Wien

Wichtige Infos über das Leben in Wien auf Bosnisch / Kroatisch / Serbisch und Türkisch

Wiener Internetportal auf Türkisch; © Christian Fürthner

Wiener Internetportal auf Türkisch; © Christian Fürthner

Wien (RK). Die Willkommensmappe der MA 35 (Einwanderung, Staatsbürgerschaft, Standesamt), die NeuzuwanderInnen seit vielen Jahren beim Erstkontakt mit der Stadt Wien zur Orientierung erhalten, wird ab sofort über das Internetportal wien.at angeboten. NeuzuwanderInnen erhalten die Möglichkeit, von der Startseite wien.at direkt in einen eigenen Bereich zu navigieren, der die wichtigsten Infos über das Leben in Wien zusätzlich in den Sprachen Bosnisch / Kroatisch / Serbisch (http://www.wien.gv.at/bh-hr-sr/)  und Türkisch (http://www.wien.gv.at/tr/) anbietet.

Der bereits seit Jahren bestehende Auftritt "English Edition" (http://www.wien.gv.at/english/) von wien.at wird ebenfalls Zug um Zug um Informationen erweitert, die für NeuzuwanderInnen wichtig sind. Damit können sich NeuzuwanderInnen schon sehr früh mit ihrer neuen Lebenssituation auseinandersetzen.

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24.1.2012: ACTA-Vertrag bringt mehr Internetüberwachung: Demonstrationen in ganz Europa


* 24.1.2012: Die SPÖ-ÖVP Bundesregierung beschloß am 24.1.2012 beim Ministerrat die Unterzeichnung des ACTA Vertrages (Anti-Counterfeiting Trade Agreement; Gegen Produktpiraterie, aber leider auch gegen die Bürgerrechte). Einen Beschluß des österreichischen Parlaments gibt es bis heute nicht, schon gar nicht eine Volksabstimmung.
* 26. Jan 2012: ACTA wurde am 26. Jan 2012 von 22 der 27 EU-Mitgliedsländer unterschrieben. Österreichs Regierung ist wenig überraschend mit von der Partie. Österreichs EU-Botschafter Hans Dietmar Schweisgut unterzeichnete in Japan den Vertrag für Österreich.
* 11.2.2012: Anit-ACTA Demonstrationen in ganz Europa

Mehr Infos => Bundesregierung beschließt ACTA => Demonstrationen





"Die Presse am Sonntag"-Leitartikel: Vom Ende der Deutungsmacht über die Welt, von Peter Krotky

Ausgabe vom 30. Oktober 2011.
... 1996 war das Jahr, in dem die Online-Ausgabe der "Presse" gelauncht wurde. Und der damalige Chefredakteur Andreas Unterberger schrieb aus diesem Anlass: "Keine Sorge muß man zweifellos haben, daß mit dem Internet der Nutzen der papierenen Zeitung überhaupt dahin wäre. [. . .] Die ordnende Übersichtlichkeit einer angreifbaren Zeitungsseite wird auf Dauer dem Bildschirm mit seinen wenigen Zeilen überlegen bleiben." 15 Jahre später lässt sich immer noch nicht wirklich sagen, ob Unterberger recht hatte oder nicht. 1996 lasen 76,8 Prozent der Österreicher eine gedruckte Tageszeitung. 2011 tun dies mit 73 Prozent nur geringfügig weniger. Sagt die Mediaanalyse. Und doch hat sich in 15 Jahren Internetgeschichte mehr verändert, als diese Zahlen vermuten lassen.

Gegoogelt. 1998 tauchte Google auf - und schaffte nicht nur eine monopolartige Stellung im Bereich der Informationssuche, sondern es sogar mit dem Begriff "googeln" bis in den Duden.
2001 startete Wikipedia - und läutete endgültig das Ende der Lexikonbände ein, die bis dahin bildungsbürgerliche Haushalte behübscht hatten. 2004 kam Facebook - und revolutionierte die Art, wie Menschen weltweit ihre sozialen Beziehungen organisieren.
Seit 2006 kann man via Twitter die ganze Komplexität der Welt in 140 Zeichen fassen.
2007 warf Apple das iPhone auf den Markt, gefolgt 2010 vom iPad - und löste damit die Fesseln, die das Web bis dahin an Schreibtisch und PC gekettet hatten. Und 2011 machten Menschen in Nordafrika und im Nahen Osten Gebrauch von all diesen Entwicklungen, um sich ihrer autoritären Regimes zu entledigen.
   15 Jahre digitale Entwicklung haben unser aller Leben massiv verändert. 1996 nutzten nur neun Prozent der Österreicher das Internet - nicht einmal die Hälfte davon tat dies regelmäßig (mehrmals pro Woche). Heute gehören 80 Prozent der Bevölkerung zu den Internetnutzern; 70 Prozent nutzen das Web regelmäßig.
   ... 15 Jahre digitale Entwicklung haben auch unseren Medienkonsum verändert. Selbst wenn - zumindest in Österreich - heute noch beinahe so viel Zeitung gelesen wird wie damals, so ist die gedruckte Zeitung längst nicht mehr die einzige, ja für einige nicht einmal mehr die wichtigste Informationsquelle. Mithilfe des Internets kann jeder sein eigenes Medium werden und damit auch Sender statt lediglich Empfänger von Nachrichten sein. Das Informationsangebot ist damit massiv angestiegen. Und die Lufthoheit, die Journalisten einst über die veröffentlichte Meinung hatten, ist dahin. Für alle, die an den freien Wettbewerb von Ideen und Meinungen glauben, ist das auch ziemlich gut so. ...
Rückfragehinweis:   Die Presse am Sonntag,  Chef v. Dienst
OTS0054    2011-10-29/18:02