Wien

Frauen in Männerwelten



Foto: Sabine M. Fischer, Georg Serentschy, Gerlinde Ondrej, Waltraud Langer, Eva E. Krainz, Ingeborg Bauer-Kunst;
© Wien-konkret

22. November 2006,
Einlass: 18:00  Beginn: 18:30 Uhr
Thema: Frauen in Männerwelten: Von der Pilotin bis zum Medien-Tycoon
Ort: Veranstaltungssaal der Raiffeisen Zentralbank, Am Stadtpark 9, 1030 Wien
 
Eintritt: frei    Website: www.symfony.at


Am Podium:
* Prok. Ingeborg Bauer-Kunst, Vice President, Head of Export Finance & Investment Financing, Raiffeisen Zentralbank Österreich AG
* Obstlt.A Dr. Eva E. Krainz, Chefarzt des Heerespersonalamtes, Gender Mainstreaming-Beauftragte des 
Österreichischen Bundesheeres
* Mag. Waltraud Langer, Moderatorin "Offen Gesagt", Ressortleiterin ZiB Wirtschaft,
ORF
* Dr. Gerlinde Ondrej, Exakta
* Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer Telekommunikation, Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH 

Zuhöherinnen: über 180 Damen (und ein paar Herren)





Fotos: "Women Talk Business - Frauen in Männerwelten" am 22. Nov. 2006 bei der RZB Wien Stadtpark; © Wien-konkret



Die Aussagen und Gedankensplitter zusammengefaßt

* Erfolg läßt sich nicht verhindern, höchstens für eine gewisse Zeit aufhalten
* Technik hilft, um "Berufstätigkeit" und die "Mutterrolle" unter einem Hut zu bringen
* Wenn Frauen in einer reinen Männerrunde anwesend sind, dann verbessert sich das Klima. Z.B. eine Frau beim Bundesheer ist auch für die Soldaten gut, weil dann die Vorgesetzten bessere Umgangsformen annehmen.
* Männer sind auch in Führungspositionen, wenn in einem Bereich hauptsächlich Frauen tätig sind, z.B. Handel, Gastronomie
* Frauen sind mehr in Kooperationsnetzwerken, wo sich jeder kennt und wo es auch gegenseitige Abhängigkeiten gibt. Eine wichtige Ergänzung sind Zugangs-Informationsnetzwerke z.B. in verschiedenen Institutionen / Organisationen
* Beim Karriereaufstieg muss man loslassen können. Man verlässt sein vertrautes Netzwerk
* Das Österreichische Bundesheer hat dzt. 1,9% weibliche Bedienstete
* Im Journalismus gibt es im Wirtschaftsbereich recht viel Frauen, überraschender Weise auch in Führungspositionen
* Bei Diskussionssendungen (Anmerkung: im Fernsehen) verweigern sich viele Frauen bzw. sagen dann vor der Sendung ab. Das ist ein wirkliches Problem. Wenn Sie eine Sendung mit Waltraud Langer sehen, wo keine Frau dabei ist, dann nicht weil keine eingeladen ist, sondern weil keine zugesagt hat oder kurzfristig abgesagt hat.
* Leider hat für den heutigen Abend Frau Barbara Mucha abgesagt. Stattdessen ist Frau Dr. Gerlinde Ondrej von der Firma Exakta gekommen. Vielen Dank.
* Für Führungskräfte ist es am Wichtigsten ein gutes Team zusammenzustellen. Im Team sollten einige sein, die die eigenen Schwächen ausgleichen
* Bei Führungsfunktionen sind die sozialen Fähigkeiten wichtig, die fachlichen werden immer unbedeutender.
* Früher musste eine arbeitende Frau aussehen wie ein Mädchen, denken wie ein Mann und arbeiten wie ein Pferd. Das hat sich stark verbessert.
* Männer kommunizieren anders, meist direkter.
* Gleichbehandlungsstelle des ORF kümmert sich auch um benachteiligte Männer
* Führung ist ein Beruf. Dazu braucht man ein Handwerkszeug – gleich ob Mann oder Frau. Das muss man lernen. Wenn die Ausbildung die Firma nicht zahlt, dann muss man selber investieren – will man Erfolg haben
* Männer sind oft mutiger und deshalb erfolgreicher
* Die Leistungsbereitschaft von Männer steigt, wenn eine Frau dabei ist. Kein Mann möchte „schwächer“ sein oder „langsamer“ sein als eine Frau.
* Bei der RZB gibt es einen Betriebskindergarten. Frauen in solchen Firmen sind privilegiert.
* Es gibt Fälle, wo der Mann die Teilzeitkarenz seiner Frau angeboten hat, aber die Frau beim Kind bleiben wollte.
* Der Einstieg in Männerwelten ist in Großorganisationen leichter. Da gibt es ein familienfreundlicheres Umfeld. In kleinen Firmen muss man sich mehr arrangieren. Da gibt es das soziale, familienfreundliche Umfeld von Großfirmen nicht.
* Wenn Sie das was Sie machen gerne machen, dann werden Sie immer eine Spur besser sein, als andere. Dabei ist es „wurscht“, ob Sie eine Frau oder ein Mann sind.
* Die Frauen trauen sich oft weniger zu. Die Männer trauen sich mehr zu
* Komfortzone – Stresszone – Panikzone
Man kann sich nur weiterentwickeln, wenn man die Komfortzone Richtung Stresszone verlässt. Sonst kommt man nicht weiter. Man kann nach einiger Zeit von der Stresszone wieder in die Komfortzone zurückkehren. Ohne Weiterentwicklung landet man irgendwann in der Panikzone
* Frauen sollten die Fremdsprache „Männerkommunikation“ lernen. Sie sollten die Männersprache aber nicht annehmen, sondern authentisch bleiben.
* Männer haben ein „Machtgen“. Männer können Macht genießen.
* Der ORF hatte eine weibliche Generaldirektorin – eine österreichische Besonderheit.
* Bei Frauen wiegt der Haushalt schwerer. Männer gehen auf ein Bier. Bei Männer hat der Haushalt kein Gewicht. Wenn es gar nicht mehr geht, dann nehmen sich Männer eher eine Putzfrau.
* Das Thema „Putzfrau“ wurde kontroversiell diskutiert
* 50% der Frauen in Spitzenfunktionen sind Single, 60% sind kinderlos. 4% der Männer in Spitzenpositionen sind Single, 3% sind kinderlos
* Der katastrophalste Fehler, den Frauen passieren kann, sind Tränen. Tipp: Po-Backen zusammendrücken und Tränen unterdrücken.
* Die Uniformen des Bundesheeres passen den Frauen nicht wirklich. Es gibt demnächst eine neu geschnittene Uniform für Frauen.
* Männer können besser „Konflikte“ von „Personen“ unterscheiden. Nach einem Konflikt geht man auf ein Bier. Frauen beziehen immer alles auf „Personen“.
* Die Kamera ist brutal. Für Frauen ist das Thema „Schminken“ vor einem Fernsehauftritt sehr wichtig.
* Bei einer Ehrung würde ein Mann nie von seinem Abgang sprechen. Eine Frau schon, z.B. Generaldirektorin von Siemens Österreich, Brigitte Ederer, bei der Ehrung zur Managerin des Jahres 2006 durch die Wirtschaftsuniversität Wien. 

