Wien

Geld:

Die Funktionen des Geldes sind oder sollten sein:
* Zahlungsmittel mit dem man seine Schulden bezahlen kann. Münzen und Geldscheine - dies selbst fast keinen Materialwert haben - ersetzten die Goldmünzen.
* Tauschmittel (solange die Menschen ein Vertrauen darauf haben, dass man mit Geld später auch wieder Waren und Dienstleistungen einkaufen kann.)
* Wertaufbewahrungsmittel (funktioniert aber nur für wenige Jahre. Dann frißt die Inflation immer mehr vom Wert auf.)
* Knappheitsindikation: Über dieses Merkmal wird die ganze Wirtschaft gesteuert. Je "besser" man wirtschaftet, desto mehr Gewinne erwirtschaftet man.
* Kreditgeld: eine Forderung gegenüber einem Schuldner (die zB aus einem Kauf von Waren und Dienstleistungen entsteht) wird mittels fiktiven Geld ("Kredit") bezahlt. Das Dumme daran ist, dass man den Kredit mit Zinsen zurückzahlen muss. Kann man den Kredit nicht zurückzahlen, dann gelangt die Bank in den Besitz der realen Gegenstände wie zB Grundstücke, Haus, Auto, usw.. Somit ist das Kreditgeld letztlich ein Enteignungsystem, wo Menschen enteignet werden und Banken ohne zu arbeiten in den Besitz von realen Werte (Grundstücke, Häuser, Waren) kommen.

* Synonyme für Geld im Sprachgebrauch: Moneten (lat.: moneta), Zaster (rotwelsch für Eisen), Knete (zum kneten), Kies (jiddisch für Geldbeutel), Kohle (Tauschmittel im Krieg), Pulver (Geld verpulvern), Eier, Mäuse, Fett, Flocken, Kröten, Marie, Moos, Pinke / Pinkepinke, Taler, ...
 



25.8.2011: Gold gewinnt





Goldmünzen (Philharmoniker) / Gold 1 Jahres-Entwicklung / Gold 5 Jahres-Entwicklung

Gold gewinnt - der Euro verliert, so die Entwicklung der letzten 5 Jahre.
Ganz konkret hat Gold in den letzten 5 Jahren mehr als vereineinhalbfacht (+165% oder ca. +10% pro Jahr). Anders ausgedrückt hat der Euro im Jahr gegenüber Gold ca 10% pro Jahr verloren.
Beim US-Dollar ist es noch einwenig schlimmer. 1 Unze Gld kostete heute erstmals in der Geschichte mehr als 1900 Dollar (1911,46 USD).
 
Daraus lernt man, dass die Währungen Euro & Dollar dramatisch an Wert verlieren. Dieses Phänomen nennt man auch Inflation. Herr & Frau Österreich bekommen es aber auch beim täglichen Einkaufen zu spüren, dass alles immer teurer wird insbesondere bei Lebensmittel und Gastronomie.

Resümee: Alles Geld muß raus, bevor der EURO crasht oder zumindest weiter stark an Wert verliert. Am besten rechtzeitig einen großen Vorrat an Lebensmitteln und Verbauchsmaterial anlegen bzw. langlebige Wirtschaftsgüter und Immobilien kaufen. Investieren Sie für die Zukunft in Ihre Gesundheit, Urlaub und Kinder.
Reduzieren Sie die Überstunden.
Verkaufen Sie Ihre Lebensversicherung, da man Leben ohnedies nicht ersetzen kann und Lebensversicherungen schlechter performen als Gold.
Das Geld am Konto, am Sparbuch oder zu Hause liegen zu lassen bei fast 0% Zinsen ist völlig sinnlos.



5.8.2011 USA verliert höchste Bonitätsstufe "AAA"

Die USA haben die Bestnote "AAA" für ihre Kreditwürdigkeit bei der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor’s verloren. Die USA wurden heute erstmals seit dem Jahr 1941 auf „AA+“ herabgestuft. Grund: Das massive Schuldenproblem der USA. Weiters wurde der Ausblick der Entwicklung mit "negativ" bewertet. Damit droht den USA in den nächsten Monaten eine weitere Herabstufung ihrer Bewertung. Damit zeigt sich, dass auch mit dem Ausdehnen des Schuldenlimits im US-Repräsentatenhaus und Senat das Problem nicht gelöst wurde. Die Finanzmärkte haben das irgendwie schon vermutet (Insiderinformation?) und haben diese Woche massiv Aktien verkauft und zwar so massiv, dass man von einem Aktiencrash reden muss. Der Dow Jones Aktienindex verlor diese Woche 9% seines Wertes!



2.8.2011 USA steht vor der Zahlungsunfähigkeit


Die USA steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Ein Gesetz in den USA regelt die maximal erlaubte Schuldenobergrenze für die USA. Diese Schuldenobergranze wird vermutlich am 2. August 2011 überschritten werden. Ab diesen Zeitpunkt wird die USA teilweise Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Somit tritt die Zahlungsunfähigkeit ein und das, obwohl die USA die beste Bonität AAA von den Ratingagenturen zugeschrieben wird. Das zeigt auch gleich auf, dass das Urteil der Ratingagenturen nicht viel Aussagekraft hat.

Problem: Das Grundproblem der USA ist nicht gelöst. Die USA leben völlig über ihre Verhältnisse und haben einen Schuldenstand von 14.300.000.000.000 Dollar (14,3 Billionen Dollar). Das sind bereits ca 96% des BIP. Die USA werden beim Schuldenstand in Europa nur von Italien mit 120% des BIP und Griechenland mit 140% des BIP übertroffen. Österreich liegt bei ca 70%.
Das Staatsdefizit der USA beträgt 10,7% pro Jahr, dh es ist keine Besserung in Sicht.

kurzfristige Lösung: US-Präsident Barack Obama versucht nun das Gesetz zu ändern. Dazu braucht er die Zustimung der oppositionellen Republikaner. Die Republikaner wollen aber Obama diesen Gefallen nicht machen. Somit gibt es eine Zitterpartie bis zum Schluß. Vermutlich wird es aber doch eine gesetzliche Anhebung des Schuldenlimits geben.

