Wien

November 2007:

* 23. November 2007: MEL aus dem Prime-Market ausgeschlossen

Wie die Wiener Börse AG heute in einer Presseaussendung bekannt gab, muss die MEL den Prime Market der Wiener Börse verlassen. Der Prime-Market Vertrag wurde per 21. Nov. 2007 aufgelöst. Es erfolgt die Umreihung in das Marktsegment "Standard Market Continuous".
Qu: Presseaussendung der Wiener Börse AG vom 23.11.2007

* 21. Nov. 2007: FMA distanziert sich von MEL Behauptung
"...Zu der von Meinl European Land Ltd. (MEL) im Rahmen einer am 21. November 2007 um 10.48 Uhr veröffentlichten Ad-hoc-Mitteilung aufgestellten Behauptung „die von der FMA beaufsichtigte Wiener Börse soll an der Irreführung mitgewirkt haben" stellt die Finanzmarktaufsicht (FMA) richtig, dass seitens der FMA diese Feststellung nicht getroffen wurde. ..."
Qu: Presseaussendung der Finanzmarktaufsicht vom 21.11.2007

* 21. Nov. 2007: MEL zum Straferkenntnis der Finanzmarktaufsicht
"...Den Mitgliedern des Board of Directors der Meinl European Land Limited wurde gestern am Abend ein verwaltungsrechtliches Erkenntnis der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) zugestellt. Darin wird behauptet, dass eine Ankündigung im Zusammenhang mit der Einberufung der Hauptversammlung der Meinl European Land vom 23. August 2007 irreführende Signale geben konnte. Die von der FMA beaufsichtigte Wiener Börse soll an der Irreführung mitgewirkt haben. Dieses Erkenntnis ist nicht rechtskräftig; das Board of Directors wird dagegen Berufung einlegen. ...Die finanziellen Auswirkungen belaufen sich auf EUR 20.000,- für jedes Mitglied des Board of Directors;..."
Qu: Presseaussendung der MEL vom 21.11.2007
 

Oktober 2007:

25.10.2007: Geschädigte Kleinanleger bitte melden
Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger ließ unter www.verbraucherrecht.at eine Plattform für Geschädigte der Meinl European Land (MEL) einrichten. Seit 25. Oktober 2007 können sich durch falsche Beratung geschädigte Kleinanleger dort registrieren. Es dürfte an die 150.000 Kleinanleger MEL-Zertifikate gezeichnet haben.

Minister Buchinger hat den Verein für Konsumenteninformation (VKI) mit Sitz in 1060 Wien beauftragt, rechtlich zu prüfen, in wieweit bei der Affäre um die MEL Konsumentenschutzbestimmungen verletzt wurden oder welche Schadenersatzforderungen möglich sind. Seit 25.10.2007 werden Beschwerdefälle aktiv gesammelt und geprüft. Ob es zu einer Sammelklage oder eines Musterprozesses des VKI gegen MEL kommt, wird sich zeigen.
Qu: Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz am 25.10.2007 .
 
Achtung wegen Verjährung: Damit Ihre Ansprüche nicht verjähren sollten Sie rechtzeitig juristische Mittel ergreifen. Davor schützt Sie nämlich eine Registierung beim VKI nicht !
 

September 2007:

24: Septmeber 2007: Karl-Heinz Grasser auf ORF 2
In der heutigen ZIB 2 im ORF gibt der Vorstandsvorsitzende der Meinl Power Management Ltd. - also der Managementfirma der MIP - Karl-Heinz Grasser, an, er habe noch keinen einzigen Cent von der MIP erhalten. Dass man ihm mit der MEL in Verbindung bringe sei "eine absolute Frechheit". Er hab "rein gar nichts" mit der MEL zu tun.
Anmerkung von Wien-konkret: Die Auszahlung der Managementgebühr erfolgt jährlich. Karl-Heinz Grasser wird vermutlich zu Jahresende geschätzte 3 Millionen Euro beziehen. 

