Mozart, Beethoven waren unsere Kunden Heute sind es Elton John und Maurizio Pollini.
Für viele der großen Namen im Musikleben dieser Stadt (und heute natürlich global) ist das Klavier das zentrale Instrument. Seit dem Barock (mit Cembalo und Klavichord, seinen unmittelbaren Vorgängern) ist das Klavier für alle Stile sowohl als Soloinstrument wie zur Begleitung des Gesanges und anderer Instrumente unentbehrlich.
Unzählige Klaviermacher haben in diesen 300 Jahren die unterschiedlichsten Ansprüche befriedigt, die von den großen Musikern, aber auch von Dilettanten (und nicht zu vergessen von „höheren Töchtern“) an sie gestellt wurden. Immer wieder haben junge Menschen dieses Handwerk erlernt – mit dem Ziel, aus so einfachen Materialien wie Holz, Metall, Filz und Leim Instrumente zu bauen, die, begabten Musikern in die Hand gegeben, ihren wunderschönen Klang entfalteten.
Wie die Musikstile haben sich allerdings auch die wirtschaftlichen Gegebenheiten verändert. Haben früher viele Wiener Betriebe Pianos und Flügel in kleinen Serien gebaut, so sind die Klaviermacher von heute(mit Ausnahme eines großen Herstellers) größtenteils mit Betreuung und Reparatur befasst.
Die enorm arbeitsaufwendige Produktion der Klaviere hat sich, was preisgünstige Instrumente betrifft, in den letzten Jahrzehnten in die Billiglohnländer verlagert. Die Spitzeninstrumente, darunter Bösendorfer, werden nur mehr von wenigen Herstellern erzeugt. Nichtsdestotrotz werden an die Klaviermacher nach wie vor hohe Anforderungen gestellt. Täglich finden in Wien mehrere öffentliche Konzerte statt, bei denen Flügel eingesetzt werden, die höchsten Ansprüchen genügen müssen. Hinzu kommen die unzähligen Schallplatten und CDs, die mit internationalen Künstlern in den renommierten Wiener Konzertsälen aufgenommen werden. Viele Betriebe haben sich daher auf die Betreuung solcher „Events“ sowie auf die Zusammenarbeit mit Musikschulen und mit der größten Musikhochschule der Welt spezialisiert.
Musikstudenten aus dem In- und Ausland wollten mit guten Instrumenten versorgt werden. Denn wenn auch so manches Klavier in den Wohn- und Kinderzimmern inzwischen einem Fernsehapparat, einem Computer oder einer Playstation weichen musste, hat die Musik besonders unter jungen Menschen an Attraktivität keineswegs verloren. So manche plattgedrückte Nase an den Scheiben unserer Auslagen beweist und eindeutig, dass der gute alte Wunsch noch immer seine Gültigkeit hat: Klavierspielen sollte man können…
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