radikale Lösung: Die USA drucken mehr Geld. Das würde zu einer starken Inflation und somit zu einem starken Wertverlust des Dollars führen. Die Dummen dabei wären die Gläubiger von US-Staatsanleihen: China mit 1,159 Billionen Dollar, Japan mit 912,4 Milliarden US-Dollar, Großbritannien mit 346,5 Milliarden US-Dollar, OPEC Länder mit 229,8 Milliarden US-Dollar, Brasilien mit 211,4 Milliarden US-Dollar, Taiwan mit 153,4 Milliarden US-Dollar, Hong Kong mit 121,9 Milliarden US-Dollar, Russland mit 115,2 Milliarden US-Dollar, Schweiz mit 108,2 Milliarden US-Dollar,  Kanada mit 90,7 Milliarden US-Dollar, Luxemburg mit 68 Milliarden US-Dollar, Deutschland mit 61,2 Milliarden US-Dollar und viel mehr.
Es bleibt zu Hoffen, dass keine weltweite Finanzkrise wie nach dem Zusammenbruch der Lehman Brothers Bank entsteht. Davon wären dann auch alle österreichischen Banken betroffen.

Ergebnis:
Am 2.8.2011 beshloß der US-Senat jedenfalls die Gesetzesänderung zur Anhebung des Schuldenlimits für den Staatshaushalt der USA. Das soll die Zahlungsfähigkeit der USA bis zum Jahr 2013 sicherstellen.

Wien-konkret Tipp: Am besten legen Sie sich trotzdem einen größeren Vorrat an
=> Hamsterkäufe



Wertverlust des Euro gegenüber dem Schweizer Franken


Der Wertverlust des EURO gegenüber dem Schweizer Franken nimmt immer dramatischere Formen an. Seit Ende 2007 hat der Euro von 1,68 auf 1,13 (Stand 31.7.2011) verloren, somit ca 33% in 4,5 Jahren. Das ergibt einen Wertverlust des Euro von ca 7,3% im Jahr!

Schade, dass der österreichische Schilling abgeschafft wurde und ein Zwangsumtausch in den Euro stattfand, statt den Schilling-Wechselkurs an den Schweizer Franken fix zu binden. Das wäre natürlich nur gegangen, wenn Österreich seine Schillingwährung beibehalten hätte.

Gründe: Die EU zahlt jährlich hohe Milliardenbeträge in den Aufbau von Osteuropa. Es wurden aber auch schon mehr als 4 Milliarden Euro an das Nicht-EU-Land Türkei als Vorbeitrittsbeihilfe gezahlt. Weiters verschlingt die EU-Bürokratie mit ihren drei Sitzen in Brüssel, Straßburg und Luxemburg enormen Summen an Geld. Dadurch wird die EU immer unproduktiver und das schlägt sich auch deutlich im Währungsverfall nieder. 

Folgen für österreichische Kreditnehmer:
Rund 250.000 Österreicher haben - meist nach Beratung bei einem "Bankberater" wegen der geringen Zinsen einen Franken-Kredit aufgenommen. In Summe wurden so umgerechnet 34,5 Milliarden Euro bei den Banken als Fremdwährungsschulden aufgenommen. Herr und Frau Österreicher wurden somit zu Wähungsspekulanten. Die Spekulation ging aber voll "in die Hose", da der Franken stark gegen den Euro aufgewertet wurde und nun dadurch die Kredite um durchschnittlich 7,3% pro Jahr größer wurden.



Video: Was tun, wenn das Geld nicht mehr funktioniert?



Video: Was tun, wenn das Geld nicht mehr funktioniert?
Vortrag a.o. Univ Prof. Hörmann & Ing. Gerhard Pellegrini am 7.7.2011
Videogröße 203 MB; Dauer: 55 min

Datum: 07.07.2011, 19:00 Uhr
Ort: College Garden Hotel Bad Vöslau
Eintritt: freie Spende
Veranstalter: Energiestammtisch Bad Vöslau & Mediazentrum

a.o. Univ. Prof. Dr. Franz Hörmann:
* Phase des globalen Wirtschaftssystems ist in seiner Endphase, wegen des Zinseszins. Die Metallplättchen und Papierscheine haben keinen wirklichen Wert. Die Zahlen im Computer sind erst recht wertlos. Es existiert für diese Währung keine Deckung. Es existiert kein Gold und kein Wert, der dieses Geld decken könnte. Geld hat nur deshalb derzeit einen Wert, weil Menschen dafür arbeiten. Es existieren keine Prognosen, wie lange das noch hält.
* 90% des Geldes wird nicht von der Zentralbank erzeugt, sondern von Geschäftsbanken. Wenn eine Geschäftsbank einen Kredit vergibt, dann verborgt sie kein Geld vom Sparer, sondern es wird Geld durch eine Bilanzverlängerung erzeugt.
* Bei einer Kreditvergabe wird "Forderung" an "Verbindlichkeit" an die gleiche Person – dem Kreditnehmer - gebucht. Das ist ein Aberwitz. Niemand kann von einer Verbindlichkeit Geld abheben. Das ist eine Idiotie. Dieser Fehler ist mehrere hundert Jahre alt. Das geht zurück auf das Mindestreservesystem, weil schon die Goldschmiede seinerzeit Depotscheine hergegeben haben für das Gold, das sie im Tresor hatten. Die Bürger haben dann die Depotscheine weitergegeben und das Gold gar nicht mehr abgeholt. Die Goldschmiede haben gemerkt, nur 10% der Leute wollen das Gold wieder haben und haben 10x soviel Depotscheine ausgegeben, wie sie gelagert haben. Das war eine historischer Betrug.
* Geld ist eine Schuld und das ist deshalb so absurd, weil man mit Geld ja Schulden bezahlen soll. Geld ist ein gesetzliches Schuldtilgungsmittel.
* Rettungspakete funktionieren nicht, weil die Kredite haben wieder Zinsen und die können sie wieder nicht zurückzahlen.
* Präzisierungen zum Buch „Das Ende des Geldes“
* Geld ist kein Wissenschaft, sondern ein politisches Konstrukt.
* Demokratie beginnt mit einem demokratischen Geldsystem. Unser jetziges Geld ist demokratisch nicht legitimiert. Es ist illegal. Die Gelderzeuger haben den Rest der Menschen in der Hand.
* Der Bürger und Steuerzahler ist der Zinsensklave.
* Eine Beschreibung wäre: „Geld ist eine Verteilungsregel für Güter in einer Gesellschaft.“
* Es gibt keinen Geldkreislauf. Da ist ein Aberglaube. Da rennt nix im Kreis. Geld wird bei jeder Kreditvergabe neu erschaffen aus Luft, also ohne Deckung. Das ist eine Bilanzverlängerung. Es gibt viele Bankvorstände, die das selber nicht wissen.
* Die Bevölkerung könnte auch sagen wir brauchen gar kein Geld, sondern das an Lebensmittel, das an Kleidung, das an Wohnraum, usw. , dann machen wir eben einmal das. Es geht ja nur um ein System, das ökologisch und gerecht ist.
* Wer fühlt sich reich, wenn er eine Zahl am Konto sieht, den die Leute willkürlich in den Rechner hineingetippt haben. Manchen wir einen Wettbewerb, wer mehr Nullen hinten hinschreibt. Wie dumm kann man sein, wenn man sich Generationen von so einem System an der Nase herum führen zu lassen.
* Seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers (15. Sept 2008) gibt es Ausnahmeregeln für Banken bei der Bilanzierung, damit die Banken nicht zusammenbrechen. Seither können Banken Wertpapiere in ihren Bilanzen bewerten, wie sie wollen. Seither ist Bilanzfälschung für Banken legal.
* Der Trick des Geldsystems: Die Banken erzeugen vorher etwas, was nicht da war. Wenn es zurück kommt, dann löschen sie es aus und die Zinsen gehören der Bank. Wenn sich das nicht ausgeht und die Zinsen nicht zurückkommen, dann greifen die Banken auf die Sicherheit zu und enteignen die Kreditnehmer. Deshalb ist das bestehende Geldsystem ein Enteignungssystem!
* Prof. Hörmann geht kurz auf die Risikokapitalgesellschaft von Ex-Bundeskanzler Gusenbauer ein, die nur 5 Millionen Euro hat.
* Hörmann verweist auf Pelligrinis ökosoziales Kreislaufsystem, wenn Euro und Dollar den Bach hinuntergeht.

