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10.1.2012 "KURIER"-Kommentar von Gert Korentschnig: "Die Notbremse ziehen!" Das ist hoffentlich der letzte Puzzlestein in einem unrühmlichen, entlarvenden Spiel auf dem Rücken vieler ORF-Journalisten: Niko Pelinka, der vorgesehene Büroleiter von Generaldirektor Wrabetz, ruft in einem Mail zu einer "fraktionellen Besprechung" des SPÖ-Freundeskreises im Stiftungsrat samt Diskussion über seine eigene Nachfolge auf. Der guten Ordnung halber schickte er dieses in Kopie gleich an die SPÖ-Spitzenfunktionäre Laura Rudas und Josef Cap. Vom KURIER damit konfrontiert, versucht er zu beschwichtigen: Das sei ganz normal (siehe Seite 30). Normal? Aber nur dann, wenn man die unerträglichen Politbesetzungen auf dem Küniglberg auch als normal empfindet. Jedenfalls sind sie traurige Realität. Mit diesem Mail ist bewiesen: Pelinka ist im ORF-Stiftungsrat immer noch im Hintergrund aktiv - auch wenn er betont, nie Parteifunktionen ausgeübt zu haben. Er will über seinen Nachfolger mitdiskutieren - anstatt sich, wie es selbstverständlich sein sollte, diesbezüglich zu enthalten. Und das Treffen soll allen Ernstes im Klubvorstandszimmer der SPÖ im Parlament stattfinden. Pelinkas Berufung vom Vorstandszimmer ins Vorzimmer der ORF-Macht war von Anfang an eine Brüskierung, eine Chuzpe. Jetzt sollte sie unmöglich sein. Rückfragehinweis: KURIER, Kulturredaktion 
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7.1.2012 "profil": Armin Wolf: "ORF-Spitze wird politisch erpresst"Scharfe Kritik an geplanter Bestellung von Nikolaus Pelinka. In einem Interview in der Montag erscheindenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" vertritt ORF-Anchorman Armin Wolf die Ansicht, die ORF-Spitze werde "politisch erpresst. Und sie lässt sich leider erpressen." Generaldirektor Wrabetz habe sich seinen neuen Büroleiter nicht selbst ausgesucht, dies habe die SPÖ-Zentrale getan. Wolf: "Wenn ich den ORF-Beauftragten der SPÖ zum Büroleiter des Generaldirektors mache, kann ich gleich auch die Parteigeschäftsführerin Laura Rudas nehmen." Eine solche Bestellung beschädige die Glaubwürdigkeit der ORF-Redaktionen und lasse den ORF wie einen Regierungsrundfunk aussehen, der er gar nicht ist. Kritik übt Wolf im "profil"-Interview auch an den Stiftungsräten. Bei einigen von ihnen müsse man "schon lange nachdenken, worin genau ihre Kompetenz zur Führung eines Medienbetriebs besteht". Manche würde wie Parteiangestellte agieren. Nach Ansicht Wolfs sollten die Funktionen der Stiftungsräte ausgeschrieben werden, nach einem Hearing sollten die kompetentesten Bewerber für den Stiftungsrat nominiert werden.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502 
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29.12.2011: BZÖ-Petzner: Gebühren abschaffen und ORF entstaatlichen!"Anstatt wie die anderen Parteien eine unehrliche und doppelbödige Diskussion über Personalbesetzungen im ORF zu führen, plädieren wir für eine ehrliche und umfassende Grundsatzdebatte über die Zukunft und Ausrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich, in deren Zentrum die Frage stehen muss, ob es im heutigen Medienzeitalter überhaupt noch eine staatliche Rundfunkanstalt braucht", sagt heute für das BZÖ dessen Mediensprecher NRAbg. Stefan Petzner und erinnert, es sei immer so gewesen, dass entweder die Kanzlerpartei ÖVP oder die Kanzlerpartei SPÖ versucht habe, den ORF für die eigenen parteipolitischen Interessen zu nutzen und sich der jeweils andere darüber mokiere - stets unter völliger Ausblendung der eigenen medienpolitischen Sünden aus der Vergangenheit. Petzner: "Nur weil das immer so war, muss es nicht immer so bleiben. Nicht einmal in Österreich. Daher beteiligen wir uns am derzeitigen plumpen Pelinka-Bashing genauso nicht, wie wir uns auch nicht an der Installierung des "Moltofons" durch die ÖVP beteiligt haben, sondern wir schlagen im Rahmen der zu führenden Grundsatzdebatte vor, den ORF überhaupt zu entstaatlichen und die ORF-Gebühren abschaffen. Denn nur dann ist die völlige parteipolitische Unabhängigkeit des ORF sowie ein freier Wettbewerb sichergestellt." Der BZÖ-Mediensprecher macht mit Verweis auf die anstehende, dringend nötige Sanierung des österreichischen Staatshaushaltes auch darauf aufmerksam, dass eine klug gemachte Entstaatlichung des ORF Einnahmen für den Staat bei einer gleichzeitigen Entlastung der Gebührenzahler bedeute. Konkret kann sich Petzner vorstellen, den ORF von einer Stiftung öffentlichen Rechts in eine AG umzuwandeln, an der der Staat im Endausbau nur mehr eine Sperrminorität halten solle. "Über solche Reformen sollte man diskutieren, statt dauernd neue Steuern zu erfinden und Steuern zu erhöhen", schließt Petzner in Richtung der beiden Regierungsparteien.
