Wien
    

Fußpflege heute!



Bei der Arbeit

Chinesische Aufzeichnungen zeigen, dass man bereits um 2000 vor Christi die Pflege der "Stillen Dulder" wie man die Füße damals bildhaft nannte, schon sehr schätzte. Auch in den Grabtafeln des ägyptischen Pharao Tut-anch-Amun ist die Fußpflege schon dargestellt. Trotzdem war die Fußpflege damals eher eine Sache der Privilegierten. Das arme Volk versuchte, sich seiner Fußleiden durch oft obskure Hausmittel zu entledigen. So manche Amputation, ja selbst der Tod war dann die Folge derartiger Selbstbehandlung, wie das Beispiel Alexander Girardi bewies.

Durch intensive Zusammenarbeit mit den Ärzten hat sich dieser Beruf seinen Platz im Vorfeld der Medizin verdient. Längst ist die Fußpflege eine für jedermann notwendige Dienstleistung geworden. Durch die Verwendung moderner Instrumente, Apparate, Materialien und Techniken können heute viele Fußprobleme fachmännisch gelöst werden.

Am klügsten wäre natürlich, erst gar keine schmerzhaften Schäden entstehen zu lassen, sondern rechtzeitig und regelmäßig zur Fußpflege zu gehen!

Der so schmerzhaft eingewachsene Nagel: Durch vorsichtiges Freipräparieren, Glätten des Nagelrandes und Tamponieren des Nagelfalzes werden Reizung und Schmerz rasch behoben. Manchmal ist der Nagel nicht nur eingewachsen, sondern auch in sich eingerollt. Früher gab es da nur den Weg zum Arzt, um den Nagel zu ziehen, wobei dann die Beschwerden nur kurzfristig leichter waren. Wenn der Nagel nachgewachsen war, gab es meisten wieder die gleichen Beschwerden,

Heute kann der Fußpfleger mit Hilfe einer eigenen Spangentechnik diesen Nagel weitgehend normalisieren und somit die Beschwerden beseitigen, ohne dass der Nagel gezogen werden müsste. Dies ist aber nur möglich, weil wir heute durch moderne Kunstharze die Nagelplatte entsprechend ergänzen können, was sich auch für das Aussehen für Zehen- und Fingernägel kosmetisch nützen lässt.

So können zum Beispiel unansehnlich verdickte, verformte Nägel mit Hilfe einer Nagelfräse dünngefräst und dann mit Kunstharz ergänzt werden, so dass jedermann nach kurzer Zeit über normale, wohlgeformte Nägel verfügen kann.

An vielen Fußbeschwerden ist die Schuhmode schuld. Deformierte Füße findet man oft schon im Jugendalter. Als Folge kennen wir Hammerzehen, Hallux-valgus - auch als Frostballen bezeichnet. In weiterer Folge entstehen dann Hühneraugen, Schwielen und Schleimbeutelentzündung bis man nur mehr unter Schmerzen seine Schuhe tragen kann. Mit Hilfe einer Gummisilikontechnik kann der Fußpfleger Streck- und Druckentlastungsbehelfe anfertigen, die zumindest eine Vermeidung der Schmerzen, oft sogar eine Korrektur der Deformation erzielen.

Durch den akuten Bewegungsmangel in unserer technisierten Zeit degeneriert die Fußmuskulatur und nach einiger Zeit spricht man, wenn das Quergewölbe bei den Zehen durchgesunken ist, vom Spreizfuß. Ist auch noch das innere Längsgewölbe durchgesunken, spricht man vom Senkspreizfuß oder dem Plattfuß.

Die Beschwerden reichen sodann vom Sohlenbrennen über Schwielen bis zu Knöchel-, Waden- und Knieschmerzen, wobei die Schmerzen sich bis in die Halswirbel ziehen können. Hier hilft der Fußpfleger, indem er fürs erste die Fußmuskeln mit einer umfassenden Spreizfußmassage lockert und besser durchblutet. Natürlich gehört anschließend die Zuweisung zum orthopädischen Facharzt, der dann die entsprechenden Einlagen verpasst.
Wird die Spreizfußmassage fortgesetzt, wird erfahrungsgemäß auch die vom Orthopäden verordnete und vom Bandagisten angefertigte Einlage besser vertragen. Nicht selten macht unseren Füßen Schuhdruck zu schaffen. Hier hat der Fußpfleger eine ganze Palette von Druckschutzartikeln, die er fachmännisch anpasst und so den oft und oft unangenehmen Beschwerden ein rasches Ende bereitet.

Nicht selten ist es gerade der Fußpfleger, dem ein beginnender Fußpilz, eine Deformation oder eine Durchblutungsstörung auffällt und der durch zeitgerechte Übersendung an den entsprechenden Facharzt für Dermatologie oder Orthopädie und Gefäßarzt schweren Spätfolgen vorbeugen kann.

Ihr(e) Fußpfleger(in) ist im Rahmen ihrer Ausbildung speziell auf die Problematik bei Zuckerkrankheit (Diabetes) geschult, um zu lindern und keinesfalls zu verletzten. Durch Schulungen ist der gewerbliche Fußpflegebetrieb immer am neuesten Stand in der Dienstleitung für Sie bemüht.
Auch wenn Sie für Ihre Füße eine Creme, Spray oder sonstige Spezialartikel benötigen, werden der(die) Fußpflege(in) Sie sicherlich am besten beraten. Bedenken Sie, Ihre Füße sollen Sie ein ganzes Leben lang tragen. Machen Sie keine "Stillen Dulder" aus ihnen, sondern gewähren Sie ihnen das, was beim Auto selbstverständlich ist - ein regelmäßiges Service - allerdings beim Fußpfleger.

 

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