Ing. Gerhard Pellegrini
stellte im Anschluß sein Tauschsystem vor. Dieses basiert im wesnetlichen auf Gutscheinen, die Firmen selbst erstellen und ausgeben. Damit bleibt die Kaufkraft in der Gemeinde.

Video Teil 2: Publikumsdiskussion



Video: Was tun, wenn das Geld nicht mehr funktioniert?
Vortrag Teil 2 Univ. Prof. Dr. Hörmann & Ing. Pellegrini am 7.7.2011
Videogröße 279 MB; Dauer: 75 min

* Wenn sich Unternehmen "Forderungen" und "Verbindlichkeiten" gegenseitig direkt verrechnen, dann ist das kein Giralgeld, sondern eine Verwaltung von Forderungen. Das gab es in den 80-ziger Jahren  auch schon in Österreich, wo 3500 Unternehmen dabei waren. Damals haben die Banken dagegen geklagt und behauptet, dass dafür eine Banklizenz notwendig sei. Die Banken haben aber verloren.
* Im Prinzip geht es darum, dass wir alle als Teil der Demokratie das Geld erzeugen, für den Zweck den wir haben wollen, nach den Spielregeln die wir haben wollen. Welche Spielregeln wollen wir haben?
* Im ersten Schritt räumen wir zB allen einen Kreditrahmen ein. Damit gehen wir einmal einkaufen. Das ist das bedingungslose Grundeinkommen.
* Luxusgüter sollten nur denen zustehen, die Leistungen erbringen die nachweislich gemeinschaftsnützlich sind.
* Wir sollten Geldsysteme entwickeln, die sich an die Menschen anpassen und verlangen nicht, dass sich Menschen an das System anpassen. Im Kapitalismus und Kommunismus hat man immer versucht Menschen an das System anzupassen in einem Automatendenken. Das hat nie funktioniert.
* Wir brauchen eine neue Art von Bankmitarbeiter, nämlich den Wegbegleiter der Menschen, eine Art Psychoanalytiker. Wir brauchen dazu keine Religion und keine Sekte. Das ist ein Schnittstellenproblem.

* Am Geld erkennt man, wo die Probleme der heutigen Gesellschaft wirklich liegen. Der Kern sind
1) eine falsche Sichtweise: Wir haben ein Produktionsproblem und ein Verteilungsproblem. Was muß ich produzieren und wie verteile ich es, wenn ich es wirklich habe? Der Fehler ist, dass diese beiden Felder mit einem Geldsystem verkoppelt wurden. Der Konjunkturzyklus ist ein Rückkopplungssystem. Wenn eine Firma in Konkurs geht, dann haben die Mitarbeiter auch kein Geld mehr zum einkaufen. Das Produktionsproblem muß völlig anders gelöst werden, als das Verteilungsproblem
2) Informationsproblem
Seit alters her wird die Menschheit von wenigen Familien beherrscht. Das funktioniert über eine Hierarchie. Das ist keine gute Idee. Die die oben sitzen bekommen die Idee ganz spät und verfälscht. Der Überbringer einer schlechten Nachricht wird geköpft. Die glauben, dass sie mit Macht nach unten herrschen können und dann antworten die unten einfach mit falscher Information – lügen die oben an – die kommen viel zu spät drauf – und die oben kennen sich nie aus. Im globalen Netz sind wir alle Konten und wir sind alle vernetzt und auf der gleichen Ebene. Solange es Informationsinseln gibt, dann kann ich bei A billig einkaufen und es dem B teuer verkaufen. Das geht solange der A den B nicht kennt. Das nennt man Informationsasymetrie bzw Betrug. Akademiker leben davon, dass Informationsasymetrie Gewinne erzeugen. Die Leute auf der Straße sagen betrug dazu. Will ich in so einer Gesellschaft leben?
2008 haben sich die Banken gegenseitig keine Kredite mehr gegeben haben nach den Motto: „Mit jemanden wie mir mache ich doch keine Geschäfte“.
Die Informationsinseln verschwinden aufgrund des Internets.
In der Gesellschaft ist schrittweise Korruption und Verbrechen gewachsen, ohne dass wir es gemerkt haben. Jetzt wird alles transparent und wir merken, wir sind am „Kochen“.