Rückfragehinweis: Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ 
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23.12.2012 Kopf: Wrabetz raubt dem ORF den letzten Rest an GlaubwürdigkeitÖVP-Mediensprecher: Bestellung von Niko Pelinka ist eine beispiellose Unverfrorenheit. Zur Bestellung des bisherigen Leiters des SPÖ-Freundeskreises im Stiftungsrat, Niko Pelinka, zum Büroleiter von Generaldirektor Wrabetz sagte heute ÖVP-Klubobmann und Mediensprecher Karlheinz Kopf, dass damit einmal mehr die ohnedies bekannte Tatsache bestätigt werde, dass Wrabetz nur ein willfähriger Erfüllungsgehilfe der SPO-Zentrale sei. Und gleichzeitig offenbare die SPÖ damit wieder einmal sehr anschaulich ihre Vorstellung von Medienpolitik. "Diese Personalentscheidung von Wrabetz ist eine beispiellose Unverfrorenheit. Er raubt damit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen ORF den letzten Rest an Glaubwürdigkeit. Ein Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens", so Kopf abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien Tel.:(01) 401 26-420; 
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30.9.2011 ÖVP-Kopf zu ORF: Schritt für Schritt zum gebührenfinanzierten Rotfunk "ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wird für Personalentscheidungen in der TV-Information künftig alleinverantwortlich zuständig sein. Bisher hatte der Informationsdirektor in solchen Fragen ein gewichtiges Wort mitzureden." (APA) Für den ÖVP-Mediensprecher Klubobmann Karlheinz Kopf würden damit "auch den allerletzten Zweiflern die Augen geöffnet, dass der ORF mit Alexander Wrabetz Schritt für Schritt zum gebührenfinanzierten Parteifunk der SPÖ gemacht wird. Das ist für das Ansehen des Unternehmens fatal, wird in keinster Weise der hervorragenden Qualifikation seiner Mitarbeiter gerecht und ist zudem demokratiepolitisch im höchsten Maße gefährlich." Die Wrabetz-Proteges aus der Löwelstraße bekämen nunmehr den ungefilterten direkten Zugriff auf alle Personalentscheidungen des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks. Man könne gespannt sein, ob und wie sich die Belegschaft des ORF und die interessierte Zivilgesellschaft, wie SOS-ORF oder Rettet den ORF, jetzt dazu zu Wort melden und den gerade stattfindenden - und in anderen Medien bereits erfolgten - Zugriff der SPÖ kommentieren, so Kopf abschließend.
