Wien

Wahl des ORF-Generaldirektors 2011

Der Österreichische Rundfunk (ORF) ist die größte "Medienorgel" des Landes. Beim österreichischen Staatsfernsehen geht es um besonders viel Macht und Geld. Wer sind die Kandidaten und wer wählt wem zum ORF-Generaldirektor? Wien-konkret gibt einen Ausblick:
 



Wahltag:


Der Wahltag ist der 9. August 2011.

Ergebnis: 29 der 35 Stiftungsräte stimmten für Wrabetz. Der Rest der Stiftungsräte enthielten sich. Das Wahlergebnis ist wenig überraschend. Die wirklich guten Fernsehmacher haben es nicht einmal einer Kandidatur wert gefunden. Die Wahl selbst war undurchsichtig. Nicht einmal beim Hearing der Kandidaten durften Journalisten dabei sein, von einer Live-Übertragung gar nicht zu reden. Was gibt es da zu verbergen?
Die Enthaltungen beim ORF-Wahlgang kamen vom unabhängigen Stiftungsrat Alexander Hartig und von fünf Stiftungsräten aus dem ÖVP-„Freundeskreis“.

Der ORF & die SPÖ gratulierten dem neuen ORF Generaldirektor zu seiner Wiederwahl.
Die Grünen sehen große Herausforderungen für Wrabetz.
Die FPÖ empfehlen Wrabetz den Zurücklegung seiner Funktion, wobei aber die FPÖ-Stiftungsräte Siggi Neuschitzer und Dr Norbert Steger für Alexander Wrabetz stimmten. Diese beiden sollen nun abgelöst werden. 
 



Die Wähler: nur die 35 Stiftungsräte

Wahlberechtigt sind 35 ORF Stiftungsräte:

* 9 Mitglieder bestellt die Bundesregierung (SPÖ & ÖVP),
* 6 Mitglieder werden von der Bundesregierung unter Berücksichtigung des Stärkeverhältnisses der politischen Parteien im Nationalrat unter Bedachtnahme auf deren Vorschläge bestellt, wobei jede im Hauptausschuss des Nationalrates vertretene Partei durch mindestens ein Mitglied im Stiftungsrat vertreten sein muss.
* 1 Mitglied je Bundesländer (1x9=9),
* 6 Mitglieder bestellt der Publikumsrat.
* 5 Mitglieder werden vom Zentralbetriebsrat bestellt.

Somit braucht der zukünftige ORF-Generaldirektor zumindest 18 Stimmen.Wrabetz löste zB 2006 Monika Lindner als bestehende ORF-Generaldirektor ab, indem er SPÖ, FPÖ, BZÖ und Grünen für sich gewann.

Die 35 wahlberechtigten ORF Stiftungsräte heißen:
* Dr. Franz Krainer, (Bundesregierung)
* Mag. Rainer Rößlhuber, (Bundesregierung)
* Maga. Andrea Schellner (Bundesregierung)
* Dirin. Gabriele Zuna-Kratky (Bundesregierung)
* Andrea Brem (Bundesregierung)
* Mag. Thomas Drozda, (Bundesregierung)
* Dr. Rudolf Ertl, (Bundesregierung)
* Mag. Dipl.-Ing. Dr. Alexander Hartig, (Bundesregierung)
* Dr. Franz Medwenitsch,

* Mag. Werner Muhm, (Bundesregierung über Vorschlag der SPÖ)
* Nikolaus Pelinka, MSc (Bundesregierung über Vorschlag der SPÖ)
* Ing. Mag. Peter Koren, (Bundesregierung über Vorschlag der ÖVP)
* Dr. Norbert Steger, (Bundesregierung über Vorschlag der FPÖ)
* Maga. Huberta Gheneff-Fürst, (Bundesregierung über Vorschlag des BZÖ)
* Mag. Wilfried Embacher (Bundesregierung über Vorschlag der Grünen)

* Prof. Mag. Alberich Klinger, (Niederösterreich)
* Dir. Helmut Krieghofer (Tirol)
* Brigitte Kulovits-Rupp, (Burgenland)
* Dr. Edelbert Meusburger, (Vorarlberg)
* Mag. Wolfgang Wörter, (Salzburg)
* Präsidentin Margit Hauft, (Oberösterreich)
* Generaldirektor Alois Sundl, (Steiermark)
* Dir. Norbert Kettner (Wien)
* Siggi Neuschitzer (Kärnten)

* Dr. Josef Kirchberger (Publikumsrat / Kunst)
* Präsident Dr. Franz Küberl, (Publikumsrat / Kirchen u. Religionsgesellschaften)
* Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn, (Publikumsrat / Direktwahl)
* Bernadette Tischler (Publikumsrat / Direktwahl / Konsumenten)
* Prof. Gerhard Tötschinger (Publikumsrat / Direktwahl / Ältere Menschen)
* A.o.Univ.-Profin. Drin. Beate Wimmer-Puchinger (Publikumsrat / Hochschulen)

* Gerhard Berti, Zentralbetriebsrat
* Ing. Michael Götzhaber, Zentralbetriebsrat
* Robert Ziegler, Zentralbetriebsrat
* Christiana Jankovics, Zentralbetriebsrat
* Dr. Gerhard Moser, Zentralbetriebsrat



Kandidat Alexander Wrabetz (SPÖ)



Video: Alexander Wrabetz (SPÖ) gab seine Kandidatur am 5. April 2011 bekannt
Videogröße 180 MB; Dauer: 49 min


Intro: Martin Biedermann, Leiter Kommunikation des ORF

Lage des Unternehmens.
1 Quartal 2011 war sehr erfolgreich.
Kandidatur für eine zweite Amtsperiode.