24. September 2007: wo ist nun die Steuerpflicht?
Auf Auftrag der MEL sind die Wirtschaftstreuhänder von Leitner&Leitner dabei heruaszufinden, ob die Gesellschaften trotz Sitz auf Jersey (Kanalinsel) nicht ohnedies in Österreich steuerpflichtig sind.
Anmerkung Wien-konkret: Das hätte man schon längst machen sollen, nicht erst jetzt

24. September 2007: Staatsanwaltschaft ermittelt
Laut der Ausgabe profil sollen von der Wiener Staatsanwaltschaft Vorerhebungen gegen den Meinl Bank Chef Julius Meinl, als auch gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (Vorsitzender der Meinl International Power) und Ex-Verbund-Chef Hans Haider Vorerhebungen eingeleitet worden sein. Es bestehe der Verdacht der Untreue, des Betrugs und der Täuschung. Gleitet wird das Verfahren vom Leiter der Wirtschaftsgruppe, Karl Schober. Es gilt die Unschuldvermutung.
Qu: profil 39/2007 Profil online

23. September 2007: ERSTE-Chef Treichl über die Meinl-Affäre:
"Ich glaube nicht, dass man viel darüber reden sollte, wenn man die Hintergründe nicht kennt, aber die Optik ist grauenhaft", sagte Treichl in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir".
Qu: ORF online

20. September 2007: MEL Aktien an der Börse?
"...Ganz im Gegensatz zu Aussagen in Meinl-Informationsbroschüren („100 Prozent der Aktien stehen in Streubesitz“) notiert keine einzige MEL-Aktie an irgendeiner Börse. Die Kontrollbank hält also zwei Drittel der Meinl European Land, tut das aber sozusagen nur treuhändisch: Sie hat auf jede MEL-Aktie ein sogenanntes ADC (Austrian Depository Certificate) begeben. Und diese Zertifikate notieren im Prime Market der Wiener Börse. ..."
Qu: Die Presse 20.9.2007 Die Presse - online

17. September 2007: FMA und OeNB prüfen die Meinl Bank
Siet heute wird die Meinl Bank gleich doppelt geprüft. Die Finanzmarktaufsicht FMA prüft als Wertpapieraufsicht die kapitalmarktrechtlichen Fragen und die Österreichische Nationalbank OeNB prüft die markt- und kreditrisikorelevanten Fragen.

17. September 2007: Wolfgang Flöttl & Meinl
Laut profil haben die Aufsichtsbehörde bereits im Jahr 2006 gewusst habe, dass die Meinl Bank dem im Bawag-Prozess angeklagten Ex-Investmentbanker Wolfgang Flöttl über einen 250.000-Dollar-Kredit Geschäfte mit MEL-Aktien ermöglicht habe.
Qu: Profil 39/07 Profil - online

13. September 2007: Wiener Börse prüft Herabstufung der MEL
Die Wiener Börse überlegt, ob die MEL Zertifikate aus dem Prime Market der Wiener Börse herausgenommen werden sollen. Viele Insider fragen sich, wie die MEL es überhaupt geschafft hat, in den Prime Market hinein zu kommen. Im Wiener Prime-Market dürften nur Stammaktien sein, nicht hingegen Zertifikate. Börse-Vorstand Heinrich Schaller würde es für gut halten, wenn die MEL sich freiwillig zurückzieht. Julius Meinl denkt an Schadenersatzklagen, sollte die MEl zwangsweise aus dem Prime-Market entfernt werden.

13. September 2007: Die FMA beauftragt die OeNB mit einer Prüfung der Meinl Bank

13. September 2007: Wiener Börse entschuldigt sich
Heute tätigte die Wiener Börse einen außergewöhnlichen Schritt. Sie entschuldigte sich dafür, dass auf Ihrer offiziellen Homepage ("Listing") zur MEL offenbar jahrelang falsche Führungskräfte-Namen standen. Laut Börsesprecherin Beatrix Exinger handelte es sich um einen "Redaktionsfehler". Die auf der Börse-Homepage angegebenen Daten zu Vorstand und Aufsichtsrat der MEL sind fälschlicher Weise Daten der Meinl Bank. Solche "Redaktionsfehler" sind natürlich für die Anleger keine guten Nachrichten.
Qu: Der Standard - online

12. September 2007: Grüne kritisieren Naheverhältnis von FMA - Grasser - MIP
Der Finanzsprecher der Grünen, Bruno Rossmann, kritisiert die Verbindung zwischen der Finanzmarktaufsicht FMA und Ex-Finanzminister Grasser, dem nunmehrigen Vorsitzenden der Meinl International Power.

12. September 2007: Anonyme Anzeige gegen MEL
Pressesprecherin Michaela Schnell von der Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang einer anonymen Anzeige gegen die Verantwortlichen der MEL.