Rückfragehinweis: Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs OTS0067 2011-09-30/09:49 
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30.9.2011 VÖP reicht KommAustria-Beschwerde ein wegen fehlender Ausgewogenheit und mangelnder Unverwechselbarkeit des ORF TV-ProgrammsDer Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) hat eine Beschwerde bei der KommAustria eingereicht, weil er der Meinung ist, dass die vom Gesetz geforderte Ausgewogenheit des ORF TV-Programms, bestehend aus Information, Kultur, Unterhaltung und Sport, nicht gegeben ist und der ORF nicht - wie vom Gesetzgeber gefordert - auf die Unverwechselbarkeit zu den kommerziellen Sendern achtet. Die Beschwerde stützt sich zum einen auf eine langfristige und detaillierte Analyse der Programmstruktur des ORF TV-Programms, zum anderen auf eine Untersuchung der parallel- oder gegenprogrammierten Serien und Spielfilme, die vom ORF ausgestrahlt werden, obwohl sie auch in privaten Sendern zu sehen sind. Detailinformationen zur Beschwerde finden sich auf www.voep.at
Rückfragehinweis: Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführung, Tel. 01 / 51633-3166 OTS0059 2011-09-30/09:42 

10.9.2011 ORF-kofinanzierter Dokumentarfilm "Whores' Glory" ("Huren-Ehre") in Venedig ausgezeichnetDer im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vom ORF koproduzierte Kinodokumentarfilm "Whores' Glory"von Michael Glawogger wurde heute, am Samstag, dem 10. September 2011, im Orizzonti-Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig mit dem Jurypreis ausgezeichnet. ... "Whores' Glory": Nach "Megacities" und "Workingman's Death" beleuchtet Filmemacher Michael Glawogger im letzten Teil seiner dokumentarischen Trilogie die Lebensumstände und Geschichten von Prostituierten aus aller Welt: Eine filmische Reise von Mexiko über Thailand, Bangladesch und Neapel bis Wien. Lotus Film koproduziert mit deutschem Partner. Der Film wurde vom Österreichischen Filminstitut und vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens finanziert. Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle Katharina Nürnberger Tel.: (01) 87878 - DW 15201 OTS0061 2011-09-10/17:37
Anmerkung Wien-konkret: Glaubt man gar nicht, was der ORF alles koproduziert und kofinanziert. 

15.7.2011 FPÖ FP-Jenewein zu SP-Deutsch: Wollen ORF aus roten Fesseln befreien!Menschen wie Tesarek ermöglichen den Sozialisten eine Dauer-Zensur. Die desaströse SP-Bildungspolitik scheint auch vor SP-Landesparteisekretär Deutsch nicht halt gemacht zu haben. "Offenbar hat dieser Herr ein gröberes Problem beim sinnerfassenden Lesen", stellt FP-Landesparteisekretär Bundesrat Hans-Jörg Jenewein schockiert fest. "Mir auszurichten, ich versuche, ORF-Journalisten mundtot zu machen, ist einfach nur lachhaft", so Jenewein. Genau das Gegenteil davon sei der Fall: "Deutsch, der nach Lust und Laune beim Wiener ORF herumkommandiert, will natürlich nicht, dass der ORF demokratiepolitisch verantwortlich handelt und die Zwangsgebührenzahler über Gefahren informiert. Es gab eine Weisung der Wiener SP, nicht über das von ihr zwischen einem Kindergarten und einer Schule angelegte Mörderhaus zu berichten. Und - Tesarek hat wie ein Deutscher Schäferhund gefolgt. Ihm dafür die Mauer zu machen, mag ja im Sinne der SPÖ sein, ist aber sicher nicht im Sinne der Demokratie und der Zwangsgebührenzahler."
Rückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen, Pressestelle OTS0116 2011-07-15/13:44 
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16.7.2011 Grabner im "profil": "Kein Platz im ORF für unabhängige Kandidaten"Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, versuchte ÖVP-Mediensprecher Karlheinz Kopf bis zuletzt, einen Gegenkandidaten zu Alexander Wrabetz für die Generaldirektion des ORF zu finden. Laut "profil" bot Kopf Mitte Juni dem langjährigen Holtzbrinck-Manager Michael Grabner die Unterstützung der ÖVP im Falle einer Bewerbung für den ORF-Chefposten an. In einer Stellungnahme gegenüber profil schließt Grabner eine Kandidatur aus und übt Kritik an der Einflussnahme der Politik auf den Rundfunk: "Die Spitze des ORF wird derzeit nach dem Grad politischer Umsetzungsbereitschaft besetzt. Das ist weder gut für den ORF noch für das Land. Da gibt es auch keinen Platz für politisch und wirtschaftlich unabhängige Kandidaten mit internationaler Medienerfahrung." Michael Grabner, 62, war "Kurier"-Vorstand und von 1991 bis 2007 Geschäftsführer der Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ("Handelsblatt", "Die Zeit", "Der Tagesspiegel"). Seit seinem Ausscheiden ist er als selbstständiger Unternehmensberater mit Firmensitz in Wien tätig. Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502 OTS0006 2011-07-16/08:00 