Wo steht das Unternehmen ORF derzeit?
Witschaftseinruch und verschärfte Konkurrenzsituation.
Anfang 2000 hieß es: Österreich sei ein Medien-Albanien. Das hat sich innerhalb kürzester Zeit geändert. Heute sind wir der wettbewerbsintensivste Markt zumindest Kontinentaleuropas. 2006 hatten im Durchschnitt die Haushalte 56 Programme, heute haben wir im Durchschnitt der Haushalte 93 Programme. Es gibt praktisch keine reinen ORF-Haushalte mehr.
Die zweite Konkurrenzverschärfung ist der massive Anstieg der Haushalte, die auch die Werbefenster – also die Werbekonkurrenz - empfangen können. Das lag 2006 bei 50%, wo die Werbefenster waren, jetzt liegen wir bei über 90%. Dh. binnen 3-4 Jahren wurde der ORF voller Konkurrenz nicht nur im porgrammlichen, sondern auch im Werbebereich ausgesetzt….
Die allergrößte Herausforderung war, den Bestand des ORF in dieser schwierigen Situation abzussichern, durch eine Klärung der EU-Fragen, durch den Abschluß des EU-Verfahrens, einen EU-konformen Zustand herzustellen und diesen durch die nationale Gesetzgebung – ORF-Gesetz – abzusichern. …
Wirtschaftlicher Turn-around durch ein massives Sparpaket, das wir durchführen mußten, wo wir in Summe 500 Mitarbeiter jetzt weniger sind. Es ist erfreulicher Weise gelungen, dies in einem sozialen Frieden durchzuführen, durch natürlichen Abgang, durch Handshake-Programme und nicht durch härtere Maßnahmen. Es ist gelungen auch sonstige Einsparungen wie Nulllohnrunden, Einschränkungen im Sozialbereich den sozialen Frieden und ohne große öffentliche Diskussionen über die Bühne zu bringen und das war Voraussetzung, dass wir den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen geschafft haben. Natürlich gibt es immer wieder das Argument, aber 50 Millionen haben wir im vorigen Jahr Refundierung bekommen – das stimmt – aber …
Der ORF sei – so Wrabetz – auch im Europavergleich auf einen sehr, sehr hohen Wert bei den Seher Zahlen. Japan und Arabien sorgen für hohes Informationsinteresse. Dadurch entwickelt sich der Bereich ORF sehr gut.
Es läuft auch in der Unterhaltung gut, zB mit Dancing Stars. Mit dem Wettlauf zum Südpol ist auch ein großer Erfolg gelungen. Die Song Conest Ausscheidung ist gut durch das Radio vorbereitet worden und im Fernsehen fortgesetzt worden.
Auch im Online-Bereich liegen wir sehr gut mit 42 Millionen Visits im Februar 2011. Das neue ORF-Gesetz hat der Online-nutzung der ORF Portale nicht geschadet. Der ORF hat 1,5 tägliche Besucher im orf.at-network. Das sei laut Wrabetz ein neuer Höchstwert. Es war natürlich auch die Ereignislage und es zeigt, wie wichtig dieses Medium natürlich auch in informationsintensiven zeiten ist.  
Sehr positiv entwickelt sich auch die TV-Thek – das waren ja die zwei großen technologischen Neuerungen in den vergangenen Jahren. Der ORF war laut Wrabetz der erste Sender, der massiv auf HD gesetzt und das sei nicht unumstritten gewesen. Heute seien fast alle anderen gefolgt. Durch HD habe man zur Renaissance des Fernsehens beigetragen.
Die ORF-TV-Thek hat der ORF Ende 2009 begonnen. Die liegt jetzt schon bei 9 Millionen monatlichen Abrufen.

Die Einheit, die Unteilbarkeit und die Unverkäuflichkeit des Unternehmens ORF muß auch in den kommen Jahren verteidigt werden. Weiters soll die Marktführerschaft in allen Medien bestehen bleiben und damit soll der ORF unverzichtbar für die Bevölkerung bleiben.
Wir haben den Übergang von Monopolsituation zu voller Konkurrenz bewältigt. Wir haben jetzt ein neues Gleichgewichtsniveau gefunden.
Die großen Sparnotwendigkeiten sind vorbei, so Wrabetz. 80% des Sparkurses seien schon erfüllt aber die 20% müssen in den nächsten 2 Jahren auch noch erreicht werden.
Laut Wrabetz ist die Unabhängigkeit, die Objektivität, die kritische Herangehensweise der ORF-Information unbestritten. (Anmerkung Wien-konkret: bis auf so schwere Ausrutscher wie zB bei der Sendung „Schauplatz mit HC Strache“ oder bei der Wahlberichterstattung über Oppositionsparteien bei der Wien-Wahl 2010 und Bundespräsidentenwahl 2010).
Laut Wrabetz hat der ORF nach den Ereignissen in Japan gesehen, dass ein großer Bedarf an Frühinformation vor 9 Uhr gegeben ist. Da wird es neue Angebote geben. Weiters wird es neue Wege bei Bürgerforen geben, mit mehr Bürgerbeteiligung.
Es soll im heurigen Jahr noch zwei neue Spartenkanäle ORF-3 und Sport-plus geben.
Weiters soll sich laut Warbetz der ORF bei Dokumentationen zu Themen der Zeit zu etablieren.

