Wien




Fotos: Wien-konkret

Die Printlandschaft

Nicht ganz ernst zu nehmen oder doch?
Jedenfalls für Insider eine sehr gute Unterhaltung:
=> http://www.youtube.com/watch?v=0mjU_d5zIlc
=> http://www.youtube.com/watch?v=5gd1gmOaK9A
=> http://www.youtube.com/watch?v=TShwwQJkgdo

Das Wirtschaftsblatt stellt mit Anfang September 2016 den Betrieb ein.
Dafür wird der Wirtschaftsteil der - ebenfalls zum Styria-Verlag gehörenden - Zeitung "Die Presse" ausgebaut. Ein Teil der 66 MItarbeiter wird übernommen. Die Auflage des Wirtschaftsblattes lag zuletzt bei ca. 20.000 Stück pro Tag. Im Vorjahr feierte das Wirtschaftsblatt seinen 20. Geburtstag.

Wiener Zeitung vor dem aus?
ÖVP-Obmann Michael Spindelegger - er ist gleichzeitig auch Finanzminister - plant die Abschaffung der Pflichtveröffentlichung für Firmen im Amtsblatt der Wiener Zeitung. Dies würde die österreichischen Unternehmen um 15 Millionen Euro entlasten. Gleichzeitig würde dies aber zu einen erheblichen Umsatzrückgang und vermutlich zum Ende der Wiener Zeitung führen. Spindelegger: "Man müsse sich fragen, ob es die Zeitung wegen der Pflichtveröffentlichungen oder wegen des Inhalts wegen gibt."
=> Der Standard vom 25. Juni 2014

BIldfälschungen & bewußte Falschmeldung:
 1.7.2014: Bildfälschung der TZ „Österreich“: Dem Körper von Jean-Claude Junker wird der Kopf von Spindelegger aufgesetzt und so getan, als hätte dieser mit Faymann übers Budgetloch verhandelt.
Die Tageszeitung „Österreich“ gab den Lesern auch keinen Hinweis auf eine Fotomontage. Solche unseriösen Redaktionspraktiken zeigen das niedrige Qualitätsniveau der Tageszeitung - die sich „Österreich“ nennt - deutlich auf.
=> Der Standard vom 1.7.2014  
=> Kurier vom 1.7.2014  
 
14.11.2013 ÖFB_Teamspieler sprechen von "schlecht bis gar nicht recherchierten Artikeln" und "Exklusiv-Interviews, für die niemand von uns jemals interviewt worden ist" - "Österreich" will ÖFB kontaktieren
=> Der Standard vom 14.11.2014

Falsche Berichterstattung über Ereignisse, die nie stattgefunden haben
Die Tageszeitung "Österreich" berichtet über Robby Williams bei der "Wetten das-Show", die aber in Wirklichkeit vor Robby Williams Auftritt wegen eines Unfalls eines Wettkandidaten vorzeitig abgebrochen wurde.
=> Die Süddeutsche vom 6.12.2013

Die Kronenzeitung ist auch nicht besser
=> http://www.news.at/a/george-michael-hat-312535

+++

In Österreich gibt es zur Zeit 17 Tageszeitungen und ca. 50 lokale Wochenzeitungen. Weiters gibt es ca. 2500 Zeitschriften am Markt. Die Gesamtauflage der österreichischen Tages-Presse beträgt rund 2,8 Millionen Exemplare pro Erscheinungstag, davon entfallen ca. 1 Million auf die Kronenzeitung. Parteizeitungen gibt es in Österreich nach wie vor, doch nimmt ihre Bedeutung immer mehr ab. Die Arbeiterzeitung wurde 1889 von Viktor Adler in Wien gegründet und musste ihren Betrieb nach 100 Jahren im Jahr 1989 einstellen.

Die vier klassischen Formen des Zeitungsvertriebes sind:

a) Hauszustellung: Durch die Post oder durch eigene Zeitungsausträger<

b) Geschäfte: Trafiken, Supermärkte, Tankstellshops

c) Straßenverkauf – Kolporteure: ca. 2000 in ganz Österreich

d) Zeitungsboxen: z.B. bei den U-Bahn Stationen


Nennenswerte Printmedien:
Die Presse, Der Standard, Falter, heute, Kronenzeitung, Kurier, NÖN, Österreich (ab 1. Sept. 2006), Salzburger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, Vorarlberger Nachrichten, Wiener Zeitung.

 





=> Kommentare & Postings eintragen

 



27.1.2015 MA: öffentliche Verwarnung der Mediengruppe „Österreich“ GmbH

Die Geschäftsstelle des Vereins ARGE Media-Analysen teilt mit: Der Vorstand des Vereins ARGE Media-Analysen hat gemäß den Statuten die Mediengruppe "Österreich" GmbH verwarnt. Diese Verwarnung erfolgt statutengemäß öffentlich.
   Grund für das Erlassen der Ordnungsmaßnahme war die Verletzung der Mitgliedspflichten, indem der Verlag im Zuge der Veröffentlichung der MA 13/14 - Werbung unsachgemäßer bzw. irreführender Art betrieben - und somit die Bestimmungen und Satzungen des Vereins und die Beschlüsse seiner Organe nicht beachtet hat.
   Konkret geht es um die OTS-Meldung vom 16.10.2014 und um die entsprechende Berichterstattung auf der Homepage oe24.at. Verstoßen wurde gegen die Vorgabe, die Daten der MA 13/14 aufgrund der Methodenumstellung nicht mit jenen aus vorhergehenden Media Analysen zu vergleichen. Weiter wurden Aussagen zu Werten von anderen in der MA ausgewiesenen Tageszeitungen getroffen, die inhaltlich nicht korrekt waren. Der Aufforderung der Geschäftsstelle des Vereins ARGE Media-Analysen, diese Berichterstattung zu unterlassen bzw. hier eine Richtigstellung vorzunehmen, wurde erst verspätet gefolgt. Diese Verwarnung wird veröffentlicht. 
Rückfragehinweis: Verein Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen Tel.: 01/513 25 70
E-Mail: ma@media-analyse.at Web: www.media-analyse.at