Anmerkung von Wien-konkret:
“Das wichtigste Netzwerk heutzutage ist das „Internetz“. Da haben Männer wahrscheinlich 1/4 Generation Vorsprung.“ ©
Robert Marschall

Den Männervorsprung kann man aber einholen, wenn frau will. Wie erfahren Sie bei Wien-konkret
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Persönlichkeiten beim Small-talk

Beim anschließenden Women Talk Business®–Networking gesichtet wurden u.a.:

Elfriede Berger, Bio Austria / Nathalie Blaschek, Kühne + Nagel / Ingrid Bratkowitsch, GE Money Services /  Susan Brunner, Mondi Business Paper / Margot Burtscher, Biogen Idec / Denise Dittmayer, Oracle / Nicole Fleissner, Maxdata / Susanne Freyer, Rechtsanwältin / Ute Fuchs, Foxmedia / Elisabeth Grimm, Oracle / Birgit Gusenbauer, Skandia / Lukas Haider, Uniqa / Judith Hanika-Grün, Philips / Robert Hobl, Nokia / Anna Kolesarova, BRZ / Anton Laschalt, BMLV / Martina Madner, Österreich / Leopold Miedl, RHI / Manuela Mohr, Telekom Austria / Edgar Müller, Österreichische Post / Elisabeth Neuhauser, KSV / Sonja Premur, Conect / Johanna Peter, Symposionline / Franz Schaupmann, AUVA / Andrea Schlifelner, BRZ / Katharina Schmidt, Wiener Zeitung / Elise Schwarz, RZB / Elisabeth Stampfl-Blaha, Önorm Institut / Andrea Telsnig-Ebner, BMLV / Eva Uher, Schweizer Botschaft / Ulrike Verzetnitsch, Baxter /.
 



Nächste Podiumsdiskussion in der Reihe "Women talk Business":
* am 2. Mai 2007 "Mega Deals - Mega Trends"


Autor des Beitrages: Mag. Robert Marschall     
Letztstand:  3. Jan 2007
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