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| Die PrintlandschaftIn Österreich gibt es zur Zeit 17 Tageszeitungen und ca. 50 lokale Wochenzeitungen. Weiters gibt es ca. 2500 Zeitschriften am Markt. Die Gesamtauflage der österreichischen Tages-Presse beträgt rund 2,8 Millionen Exemplare pro Erscheinungstag, davon entfallen ca. 1 Million auf die Kronenzeitung. Parteizeitungen gibt es in Österreich nach wie vor, doch nimmt ihre Bedeutung immer mehr ab. Die Arbeiterzeitung wurde 1889 von Viktor Adler in Wien gegründet und musste ihren Betrieb nach 100 Jahren im Jahr 1989 einstellen.
Die vier klassischen Formen des Zeitungsvertriebes sind:
a) Hauszustellung: Durch die Post oder durch eigene Zeitungsausträger<
b) Geschäfte: Trafiken, Supermärkte, Tankstellshops
c) Straßenverkauf – Kolporteure: ca. 2000 in ganz Österreich
d) Zeitungsboxen: z.B. bei den U-Bahn Stationen
Nennenswerte Printmedien: Die Presse, Der Standard, Falter, heute, Kronenzeitung, Kurier, NÖN, Österreich (ab 1. Sept. 2006), Salzburger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, Vorarlberger Nachrichten, Wiener Zeitung.
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Media-Analyse: Kauf- oder Gratiszeitung ?Media-Analyse ohne Maß und Ziel: "Österreich" ist eben anders
Die Ausweisung der Tageszeitung "Österreich" in der Media-Analyse (MA) bringt erstmals die Absurdität der äußerst undurchsichtigen Unterscheidungskriterien zwischen "Gratis-" und "Kaufzeitung" auf den Punkt.
Zur Erinnerung: Ausgewiesen werden Tageszeitungen, deren überwiegende verbreitete Auflage (also über 50%) entgeltlich erfolgt. Da Herr Fellner dieses Verhältnis durch seine Gratis-Verteilaktionen von "Österreich" bis inkl. Januar dieses Jahres nicht darstellen konnte und obendrein die lückenlose "Durchschaltung" der Anzeigen (d.h. Erscheinen sowohl in der Kauf- als auch in der Gratisauflage) nicht nachweisen konnte, wurde ihm die MA-Ausweisung bislang verwehrt.
Es stellt sich nun die Frage, ob eine Verkaufsauflage von rund 68.000 in Wien und einer Gratisauflage von rund 170.000 diesen angeblich so harten Aufnahmekriterien Rechnung tragen. Nach klassischer Definition ist "Österreich" somit als Gratiszeitung zu bezeichnen.
Die Tatsache, dass jetzt eine Tageszeitung in der MA ausgewiesen werden soll, deren überwiegender Teil in Wien und im restlichen Österreich große Teile ihrer Auflage gratis verteilt werden, ist jedenfalls ein deutliches Zeichen für die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Kauf- und Gratiszeitungen. Damit folgt diese Anerkennung der schon längst erfolgten Akzeptanz des Leser- und Werbemarktes.
Die Tageszeitung HEUTE, deren Werte sowohl in der Regioprint wie auch als Grautitel in der MA erhoben werden, kann sich jetzt jedenfalls zurücklehnen und wird den Vorstand der Media-Analyse auffordern, die für HEUTE erhobenen MA-Zahlen ebenfalls zu veröffentlichen. Der weitere logische Schritt kann daher nur die generelle Aufnahme von marktrelevanten Tageszeitungen in die MA sein: Nur dadurch kann die schon längst sinnentleerte Unterscheidung zwischen "Gratis" und "Kauf" auch für die Werbewirtschaft endlich aufgelöst werden.
Allein im wesentlichen Kernmarkt Wien hat die Tageszeitung HEUTE mit einer täglichen verbreiteten Auflage von 340.000 doppelt so viele Exemplare im Umlauf wie "Österreich". Die Verteilungswege sind obendrein ident.
Da die Mediadaten von HEUTE ohnehin schon längst in der MA miterhoben werden, kann die Tageszeitung HEUTE jedenfalls jetzt schon sicher sein, dass ihrem Antrag auf Ausweisung in der MA nichts mehr im Wege stehen kann.
Rückfragehinweis: Dr. Eva Dichand Wolfgang Jansky Geschäftsführer +43 (0) 509 50-113 w.jansky@heute.at
OTS0048 2008-08-08/10:10 

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