Alexander Wrabetz hat heute den Stiftungsrat informiert, dass er sich im Sommer um eine Wiederbestellung für eine nächste Geschäftsführungsperiode als Generaldirektor des ORF bewerben wird. Die Mitarbeiter wurden auch bereits informiert. Jetzt wird die Öffentlichkeit informiert.

Auf Frage eines Journalisten sagt Wrabetz, er habe zwar nachgedacht, aber nicht daran gedacht, nicht zu kandidieren.
Weitere Jopurnalistenfragen zu: Standortfragen des ORF, Nichteinhaltung des ORF-Gestzes im Onlinebereich, "Baustellen", Mittwoch ohne Champions-League, Frühstücksfernsehen, Schwierigkeiten in der ersten Amtsperiode, Führungsteam und Struktur, Gerhard Zeiler, Monika Lindner.
Die ganze Pressekonferenz im Rückblick oben im Video von Wien-konkret.



Kandidatin: Karin Resetarits-Kraml (Liberale)

Die ehemalige ORF-Moderatorin und ehemalige EU-Parlamentarierin Karin Resetarits-Kraml kündigte ihre Kandidatur bereits Mitte Februar 2011 an. Sie hat zwar noch kein großes Unternehmen geleitet, dafür schon ein Gasthaus. Größter Wettbewerbsvorteil: Frau Resetarits ist Frau und der der ORF hat erst kürzlich die ORF-Frauenquoten eingeführt.
Mit der Liste Hans Peter Martin wurde Sie 2004 ins EU-Parlament gewählt, ehe Sie die Partei verließ und zu den EU-Liberalen wechselte. Von Ihrer 5-jährigen "Tätigkeit" als EU-Abgeordnete ist so gut wie nichts bekannt. Vielleicht erfährt man nachträglich dazu etwas im Zuge der ORF-Generaldirektorswahl. ...
 





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7.8.2011 FPÖ: Wrabetz soll sich bei Pelinka als Generaldirektor von Jungsozi-TV bewerben


Nach dem skandalösen Eingeständnis des SPÖ-Stiftungsrats Niko Pelinka, in Absprachen mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz die Gäste für die Diskussionssendung "Im Zentrum" auszuwählen, verlangt der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer eine Verschiebung der ORF-Wahl und eine neuerliche Ausschreibung des Generaldirektors. "Wrabetz in seinem Amt zu bestätigen, ist unter den aktuellen Umständen undenkbar. Wenn er diesen Verdacht nicht glaubhaft ausräumen kann, ist er nicht mehr wählbar", so Hofer. Pelinka ist für die FPÖ jedenfalls rücktrittsreif: "Wer ein solches Verständnis von Medienpolitik hat und damit auch noch in Interviews prahlt, sollte nicht mehr die Gelegenheit haben, kraft seiner Funktion auf die Führung des zur Objektivität verpflichteten öffentlich-rechtlichen Rundfunks einzuwirken", erklärt Hofer. Sollten Pelinka und Wrabetz auf ihre vertraulichen Gespräche nicht verzichten wollen, hat Hofer einen Lösungsvorschlag: "Wrabetz könnte sich als Generaldirektor von Jungsozi-TV bewerben und ganz offiziell wöchentliche Redaktionssitzungen mit Niko Pelinka und Laura Rudas abhalten."
Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub
OTS0028 2011-08-07/18:40



7.8.2011 "Die Presse" - Leitartikel: Die ORF-Wahl als jüngstes Stück der Löwingerbühne Österreich,

