwürgen. Diese Sache sei mehr als ominös und bedürfe der dringlichen Aufklärung. Dies fordert heute FPÖ-Generalsekretär NRAbg. Harald Vilimsky vor dem Hintergrund eines Berichtes im "profil".  Faymann dürfte überhaupt ein nordkoreanisches Verständnis von Medienarbeit haben. Statt mit guten Ideen und Argumenten zu punkten, kaufe sich dieser einfach Positivberichterstattung über "Medienkooperationen", also sündteuren Inseraten auf Steuergeldkosten, so Vilimsky in Anlehnung an die jüngsten Ereignisse mit ÖBB- und Asfinag-Inseraten. Auf der anderen Seite bediene Faymann politische Netzwerke, um Berichte zu platzieren oder abzuwürgen. Es sei eine wirkliche Schande für die Politik, aber auch für die Republik, wie Faymann agiere, so Vilimsky, der in diesem Zusammenhang auch auf einen vortreffliche Rechercheartikel des letzten "Falter" verwies, in dem die dubiose Medienpolitik des Herrn Faymann penibel aufgezeigt werde, so Vilimsky. Der ORF solle den abgewürgten Bericht umgehend zumindest online ausstrahlen, damit man sich ein Bild darüber machen könne. Eine Intervention des Faymann-Büros, welche zu einer De-facto-Stornierung eines kritischen Faymann-Berichtes führe, könne auch am Küniglberg nicht ohne Folgen bleiben, so Vilimsky. Eine Untersuchung im Redakteursrat, aber auch Stiftungs-, und Publikumsrat sei unumgänglich.
Rückfragehinweis: FPÖ OTS0036 2008-08-16/13:32



16.8.2012 Brosz (Grüne) verlangt Aufklärung der ZiB2-Faymann-Krone-Affäre


Der ORF-Sprecher der Grünen, Dieter Brosz, verlangt jetzt im Zusammenhang mit Medienberichten über einen abgesetzten, kritischen ZiB2-Beitrag lückenlose Aufklärung. Der Beitrag thematisiert laut profil den Einfluss der Kronenzeitung auf den Wahlkampf, nach deren Jubelberichten über SP-Chef Faymann. Brosz fordert von ORF-Info-Direktor Elmar Oberhauser und Chefredakteur Karl Amon die Beantwortung folgender Fragen: Hat es bei Oberhauser oder Amon Interventionen gegeben? Können Oberhauser und Amon ausschließen, dass der Beitrag aufgrund einer solchen Intervention abgesetzt wurde? Weshalb wurde der angekündigte Beitrag abgesetzt, bzw. nicht gesendet? Von SPÖ-Chef Faymann will Brosz wissen, ob es von Faymann selbst oder aus seinem Umfeld zu Interventionen gekommen ist, um den Beitrag zu verhindern.
  
Die Grünen verweisen darauf, dass bereits in der Ära Klima die so genannte 8-Sekunden-Affäre für Aufsehen gesorgt hat. Damals wurde aus einem Beitrag eine 8-sekündige Sequenz herausgeschnitten, die für den damaligen Bundeskanzler Klima unangenehm war. Aber auch unter Monika Lindner und Werner Mück hat es immer wieder Gerüchte gegeben, dass auf Intervention der ÖVP kritische Beiträge nicht auf Sendung gehen durften. Die Grünen hatten diese Praxis der ÖVP heftig kritisiert. "Der ORF muss endlich aus den Fängen von SPÖ und ÖVP befreit werden", so Brosz abschließend. Rückfragehinweis: Die Grünen, Tel.: 0664 831 74 49, OTS0033 2008-08-16/12:52



16.8.2008 "profil": ORF änderte nach SPÖ-Intervention sein Programm

 "ZiB 2"-Bericht zur Rolle der "Kronen Zeitung" nicht gesendet Wien.
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der ORF nach SPÖ-Intervention vergangenen Mittwoch kurzfristig sein Programm geändert. In der "ZiB 2" war wegen der Jubelberichterstattung der "Kronen Zeitung" über SPÖ-Spitzenkandidat Werner Faymann ein Bericht über die Rolle des Boulevardblattes im Wahlkampf geplant gewesen. Im Teletext fand sich eine entsprechende Ankündigung. Stattdessen wurde jedoch ein Beitrag zum geplanten Einstieg von Scheichs aus Abu Dhabi bei Daimler ausgestrahlt. Offizielle Begründung des ORF: "Der Beitrag ist nicht rechtzeitig fertig geworden." Er werde kommende Woche ausgestrahlt.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion OTS0015 2008-08-16/08:00