10. September 2007: MEL Aktien brechen neuerlich ein
Nachdem gestern bekannt wurde, dass die Wertpapieraufsicht (FMA) Ihre Untersuchungen ausdehen werden, brachen die MEL Aktien heute um 7,5% auf 9,11 Euro ein.

7. September 2007: Meinl Bank finanzierte Anlegenschützer vom IVA 
"...Die Meinl-Bank hatte über einen Zeitraum von vier Jahren insgesamt 30.600 Euro auf ein treuhändisch verwaltetes Konto der IVA überwiesen. Das Geld sollte als Rückversicherung dienen, sollte der IVA einmal rechtlich angegriffen werden.  ..." Anlegerschützer Wilhelm Rasinger vom Interessensverband der Anleger IVA vermutete eine "gezielte Kampagne" gegen ihn.
Qu: Der Standard

6. September 2007: Ratingagentur "Fitch" senkt MEL Bewertung auf BB+
Die Ratingagentur "Fitch" hat heute Donnerstag die Einstufung der Meinl European Land auf BB+ gesenkt. Die MEL-Aktie fiel auf 10,90 Euro und somit unter den Ausgabepreis im Jahr 2002 von 11,10 Euro.

5. September 2007: MEL Aktien als Junk-bonds?
"...Bisher ist MEL von S&P langfristig mit "BBB-" und kurzfristig mit "A-3" eingestuft. Nach der "unerwarteten Erklärung des Aktienrückkaufs für 1,8 Mrd. Euro" habe man das Unternehmen jetzt auf die Beobachtungsliste "CreditWatch mit negativer Implikation" gesetzt, erklärte S&P-Kredit-Analyst Andreas Kindah. ..." Die MEL Aktie fiel heute auf 12,30 Euro
Qu: Die Presse 5. September 2007 Die Presse - online

3. September 2007: Alfred Reiter reicht seinen Rücktritt ein
"Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, erfasst der Skandal um die
börsenotierte Immobiliengesellschaft Meinl European Land Ltd. nun
auch die Wiener Meinl Bank AG. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Reiter hat mit 3. September 2007 seinen Rücktritt eingereicht. Reiter gegenüber "profil": "Ja, ich werde mich nach Ablauf der vierwöchigen satzungsmäßigen Frist aus dem Aufsichtsrat zurückziehen, weil ich mir mit 67 diesen medialen Druck
im Umfeld nicht mehr antun möchte." ..."
Quelle: OTS-Meldung

3. September 2007: Karl-Heinz-Grasser sieht irrationale Übertreibung
"...KURIER: Herr Grasser, wie hart trifft Sie das, was vergangene Woche passiert ist: Alle drei Papiere der Bankiersfamilie Meinl sind abgestürzt, 1,1 Milliarden Euro vernichtet.
Karl-Heinz-Grasser: Finanzmärkte neigen zu Übertreibungen, sowohl nach oben als auch nach unten. Wer die Substanz der Meinl European Land kennt, – schon mehrere Jahre am Markt, eine tolle Wachstumsstory –, weiß, dass der Markt diese Übertreibung nach unten wieder korrigieren wird. Um also Ihre Frage zu beantworten: Die Substanz der Unternehmen stimmt. Daher braucht sich um die Meinl-Aktien keiner Sorgen zu machen. ..."
Qu: Online-Kurier vom 3.9.2007 Kurier - online
 

August 2007:

30. August 2007: Für die MEL gilt österr. Börsegesetz
Börse-Vorstand Michael Buhl stellte heute klar, dass für jedes UNternehmen, dass an der Wiener Börse gehandelt wird, das österr. Börsegesetz gilt, also auch für die MEL. Für die MEL gilt allerdings nicht das österr. Aktiengesetz, der der Sitz der irma nicht in Österreich ist. Der Unterschied liegt beispielsweise bei Aktienrückkäufen: Österreich maximal bis 10%, Jersey bis 30%.

29. August 2007: Rückkauf von MEL Zertifikaten
Wie erst heute bekannt wurde kaufte die MEL bis dato 88,8 Mio. eigener so genannter Zertifikate (die Aktien dahinter gehören der Kontrollbank) das sind 29,6 Prozent des Stammkapitals zum Preis von 1,8 Milliarden Euro. Die Zertifikate seien zum Durchschnittspreis von 20,43 Euro pro Stück erworben worden. Die 1,8 Mrd. Euro würden vom Eigenkapital abgezogen, das dann 3,1 Mrd. Euro betragen werde.


