* 6.2.2010 Rüstungsunternehmen zahlt 400 Mio. Dollar um Korruptionsverfahren einzustellen / Verfahren gegen Mensdorff-Pouilly ebenfalls eingestelltDie britische Anti-Korruptionsbehörde Serious Fraud Office (SFO) schloss ein Geschäft mit dem US-amerikanischen Justizministerium und dem britischen BAE Rüstungskonzern ab. In dem Deal verpflichtet sich der Rüstungskonzern BAE Systems zu einer Zahlung von insgesamt 400 Millionen Dollar um diverse Korruputionsvorwürfe von sich abzuwenden. Als Folge des Deals werden Verfahren wegen Bestechung beschuldigter Privatpersonen - wie eben gegen den österreichischen Waffenlobbyisten und Eheman von Ex-ÖVP-Gesundheitsministerin Maria-Rauch-Kallat Mensdorff-Pouilly - eingestellt. * 6.2.2010: Spitalsweihnachtsfeier durch Medizinfirma bezahltWie das ORF Morgenjournal am 6.2.2010 berichtet, wurde im Landesklinikum St. Pölten / Niederösterreich die Weihnachtsfeier der Orthopädieabteilung von der Medizintechnik-Firma Mediform bezahlt. Mit dem neuen Medizintechnik-System wurde schon im St. Pöltener Spital operiert. Anti-Korruptionsvereins Transparency vermutet ein Bestechungsdelikt, auch wenn das klassische Anfüttern leider nicht mehr strafbar sei. * 1.9.2009: Teilweise Aufhebung des Antikorruptionsgesetzes
Für die österreichische Wirtschaftskammer und Justizminister Bandion Ortner (ÖVP) war die Aufhebung von Teilen der Antikorruptionsgesetzes ein großes Anliegen. Per Gesetzesänderung haben ÖVP und SPÖ das bis dahin geltende Antikorruptionsgesetz wieder aufgebhoben. Anhängige Strafverfahren - die die aufgehobenen Gesetzesbestimmungen betreffen - werden nun eingestellt. (D.h. die ehrlichen sind wieder einmal die Dummen). Europarat: Staatengruppe gegen Korruption (GRECO) veröffentlicht Bericht über Österreich
Die Staatengruppe gegen Korruption (GRECO) des Europarates hat am 19. Dezember 2008 ihren Bericht der gemeinsamen ersten und zweiten Evaluierungsrunde über Österreich1 veröffentlicht. Mehr Infos => Europarat Korruptionsbericht 2008 Antikorruptionsgesetz gilt nicht für Abgeordnete:
Zur Bekämpfung von Korruption wurde in Österreich ein neues Antikorruptionsgesetz geschaffen. Dieses gilt allerdings nicht für Abgeordnete.
FORMAT: Wirtschaftsgranden fordern Novelle der neuen KorruptionsgesetzeDie seit Jahresbeginn (Anm. 2008) geltenden neuen Korruptionsparagrafen normieren schwere Strafen bei Bestechung und Geschenkannahme, wenn daraus pflichtwidriges Verhalten entsteht. Im Exrtemfall könnte sogar die Annahme von Gratis-VIP-Tickets zu Opern-, Theater- und Sportveranstaltungen mit Freiheitsstrafe geahndet werden. Das neue Gesetz wirkte sich bereits auf die Einladungspraxis bei der Fußball-Europameisterschaft aus: Amtsträger und Geschäftspartner wurden kurzfristig von der Gästeliste gestrichen. Prominente Manager fordern nun eine Reform des jungen Antikorruptionsgesetzes. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. "Das Gesetz widerspricht der österreichischen Gemütlichkeit", sagt der Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Ludwig Scharinger: "Das Justizministerium hat einen Fehler begangen, der korrigiert gehört." Auch Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad kritisiert gegenüber FORMAT die Auswirkungen auf den normalen Geschäftsverkehr und auf Bereiche wie Sponsoring. "Das Gesetz gehört novelliert", sagt Konrad, der den Aufsichtsrat der Raiffeisen Zentralbank, des Versicherungsriesen Uniqa oder der Beteiligungsgesellschaft Raiffeisenholding Niederösterreich-Wien präsidiert: "Wenn sich beim Gesetz nichts ändert, werden wir weniger sponsern." Hochrangige