* Wir brauchen ein gewisses Maß an Panik. Die Politiker haben die Anweisung, wenn der finale Crash kommt, dann sollen sie innerhalb von 6 Stunden die Hauptstädte verlassen. Das heißt, wenn das einmal passiert, dann sind wir sie alle los und können unsere System in aller Ruhe umsetzen. Die Politiker wissen eh, dass sie es nicht zusammen bringen.

* Bei der Elite der Gesellschaft gibt es zwei Gruppe. Die eine gehört zur Geldwirtschaft (Eigentümer von Banken & Finanzunternehmen), die andere zur Realwirtschaft (Eigentümer der Produktion). Die Gruppe der Realwirtschaft weiß in der Zwischenzeit auch, dass sie vom Geldsystem enteignet werden. Irgendwann gehört alles der Geldelite. Das funktioniert aber nur so lange, so lange das Geldsystem funktioniert. Die Eigentümer der Produktion denken deshalb an ein eigenes Geldsystem. Deshalb gibt es derzeit einen unglaublichen Kampf zwischen den Finanz-Reichen und den Realwirtschaftlich-Reichen. Wenn die Bevölkerung drauf kommt, dass das nur böse Zetteln (Geldscheine) und wertlose Zahlen (Bankguthaben) sind, dann haben die in der Finanzwirtschaft ausgespielt. Dann ist nur mehr die Realwirtschaft mächtig.

* Lebensabend sichern mit Ersparnissen geht nicht. Alle diese Modelle sind schon kaputt. 

Prof. Hörmann empfiehlt den Film „The corporation“
=> http://www.youtube.com/watch?v=DnZBAcAd76M
=> http://www.thecorporation.com/index.cfm?page_id=46
=> http://de.wikipedia.org/wiki/The_Corporation

Websites: www.franzhoermann.com , www.mediaverband.at , www.voeslauaktiv.at , www.planetsol.at ,  



Steuerberater & Spezialist für Finanzierung:



 EcoImpuls Gesellschaft für Unternehmensberatung und Wirtschaftsmediation mbH
* EcoImpuls Steuerberatungs GmbH
* Cekal & Partner Steuerberatungs GmbH

Tel: +43-1-7143 999  Fax: +43-1-7143 999 -10
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Das Geheimnis des Banken- und Geldwesens und warum Zinssysteme irgendwann zusammenbrechen müssen:

Warum überall Geld fehlt? Die Geschichte vom Goldschmied Fabian.
Das Video erklärt in 50 Minuten das grundlegende Geheimnis des Banken- und Geldwesens und die grundlegenden Fehler in unserem Geldsystem.
Titel: Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent.
Resümee: Alle Zinssysteme müssen irgendwann zusammenbrechen.



Kurzfilm, wie die Finanzlobby denkt und handelt:

Wie die Kosten der Finanzkrise auf die Allgemeinheit aufgeteilt werden soll. Dies ist letztendlich auch so - wie im Film beschrieben - geschehen.
PS: Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast schon wieder lustig ...



Die Bankenkrise humorvoll erklärt:

Man sollte sich ernsthat die Frage stellen, ob das Geld unterm Kopfpolster nicht sicherer aufbewahrt ist, als am Bankkonto. Bank sind leider seit den letzten Jahren sehr häufig in kriminelle Machenschaft verwickelt. Manche Bankmanager begehen Bilanzfälschung, andere investieren in dubiose Projekte, wieder andere verzocken das Geld der Sparer beim Börsecasino, wieder andere bereichern sich persönlich. Zahlen sollen am Schluß die Steuerzahler. Da skann auf Dauer natürlich nicht gut gehen. Hier aber einmal die Grundzüge des Bankensystems:
 





Sichere Spareinlagen bei Banken und Sparkassen:

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen fragen sich Herr und Frau Wiener bzw. Herr und Frau Österreicher: Wie sicher sind Spareinlagen und Guthaben auf Sparkonten bzw. Girokonten? Wie sicher ist es, dass ich mein Geld samt Zinsen wieder zurückgekommen werde? Das Verlustrisiko ist umso geringer,
* je anständiger und vorsichtiger der Bankvorstand ist
* je weniger gegenwärtige oder frühere Vorstände per Haftbefehl gesucht werden
* je weniger Strafverfahren gegen Vorstände und Aufsichtsräte laufen
* je weniger Geschäfte die Bank im Ausland macht (Währungsrisiken, Rechtsrisiken, politische Risiken.)

Mehr Infos => Sicheres Sparen



* 11.1.2010: "Mehrstöckiger Leichenkeller"

Heute gab es drei interessante Meldungen, die das Bankgeschehen der letzten 10 Jahre in einem anderen Licht erscheinen lassen:

* Hypo Alpe Adria
Berichte des Landesrechnungshofs Kärnten und der Österreichischen Nationalbank (OeNB) als Bankenaufsicht hätten schon 2007 darauf hingewiesen, dass bei der Hypo ein "mehrstöckiger Leichenkeller" vorhanden gewesen sei, sagte der bayerische Grünen-Abgeordnete Eike Hallitzky.
Quelle & mehr Infos => Die Presse vom 11.1.2010

* Finanzminister will Österreichische Nationalbank verstaatlichen:
Finanzminister Josef Pröll will die Nationalbank verstaatlichen. Prinzipiell eine gut Idee. Allerdings will er der Raiffeisen, Vienna Insurance Group, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung usw. sollen dafür 50 Millionen Euro bekommen. Das Nominale für den 30% Anteil beträgt allerdings nur 3,6 Millionen Euro. Mit der Nationalbank erbt dann der Staat auch das Pensionsproblem bei der OeNB.

* Finanzminister: 35 neue Staatsanwälte
Finanzminister Pröll gibt heute bekannt, dass er 2 Millionen Euro für 35 zusätzliche Staatsanwälte flüssig macht. Die sollen sich mit den ganzen Bankenskandalen beschäftigen.
 