Die Meinl-Affäre war Ende August 2007 ausgebrochen. Auslöser waren zunächst Kursrückgänge in Folge der US Amerikanischen Immobilienkrise. Doch seit dem sickern immer mehr beunruhigende Informationen an die mediale Öffentlichkeit, zB das der Firmensitz in Jersey (Kanalinseln) ist und nicht in Wien; das bei 150 Millionen Aktien nur 1 Cent bezahlt wurde (Partly Paid Shares) und diese trotzdem ein Stimmrecht haben (dies wäre nach österr. Aktiengesetz nicht möglich); das man gar nicht genau weiß, wer im MEL Vorstand sitzt; usw.

Der MEL Kurs ging am Montag den 30. August 2007 um ca. 17% zurück ! Aktueller Preis 15,75 Euro

MEL Sprecher Francis Lustig erklärte, dass dies für Immobilienwerte derzeit "normal" sei.
 
+++

Ausgangslage:
Es gibt eine Meinl Bank und verschiedende Meinl Fonds, die zwar gleich heißen, aber sonst nur teilweise etwas mit einander zu tun haben. Hier die Links zu den einzlenen Insitutionen:
* Meinl Bank: www.meinlbank.com/ Die Meinl Bank ist Market Maker für MEL, MAI und MIP und war für deren Börseplatzierung verantwortlich.
* MEL Meinl European Land: www.meinleuropeanland.com/de/index.html
* MAI Meinl Airports International: www.meinlairports.com/
* MIP Meinl International Power: www.meinlpower.com/
 
 

Juni 2007

Die Gesellschaft "Meinl International Power" wird gegründet. Die Angebotsfrist für Aktien startet am 10. Juli 2007 und endet am 24. Juli 2007. Der Angebotspreis beträgt EUR 10,00 je Aktie. Das Erstlisting im Dritten Markt an der Wiener Börse ist für den 1. August 2007 vorgesehen.

Als Kontakt wird auf der www.meinlpower.com/de/ angegeben:
Meinl International Power Limited
PO Box 75
26 New Street
St Helier Jersey JE4 8PP
Channel Islands 
 

April 2007:

Für die an der Wiener Börse gelisteten Wertpapiere gelten die gleichen Meldevorschriften, wie für Firmen mit Sitz in Österreich. Grund dieser Verpflichtung ist das Inkrafttreten der EU-Transparenzrichtlinie. Verstöße dagegen können geschädigten Kleinanlegern einen Klagstitel für Zivilrechtsklagen liefern.
 

August 2005

Gemeinsamer Yachturlaub von Julius Meinl, Karl-Heinz Grasser & fiona und Wolfgang Flöttl. Laut Presseaussendung der Meinl-Bank war es nur ein privater Bootsausflug bei dem keine geschäftlichen Angelegenheiten besprochen wurden.
Qu: ORF online
 

Jahr 2002

Im November 2002 erfolgte der Börsengang der MEL mit Notierung an der Wiener Börse. Gleichzeitig führte die MEL auch ihre erste Kapitalerhöhung durch. 
 
Kontakt:
Meinl European Land Limited
PO Box 75
26 New Street
St Helier Jersey JE4 8PP
Channel Islands
 

Jahr 1997

Im Jahr 1997 erfolgte die Gründung der Meinl European Land, damals noch unter dem Namen "Central European Land Limited". Im Jahr 2002 erfolgt die Umfirmierung / Namensänderung auf "Meinl European Land Limited".
 


14.7.2001 WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Für Meinl-Anleger geht es jetzt um alles - von Alexis Johann