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8.6.2011 FPÖ: Vilimsky: ORF-EU-Korrespondent Löw produziert in Straßburg Eklat der SonderklasseIn noch nie dagewesener Art und Weise wurde heute eine internationale Pressekonferenz von FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in Straßburg vom ORF-EU-Korrespondenten Raimund Löw torpediert, indem Löw versuchte, Österreich als Nazi-Land darzustellen bzw. als ob Hitler bis heute Ehrenbürger in Österreich gewesen sei und die FPÖ durch Abwesenheit bei einer Abstimmung diese Ehrenbürgerschaft verlängern hätte wollen. FPÖ-Generalsekretär Hrald Vilimsky verwies darauf, dass Löw in seiner Jugend bei der Gruppe Revolutionärer Marxisten organisiert gewesen sei und diesen dunkelroten Mantel offenbar bis heute nicht abgelegt habe. Diese österreichische Nestbeschmutzung durch Löw vor einem internationalen Publikum sei eine Schande der Sonderklasse für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich und erinnere an die Waldheim-Causa und die von den Linken bestellten EU-Sanktionen. Vilimsky kündigte an, dieses Verhalten des ORF-EU-Korrespondenten zum Thema im Stiftungsrat und im Publikumsrat zu machen. Löw sei völlig untragbar in seiner Funktion. Offenbar habe er auch im Auftrag von Wrabetz/Rudas gehandelt. Vilimsky verlangte eine sofortige Entschuldigung und Klarstellung von Wrabetz bei HC Strache. Nach einem derartigen Eklat könne man nicht zur Tagesordnung übergehen.
Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 OTS0278 2011-06-08/17:25


31..2011: RTR-GmbH fördert ORF-Projekt für hybrides Fernsehen"ORF TVthek" und Co. kommen auf den TV-Schirm Das Internet-Portal "ORF TVthek", das den Abruf einzelner Beiträge oder ganzer Sendungen des ORF auf Computern, Tablets oder Smartphones erlaubt, soll in Zukunft auch direkt auf Fernsehgeräten nutzbar sein. Über die TVthek hinaus, will der ORF noch weitere Internet-Dienste, wie beispielsweise sein Textangebot "orf.at", für die Verwendung am Fernsehgerät aufbereiten. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) fördert ein entsprechendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt des ORF mit rund 204.000 Euro aus dem Digitalisierungsfonds. Der Betrag entspricht 40 % der Gesamtkosten. "Regelmäßige Untersuchungen belegen, dass der Konsum klassischer Fernsehprogramme trotz des Internets nicht abnimmt, sondern sogar noch zunimmt" stellt Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien der RTR-GmbH, fest. "Dennoch steigt auch die Nutzung von Videoinhalten im Internet von Jahr zu Jahr erheblich an. Es ist daher als ein Teil der Zukunft des Rundfunks zu betrachten, dass Fernsehen und Internet zusammenwachsen und dass die Fernsehveranstalter ihre Programme auf ein und demselben Gerät sowohl zur linearen, als auch zur zeitunabhängigen Nutzung anbieten." Das Projekt der ORF Online-Direktion setzt auf den offenen europäischen Standard HbbTV, mit dem Internet-Angebote für TV-Bildschirme angepasst werden können. Voraussetzung für den Abruf HbbTV-basierter Dienste ist eine Verbindung des Fernsehgeräts zum Internet. Sogenannte "connected TVs", Fernsehgeräte also, die mittels Breitband-Anschluss auch Inhalte aus dem Internet darstellen können, finden ein rasant wachsendes Interesse bei den Konsumenten. Rund 175.000 solcher "connectable devices" wurden im Jahr 2010 in Österreich bereits verkauft. Das sind rund 20 % aller im vergangenen Jahr verkauften Flachbildschirme. Im Jahr 2009 lag deren Anteil erst bei knapp 7 %. Bisher werden die Nutzer von Internet-verbundenen TV-Geräten praktisch ausnahmslos auf technologisch eigenständige Internet-Portale der Hersteller geleitet, die dort die Auswahl der abrufbaren Inhalte bestimmen. Mit dem offenen Standard HbbTV können Programmveranstalter dagegen ihre eigenen Internetadressen im Rundfunksignal ausstrahlen und den Zuseher so direkt auf ihre Plattformen lenken. In Deutschland bieten die großen, kommerziellen Fernsehveranstalter und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bereits HbbTV-basierte Dienste an. Im Gegensatz zu deren, ausnahmslos über eine Internetverbindung abzurufenden Inhalten, will der ORF einige Basisdienste seines künftigen HbbTV-Angebots bereits im herkömmlichen Rundfunksignal auf die Fernsehgeräte senden. Erste HbbTV-fähige Fernsehgeräte und Settop-Boxen sind bereits im Markt, zahlreiche weitere sind für den Herbst angekündigt. Expertenschätzungen zufolge werden in etwa fünf Jahren rund 80 % aller stationären TV-Geräte Internet-fähig sein.