Mehr Infos zum => Börsekrach 2008 - 2009



Video: 28.3.2009 Demo: Wir zahlen nicht für eure Krise


Video: Massen-
demonstration 2009 in Wien

am 28. März 2009 von der Mariahilferstraße => Ring => Parlament;

Protest gegen die neoliberale SPÖ-ÖVP Politik der Bundesregierung

Video 272 MB;
Dauer: 74 min.
© Wien-konkret



Mehr Infos => "Wir zahlen nicht für eure Krise"



Sprüche zum Thema Geld:

* Baron Rothschild zu einem Bankräuber : "Ich gebe Ihnen einen Rat : Gründen Sie eine Bank !"

* Bert Brecht: "Was ist es für ein Verbrechen eine Bank zu überfallen dagegen, eine zu eröffnen ... "

* Mayer Amsel Rothschild: "Gib mir die Macht über die Währung eines Landes, und es ist egal wer dessen Gesetze macht."

* J.P.Morgan: "Wüssten die Menschen, die Menschheit über die Geldwirtschaft bescheid, so hätten wir heute und nicht morgen eine Revolution."

* "Besser als Falschgeld drucken ist, das Vertrauen der Bürger in bedrucktes Papier aller Art zu benützen." (Anm.: Verträge, Aktien, Anleihen, Optionen, usw.)

Exkurs: Anonyme Sparbücher:
Ein für Österreichs Sparer ein besonders makantes Datum ist der 1.11.2000. An diesem Tag wurde die Anonymität bei ca. 24 Millionen Sparbüchern aufgehoben. Das war eine Notwendigkeit aufgrund des EU-Betritts, da die anonymen Bankkonten nicht mit geltendem Europarecht ("Geldwäscherichtlinie") vereinbar waren. Das Bankgeheimnis bleibt aber - leicht verändert - bestehen.
 



Währungsumstellungen - Währungsreformen - Geldentwertungen in Österreich

Staatsbankrott 1811: Die Banknoten wurden zum 31. Jänner 1812 für ungültig erklärt. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten sie mit einem Abschlag von 80 % gegen neue Banknoten eingetauscht werden. Ebenfalls auf ein Fünftel herabgesetzt wurde der Wert der Kupfermünzen. Die direkte Staatsschuld blieb zwar nominell bestehen; jedoch wurden die vertraglichen Zinsen auf die Hälfte reduziert.

Währungsreform 1816: Nach den Napoleonischen Kriegen, die zu einem Quasi-Staatsbankrott führten, zog die Nationalbank 1816 das Papiergeld ein. Mit Verlust von ungefähr 90 % wurden Gulden ausgegeben. Der Gulden, parallel eingeführt zur behelfsmäßigen Wiener Währung, behielt seine Gültigkeit bis 1892, während die Wiener Währung nur bis zum Ausgleich mit Ungarn 1867 in Umlauf blieb.

Währungsumstellung 1892: Im Jahr 1892 wurde der Gulden durch die Krone zu 100 Heller ersetzt. Der Umrechnungskurs lag bei zwei Kronen für einen Gulden. Siehe auch Goldkrone.

Währungsreform 1924/25: Die erste Währungsreform der ersten Republik löste die alte Währung Krone aus der österreichisch-ungarischen Monarchie ab. Die Krone, die durch die Inflation nach dem ersten Weltkrieg sehr stark an Wert verlor, wurde nach dem Währungsumstellungsgesetz vom 20. Dezember 1924 mit Wirkung vom 1. Jänner 1925 durch den Schilling zu 100 Groschen ersetzt. Nach dem Umwechslungskurs entsprach ein Schilling 10.000 Kronen.

Währungsreform 1938: Nach dem Anschluss im Jahr 1938 wurde der Schilling mit einem für die Österreicher scheinbar günstigen Kurs von 1,5 Schilling für 1 Reichsmark umgewechselt – bei gleichzeitiger Beschlagnahme des Gold- und Devisenschatzes der Oesterreichischen Nationalbank. Dadurch konnten die völlig erschöpften Devisenreserven des NS-Staates wieder aufgefüllt werden: 78,3 Tonnen Feingold im Wert von 467,7 Millionen Schilling sowie Devisen und Valuten im Wert von 60,2 Millionen Schilling (auf der Basis der niedrigeren Berliner Kurse) wurden zur Reichsbank nach Berlin transferiert.

Währungsreform 1945: Nach Kriegsende wurde am 30. November 1945 wieder der Schilling eingeführt und mit 1:1 zur Reichsmark umgewechselt. Es wurden aber pro Kopf nur 150 Reichsmark umgetauscht. Der Rest kam auf ein Sparkonto.

Währungsreform 1947: Am 10. Dezember 1947 wurde aber der Schilling auf ein Drittel abgewertet, während von den Sparguthaben ein Teil vom Staat abgeschöpft wurde. Unter Vorweis seiner Lebensmittelbezugskarte konnte jeder 150 Schilling in 50 neue Schilling umtauschen. Die Abwertung betraf allerdings nicht Kleinmünzen. So waren zu diesem Zeitpunkt noch Ein-, Fünf- und Zehnpfennigmünzen sowie die neuen 10-Groschenstücke im Umlauf, die vorläufig ihren Wert behielten, da die Nationalbank nicht in der Lage war, neue Münzen zu prägen. Dies führte vor der Umstellung zu massivem Hamstern dieser Münzen, da diese ja ihren Wert im Gegensatz zu den größeren Nominalen behielten.Neu ausgegeben wurden Fünfziggroschen-Münzen, Ein- und Zweischillingmünzen, die Fünf- und Fünfzigschilling-Banknoten sind die gleichen, wie sie auch vor 1938 in Verwendung waren, die Zehn- und Hundertschilling-Banknoten hatten seitlich einen weißen Rand mit dem Vermerk: Zweite Ausgabe. Die Preise für Waren wurden real über Nacht um das Dreifache höher. Der Umwechselzeitraum bis zum 24. Dezember 1947 war mit zwei Wochen sehr kurz bemessen, danach wurde der alte Schilling für verfallen erklärt.

Währungsumstellung in den EURO 2002: Bei der Umstellung von der Schilling-Währung auf den Euro 1999-2002 handelte es sich bloß um eine Währungsumstellung. Einen Euro erhielt man für 13,7603 öS.