 von Michael Fleischhacker. Ausgabe vom 08.08.2011
Inhalte spielen keine Rolle, Qualität ist kein Kriterium, ein Millionendefizit kein Grund für Reformen: Hauptsache, im ORF passiert, was die Politiker wollen. Morgen, Dienstag, wählt der Stiftungsrat des ORF dessen neuen Generaldirektor. Unter den vielen pseudodemokratischen Löwingerbühnenveranstaltungen, die dieses Land zu bieten hat, gehört die Wahl des ORF-Chefs zu den erbärmlichsten. Die Schlacht um den Küniglberg ist längst vorbei, entschieden vom Kindersoldatenspezialkommando der SPÖ, Laura Rudas und Nikolaus Pelinka. Die beiden dominieren die Medienpolitik der Sozialdemokratie und genießen das Vertrauen des Bundeskanzlers. Dass halb gebildete Mittzwanziger seinen Horizont erweitern können, muss einen wahrscheinlich nicht einmal sonderlich wundern. Alexander Wrabetz wird also für weitere fünf Jahre Generaldirektor des ORF. Seine Bewerbung, eine elegant gestaltete und aufwendig gedruckte Jubelbroschüre, ist eine Farce. Offensichtlich von Mitarbeitern zusammengestoppelt wie ein Parteiprogramm, enthält es an Neuem nur die relativ dreisten Forderungen nach mehr Sendern, mehr Gebühren und mehr Werbezeiten.
   Die Privatsendervertreter, die das kritisiert hatten, bezeichnete Wrabetz im Vorfeld der Wahl als "Westentaschen-Murdochs". Die Verleger, sollte das heißen, versuchten, unlauteren Einfluss auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu nehmen, so wie das Rupert Murdoch mit der britischen BBC versucht habe. Die Chuzpe ist auch nicht schlecht für einen, der von Kanzlers und Staatssekretärs Gnaden auf seinem Posten sitzt und sich permanent von einem größenwahnsinnigen Sozenschnösel vorführen lässt, der genüsslich berichtet, wie ihn "der Alex" fragt, was er tun soll.
   Was sich im und um den ORF während des vergangenen Jahres abgespielt hat, ist eigentlich unfassbar. Nachdem die amtierende Geschäftsführung den Sender inhaltlich und finanziell an die Wand gefahren hatte, schlug die Stunde der Warlords auf dem Ballhausplatz. Die sind, wie alle anderen Politiker auch, an der Qualität und an der wirtschaftlichen Performance des Senders vollkommen uninteressiert. Solange die ORF-Chefs machen, was den Politikern passt, können sie Millionen verbrennen. Wird alles ersetzt. Die ÖVP spielt derzeit in diesem Spiel nicht mit. Zunächst hatte Klubobmann Karl-Heinz Kopf den ORF und die Medien an sich gezogen und dabei seinem Namen nicht eben Ehre gemacht. Jetzt hat man wiederum Kopf entmachtet, und der neue Parteichef Michael Spindelegger hat den ORF zur "Chefsache" erklärt. Das Ergebnis ist bekannt. Dass die ÖVP jetzt so tut, als sei sie die einzige Partei, die sich an der politischen Instrumentalisierung des ORF nicht beteiligt, ist ein herziger Versuch, "Haltet den Dieb!" zu kreischen. Moral entsteht nicht automatisch dadurch, dass man zu dumm ist, ein Verbrechen zu begehen.
... Obwohl sich an den strukturellen Problemen des Senders - zu viele Mitarbeiter, zu wenig Vielfalt, zu wenig politische Unabhängigkeit, zu viel Betriebsratsmacht - nichts ändert, tun jetzt alle so, als sei der ORF mit den 160 zusätzlichen Millionen, die man ihm als Gegenleistung für seine politische Willfährigkeit zugesteckt hat, saniert. Es wird sich bald herausstellen, dass dem nicht so ist. In der Zwischenzeit wird die Geschäftsführung Wrabetz II versuchen, sich politisch so weit einzugraben, dass die Gelder, die nötig sind, um den hypertrophen Apparat am Laufen zu halten, weiter sprudeln. ... Und offensichtlich gibt es in diesem Land noch eine ausreichende Zahl von angesehenen Menschen, die sich dafür hergeben, dieser Farce so etwas wie demokratische Legitimität zu verleihen. Wie sich das Amt eines ORF-Stiftungsrates mit einem Minimum an Selbstachtung vereinbaren lässt, verstehe, wer kann.
Rückfragehinweis: chefvomdienst@diepresse.com
OTS0025 2011-08-07/18:04



6.8.2011 FPÖ-Vilimsky: Wrabetz soll von sich aus Kandidatur zurück legen


"Wenn Alexander Wrabetz noch einen Funken Würde oder Anstand in sich trägt, dann muss er von sich aus auf eine Kandidatur verzichten", sagte heute der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky in einer Reaktion auf das vom Magazin "Fleisch" aufgedeckte Gespräch zwischen SPÖ-Stiftungsrat Niko Pelinka und dem ORF-Generaldirektor. "Ein Chef des öffentlich rechtlichen Rundfunks, der in der Löwelstrasse nachfragen muss, was er senden darf und wen er einladen darf ist schlichtweg untragbar", so Vilimsky.
   Abgesehen davon sei es für Wrabetz entwürdigend, sich von einem SJ-Burli, das in seinem Leben noch nichts anderes geleistet hat als "Sohn" zu sein, herumkommandieren zu lassen, so Vilimsky. Schon alleine das zeige, dass es sich bei Wrabetz um eine völlig ungeeignete Person für diesen Posten handle, denn der Chef des ORF müsse Manns genug sein, sich gegen Einflussnahmen diversester Parteisekretariate durchzusetzen, betonte Vilimsky. Wenn diese peinliche Rolle des ORF-Generals als Leibeigener der SPÖ-Kindergartengruppe um Rudas und Pelinka international bekannt werde, schade dies nicht nur der Reputation des ORF, sondern werfe auch ein sehr bedenkliches Bild auf die Medienfreiheit des Landes, so Vilimsky, der Wrabetz dringend nahe legte, sich von der SPÖ nicht mehr zum Fernseh-Hampelmann machen zu lassen.
Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012
OTS0021 2011-08-06/13:03



5.8.2011 Presseinformation der Vorsitzenden des ORF-Stiftungsrats, Brigitte Kulovits-Rupp

KandidatInnen für Hearing vor der Wahl zum ORF-Generaldirektor / zur ORF-Generaldirektorin am 9. August 2011.
Heute am Freitag, dem 5. August 2011, endete um 12.00 Uhr die Frist für die Benennung von BewerberInnen für das Hearing vor der Wahl zum ORF-Generaldirektor / zur ORF-Generaldirektorin für die Funktionsperiode 2012 bis 2016. Jedes Mitglied des Stiftungsrates war berechtigt, bis zu diesem Zeitpunkt KandidatInnen für die Teilnahme am Hearing zu benennen.
Folgende StiftungsrätInnen haben nachstehende Personen für die Teilnahme am Hearing nominiert: Dr. Franz Küberl: Mag. Christian Wehrschütz, Dr. Alexander Wrabetz
Dr. Gerhard Moser: Mag. Christian Wehrschütz
Brigitte Kulovits-Rupp: Dr. Alexander Wrabetz