Rückfragehinweis: Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH Andreas Kunigk Tel.: +43 (0)1 58058-168 OTS0206 2011-05-31/12:19
Anmerkung Wien-konkret: Der ORF - der sich bei seinem Online-Angebot offensichtlich nicht an das geltende ORF-Gesetz hält - bekommt so wie es aussieht zur Belohnung von der Regulierungsbehörde noch eine Subvention dazu. Die Regulierungsbehörde RTR - die für einen fairen Wettbewerb sorgen sollte - wird so zum Begünstiger der Wettbewerbsverzerrung! Wer hätte gedacht?


27.5.2011: RTR-GmbH bemängelt Vorgehen des ORF zur Abschaltung des "ORF OK MultiText""Zeitpunkt und Informationspolitik wenig konsumentenfreundlich" Bereits mit Ende Juni 2011 will der ORF die Ausstrahlung seines über DVB-T empfangbaren Angebots "ORF OK MultiText" beenden. Einen entsprechenden Bericht des Medien-Magazins "Horizont" (Freitag, 27.05.2011) bestätigte der ORF der RTR-GmbH auf Anfrage. "Der Zeitpunkt für diese Maßnahme ist aus unserer Sicht und im Hinblick auf die Konsumenten übereilt gewählt und wurde nicht kommuniziert", kritisiert Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH), das Vorgehen des ORF. "Über eine solche Entscheidung sollte der ORF die Konsumenten rechtzeitig informieren. Dies ist nicht geschehen. Jedenfalls wurde der MultiText teilweise aus Mitteln des Digitalisierungsfonds kofinanziert." Der "ORF OK MultiText" wurde im Oktober 2006 gemeinsam mit dem digitalen Antennenfernsehen DVB-T als damals gerade für die Konsumenten relevantes Zusatzangebot eingeführt. In der Erscheinung ähnelt er typischen Internet-Seiten. Seither wurden deutlich über 200.000 MultiText-fähige DVB-T-Empfangsgeräte in Österreich verkauft. Die dem MultiText zugrunde liegende Technologie hat sich jedoch in Europa nicht durchgesetzt. Grinschgl zeigt daher grundsätzlich Verständnis für die Entscheidung des ORF: "Mit HbbTV steht heute eine effizientere und wohl auch in Europa breit unterstützte Technologie zur Verfügung, um Text- oder Videoinhalte auf Abruf aus dem Internet auf den Fernsehschirm zu bringen. Wir begrüßen es daher durchaus, dass der ORF nun Angebote auf Basis von HbbTV entwickeln will. Es ist aber schwer zu erklären, dass der über DVB-T empfangbare MultiText aufgegeben wird, bevor die neuen Angebote verfügbar sind." Die HbbTV-Zusatzdienste des ORF werden für Nutzer des digitalen Antennenfernsehens voraussichtlich mit Einführung des neuen Übertragungsstandards DVB-T2 im Jahr 2012 und durch den Erwerb neuer Empfangsgeräte nutzbar sein. Dies hätte grundsätzlich dafür gesprochen, den MultiText noch für einige Zeit im ORF über DVB-T anzubieten. Haushalte, die von der GIS-Gebühr befreit sind, konnten bisher bei der RTR-GmbH eine Förderung von bis zu 30 Euro für die Anschaffung eines MultiText-fähigen DVB-T-Empfangsgerätes beantragen. Diese Förderung wird mit der kompletten Digitalisierung aller terrestrischen Sendeanlagen im Fernsehbereich per Ende Juni eingestellt.