14.3.2012 FPÖ: Rosenkranz: Staatliche Inserate in Parteimedien gehören verboten!


Der FPÖ-Fraktionsführer im Korruptions-U-Ausschuss, NAbg. Walter Rosenkranz, fordert ein gesetzliches Verbot für staatliche Stellen und staatsnahe Unternehmen, in parteieigenen Publikationen zu inserieren oder Druckkostenbeiträge zu leisten. "Hier fließen jährlich viele, viele Millionen, die im Kern nichts anders sind als Parteienfinanzierung. Der Betrag von 10.000 Euro an eine ÖAAB-Zeitung, an dem sich jetzt die Justiz stößt, ist nur ein kleiner Ausschnitt jener enormen Summe, die Jahr für Jahr - üblicherweise völlig gesetzeskonform - in die wirtschaftliche Sphäre der beiden Regierungsparteien gespült wird", führt Rosenkranz aus. Als Zentrum entsprechender Medienaktivitäten nennt Rosenkranz den roten Echo-Verlag: "Hier werden Dutzende Magazine mit üblicherweise recht überschaubarem Leserkreis produziert, die mit Inseraten aus der roten Wiener Stadtregierung oder aus roten Ministerien finanziell am Leben erhalten werden", so Rosenkranz. Im ÖVP-Umfeld seien die Alpha-Medien zu nennen sowie diverse Publikationen im Umkreis der einzelnen Bünde. "Es darf kein Staatsgeld für Publikationen im Parteibesitz geben, egal ob dieser direkt den Parteien gehören oder diesen über Firmengeflechte wirtschaftlich zugeordnet werden können", fordert Rosenkranz. Das müsse in einer Gesetzesnovelle zur Parteienfinanzierung eindeutig festgeschrieben werden.
Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012



Media-Analyse: Kauf- oder Gratiszeitung ?

Media-Analyse ohne Maß und Ziel: "Österreich" ist eben anders

Die Ausweisung der Tageszeitung "Österreich" in der Media-Analyse (MA) bringt erstmals die Absurdität der äußerst undurchsichtigen Unterscheidungskriterien zwischen "Gratis-" und "Kaufzeitung" auf den Punkt.
  
Zur Erinnerung: Ausgewiesen werden Tageszeitungen, deren überwiegende verbreitete Auflage (also über 50%) entgeltlich erfolgt. Da Herr Fellner dieses Verhältnis durch seine Gratis-Verteilaktionen von "Österreich" bis inkl. Januar dieses Jahres nicht darstellen konnte und obendrein die lückenlose "Durchschaltung" der Anzeigen (d.h. Erscheinen sowohl in der Kauf- als auch in der Gratisauflage) nicht nachweisen konnte, wurde ihm die MA-Ausweisung bislang verwehrt.
   Es stellt sich nun die Frage, ob eine Verkaufsauflage von rund 68.000 in Wien und einer Gratisauflage von rund 170.000 diesen angeblich so harten Aufnahmekriterien Rechnung tragen. Nach klassischer Definition ist "Österreich" somit als Gratiszeitung zu bezeichnen. 
   Die Tatsache, dass jetzt eine Tageszeitung in der MA ausgewiesen werden soll, deren überwiegender Teil in Wien und im restlichen Österreich große Teile ihrer Auflage gratis verteilt werden, ist jedenfalls ein deutliches Zeichen für die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Kauf- und Gratiszeitungen. Damit folgt diese Anerkennung der schon längst erfolgten Akzeptanz des Leser- und Werbemarktes.
   Die Tageszeitung HEUTE, deren Werte sowohl in der Regioprint wie auch als Grautitel in der MA erhoben werden, kann sich jetzt jedenfalls zurücklehnen und wird den Vorstand der Media-Analyse auffordern, die für HEUTE erhobenen MA-Zahlen ebenfalls zu veröffentlichen. Der weitere logische Schritt kann daher nur die generelle Aufnahme von marktrelevanten Tageszeitungen in die MA sein: Nur dadurch kann die schon längst sinnentleerte Unterscheidung zwischen "Gratis" und "Kauf" auch für die Werbewirtschaft endlich aufgelöst werden.
   Allein im wesentlichen Kernmarkt Wien hat die Tageszeitung HEUTE mit einer täglichen verbreiteten Auflage von 340.000 doppelt so viele Exemplare im Umlauf wie "Österreich". Die Verteilungswege sind obendrein ident. 
   Da die Mediadaten von HEUTE ohnehin schon längst in der MA miterhoben werden, kann die Tageszeitung HEUTE  jedenfalls jetzt schon sicher sein, dass ihrem Antrag auf Ausweisung in der MA nichts mehr im Wege stehen kann. 
   Rückfragehinweis:
Dr. Eva Dichand   Wolfgang Jansky
Geschäftsführer
+43 (0) 509 50-113     w.jansky@heute.at    OTS0048    2008-08-08/10:10