Hearing und Wahl zum ORF-Generaldirektor / zur ORF-Generaldirektorin finden am Dienstag, dem 9. August 2011, im Rahmen der Plenarsitzung des Stiftungsrates statt, und sind daher nicht öffentlich. Rückfragehinweis: ORF-Marketing und Kommunikation (01) 87878 - DW 12228
OTS0096 2011-08-05/12:11

Anmerkung Wien-konkret: Wenn die Vorsitzende des ORF-Stiftungsrates sich bereits für einen Kandidaten entschieden hat, dann weiß man gleich, warum das Hearing und die Wahl des ORF-Generaldierektors nicht öffentlich sind.



3.8.2011 Information für JournalistInnen zur Berichterstattung von der Wahl zum Generaldirektor / zur Generaldirektorin des ORF 2011

Im Rahmen der Sitzung des ORF-Stiftungsrates am Dienstag, dem 9. August 2011, im ORF-Zentrum in Wien findet die Wahl des Generaldirektors / der Generaldirektorin für die Geschäftsführungsperiode 2012 bis 2016 statt. Die Sitzung im Großen Sitzungssaal beginnt um 10.00 Uhr mit einem Hearing der KandidatInnen. Die Sitzung ist nicht öffentlich. ...

Rückfragehinweis: ORF-Marketing und Kommunikation
OTS0147 2011-08-03/15:11



1.8.2011 Wrabetz-Bewerbung als ORF-Generaldirektor zeugt von eklatantem Missverständnis der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Wien

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) kritisiert die Eckpunkte der Wiederbewerbung des amtierenden ORF-Generaldirektors Dr. Alexander Wrabetz scharf: Dass der ORF auf weitere Einsparungen verzichten soll und gleichzeitig von allen Seiten - vom Staat, von den Gebührenzahlern und vom Mitbewerb - mehr Geld erhalten soll, ist aus Sicht des VÖP völlig inakzeptabel. Ein derartiger Kurs wäre eine klare Bankrotterklärung des ORF-Managements! Für eine zweite Amtsperiode stellt sich Wrabetz eine Ausweitung sämtlicher Finanzierungsquellen des ORF vor:
So soll der ORF erstens durch eine Gebührenerhöhung mehr Geld von den Bürgern erhalten.
Zweitens soll der Zuschuss, den der Bund dem ORF im Jahr 2010 unter dem etwas irreführenden Titel "Refundierung der Rundfunkgebührenbefreiungen" und mit einer klaren Befristung genehmigt hat, nun unbefristet weitergezahlt werden - auch dies finanziert vom Steuerzahler.
Drittens sollen die Werbemöglichkeiten des ORF ausgedehnt werden und der ORF somit noch mehr Möglichkeiten erhalten, die Finanzierungsmöglichkeiten privater Medienunternehmen erheblich zu beeinträchtigen.
   Für Dr. Klaus Schweighofer, VÖP-Vorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Styria Media, zeugt dies von der "Abgehobenheit des Monopolfunks". "Ziel muss es sein, den ORF unabhängig zu machen, insbesondere auch von Werbung.", so Schweighofer. "Eine Gebührenerhöhung ist dann und nur dann denkbar, wenn gleichzeitig die fast grenzenlosen Werbemöglichkeiten eingeschränkt werden und mittelfristig der ORF werbefrei gestellt wird. Im Programm ist endlich der gesetzliche Auftrag umzusetzen: Österreich muss in den Mittelpunkt gestellt werden und der journalistischen Qualität im Haus deutlich mehr Sendeplatz eingeräumt werden. Das ist es, was ein verantwortungsvolles ORF-Management in den nächsten Jahren zu tun hätte!", stellt Schweighofer klar. Die bisherigen Sparbemühungen des ORF - die im Vergleich zu den Rationalisierungsnotwendigkeiten privater Medien in den letzten Jahren bestenfalls als "ambitioniert", aber keinesfalls als "einschneidend" bezeichnet werden können - sollen nach Wrabetz Vorstellungen beendet werden. Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführerin, zeigt hierfür keinerlei Verständnis: "Private Medienunternehmen sind darauf angewiesen, sich über den Werbemarkt zu finanzieren. Leider haben wir als Privatsender nicht die Möglichkeit, unsere Budgets zu zwei Drittel durch krisenunabhängige Gebühren oder Steuergelder abzudecken. Daher mussten in den letzten Jahren vielerorts schmerzhafte Rationalisierungsmaßnahmen gesetzt werden. Es ist völlig untragbar, dass der ORF sich diesen Entwicklungen entzieht, indem er vom Staat einfach noch mehr Geld fordert! Die Politik ist als Interessenvertreterin der Bürger in der Pflicht, den ORF zu einem strengen Kostenbewusstsein anzuhalten. Außerdem muss eine weitere Kommerzialisierung des ORF durch mehr Werbemöglichkeiten, die mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag im absoluten Widerspruch stehen, verhindert werden!" Der VÖP appelliert daher mit Nachdruck an die Politik, dafür Sorge zu tragen, dass diese Vorstellungen des Dr. Wrabetz aus demokratiepolitischen und gesamtwirtschaftlichen Erwägungen jedenfalls nicht umgesetzt werden dürfen.
Rückfragehinweis: Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführung Tel. 01 / 51633-3166,
OTS0063 2011-08-01/10:24