Quelle: wikipedia Artikel "Währungsreformen in Österreich"

Anmerkung Wien-konkret: Obwohl in den letzten 100 Jahren schon so oft das Geld abgewertet oder für wertlos erklärt wurde glauben viele Menschen immer noch, das Geld "sicher" sein. Dabei droht gerade jetzt wieder eine Geldentwertung des EURO und Dollar, da sowohl die EU-Mitgliedsstaaten als auch die USA hoffnungslos überschuldet sind. Auch Österreich hält die Maastricht-Kriterien zur Währungsstabilität nicht ein! (siehe auch => Staatsverschuldung Österreich). Das kann nur zum Staatsbankrott führen. Es ist eigentlich nur die Fragen wann. Mit etwas Glück geht das jetzige System noch ein Jahr oder zwei.





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GELD, der SCHNÖDE MAMMON

Meine Damen und Herren,
GELD, der SCHNÖDE MAMMON wächst nicht auf Bäumen.
GELD, der SCHNÖDE MAMMON bekommt auch keine Junge nicht.
WIR Menschen arbeiten für GELD, und WIR machen es, weil WIR uns unser LEBEN leisten müssen.
Doch die meisten kommen nicht mehr aus, sie kämpfen ums nackte ÜBERLEBEN, kein AUSKOMMEN mehr mit dem EINKOMMEN.
WIR nennen uns, das siebent reichste LAND der WELT, und trotzdem wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer.
Die jetzige Bundesregierung hat innerhalb von 2 Jahren den Schuldenstand um ca. 40 Mrd. erhöht, und jetzt halten sie sich fest, der war auf ca. 160 Mrd., das sind innerhalb von 2 Jahren um 25% mehr, WISSEN sie was passiert, wenn das ein Klein- und Mittleres Unternehmen macht, der/die kommen vor GERICHT, wegen fahrlässiger Krida, so schaut es aus.(Wobei da die Summen wohl geringer sind, doch im ENDEFFEKT, landet sie vor Gericht), das sind alleine an ZINSEN im JAHR 8 Mrd. EURO, stellen SIE sich das mal vor.
DERZEIT könnte man es so fomulieren, die GEWINNE streichen immer einige wenige ein, doch die VERLUSTE werden versolidarisiert, dh. WIR, das VOLK, WIR, die WIR Steuern bezahlen, kommen für die Verluste auf. ...
Es herrscht keine TRANSPARENZ, und wer kann die GELDMENGEN wirklich kontrollieren, die um den GLOBUS transferiert werden, durch die Netze???
Weil es ist, wie es ist, die GELDWIRTSCHAFT hat sich, von der REALWIRTSCHAFT abgekoppelt.
Die Inflationsrate ist nichts anderes als eine versteckte Steuer.
Warum???
Naja, um die umlaufende GELDMENGE zu entwerten, werden doch TONNEN von GELD gedruckt. Leute wacht mal auf, dieses SYSTEM dient einigen wenigen, die sich die WELT, untereinander aufteilen. ...

Ganzer Leserbrief unter => Banken
 
harald matschiner         6.11.2010



Volksbank wechselt keine 500,- € Geldscheine

500 Euro Geldscheine

Sehr geehrte Damen und Herren !

500,- € Geldschein in einer Volksbank wechseln ? Nein !!

Ein Erlebnisbericht :
Am Freitag, den 11. 12. 2009 um 12.15 Uhr in der Volksbank Hütteldorfer Straße 4 Geldscheine á 500,-- € auf 100,-- € wechseln. Die Kassierin sagt nein, sie darf nicht wechseln !! ich benötige ein Konto bei der Volksbank !

Auch der gerufene Filialleiter ist erstaunt, lässt sich aber von einem Bankkollegen erklären, dass dies richtig ist, es darf nicht gewechselt werden ! Ich muß zur nächsten Bank fahren, ich habe Glück, dort kann und darf man Geld wechseln.
Macht dieses Beispiel Schule, sind 500,-- € Scheine unbrauchbar.
Die werden sowieso nur bei der Bank angenommen und nun dort auch nicht mehr !!

Mit freundlichen Grüßen
Roman R.                                  E-mail 12.12.2009 



Stellungnahmen zum Thema Geld,

29.8.2011 Investmentguru Marc Faber: "Gold ist meine erste Währung"

Vorausmeldung des Wirtschaftsmagazins Gewinn, Ausgabe 9/11
"Gold ist meine erste Währung", meinte der bekannte Börsen-Guru Marc Faber im GEWINN-Exklusivinterview in Zürich. Wir seien erst am Anfang einer Gold-Hausse, wobei kurzfristige Rückschläge nicht ausgeschlossen sind.
   Gold sei immer noch günstig, meint Faber: "1980 kletterte der Goldpreis auf 850 Dollar. Damals war die USA mit 150 Milliarden verschuldet, heute sind es 2,7 Billionen und der Goldpreis hat sich seither gerade einmal etwas mehr als verdoppelt." Der Herausgeber der berühmten "Gloom Boom & Doom Reports" warnt vor Staatsanleihen und empfiehlt zu diversifizieren. Auch Aktien seien nach weiteren zweistelligen Rückschlägen im September/Oktober als Inflationsschutz interessant.
Lesen Sie mehr über Marc Fabers aktuelle Anlagestrategie im neuen GEWINN.
Rückfragehinweis: Gertie Schalk Tel. +43 1 521 24-48 OTS0114 2011-08-29/12:31



6.8.2011 Die Presse: Die herabgestuften Staaten von Amerika

"Die Presse am Sonntag"-Leitartikel: von Christian Ultsch Utl.: Ausgabe vom 07.08.2011

Zeit für Obama, die Budgetbremse etwas kräftiger zu ziehen. Die USA wären nicht das erste Imperium, das unter der Last von Schulden zusammenbricht. Doch noch müssen sich Amerikas Feinde gedulden. Schulden pflastern den Weg zum Friedhof der Imperien.
  
