11.4.2010: Österreich zahlt für Griechenland: 858 Millionen EuroUm das EU-Mitgliedsland Griechenland vor dem Staatsbankrott zu retten, beschlossen die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten am Sonntag 11. April 2010 ein "Griechenland Rettungspaket". Die EU will damit verhindern, dass die EU-Währung EURO zerbricht. Allerdings sind solche Staatszuschüsse und staatliche Kredite an ein anderes EU-Mitgliedsland EU-rechtswidrig.
Konkret bekommt Griechenland 30 Milliarden Euro von der Europäischen Union. Österreich - selbst über beide Ohren verschuldet - muss 858 Millionen Euro bezahlen. Weitere 15 Milliarden Euro werden Griechenland vom IWF - Internationaler Währungsfond zur Verfügung gestellt, also letztlich wieder von den Staaten bzw Steuerzahlern.
Mehr Infos => Griechenland vor Staatsbankrott & EU zahlt 30 Milliarden Euro 

Attac: „Wir zahlen nicht für eure Krise!“ Demonstration 28.März 2009, WienAttac Österreich ruft am 28. März 2009 zu einem internationalen Aktionstag anlässlich des Weltfinanzgipfel der G20 (2. April 2009, London) auf: Unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise! – Für eine demokratische und solidarische Gesellschaft" werden in auch in Wien tausende Menschen demonstrieren. Knapp hundert Organisationen haben den gemeinsamen Aufruf bereits unterzeichnet. Die TeilnehmerInnen fordern eine strenge Regulierung der Finanzmärkte, Sozialpakete, Verteilungsgerechtigkeit und einen Systemwechsel in Richtung demokratischeres und solidarischeres Wirtschaften.
28. März 2009: Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine demokratische und solidarische Gesellschaft Internationaler Aktionstag zum Welt-Finanzgipfel der G20
Demonstration und Protestspektakel in Wien: 13.00 Treffpunkt Westbahnhof Wien 16.00 Kundgebung beim Parlament
Mehr Infos => Demo gegen die Finanzkrise 

* 30.10.2008: 2,7 Milliarden Euro Staatshilfe für "Erste Group Bank AG" |  | 
|  Foto: Filiale der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG
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Die Holding "Erste Group Bank AG" hat nun heute 30.10.2008 - einen Tag vor dem Weltspartag - das staatliche Bankenhilfspaket in Anspruch genommen. Die "Erste Group Bank AG" erhält 2,7 Milliarden Euro (= 37 Milliarden Schilling) von der Republik Österreich (= Steuerzahler). Dafür wird die Republik Österreich Miteigentümer der ERSTE Group Bank AG. Der Staat zeichnet Partizipationsscheine und soll dafür 8% Zinsen bekommen. Dadurch steigt die Eigenkapitalquote der ERSTE Group Bank AG von 7,5% auf 10,3%. Gleichzeitig gab die "Erste Group Bank AG" heute bekannt, dass sie das Ergebnis in der ersten drei Quartalen 2008 um 23,2% stark steigern konnte. Die Bank stehe also nicht vor der Pleite.
Anmerkung: Das eine stark gewinnbringende Bank das Bankenhilfspaket der Republik Österreich als erstes annimmt und dann gleich mit 2,7 Milliarden Euro, das wird der leidgeprüfte österreichische Steuerzahler nur schwer verstehen. Die Aktionäre verstehen das viel besser. Heute gab es ein Kursfeuerwerk bei der Aktien der "Erste Group Bank AG": +13,9% Tagesgewinn. Mehr Infos => Börsekrach 2008 

Wiener Börse - Einst und jetzt |  | 
|  Wiener Börse: Gebäude am Ring
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Geschichte Die Wiener Wertpapierbörse, eine der ältesten Börsen der Welt, nahm 1. 9. 1771 aufgrund des Börsepatents von Kaiserin Maria Theresia den Handel auf. Zunächst wurden nur Anleihen, Wechsel und Devisen gehandelt, der Aktienhandel wurde erst 1818 mit Namensaktien der Nationalbank aufgenommen. Hemmungslose Spekulationen in Erwartung der Weltausstellung lösten am 8. 5. 1873 einen Börsenkrach aus, der eine schwere Rezession zur Folge hatte.
Nach wiederholtem Ortswechsel bezog die Wiener Börse das von Theophil Hansen 1874-77 erbaute Gebäude am Ring. (siehe Foto)
Gegenwart 1997 kam es zur Gründung der Bundeswertpapieraufsicht (heute Finanzmarktaufsicht) als unabhängige Behörde, weiters wurde der Kassamarkt in die Terminbörse (ÖTOB) eingebracht und die so entstandene Gesellschaft in Wiener Börse AG umbenannt. Gleichzeitig wurde der Parketthandel eingestellt. In Folge wurde die Wiener Börsekammer aufgelöst. Die neue Gesellschaft firmierte zuerst in der Strauchgasse, seit dem Jahr 2000 in der Wallnerstrasse. Seit 1999 ist die Wiener Börse vollprivatisiert und im Besitz von mehr als 60 Teilhabern, die meisten davon sind Banken bzw. in Wien notierte Unternehmen. Im Oktober 2008 mußte die Wiener Börse neuerlich schwere Verluste hinnehmen.
Mehr Infos zur => Sehenswürdigkeit Wiener Börse => Börsekrach 2008 


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18.1.2012 WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Langweilig wird der Börsechefin sicher nicht - von Hans-Jörg Bruckberger Endlich! Die Chefsuche der Wiener Börse hat ein Ende. Jetzt kann man die Ärmel hochkrempeln und in die dringend notwendige Offensive gehen. Zu tun gibt es genug - denn so wie zuletzt kann es auf Dauer nicht weitergehen. Immer mehr Anleger wie auch Investmentbanken kehren Wien den Rücken, die Umsätze sind dramatisch zurückgegangen, die Kurse auch (der ATX zählte 2011 gar zu den schlechtesten Leitindizes der Welt). Zugegeben: Gegen Rezession oder Schuldenkrise, insbesondere bei einigen unserer wichtigsten Handelspartner, kann man nichts machen. Sehr wohl aber gegen jene miese Stimmungsmache, die der Börse Wien den Rest gibt. Etwa aus der Politik mit den ständigen Schimpftiraden gegen die ach so bösen Spekulanten an der populistischen Basis und der unsäglichen Wertpapiersteuer als Gipfel der Börsefeindlichkeit. Dagegen hat die Börse - mit Verlaub - zuletzt zu wenig angekämpft. Generell wurde nicht genug getan. Prompt befindet sich der heimische Kapitalmarkt in einem regelrechten Abwärtsstrudel bzw. Teufelskreis. Nach Größen wie Chevreux oder UniCredit zieht jetzt auch die Deutsche Bank Teile ihres Geschäfts aus Wien ab. Die Handelsstatistik spricht schon jetzt Bände: Die Deutschen sind seit Jahren Marktführer, haben als solcher im Vorjahr 6,3 Milliarden Euro an Umsatzvolumen generiert, 2005 waren es mehr als 15 Milliarden. ....
Rückfragehinweis: Wirtschaftsblatt Verlag AG Tel.: 01/60117 / 300 OTS0280 2012-01-18/18:15 
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