4.6.2011 ÖVP-Kopf: Eine Kandidatur Zeilers wäre für die Zukunft des ORF ein absoluter Glücksfall gewesen


"Eine Kandidatur Gerhard Zeilers wäre für die Zukunft des ORF ein absoluter Glücksfall gewesen. Zeiler hat aber offensichtlich in den vergangenen Wochen erkennen müssen, dass seine Kandidatur von seinen SPÖ-Parteifreunden nicht gewollt ist. Unter diesen Umständen sah er offenbar auch keine Chance, den ORF, im Falle seiner Wahl, aus dem parteipolitischen Würgegriff der SPÖ zu befreien und das Unternehmen nach seinen Vorstellungen führen zu können", so heute, Samstag, ÖVP-Klubobmann und Mediensprecher Karlheinz Kopf in Reaktion auf das Interview von
Gerhard Zeiler im Wochenmagazin "profil".
    "Ungeachtet der Absage Zeilers braucht der ORF eine neue Persönlichkeit an der Spitze, sonst fährt das Unternehmen in den nächsten Jahren an die Wand. Es bleibt zu hoffen, dass sich trotz der unerfreulichen Vorgänge um die verhinderte Kandidatur Zeilers qualifizierte KandidatInnen finden werden. Damit der Stiftungsrat am 9. August eine verantwortbare Entscheidung treffen kann. Mit einer Wiederwahl des für die Position des Generaldirektors völlig ungeeigneten Herrn Wrabetz, würden sich die einzelnen Stiftungsräte nämlich in eine für sie persönlich gefährliche Haftungssituation begeben" schloss Klubobmann Kopf.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien,
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
OTS0039    2011-06-04/13:46



4.6.2011 "profil": Gerhard Zeiler: "Werde mich nicht um ORF bewerben"

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrrichtenmagazins "profil" sagt Gerhard Zeiler, der Chef der RTL-Group, dass er sich nicht um die Posten des ORF-Generaldirektors bewerben werde. Er habe eine Tätigkeit, die ihn sehr erfülle und einen Job, den es "kein zweites mal in Europa gibt". Dennoch habe er sich für den ORF interessiert, weil er "mit Leib und Seele Österreicher" sei und dem ORF "bei der Bewältigung seiner nicht unbeträchtlichen Probleme" gerne geholfen hätte. "Ich habe aber schon nach wenigen Gesprächen erkannt, dass es bei der Frage, wer der nächste ORF-Generaldirektor werden soll, wesentlichen Teilen der Politik nicht darum geht, wer das Unternehmen am besten führen kann, sondern wer willfährig parteipolitische Personalwünsche umsetzt." Danach seien Behauptungen wie jene, er sei ein "schwarz/blauer Kandidat" "von höchster sozialdemokratischer Stelle lanciert worden".
   Zeiler berichtet in dem "profil"-Interview auch von einem Treffen mit Bundeskanzler Werner Faymann: "Das war im Frühjahr 2009, als er Alexander Wrabetz loswerden wollte. Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, den ORF zu führen. Damals war meine Antwort: Wenn es wirklich ein breiter Wunsch wäre und man den ORF so führen könnte, dass er erfolgreich sein kann, würde ich es mir überlegen. Dann habe ich nichts mehr gehört - bis heute."
   Dass die Politik Einfluss auf die wesentlichen Positionen des ORF-Personals nehme, habe es immer gegeben: "Aber in den meisten Perioden reichte das nur bis zur Direktionsebene und nicht noch zwei Ebenen weiter nach unten."

Rückfragehinweis:   Dr. Herbert Lackner, Tel.: 0043 699 1551 3515
OTS0027    2011-06-04/11:00

 



6.4.2011 SPÖ-Voves: Steiermarks Landesregierung unterstützt Wiederwahl von ORF-GD Wrabetz


"Der ORF ist wieder auf einem guten Weg. Es ist daher sehr verständlich, dass sich Alexander Wrabetz neuerlich um den Posten des Generaldirektors bewirbt". Dies erklärte der stv. SPÖ-Vorsitzende und steirische Landeshauptmann Franz Voves am Mittwoch im Gespräch mit dem Pressedienst der SPÖ. Voves weiter: "Aus Sicht des von der steiermärkischen Landesregierung in den ORF-Stiftungsrat nominierten GD Alois Sundl ist Alexander Wrabetz eine gute Wahl."
Rückfragehinweis:   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
OTS0145    2011-04-06/11:52

Anmerkung Wien-konkret: Da die Wahl erst am 9. August 2011 wurde Alexander Wrabetz noch gar nicht gewählt. Wenn schon, dann "wäre" Alexander Wrabetz eine gute Wahl. Das mag aus parteipolitischer Sicht der SPÖ durchaus stimmen. Allerdings sorgte ORF-Generaldirektor Wrabetz bis jetzt nicht dafür, dass sich der ORF auch im Onlinebereich an das geltende ORF-Gesetz hält.



