Wien

Klug, schön und gefährlich?

Foto vom Podium: mittleres Bild vlnr. Dr. Sabine Fischer, Oliver Voigt (NEWS), Thomas Prantner (ORF), Dr. Florian Krenkel (Ogilvy), Anke Meier (Henkel); © Wien-konkret

Foto vom Podium: mittleres Bild vlnr. Dr. Sabine Fischer, Oliver Voigt (NEWS), Thomas Prantner (ORF), Dr. Florian Krenkel (Ogilvy), Anke Meier (Henkel); © Wien-konkret

30. April 2008    
Einlass: 18:00 Uhr      Beginn: 18:30 Uhr

Thema:
Klug, schön und – gefährlich? Von den Chancen und Risken ein Mann unter Business Women zu sein

Podium:
* Anke Meier, Global Diversity Managerin Henkel
* Dr. Florian Krenkel, CEO Ogilvy Group Austria anstelle des erkrankten Dr. Hans Gasser, Vorsitzender des Vorstandes WirtschaftsBlatt Verlag
* Dr. Christoph Kotanko, Chefredakteur KURIER
* Thomas Prantner, Direktor Online und Neue Medien ORF
* Oliver Voigt, Herausgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News

Moderation: Dr. Sabine M. Fischer, Initiatorin von Women Talk Business®, SYMFONY Consulting

aus der Veranstaltungsreihe: Women Talk Business®
Ehrenschutz: Dr. Florian Krenkel, CEO Ogilvy Group Austria
Ort: Veranstaltungssaal der Raiffeisen Zentralbank, Am Stadtpark 9, 1030 Wien
Künstlerin des Abends: Edel Czernin www.edel-czernin.at

Eintritt:
frei      Anwesende: ca 300
Anmeldung: womentalkbusiness@symfony.at 
Website:
www.symfony.at

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Bild links: Dr. Sabine Fischer (WTB) interviewt Ehrenschützer Dr. Florian Krenkel (Ogilvy)
mittleres Bild vom Podium vlnr. Dr. Sabine Fischer, Oliver Voigt (NEWS), Thomas Prantner (ORF), Dr. Florian Krenkel (Ogilvy), Anke Meier (Henkel)
Bild rechts: Oliver Voigt (NEWS) ; © Wien-konkret



Bild links: Dr. Sabine Fischer (WTB) interviewt Ehrenschützer Dr. Florian Krenkel (Ogilvy)
mittleres Bild vom Podium vlnr. Dr. Sabine Fischer, Oliver Voigt (NEWS), Thomas Prantner (ORF), Dr. Florian Krenkel (Ogilvy), Anke Meier (Henkel)
Bild rechts: Oliver Voigt (NEWS) ; © Wien-konkret

Über kluge, schöne und gefährliche Frauen in der Arbeitswelt wurde am Podium leider kaum etwas berichtet. Dafür saßen die klugen und schönen Frauen zahlreich im Festsaal des Raiffeisen Hauptgebäudes. Sogar der Balkon musste geöffnet werden. Aber es waren auch einige Männer anwesend. Ein treuer Zuhörer war auch heute wieder Betriebsrat DI Leopold Miedl von RHI. Wie viele Frauen sich selbst als gefährlich einstufen beziehungsweise von Männern als gefährliche Gegnerin um einen TOP-JOB angesehen werden, blieb unergründet. (Anmerkung: Männer sehen das Thema wahrscheinlich insgesamt eher gelassen. Und bei Quotenbesetzungen - mit einer „Quotenfrau“ - ist man als Mann ohnedies chancenlos. Kaum ein Mann fürchtet sich davor, gegen eine Frau zu unterliegen. Eine Frau als Chefin zu haben ist für Männer da schon eher ein Thema.)

Von den "Chancen und Risken ein Mann unter Business Women zu sein", gab es vom Podium leider auch kaum Stellungnahmen.
Die Podiumsdiskussion konzentrierte sich hauptsächlich auf das Thema: Frau-sein in der österreichischen Arbeitswelt und welche Bereicherung Frauen für die Firmen sein können.

Hier die wichtigsten Aussagen zusammengefaßt:
 

Frau und Mann in der Arbeitswelt:

tradierte Rollenbilder:
* Begebenheit: Ein Frau schaute beim Einsteigen in das Flugzeug nach, wer im Cockpit sitzt. Hilferuf: „Jösas, do is´ a Frau drinnen“ => Was lernt man daraus? Wir stecken noch in alten Rollenbildern drinnen, selbst die Frauen.
* Amerikanische Studie: Es bedarf mindestens dreier Frauen im Vorstand, damit sich das Betriebsklima ändert. Ist sie alleine, muss sie sich anpassen oder geht unter.
* Man kann von Osteuropa viel lernen
* Eine Frau kann derzeit nicht in Österreich Präsident werden. Die Wähler stecken noch in alten Mustern. Widerspruch am Podium: Es lag an den Präsidentschaftskandidatinnen selbst
* Wandel: Bei Cocktailpartys gibt es keine Frauenwitze und keine Männerwitze mehr. Das kann sich heute keiner mehr leisten.

