Wien
    

Wiener Gitarrenbauer

In früheren Zeiten um 1840, als die Wiener Gitarrenbauer hauptsächlich kleine biedermeierliche Instrumente bauten, war Johann Georg Stauffer der bekannteste unter ihnen.

Er war sehr kreativ und war der Erfinder der Metall-Legierung, aus der heute noch mit einigen Änderungen die Bundstäbchen hergestellt werden. Auch das freischwebende Griffbrett über der Decke, sowie die so genannte Kreuzverleistung die er selber aber nie ausgeführt hat, aber von Christian Friederich Martin, einem Deutschen der in seiner Werkstatt arbeitete, und später nach den USA auswanderte, mitgenommen wurde, sind auf ihn zurückzuführen.
Nach anfänglichen Versuchen mit der herkömmlichen Fächerverleistung ging er zur Kreuzverleistung über und läutete damit die Ära der modernen Stahlseiten-Gitarre ein.

Ein weiterer Vertreter dieser Zeit war Nikolaus Georg Ries; auch er baute sehr leichte gut klingende Gitarren.
Da Wien kein guter Boden für Gitarrenmusik war, konnten sich die Wiener Gitarrenbauer nichts so hervorragend entwickeln wie etwa zur selben Zeit die Spanier.

Ein sehr spezielles Instrument war und ist die Kontra- oder Schrammelgitarre, die aus der Wiener Musik nicht wegzudenken ist.
Wer diese Gitarre nach Wien brachte, lässt sich heute nicht mehr nachweisen.
Hervorragende Erzeuger dieser Spezies waren Johann Gottfried Scherzer, Joseph Swosill, Franz Angerer und Ludwig Reisinger

Der Gitarrenbauer von heute ist mit den unterschiedlichsten Instrumenten konfrontiert, von der Spanischen Konzertgitarre bis zur jüngsten Vertreterin, die Elektrischen Gitarre, die nicht wie häufig gedacht wird, ein Brett mit Tonabnehmern ist, sondern sehr wohl abhängig von Konstruktion und verwendeten Holzarten unterschiedliche Klangarten erzeugen kann.

 

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