5.4.2011 SPÖ-Cap begrüßt Wiederkandidatur von Wrabetz als ORF-Generaldirektor


ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kann auf eine erfolgreiche Bilanz seiner bisherigen Amtszeit verweisen, daher ist es zu begrüßen, wenn er heute ankündigt wieder für diese Funktion kandidieren zu wollen, stellte SPÖ-Klubobmann Josef Cap Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. Wrabetz ist ein Garant dafür, dass der ORF seine Aufgabe als unabhängiges österreichisches Leitmedium weiterhin erfüllen kann und dass er seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag verbunden bleibt.
   Cap verwies darauf, dass es Wrabetz gelungen ist, den ORF nach Jahren wirtschaftlicher Verluste wieder in die Gewinnzone zu führen - mit zum Teil auch drastischen Sparmaßnahmen. Trotz intensiver Konkurrenz gehe es auch bei der Quotenentwicklung wieder deutlich aufwärts. Es gebe daher keinen Grund, warum Alexander Wrabetz nicht nochmals in diese Funktion gewählt werden sollte.
   Die Polemik jener, die nun gegen die Wiederkandidatur von Wrabetz auftreten, bezeichnete Cap als unverständlich. Es liege der Verdacht nahe, dass es ihnen nicht um die Person Wrabetz gehe, sondern um parteipolitische Interessen und darum, den ORF in seiner bisherigen Form zu schwächen und zu zerschlagen, sprich - zumindest teilweise - zu privatisieren, schloss Cap.

Rückfragehinweis:   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
OTS0183    2011-04-05/13:12



5.4.2011 SPÖ-Burgenlands LH Hans Niessl begrüßt die Wiederkandidatur von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz


Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl begrüßt die Wiederkandidatur von  Alexander Wrabetz als ORF-Generaldirektor. "Aufgrund seiner Erfahrung und Kompetenz ist er bestens geeignet, den ORF weiterhin so erfolgreich zu positionieren. Unter Wrabetz hat der ORF in den vergangenen Jahren große Herausforderungen bewältigt", zeigt sich Niessl überzeugt.
   Aufgrund des bisherigen Konzeptes erhoffe er sich auch weiterhin "vor allem eine Stärkung der Landesstudios". Insbesondere für das Burgenland als kleinstes Bundesland sei es von größter Bedeutung, dass die Regionalisierung zur Stärkung der Identität in den Ländern forciert wird.
   Die Produktionen der Landesstudios würden ganz wesentlich zur Verankerung des ORF in der Bevölkerung beitragen. "Zudem haben sich die Landesstudios auch zu wichtigen kulturellen Zentren in den Ländern entwickelt, womit im Burgenland auch das partnerschaftliche Miteinander der Volksgruppen gefördert wird", so Niessl weiter.  "Mit herausragenden journalistischen Leistungen und Themenschwerpunkten behauptete sich der ORF als elektronisches Leitmedium des Landes. Zuletzt wurde das mit der Japan- und Nordafrika-Berichterstattung unter Beweis gestellt", ist LH Niessl überzeugt.
   Vor allem konnten zahlreiche Versuche abgewendet werden, das Unternehmen zu zerschlagen und Teile zu privatisieren. "Entscheiden tut natürlich der unabhängige Stiftungsrat, aber es ist auf jeden Fall zu begrüßen, dass ein so versierter Kandidat sich wieder der Wahl stellt."
Rückfragehinweis:   Mag. Veronika MARIA  Pressesprecherin LH Niessl  
OTS0181    2011-04-05/13:11



5.4.2011 SPÖ-Rudas: Wrabetz steht für unabhängigen freien ORF


SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas begrüßt die Wiederkandidatur von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. "Wrabetz steht für einen unabhängigen und freien ORF", sagte Rudas am Dienstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Den immer wieder laut werdenden Rufen nach Privatisierung des ORF erteilte Rudas eine klare Absage.
   "Wir können immer wieder beobachten, wie sich Banken und Industrielobbys in anderen Ländern Berichterstattung kaufen", so Rudas. Dem gelte es in Österreich entschieden entgegenzutreten. Für Rudas ist der politische Auftrag an die Führung des ORF daher klar: "Der ORF muss ein unabhängiger, öffentlich-rechtlicher Rundfunkkonzern bleiben."
   Dass sich Wrabetz gegen Privatisierungswünsche erfolgreich durchgesetzt hat, scheint manche so wütend zu machen, dass sie nun versuchen ihn zu beschädigen, so Rudas. "Dieses Partei-Hick-Hack auf dem Rücken eines der wichtigsten Unternehmen des Landes ist schlicht abzulehnen", sagte Rudas.
Rückfragehinweis:   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
OTS0177    2011-04-05/13:09