"Weh tut, sich vorzustellen, wie lange man arbeiten muss, um zurückzuverdienen, was in den letzten Wochen vernichtet wurde." Solche Kommentare hört man wieder öfter, wenn von der Börse die Rede ist. Nicht nur von Anlegern, die Zertifikate aus dem Hause Meinl erworben haben. Die Finanzkrise hat alle erwischt, aber in den Portfeuilles der Meinl-Klientel besonders heftig gewütet. Im Verlauf von einem Jahr hat der europäische Aktienindex (DJ Eurostoxx) 30 Prozent an Wert verloren, die Zertifikate von Meinl European Land (MEL) jedoch knapp siebzig Prozent. Meinl International Power (MIP) und Meinl Airports International (MAI) sind auf rund die Hälfte ihres Ausgabewertes gesunken.
Meinl-Anleger sahen ihr Geld nicht als Spielkapital an, sondern wollten mit den Erträgen die Pension auffetten, die Ausbildung der Kinder verbessern oder ein Eigenheim finanzieren. Sie haben auf Julius Meinl, den Stempel "mündelsicher" und persönliche Anlageberater gesetzt, die zumeist keine Ahnung von dem hatten, was sie empfahlen. ...
Rückfragehinweis:  WirtschaftsBlatt   Redaktionstel.: (01) 60 117/300
OTS0010    2008-07-14/08:38



10.7.2008 Meinl Bank AG: Behauptungen im heutigen ORF-Mittagsjournal aus der Luft gegriffen Kommentare zeugen von geringem Sachverständnis der ungenannten Experten

Der heutige Beitrag im ORF-Mittagsjournal zum Thema Meinl enthält erneut eine Ansammlung an unhaltbaren und absurden Behauptungen gegen die Meinl Bank.
   So wird in dem Beitrag unter anderem behauptet, dass der MEL Deal zu platzen drohe. Dies entbehrt jeder Grundlage. Die Abwicklung der Transaktion verläuft wie geplant und das Closing wird innerhalb weniger Tage nach der Hauptversammlung am 16. Juli 2008 angestrebt, in der unverändert eine Stimmenmehrheit für die Transaktion erwartet wird.
   Weiters wird vorgebracht, dass die rechtliche Konstruktion der MEL nach Ansicht von ungenannten Experten besonders kompliziert wäre. Dies ist schlichtweg falsch. Meinl European Land hat eine für europäische Immobiliengesellschaften durchaus übliche Struktur.
   In dem Bericht wird ein Wirtschaftsprüfer zitiert, wonach 5 der 6 MEL-Vorstände im Einfluss der Meinl Bank stünden. Auch dies ist schlichtweg falsch. Das Thema einer Kontrollmöglichkeit der MEL durch die Meinl Bank wurde von der OeNB detailliert geprüft, die eindeutig feststellte, dass keine Beherrschung der MEL durch die Meinl Bank vorliegt.
   Der gleiche Wirtschaftsprüfer hält es für auffällig, dass der Wert des Immobilienportfolios beim Börsegang geringer gewesen sei als der Wert der ausgegebenen Wertpapiere. Dies zeugt von einem grundlegenden Unverständnis. Wie aus den Bilanzen der MEL unschwer erkennbar ist, war MEL eine der wenigen Gesellschaften, die noch bis 2004 ihr Immobilienvermögen zu den niedrigeren historischen Anschaffungskosten ausgewiesen hat, wobei der Marktwert, wie ab 2005 vierteljährlich durch unabhängige, international renommierte Immobiliengutachter belegt, signifikant höher lag und liegt. Weiters streicht der Wirtschaftsprüfer heraus, dass wesentliche Immobilien der MEL verpfändet gewesen sind und MEL daher mit anderen Immobiliengesellschaften am Markt schwer vergleichbar wäre. Dies stellt ein weiteres Indiz für sein Unverständnis dar: Europäische Immobiliengesellschaften arbeiten ausnahmslos mit Fremdkapital und bei allen Gesellschaften ist ein Teil des Portfolios verpfändet. Es spricht vielmehr für die Qualität des Portfolios der MEL, dass sie eine der wenigen Gesellschaften in Europa ist, die sich seit 2006 über Anleihen ohne Verpfändung der Immobilien finanziert.
    Der Gipfelpunkt der Absurdität ist die im Beitrag geforderte Hausdurchsuchung bei MEL durch österreichische Behörden. Der Sitz der MEL ist, wie hinlänglich bekannt, auf Jersey. MEL hat keinen Standort - und somit keine Unterlagen - in Österreich. MEL hat den österreichischen Behörden im Rahmen der Untersuchung über die Meinl Bank auf Anfrage der Meinl Bank geforderte Unterlagen im zumutbaren
Umfang zur Verfügung gestellt, obwohl keine gesetzliche Verpflichtung hierfür bestand.
    Überdies hat die FMA im Rahmen ihrer Untersuchungen bereits in Jersey Nachschau gehalten.

