Zwa Fied´ln, a Klampfen, a Maurer-KavierIn welcher anderen Stadt gibt man Musikinstrumenten solche liebenswerte, wenn auch ein bisschen derbe Namen?
Die Harmonika wird in vielen Ländern in einer der Region typischen Art gebaut. Erwähnt seien hier die Concertina, das Bandoneon, das Akkordeon, die Steirische Harmonika.
In Wien baut man die Wiener Harmonika und die Schrammelharmonika. Ein verwandtes Instrument, eigentlich der Vorfahre der Hand- und Ziehharmonika, ist die Mundharmonika. Die Geschichte der Mundharmonika ist sehr lang und beginnt schon um 2700 v. cr. In China. Sie führt zum Orgel- und Harmonikabau.
Die Ziehharmonika dagegen ist im Vergleich zu anderen ein relativ junges Instrument. Ihre Entwicklung ist eng mit Wien verbunden.
1829 meldetet der Wiener Klavier- und Orgelbauer Zyrill Demian ein Patent auf ein Handbalginstrument an, genannt „Accordion“ In den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts befassten sich in Wien schon etliche Betriebe mit der Produktion von Harmonikas. Die Weiterentwicklung galt dem Tonumfang, der Spielbarkeit in verschiedenen Tonarten und der Stimmung. Nennen muss man hier Franz Walther und besonders Matthäus Bauer.
Letzter baute unter anderem das erste Akkordeon mit Klaviertasten. Zugleich ging man von der vertikalen zur horizontalen Spielart über. Schnell ging der Siegeszug dieses, den Menschen in fröhlichen Stunden, begleitendes Instruments um die ganze Welt. Von der Waterkant bis Capri, vom Montmartre und nicht zuletzt, bis Goisern.
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