Wien

Fernsehtipp Mobilfunkmast:

Handymast in Telfs in Tirol

28. Feb. 2007: ORF Help TV Sendung betreffend Mobilfunkmast

Thema:
Handymastproblem in Telfs (Tirol)
Wann: am Mittwoch den 28.2.07 um 20:15 auf ORF 2.
Wer: Monika und Benedikt Frischmann bringen dort die Forderungen im Namen der Initiative Telfs vor. Im Wesentlichen geht es um die fehlenden Anrainerrechte gegenüber der Handymasten Errichtung und Betrieb, die in ganz Österreich ein großes Problem sind.

Mehr Informationen
unter Bürgerinitiative Telfs und andere Bürgerinitiativen in diesem Problembereich
 
 



Vorankündigung vom ORF 2:

Anraineraufstand in Tirol -
Im Kampf gegen Handymasten haben Nachbarn keine Rechte
  
Wenige Tage vor Weihnachten 2005 erlebten die Bürger von Telfs eine böse Überraschung. In der Dämmerung begannen Arbeiter heimlich, einen Handymast aufzubauen. Seither ist die 42 Meter hohe Sendeanlage trotz zahlreicher Proteste nicht mehr wegzubringen. Was die Telfser Bürger am meisten stört: Sie wurden weder über den Bau des Masten informiert, noch hatten sie ein Mitspracherecht.
 
Ohne Rücksicht auf die Anrainer werden in Österreich jedes Jahr zahlreiche Handymasten errichtet. Während im Normalfall schon für kleine bauliche Veränderungen eine Genehmigung notwendig ist, werden Handyanlagen meist in einer Art rechtsfreiem Raum errichtet. Viele Anrainer fühlen sich übergangen und in ihren Eigentumsrechten massiv beschränkt. Immobilienexperten gehen mittlerweile von Wertverlusten bis zu 50 Prozent aus, wenn auf dem Nachbargrundstück ein Handymast errichtet wird. ...

Mehr unter: ORF 2 Help-TV 28.2.2007



Weiterführende Informationen:

* Infos zum Senderkataster für Mobilfunkanlagen
* Leben und Überleben neben dem Handymast


Beitrag: Mag. Robert Marschall
Letztstand: 28. Feb 2007
Rückfragen & Postings zum Beitrag: => Email an Wien-konkret
 



Posting einer betroffenen Dame aus St. Pölten:

Liebes Help TV Team !   (in CC an Wien-konkret.at)

Anbei meine Erfahrungen:
Seit Herbst 2005 wurde in unserer Wohnumgebung mobilfunkmäßig einiges verändert, neue Masten aufgestellt bzw. bestehende Sendemasten erhöht oder verstärkt. Seit diesem Zeitpunkt begann ein unglaublicher
Leidensweg für uns. Mein Mann und ich hören seither einen äußerst unangenehmen Dauerton in unserem Haus, welcher Tag und Nacht auf uns einwirkt. Diesen Dauerton hören aber auch fremde Personen,
aber nicht jeder.

Seit dieser Zeit schreibe ich einen Brief nach dem anderen an:
* Bürgermeister von St. Pölten Mag. Matthias Stadler --- Antwort: Das Thema ist sehr schwierig.
* Landeshauptmann von NÖ Dr. Erwin Pröll --- Antworten von verschiedenen Abteilungen, 1 Messung, Facit: uneffektiv
Oberster Sanitätsrat v.Österreich Dr. Ernst Wolner --- Antwort: Sie haben vermutlich Tinnitus, das haben viele Menschen ...
* Staatssekretärin Dr. Christa Kranzl --- noch keine Antwort, ist erst sehr kurz im Amt
* Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky --- Antwort, man wird sich mit meinem Anliegen auseinandersetzen und ehebaldigst antworten!
* Gesundheitsministerin Dr. Maria Rauch-Kallath (früher) --- Antwort: Bürgermeister soll sich kümmern, geschehen ist Null ! Außerdem hat nach der Rechtslage der Bürgermeister keinerlei Gesundheitskompetenzen !
* Dr. Erik Huber, Ärztekammer Wien --- Antwort: keine
* Boris Nemsic, Chef von Mobilkom Austria --- Antwort: keine
* Prof. Alexander van der Bellen , Chef der GRÜNEN  Antwort: keine
* Mag. Gabi Burgstaller, Landeshauptfrau, Antwort: Sie bedauert, dass die Grenzwerte so hoch sind.
* Volksanwältin Rosemarie Bauer, Antwort: Anrainer haben derzeit keine Rechte, nicht einmal dann, wenn der Sender auf ihrem Grund aufgestellt werden soll.
* Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Antwort: Sein Büro verweist auf das Forum Mobilkommunikation.
* BMI f. Verkehr, Innovation und Technologie, Antwort: keine
* LH Stvtr. Heidemaria Onodi, Antwort: persönliche Reaktion
* Gesundheitslandesrat Dr. Wolfgang Sobotka, Antwort: keine

Meine telefonischen Interventionen auch noch aufzuzählen, würde hier den Rahmen sprengen nur soviel:
Die Antworten sind äußerst dürftig, es wurden auch Untersuchungen angekündigt, die nie stattgefunden haben und Abschaltungen des Mobilfunkes, die danach widerrufen wurden, die stärkste Aussage war jedoch: seien Sie still, sonst ist ihr Haus nichts mehr wert, wenn Sie es verkaufen wollen und ziehen Sie weg !!!
Ich würde auch gerne wegziehen, wenn ich nur wüßte, wohin, denn ich bin ebenso wie mein Mann und etliche andere Betroffene, die ich zum Teil persönlich kenne, ein lebendiges "Meßgerät", außerdem ist es "am Land" oft nicht weniger verstrahlt als in der Stadt, ausgenommen vielleicht einige versteckte Seitentäler. Ich habe bereits über 4.000,-- Euro für Abschirmmaßnahmen ausgegeben, jedoch der Dauerton ist noch immer vorhanden, auch in meinem Keller habe ich die volle Leistung, wozu eigentlich ?

Es ist mir klar, dass nicht jeder  d i e s e  Auswirkung hat, aber dafür eventuell andere, und der Dauerton ist nur  e i n e  der Auswirkungen. Auf jeden Fall ist es die ärgste Folter, die man sich denken kann.

Mehrmals war unser "Fall" in der NÖN und auch im Kurier, sowie im örtlichen Kabelfernsehen. Ich habe eine Bürgerinitiative gegründet und spontan in meinem Umkreis über 150 Unterschriften bekommen, davon von 4 Ärzten (2 Primarärzten)!). Ich habe 5  (in Worten:  f ü n f ) Meßprotokollle für mein Haus vom: Land NÖ, EZU St.Pölten, Mobilkom Austria/Hutchinson und 2 private Meßtechnikern, die ich selbst finanziert habe.

Ich bin dankbar, dass Sie diese Thematik aufgreifen, es werden  v i e l e   krank, die einen früher, die anderen später. Wer nicht auf die Sensiblen hört, wird auf die Kranken hören müssen. Die Zigarette und das Handy kann ich weglegen oder vernichten, die Masten hingegen bestrahlen mich und die anderen Menschen rund um die Uhr !

Mit freundlichen Grüssen
Margarete Dienstl
Wagnergasse 25, 3100  St.Pölten, Tel .02742/79818      Email 27.2.2007