Manager schließen sich der Meinung von Christian Konrad an. "Wir werden unsere Sponsoringstrategie anpassen müssen, wenn der Gesetzgeber die Antikorruptionsregeln nicht bald ändert. Das könnte starke, negative Auswirkungen auf gute Veranstaltungen haben", sagt Telekom-Chef Boris Nemsic gegenüber FORMAT. "Weite Teile des kulturellen Lebens sind ohne Sponsoring nicht mehr vorstellbar und wären vor allem nicht mehr finanzierbar", ergänzt Konstantin Klien, Vorstandsvorsitzender der Uniqa Versicherung, der seit vielen Jahren die Salzburger Festspiele unterstützt: "Das man Sponsoren in die Nähe der Kriminalität rückt, weil sie Geschäftspartner zu Events einladen, kann nicht im Sinne der Sache sein." Quelle: OTS0251 2008-07-03/14:29 ÖVP will Anti-Korruptionsgesetz teilweise aufheben; 12.9.2008Die "Wirtschaftspartei" ÖVP ist nun gegen das von ihr mitbeschlossene Anti-Korruptionsgesetz und brachte bei der Sondersitzung am 12.9.2008 im Nationalrat einen Antrag zur Lockerung der geltenden Anti-Korruptionsgesetze ein. Offensichtlich soll in Österreich wieder mehr Korruption möglich gemacht werden und zwar im kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich. . Weitere Informationen zur Korruption & Korruptionsbekämpfung. Transparency International (TI)Gute Infos zur Korruptionsbekämpfung unter Transparency International (TI) Korruptionsfälle in Wien & Österreich* über Korruption bei der Wiener Polizei Das österr. Anti-Korruptionsgesetz:Das Anti-Korruptionsgesetz ist Teil des Strafgesetzbuches. Hier haben wir die wichtigsten Bestimmungen für Sie herausgegriffen: Antikorruptionsgesetze im Gesundheitswesen wirkenKontrollamt stellt keine Verdachtsmomente fest - Ärztekammer kritisiert Pauschalverurteilungen "Mit Unverständnis" reagiert die Ärztekammer auf die pauschalen Anschuldigungen hinsichtlich Korruption in den Spitälern. Selbst das Kontrollamt habe einräumen müssen, dass keine konkreten Der Referent für leitende Ärzte der Ärztekammer für Wien, Robert Hawliczek, liefert dazu auch konkrete Zahlen: In den Jahren 2008 und 2009 konnten demnach laut Kontrollamtsbericht der Stadt Wien lediglich acht Beschwerde- beziehungsweise Disziplinarfälle festgestellt werden, die "informal payments", bevorzugte Terminvergaben sowie Fälle, bei denen Patienten in Privatordinationen "gebeten" wurden, betrafen. "Bei mehr als 30.000 Mitarbeitern im Wiener Krankenanstaltenverbund und mehr als zehn Millionen Hawliczek weist zudem darauf hin, dass das Potenzial für Korruption im Bereich der Beschaffung für die Ärzteschaft "grundsätzlich extrem gering" sei. Medikamente und medizinisches Material würden zentral eingekauft oder den Häusern unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Vor diesem Hintergrund die Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten mit Pharmafirmen pauschal als Korruption Die Pharmaindustrie benötige Ärztinnen und Ärzte und deren Erfahrung, um ihre Medikamente testen und sicherer für den Patienten machen zu können. Hawliczek: "Diese Kontakte sind im Rahmen der Antikorruptionsgesetze ganz genau geregelt. Das ist auch im Sinne der Ärztekammer, die in diesem sensiblen Bereich höchstmögliche Transparenz verfolgt." Pauschalverurteilungen, ohne konkrete Verdachtsfälle nennen zu können, würden jedoch nur die Patienten verunsichern und seien daher "strikt abzulehnen". (hpp) Rückfragehinweis: Grüne Wien zu Korruption in Wiener Spitälern: Wehsely muss endlich handeln!
Grüner Antrag zur Korruptionsbekämpfung in den Wiener Spitälern => Kommentare & Postings eintragen
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