Rückfragehinweis: Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH Andreas Kunigk Tel.: +43 (0)1 58058-168 OTS0087 2011-05-27/10:47


29.4.2011 ORF Rauch: Wrabetz muss unverzüglich für volle Transparenz sorgen"Volle Transparenz darüber, was es mit möglichen Geheimabsprachen zwischen Wrabetz und Meischberger auf sich hat", fordert ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch angesichts einer entsprechenden Meldung des Nachrichtenmagazins "profil", wonach es 2008 geheime E-Mail-Absprachen zwischen ORF-General Wrabetz und Walter Meischberger zum umstrittenen Web 2.0-Projekt "D.ORF" gegeben haben soll. "Die Gebührenzahler, die den ORF finanzieren, haben schließlich ein Recht auf Klarheit, was mit ihrem Geld passiert. In einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen wie dem ORF darf es keinen Platz für dubiose Geschäftemacherei geben und schon gar nicht den Hauch eines Verdachts des Stimmenkaufs", so Rauch weiter. Die geschäftlichen Beziehungen zwischen dem ORF-General und Walter Meischberger dürften, glaubt man den jüngsten Medienberichten, offenbar doch enger gewesen sein, als von Wrabetz zuletzt zugegeben. "Angesichts der neuerlichen Kandidatur von Wrabetz stellt sich die berechtigte Frage, ob es ähnliche Absprachen, Vorgänge und Versprechungen auch vor der heuer anstehenden ORF-Wahl gegeben hat oder gibt. Wrabetz muss die Karten auf den Tisch legen, das ist er den Gebührenzahlern schuldig", so Rauch abschließend. Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien Tel.:(01) 401 26-420; OTS0318 2011-04-29/15:21

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29.4.2011 "profil": E-Mail von Walter Meischberger an Alexander Wrabetz: "Gemeinsam beschlossen"Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, waren die Geschäftsbeziehungen zwischen Walter Meischberger und dem ORF offenbar doch enger, als ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sie heute darstellt. Nachdem "profil" im Februar ein Mail vom August 2007 veröffentlicht hatte, in dem sich Meischberger darüber beklagt, dass Wrabetz die ihm gegenüber gemachten Zusagen nicht einhalte, ist nun ein weiteres E-Mail aufgetaucht. Am 12. September 2008 schreibt Meischberger an Wrabetz: "Sehr geehrter Herr Generaldirektor, lieber Alex. Nachdem sich die medialen Wellen in Sachen D.ORF langsam verflüchtigen, melde ich mich auf diesem Wege, um im Hinblick auf die morgige Stiftungsratsklausur weiteren Kommunikationsfehlern und Missverständnissen rechtzeitig vorzubeugen." Sein Schreiben sei als Zusammenfassung eines Telefongesprächs vom 6.9. 2008 zu verstehen, so der Autor, und "sollte den gemeinsamen Willen, das Projekt D.ORF in einer rechtlich haltbaren Konstellation trotz aller möglichen Querschüsse doch noch umzusetzen, festschreiben." D.ORF war ein Online-Konzept, das Meischberger 2008 dem ORF präsentiert hatte. Geplant war eine Mischung aus Myspace, Youtube, eBay und Parship. Es wurde allerdings nicht realisiert, und Wrabetz erklärte damals, dass es nie einen offiziellen Auftrag des ORF an Meischberger gegeben habe. In Meischbergers E-Mail klingt das völlig anders: Anlässlich der Präsentation eines anderen Projektes sei "die Aufforderung in Richtung meiner Person ausgesprochen (worden), darüber nachzudenken, wie Web 2.0 fernsehtauglich gemacht werden kann, schreibt Meischberger. "Nach weiteren Besprechungen und Entwicklungen ist die Präsentation eines Web 2.0-Projektes D.ORF gemeinsam beschlossen worden." Obwohl das Online-Projekt zu diesem Zeitpunkt bereits offiziell abgesagt war, macht Meischberger noch Pläne: "Jedoch wird - als Ergebnis unseres Telefonates von Samstag, 06. September 08 - sofort mit der strukturellen Änderung des Projektes D.ORF in eine rechtskonforme Form, dem ORF Gesetz entsprechend, begonnen." Um Indiskretionen zu vermeiden, schlägt er vor, das Team so klein wie möglich zu halten: "Es wird tunlichst vermieden, andere Abteilungen des ORF in die Entwicklung einzubinden. (...) Über diese Zusammenfassung und zukünftige Vorgangsweise wird zwischen uns und den Adressaten Stillschweigen vereinbart." Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502 OTS0242 2011-04-29/13:00

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