Quoten:
* Der ORF hat ca 3000 Mitarbeiter; 58% Männer und 42% Frauen. Bei neuen Jobs ist die Quote 50% : 50%  (Anmerkung Wien-konkret: leider fällt die Zuschauerquote beim ORF in den letzten 2 Jahren beträchtlich ab. Das wäre wohl die wichtigere Quote)
* Nicht alle Frauenquoten bringen nachhaltigen Erfolg. Die Diskussion um Frauenquoten dient nicht immer der Sache
* Frauenquoten sind ein grober Unfug. Man sollte nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten entscheiden. Wir brauchen die besten der besten
* Durch zu viele Vorschriften verliert ein Unternehmen an Flexibilität. Das bringt Wettbewerbsverluste
* Wenn mehr als die Hälfte der Abteilung auf Teilzeit ist, dann wir es ein Problem.
* Bei Raiffeisen gibt es im Vorstand eine geringe Frauenquote du trotzdem ist Raiffeisen höchst erfolgreich
* Es gibt eine einzige Chefredakteurin bei einer Tageszeitung in Österreich und die ist beim Standard

Auswahl von neuen Mitarbeitern:
* Ausschreibungen für einen TOP-JOB lautete: „Bei gleicher Qualifikation wird die Frau bevorzugt“. Ergebnis: Die Männer haben sich nicht beworben, weil sie keine faire Chance sahen. Frauen haben sich nicht beworben, weil sie aufgrund Ihrer Qualifikation genommen werden wollten und nicht wegen des Frau-seins.
* Job: Auswahlkriterien: Qualifikation, Teambildung, was kann jemand zum Erfolg des Unternehmens leisten.
* Herausforderung: Demografischer Wandel & Internationalität
* Teammitglieder sollten sich gegenseitig anspornen. Das bedarf bei verschiedenen Branchen verschiedene Zusammensetzungen
* Alibi-Aktionen bringen bei Job-Besetzungen nichts
* Bei Preisverteilungen im Bereich Kreativität sind Frauen stark vertreten.
* Immer mehr Menschen haben Migrationshintergrund, d.h. wir müssen uns überlegen, wie wir auch in der Redaktion mehr Mitarbeiter mit Migrationshintergrund bekommen
 

Publikum im Raiffeisensaal am 30.4.2008; © Wien-konkret



Publikum im Raiffeisensaal am 30.4.2008; © Wien-konkret

Kinderbetreuung & Job:

* Bei Betriebskindergärten sind die Vorschriften in Österreich so extrem, dass man es praktisch nicht schafft. Also gibt es beim Kurier – trotz großem Bemühen – keinen Betriebskindergarten.
* Bei Henkel werden jetzt eigene Kindertagesstellen eingerichtet
* Frankreich ist in der Paraderolle, was die Kinderbetreuung der berufstätigen Mütter betrifft.
 

Frauen als Kundinnen:

* Über viele Produkte, die am Markt sind, entscheiden die Frauen beim Kauf. Oft sogar bei Autos
 * Manche Kunden arbeiten lieber mehr mit Frauen, manche mit Männer. Ich muss flexibel darauf reagieren können.
* Die Zeit wird ohnedies vieles ändern
* Vor vielen Jahren gab es eigene Frauenseiten in den Zeitungen. Heute halten sich noch wenige Europaseiten. Das ist offensichtlich auch noch etwas Exotisches 
 

Diskussion:

* Alles was sie sagen ist auf Mittelbetriebe kaum anwendbar
* Bei der Gleichbehandlung waren wir schon weiter. Auch in der Politik wird es schlechter
* Warum ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen rückläufig?
* Jede Führungspersönlichkeit sollte gefragt werden, wie sie Familie und Job in Einklang bringen will.
 
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Tipp: Hier finden Sie eine gute Zusammenfassung über die Podiumsdiskussion vom Veranstalter Symfony Constulting (655 kB)
 

Ja genau, ich auch...

Fotos:  Jenny Simanowitz beim Communications Cabaret und bei der Anleitung zum Kennenlernen eines fremden Partners;  © Wien-konkret



Fotos: Jenny Simanowitz beim Communications Cabaret und bei der Anleitung zum Kennenlernen eines fremden Partners; © Wien-konkret

Kurzes Communications Cabaret mit Jenny Simanowitz. Diese führte sehr augenscheinlich vor, dass nicht die Männer die Frauen "aufreißen", sondern die Frauen mit gezielten Blicken die Männer anlocken. Mit dem ersten Blick nehmen Sie den Mann wahr, mit dem zweiten Blick schauen Sie, ob er alleine ist und dann beginnt - im günstigen Fall - die Werbung. Jenny Somanowitz führte auch eine besonders wirksame Werbemethode a´ la Marilyn Monore vor.