Mit einer Bankrottserie endeten im 16. und 17. Jahrhundert die spanischen Weltreich-Träume. Die Briten konnten ihr Empire nach dem Ersten Weltkrieg spätestens dann nicht mehr finanzieren, als Zinszahlungen fast die Hälfte ihres Staatshaushalts auffraßen. Und auch der Sowjetunion fehlte am Ende angesichts des Ölpreisverfalls vor allem eines: Geld.
   Der Niedergang von Hegemonien beginne meistens mit einer Schuldenexplosion, schreibt der britische Historiker Niall Ferguson ("Der Aufstieg des Geldes"). Und er prophezeit auch den USA ein ähnliches Schicksal, wenn sie ihre Finanzen nicht in den Griff bekommen. Wie ernst die Lage ist, machte jetzt auch Standard & Poor's deutlich. Die amerikanische Ratingagentur stufte zum ersten Mal in der Geschichte des Landes die Kreditwürdigkeit der USA herab, von der Bestnote AAA auf AA+. Die Folgen sind schwer vorherzusagen. Wenn jedoch die anderen Ratingagenturen nachziehen sollten, was sie derzeit nicht beabsichtigen, dann müssen die Amerikaner mit Sicherheit höhere Zinsen zahlen, nämlich bis zu 100 Milliarden Dollar mehr pro Jahr, wie die Banker von JPMorgan Chase schätzen. Die USA versänken noch tiefer und schneller im Schuldenmorast. US-Präsident Obama reagierte indigniert auf das Downgrading. Es wäre vielleicht zielführender, die Budgetprobleme an der Wurzel zu packen, als auf den Überbringer der schlechten Nachricht einzudreschen. Das AA+ kommt nicht überraschend, Standard & Poor's hat es angekündigt, falls die US-Regierung die Schulden in den nächsten zehn Jahren nicht um vier Billionen reduziert. Das Sparpaket, auf das sich der Kongress zu Beginn nach monatelangem Gefeilsche geeinigt hat, sieht jedoch nur Kürzungen von 2,1 Billionen Dollar vor. Das ist zu wenig. Die USA haben den kritischen Punkt bereits überschritten. Vergleichende historische Studien, die der Ex-Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, Kenneth Rogoff, angestellt hat, zeigen, dass es so richtig brenzlig werden kann, wenn die Verschuldung eines Staates auf über 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigt, weil sich dann automatisch auch das Wirtschaftswachstum verlangsamt. Die Schuldenquote der USA ist vergangene Woche über die 100-Prozent-Marke geklettert. Nur einmal standen die Amerikaner tiefer in der Kreide: 1946. Damals, nach Ende des Zweiten Weltkriegs, ließen sich die Ausgaben jedoch wesentlich einfacher senken als heute. Die Abgesänge auf die USA kommen dennoch zu früh. Ihr militärischer Vorsprung, ihr Innovationspotenzial und die Schutzwirkung des Dollar als Leitwährung sind so groß, dass die Supermacht noch ein paar Jährchen Spielraum hat. Zugute kommt den Amerikanern, dass sie, auch dank der schrillen Tea Party, ein ausgeprägteres Schuldenbewusstsein haben als Europäer. Doch viel länger dürfen sich Obama & Co. nicht spielen. Sonst landen eines Tages auch das US-Imperium und die liberale Weltordnung auf dem Schuldenfriedhof.
Rückfragehinweis: Die Presse Chef v. Dienst
OTS0033 2011-08-06/18:05



18.7.2011 WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Verprassen wir das Geld, solange es etwas wert ist - von Andre Exner

Natürlich ist die Schuldenkrise ein Problem der gesamten Eurozone. Doch in allererster Linie sind die Menschen in Griechenland, Irland und den anderen Krisenopferländern betroffen. ...
In Österreich hingegen ist von einem Rückgang der Konsumlaune noch keine Spur zu sehen. Die Kaufkraft ist im Krisenjahr 2009 nominell sogar um ein Prozent gestiegen und wächst munter weiter. Seit 1990 ist die Kaufkraft in Österreich laut RegioData um mehr als 25 Prozent gestiegen. Und da sind Steuern, Sozialabgaben und Inflation schon berücksichtigt. Sprich: Jede Österreicherin und Österreicher kann sich heute um ein Viertel mehr leisten als vor 20 Jahren. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Dennoch ist es nicht so, dass während in Athen die Menschen protestieren, in Wien die Massen ihren Reichtum feiern. Vielmehr stecken Herr und Frau Österreicher ihr Erspartes in sichere Anlagen wie Immobilien - oder verkonsumieren das Geld, solange es noch etwas wert ist. Es ist schon eine gewisse hedonistische Grundhaltung zu spüren. Anders als in Athen oder Dublin sind die Einkaufszentren zum Bersten voll, die Pkw-Zulassungen markieren fast monatlich neue Rekorde und Fernreisen boomen, während es beim Vermögensaufbau, sprich bei den Investments in Bankeinlagen und Investmentfonds, laut der Nationalbank heuer de facto zu einem Stillstand gekommen ist. Was du heute ausgeben kannst, verschiebe nicht auf morgen, denken sich immer mehr Österreicher. Denn während wir immer mehr Euros ausgeben können, werden diese Euros im Vergleich zu anderen Währungen immer weniger wert. Die innere Kaufkraft passt, die externe nicht: Im Vergleich zu einem Währungskorb wurde der Euro seit Beginn der Wirtschaftskrise um rund zwei Prozent billiger. Und das ist vor allem die Schuld von Yuan, Franken und Co., die seit 2008 aufgewertet haben. Denn die wichtigste Weltwährung, der US-Dollar, verlor im selben Zeitraum ebenfalls an externer Kaufkraft. Tatsächlich ist die Frage nicht, ob es den Euro in zehn Jahren noch gibt - natürlich wird es ihn geben, das weiß jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch. Was die Sorgen um die externe Kaufkraft unseres Geldes angeht: Die sind leider berechtigt.
Rückfragehinweis: Wirtschaftsblatt Verlag AG Tel.: 01/60117 / 300
OTS0163 2011-07-18/18:15



14.7.2011 "KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Schulden fast überall"