5.4.2011 BZÖ-Mediensprecher Stefan Petzner zur Wiederkandidatur von Dr. Alexander Wrabetz


"Jede Kandidatur für das Amt des ORF-Generaldirektors ist grundsätzlich zu begrüßen. Das BZÖ und dessen Vertreter im ORF-Stiftungsrat wird jeden Kandidaten und jede Kandidatin genau
unter die Lupe nehmen und auf Basis sachlicher, fachlicher und wirtschaftlicher Faktoren
im Interesse der Hörer und Seher entscheiden." Das erklärt für das BZÖ dessen Mediensprecher NRAbg. Stefan Petzner in einer Stellungnahme zur Wiederkandidatur von Dr. Alexander Wrabetz für das Amt des ORF-Generaldirektors.
   "Für das BZÖ als Wirtschaftspartei ist vor allem die wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Situation des ORF ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Dieser Entscheidungsfaktor spricht auf alle Fälle für Dr. Alexander Wrabetz aber auch Finanzdirektor Richard Grasl, die es gemeinsam geschafft haben, den ORF aus den roten Zahlen zu führen und einen Sanierungskurs einzuleiten, der im Sinne der Gebührenzahler in jedem Fall fortgesetzt werden muss", so Petzner weiter, der sich daher auch von jedem Kandidaten einen "wirtschaftlichen Zukunftsplan für das Unternehmen ORF" erwartet. Ein massives Problem seien hingegen die kränkelnde Programmgestaltung des ORF aber auch die gänzlich fehlende politische Unabhängigkeit im Rahmen der Berichterstattung. Petzner: "Wir wollen weder ein billiges RTL-Plagiat noch einen rot-schwarzen Regierungsfunk, sondern einen politisch unabhängigen und wirtschaftlich gesunden, starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem rot-weiß-roten Programm. Das zählt für uns für die Wahl des ORF-Generaldirektors und seines Teams."
Rückfragehinweis:  Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
OTS0152    2011-04-05/12:16



* 5.4.2011 FPÖ-Kickl: Mit Wrabetz II kommt die Umbenennung von ORF in SRF


... Neben der ökonomisch verfehlten Führung des ORF sei es Wrabetz nicht gelungen, jenes qualitätsvolle Programm zu liefern, wie es von einem öffentlich-rechtlichen Rundfunkt zu erwarten sei, betont Kickl. Wrabetz habe sich in seiner Amtszeit vor allem durch Eines ausgezeichnet, nämlich als verlängerter Arm der Löwelstraße am Küniglberg zu fungieren. "Dieser Part seiner Amtsführung ist ihm bemerkenswert gut gelungen!", so Kickl.
   Immer wieder - und völlig unverhohlen - seien die Seher des ORF-Programmes in den vergangenen Jahren mit einem roten Parteifunk konfrontiert gewesen. Dies reiche vom bewussten Verschweigen der FPÖ, über betont negative Berichterstattung und der einseitigen Einladungspolitik bei den Diskussionssendungen, bis hin zu gezielten Kampagnen gegen die FPÖ. Kickl erwähnt in diesem Zusammenhang als herausragendes Beispiel die versuchten Manipulationen der Reportage-Sendung "Am Schauplatz", wo systematisch versucht worden sei, die FPÖ zu verunglimpfen, indem man Nazi-Statisten herbeigekarrt habe, um sie in einen direkten Zusammenhang mit den Freiheitlichen zu bringen.
   Der ORF müsse dringendst in eine neue Ära gehievt werden. Für Kickl sei das nur mit dem Ende von Wrabetz am Küniglberg machbar. Ein möglichst unabhängiger ORF mit einem adäquaten öffentlich-rechtlichen Programm müsse das Ziel sein.

Rückfragehinweis:   Freiheitlicher Parlamentsklub
OTS0145    2011-04-05/12:05



5.4.2011 FPÖ- Vilimsky: Mit Wrabetz kandidiert SPÖ-Parteipolitik für höchste Funktion am Küniglberg!


Billige Quotenjagd im Programm gepaart mit Parteipolitik aus der Löwelstraße denkbar schlechte Kombination.
Denkbar schlecht für die weitere Entwicklung am Küniglberg ist für FPÖ-Mediensprecher und Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky die heute bekannt gemachte Entscheidung von Alexander Wrabetz, erneut für das Amt des Generaldirektors am Küniglberg zu kandidieren. Damit kandidiere de facto die SPÖ-Parteipolitik für dieses wichtigste Amt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, so Vilimsky.
   Gerade in den letzten Wochen sei es deutlich spürbar gewesen, wie sehr sich Wrabetz der SPÖ angebiedert hat. Die FPÖ aus der Berichterstattung des ORF auf ein Minimum zu reduzieren und aus der Einladungspolitik für Diskussionssendungen wegzusparen, qualifiziere Wrabetz vielleicht in den Augen der SPÖ erneut für dieses Amt, mit Sicherheit gelte dies nicht aus dem Blickwinkel öffentlich-rechtlicher Medienpolitik.
   Der FPÖ-Generalsekretär hofft auf weitere Kandidaturen. Am Küniglberg ist nicht nur professionelles Medienmanagement gefragt, sondern auch eine Person mit "Macherqualität", die den öffentlich-rechtlichen Charakter des ORF belebt, umfassende Berichterstattung garantiert und die Einbindung sämtlicher Einflussgruppen des öffentlichen Lebens sowie vor allem auch sämtlicher Bevölkerungs- und Interessenssegmente sicherstellt. Quotenjagd mit dem Programm von Privatsendern gepaart mit Parteipolitik aus der Löwelstraße sei jedenfalls eine denkbar schlechte Kombination für den ORF, so Vilimsky in Reaktion auf die erneute Kanddidatur von Alexander Wrabetz.

Rückfragehinweis:    Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
OTS0143    2011-04-05/12:00