Dann kam das Kennenlern-Spiel "Ja genau, ich auch". Das Publikum mußte dabei aufstehen und jeder suchte sich einen fremden Partner. Der erste Satz wurde vom Gegenüber mit "Ja genau, ich auch" beantwortet und ein neuer Satz hinzugefügt. So ging es hin und her und schon hat man eine nette neue Bekanntschaft gemacht.
 

Networking am Buffet






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Persönlichkeiten beim Small-talk

Bei der Women Talk Business® Veranstaltung wurden diesmal u.a. gesichtet:

Petra Huemer (ORF), Heinz Pechek (BMÖ), Elisabeth Gießer (Verlagsgruppe NEWS), Peter Ostermann (omtec), Sabine Binder-Krieglstein (Pfizer), Beate Lukas-Janowsky (BMWA), Birgit Gusenbauer (Skandia), Sebastian Dietrich (Anecon), Lena Rumjanceva (Henkel), Sabine Leeb(Bank Austria), Wolfgang Lachkovics (IT Austria), Franz Fuchs (Gruber Management), Barbara Pertl (Die Presse), Monika Fritsch (Dorotheum), Erich Cerjak (sVersicherung), Marion Weiss (ÖRK), Timea Kofler (Bose), Lydia Ninz (ARBÖ), Sanela Karaselimovic (BDO), Bettina Glatz-Kremsner (Österreichische Lotterien), Gerald Stierschneider (BAWAG), Susan Brunner (Mondi), Monika Rupp (ORF), Lukas Haider (Uniqa), Bettina Petz (Citroen), Michael Sgiarovello (Henkel), Maria Berger (Volksbank), Petra Demel (CocaCola), Petra Schmid-Triebnig (IBM), Sylvie Maier (APA), Ulrike Kepplinger (BMLFUW), Merisha Mehmedovic (RZB), Christian Roth (cSt causa), Brigitte Holczmann (BAWAG), Anna Kolesarova (BRZ), Claudia Zudrell (Mondial), Sabine Foltin (Reckitt Benckiser), Beatrix Attinger (PWC), Barbara Riedl (IKEA), Karin von Stetten (Motorola), Marianne Morawez (Erste Bank), Ursula Brabec (Money Bank), Barbara Hackner (HP), Angela Heissenberger (Report), Sylvia Youssef (MAN), Angelika Ritter (Telekom), Janina Mayer (AMS), Martina Priesch (Raiffeisenbank), Karin Strobl (Media), Petra Reiter (ÖBB), Walter Schwarz (Consent), Zuzana Halkova (Henkel), Edgar Müller (Österreichische Post).
 



Women Talk Business ® Ehrenschutz 2008

Bilder: Dr. Florian Krenkel, CEO Ogilvy Group Austria, Ehrenschutz von WTB im Jahr 2008. 
links: Elisabeth Pechmann Director    
rechts: Petra Fell Director

Bilder: Dr. Florian Krenkel, CEO Ogilvy Group Austria, Ehrenschutz von WTB im Jahr 2008.
links: Elisabeth Pechmann Director
rechts: Petra Fell Director

"CEO von Ogilvy weltweit ist eine großartige Frau: Shelly Lazarus. Über unser Unternehmen und ihre Karriere sagt sie: „This place has always been a meritocracy, and I have never actually felt my femaleness.” Das beschreibt perfekt einen wichtigen Aspekt der Ogilvy-Kultur: Nicht das Geschlecht, sondern die Leistung zählt.

Genauso sehe ich das auch. Unser Managing Director in der Ogilvy Group Austria ist weiblich. Zwei unserer vier Fachbereiche werden von Frauen geleitet. Ebenso 50 Prozent der Beratungsteams. Für mich sind diese Frauen in Führungspositionen nicht „Programm“, sondern die selbstverständliche Entscheidung für das Beste im Business.

Ein wichtiges Zitat unseres Agenturgründers David Ogilvy lautet: „If you hire people who are bigger than you are, we shall become a company of giants.“ Ogilvy mag Menschen mit Größe. Daher tragen wir mit unserer Unterstützung für Women Talk Business ® gerne dazu bei, dass noch mehr Frauen ihre professionelle Größe entdecken, ausbauen und zeigen können," fasst Krenkel seine Motivation von Ogilvy zur Übernahme des Ehrenschutzes von Women Talk Business ® 2008 zusammen.
 



Sponsoren & Medienpartner 2008:



Henkel , RZB , Ogilvy , KURIER, Format , Wien-konkret ,
Symfony , IKEA , Exakta



Nächste Podiumsdiskussion in der Reihe "Women Talk Business":

1. Oktober 2008 
Thema:
Frauen setzen Maßstäbe: Wie Frauen Business Rules verändern
Ort: RZB Am Stadtpark 9, 1030 Wien


Autor des Beitrages: Mag. Robert Marschall     
Letztstand:  17. März 2008
 



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