Wien

Konkursverfahren "birdland":


Über die Wiener Birdland Betriebs- und Veranstaltungsservice GmbH wurde am 11. August 2008 das Konkursverfahren eröffnet. Geschäftsführer Karl Resch plant, mit dem Masseverwalter die Möglichkeit einer Fortführung des Birdlands auszuloten.

* Betroffe Mitarbeiter: 6
* Prüfungs- und Berichtstagsatzung: 14. Oktober 2008 am Handelsgericht Wien
* Anmeldung von Forderungen durch die Gläubiger: bis zum 30. September 2008
* Baukostenzuschuß durch die Stadt Wien: 10 Millionen Schilling (726.728 Euro)
* das birdland stand schon mehrmals vor dem aus. Möglicher Weise gibt es auch diesmal eine Lösung.

Österreichs Jazz-Legende Jose Zawinul (1932 - 2007) eröffnete den Jazz-Club im Jahre 2004 im Hilton Hotel in Wien.

Anmerkung von Wien-konkret:
Während die Stadt Wien kleine Künstler mehr oder weniger "verhungern" läßt, wurden beim Jazzlokal birdland 10 Millionen Euro versenkt. Man sollte die Förderpaxis im Kulturbereich überdenken.

 
 



Ringler/Grüne zu Birdland-Konkurs: Wiens Kulturpolitik Marke Mailath und Häupl fahrlässig


Die Kultursprecherin der Grünen Wien, Marie Ringler, bedauert den Konkurs des Wiener Jazzklubs "Birdland" und kritisiert in diesem Zusammenhang die kurzsichtige Kulturpolitik der Stadt Wien. "Häupl und Mailath-Pokorny sind beim Birdland sehenden Auges in ein kulturpolitisches Debakel gelaufen. Das gesamte Konzept war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Zehn Millionen Schilling zu investieren, ohne auf nachhaltige Konzepte zu setzen, rächt sich jetzt bitter" so Ringler.

"Niemand weiß, wie es jetzt mit dem Birdland weitergeht und ob das Lokal als Kultureinrichtung erhalten bleibt. Wer verhindert etwa, dass aus dem Jazzlokal jetzt ein Stripclub wird?" fragt Ringler. "Häupl und Co müssen eine kulturelle Nutzung garantieren, sonst wären die zehn Millionen Schilling umsonst ausgegeben worden", so Ringler abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262
presse.wien@gruene.at

Qu.: OTS0160    2008-08-11/15:38



Konkurs Birdland: Mailath-Pokorny und Häupl tragen die Verantwortung!


"Unfassbar hohe Summen haben Kulturstadtrat Mailath-Pokorny und Bürgermeister Michael Häupl über die Jahre in das Birdland gesteckt, das nun endgültig Konkurs angemeldet hat. "Seit 1999 flossen die Subventionen, ohne dass dafür Unterlagen vorgelegt wurden. Und wenn es doch Subventionsansuchen gab, dann waren diese äußerst mangelhaft.", so ÖVP-Klubobmann Matthias Tschirf: "Einmal mehr zeigt sich hier die fehlende Wirtschaftskompetenz der Wiener SPÖ, die Millionen in Projekte steckt, die schlicht nicht zu Ende gedacht und gerechnet werden!"

Die Wiener ÖVP hat immer wieder darauf hingewiesen, dass das Agieren von Häupl und Mailath-Pokorny es im höchsten Maße unseriös und verantwortungslos ist.

Persönlich tue es ihm um den Klub leid, so Tschirf, denn: "Die Idee einer Heimat für den Jazz in Wien ist gut und richtig. Allerdings muss man mit Augenmaß fördern und auch die potentielle Auslastung analysieren und Kostenwahrheit betreiben. Kein Künstler tritt gerne in Klubs auf, die nur zu einem Viertel voll sind." Häupl und Mailath-Porkorny als Verantwortliche hätten dies erkennen und gegensteuern müssen. "Die beiden haben ihre Aufsichts- und Kontrollpflicht zum Wiederholten Male nicht wahr genommen", so Tschirf abschließend: "Es besteht eine Menge an Erklärungsbedarf!"

Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
TEL (01) 515 43 - 942   mailto:
presse@oevp-wien.at
Qu.: OTS0140    2008-08-11/14:38



Birdland - SP-Woller: "Einmalige Starthilfe der Stadt für einen großen Musiker!" / Konzept ist "leider nicht aufgangen"


"Es ist bedauerlich, dass das Konzept des "Birdland" nicht aufgegangen ist, hat sich doch der große Jazz-Musiker Joe Zawinul mit diesem Lokal in seiner Heimatstadt einen lange gehegten Traum verwirklicht", sagte heute der Vorsitzende des Wiener Kulturausschusses, Gemeinderat Ernst Woller. "Von der Stadt hat es dazu vor Jahren eine einzige und einmalige Investitionsförderung gegeben, die übrigens unter VP-Kulturstadtrat Peter Marboe beschlossen wurde. Und es war von Anfang an klar, dass es damit sein Bewenden hat: Das war eine einmalige Starthilfe der Stadt für einen großen Musiker, der für Wien viel geleistet hat."

Beim Birdland handle es sich um ein privates Unternehmen "und wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass ein solches auch privatwirtschaftlich zu führen ist", unterstrich Woller. "Wie auch
andere Kultureinrichtungen hat das Birdland einen einmaligen Baukostenzuschuss erhalten: Im damit verbundenen Gemeinderatsbeschluss ist ausdrücklich festgehalten, dass das Birdland auf weitere Betriebssubventionen seitens der Stadt Wien verzichtet. Das sollte eigentlich auch der ÖVP bekannt sein, die diesen Beschluss mit ihrem VP-Kulturstadtrat federführend mitgetragen hat!" schloss Woller.

Rückfragehinweis:
Mag. Michaela Zlamal
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Telefon 01/4000 81 930     mailto:Michaela.Zlamal@spw.at
Quelle: OTS0165    2008-08-11/15:52