USA und Europa im Schuldenstrudel. Die Amerikaner sind besser dafür gerüstet.
Jetzt drohen die - amerikanischen - Ratingagenturen auch den USA mit einer Herabstufung ihrer Bonität. Das schwer verschuldete Amerika würde damit noch abhängiger von China werden. Chinesische Staatsfonds dürften US-Anleihen in der Höhe von 1 Billion Dollar besitzen, das sind 1000 Milliarden. Und wenn der Kongress nicht schnell handelt, dann sind die USA am 2. August zahlungsunfähig. Das alles sind auch für uns keine guten Nachrichten und vor allem kein Grund zur Häme. In den USA sind wenigstens die politischen Strukturen klar, wie die akute Krise gelöst werden kann. In der EU hingegen geht die öffentliche Diskussion munter weiter. Die spanische Finanzministerin spricht von einer "systemischen Krise", eine Pleite Griechenlands müsse auf jeden Fall verhindert werden. Andere Minister widersprechen. Die Deutschen wollen den Privatsektor beteiligen, aber keiner weiß, wie. Nun beklagt schon der neue Chef der deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, das Chaos, das die europäischen Regierungen vermitteln. Weidmann kennt den Politikbetrieb, er war bis vor Kurzem engster Berater der deutschen Kanzlerin. Die Schuldenkrise legt die Schwäche der europäischen Strukturen und aller Regierungen so offen wie nie zuvor.

Rückfragehinweis: KURIER, Chefredaktion Tel.: (01) 52 100/2601
OTS0157 2011-07-14/16:00



14.7.2011 Die Presse - Leitartikel: "Washington liegt noch nicht an der Ägäis", von Josef Urschitz

Ausgabe vom 15.07.2011 
Die USA werden nicht so schnell pleitegehen. Aber sie haben ein ernstes Schuldenproblem, und ihre Rolle als globale Wirtschaftslokomotive ist wohl bald Geschichte. ... So bescheuert, das Land mit der Weltreservewährung aus rein wahltaktischen Gründen in die technische Zahlungsunfähigkeit zu schicken und damit eine gewaltige Weltrezession auszulösen, wird in Washington ja hoffentlich niemand sein. Wenngleich man bei ideologisch motivierten Politikern nie so genau weiß. Und jetzt die schlechte: Selbst wenn sich Demokraten und Republikaner schnell auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, hat das Land ein ernstes Problem: Die USA haben ihre Finanzen nicht mehr im Griff. Sie sind schon jetzt deutlich höher verschuldet als die Eurozone als Ganzes, und ihre Verschuldung steigt annähernd so schnell wie die griechische. Die Nation, die im Wesentlichen mit schuldenfinanziertem Konsum die Weltwirtschaft antreibt, wird also so oder so gewaltig auf die Ausgabenbremse steigen müssen. Ganz unabhängig davon, wie das Gegackere um das Schuldenlimit ausgehen wird. Ein sicheres Zeichen dafür ist die schnell wachsende Nervosität der Großgläubiger: Die Chinesen haben vor ein paar Monaten ihre Ratingagentur Dagong mit einem "Downgrading" der US-Kreditwürdigkeit vorausgeschickt. Jetzt haben sie ein schärferes Kaliber gewählt: Ein chinesischer Regierungsökonom sagte, sein Land beobachte jetzt sehr genau, ob die USA Maßnahmen in die Wege leiten würden, die "China schaden könnten". Eine ziemlich ungewöhnliche, sozusagen halb offizielle Einmischung in die US-Finanzpolitik. Die Chinesen haben aber auch allen Grund zur Sorge: Sie sitzen auf Dollarreserven von deutlich über 1000 Milliarden. Sie sind der größte Auslandsgläubiger der USA - und waren so der Hauptfinanzier der Defizitorgien der Administrationen Bush jr. und Obama, die es geschafft haben, den Schuldenstand der USA in knapp zehn Jahren mehr als zu verdoppeln. Womit wir auch schon bei einem wesentlichen Punkt sind: Der jetzige ideologisch unterfütterte Streit zwischen Republikanern und Demokraten, der in letzter Konsequenz die Welt in eine wirklich schwere Krise stürzen kann, mag wahltaktisch verständlich sein, hat aber sachlich keine Basis. Schuldenmachen und Sparen sind in Amerika historisch nicht parteipolitisch zuordenbar. Der konservative Säulenheilige Ronald Reagan beispielsweise war der unbestrittene Nachkriegsschuldenkaiser: In seiner Amtszeit hat sich die Staatsschuld von 1000 auf 2850 Milliarden Dollar nahezu verdreifacht, das durchschnittliche Schuldenwachstum von 13 Prozent pro Jahr ist bisher unerreicht. Der Demokrat Bill Clinton war in seiner Amtszeit dagegen mit durchschnittlich 3,44 Prozent Wachstum der sparsamste Präsident seit 1970. Reagan könnte aber locker vom amtierenden demokratischen Präsidenten Obama, der in seinem ersten Amtsjahr, 2009, einen Schuldenzuwachs von sagenhaften 18 Prozent geschafft hat, vom Stockerl gestoßen werden. Es stünde den politischen Top Guns in Washington also nicht schlecht an, gemeinsam einen Weg aus der gemeinsam verursachten Schuldenfalle zu suchen. Derzeit droht dem Land nur das "technische K. o.": Die USA sind nicht zahlungsunfähig, weil ihnen niemand mehr Geld leiht. Sondern, weil ihnen der geltende gesetzliche Schuldendeckel verbietet, noch mehr Schulden zu machen. Das ist ein entscheidender Unterschied etwa zu Griechenland. Der zweite: Als autonomes Währungsgebiet können sie natürlich Geld schöpfen und damit Schulden bezahlen (was freilich einer Entschuldung über Inflation gleichkäme). Aber der Weg in die tatsächliche Pleite ist bei den derzeitigen Defizitraten kurz: Schon droht Moody's mit einer Herabstufung, was die Schuldbedienung noch einmal verteuern und schwieriger machen würde. Wir sind also so oder so an einer Zeitenwende angelangt: Die Periode, in der kreditfinanzierter US-Konsum die Weltwirtschaft angetrieben hat, neigt sich dem Ende zu. Ob das geordnet oder in einem vermögenvernichtenden globalen Knall erfolgt - das haben jetzt einzig und allein die Verhandler in Washington in der Hand.

Rückfragehinweis: Die Presse Chef v. Dienst Tel.: (01) 514 14-445
OTS0171 2011-07-14/18:13