Rückfragehinweis: Dipl.-Kff. Nadine Gilles , Meinl Bank AG, Bauernmarkt 2 1010 Wien
   Tel.:+43 1 531 88 202
   Fax:+43 1 531 88 440
   mailto:gilles@meinlbank.com
   www.meinlbank.com

OTS0242    2008-07-10/16:56



6.7.2008 Stellungnahme zur profil-Veröffentlichung des Meinl-OeNB-Berichtes

Der in österreichischen Medien auszugsweise wiedergegebene Prüfbericht der Oesterreichischen Nationalbank über die Meinl Bank beleuchtet bisher nicht bekannte Geschäftsbeziehungen und Zahlungsströme zwischen den börsennotierten Gesellschaften Meinl International Power und Meinl Airports International einerseits und der Meinl Bank Gruppe andererseits.
   Die erstmals veröffentlichten Vorwürfe der Nationalbank zeigen, dass das Board of Directors der MIP und MAI die Interessen der Meinl Bank über jene der Aktionäre gestellt hat. Dieses Board inkludiert ebenso wie bei Meinl European Land die Meinl-Manager Karel Römer, Heinrich Schwägler und Georg Kucian. Es scheint, als ob bereits beim Börsegang der Gesellschaften mit fragwürdigen, wirtschaftlich nicht nachvollziehbaren und jedenfalls den Aktionären nicht offengelegten Garantie-Karussellen die Finanzmarktteilnehmer getäuscht wurden.
   "Offensichtliche Interessenkonflikte der Board-Mitglieder und ungenügende Corporate Governance haben bei MIP und MAI zum Super-Gau geführt. Angeblich wurden Aktionärsgelder ohne Wissen und Zustimmung der Aktionäre zur Unterstützung der Meinl Bank Gruppe zweckentfremdet. Der Gipfel ist allerdings, dass die Aktionäre hierfür der Meinl Bank neben der Platzierungsgebühr von 6% sogar noch eine Garantiegebühr von 0,75% bezahlt haben sollen," kommentiert Wolfgang Vilsmeier, Unternehmer und einer der unabhängigen Board-Kandidaten für die MIP und MAI-Hauptversammlungen am 28. Juli die Ergebnisse des OeNB Prüfberichtes.
   Die von MIP und MAI an die Meinl Bank bezahlte Platzierungs- und Garantie-Fee sei wirtschaftlich nicht nachvollziehbar. Sie führte letztlich dazu, dass die Anleger unwissentlich für eine Risikoabgeltung zahlen mussten, die über Umwege mehrerer Meinl-Unternehmen in der Karibik wieder an MIP zurückgereicht wurde.
    "Wenn es noch letzte Zweifel an diesen nicht nachvollziehbaren Auszahlungen von Anlegergeldern an die Meinl Bank gegeben haben sollte - die Oesterreichische Nationalbank hat diese Zweifel beseitigt. Die Methoden der Meinl Bank bei Meinl European Land setzten sich offensichtlich nahtlos bei Meinl Power und Meinl Airports fort", so Vilsmeier. "Die Anleger wurden über diesen Geldkreislauf bewusst im Unklaren gelassen. Ein Umstand, der nur durch die engen personellen Verflechtungen zwischen dem Management der Meinl Bank und der MIP erklärbar erscheint."
   Es müsse daher auch überprüft werden, ob das bisherige Board dafür auch zur Verantwortung gezogen werden muss. "Immerhin verzichtete MIP auf einen Emissionserlös in Höhe von 150 Mio. EUR, obwohl die Meinl Bank dafür garantiert hatte. Heute wissen wir, warum - weil letztlich das Emissionsrisiko trotz Garantie der Meinl Bank wieder an MIP zurückgereicht wurde."
   Der logische nächste Schritt zur weiteren Aufklärung kann nur die Abwahl des bisherigen, von der Meinl Bank eingesetzten Direktoriums sein. Dies ist notwendig, um das Anlegervertrauen umgehend wieder herzustellen und ist damit ein wesentlicher Schritt, um den Kurs der MIP und MAI Papiere wieder an den Net Asset Value heranzuführen.

Rückfragehinweis: Hochegger|Financials,  Mag. Stephanie Cekon,   T +43 / 1 / 504 69 87-38
OTS0029    2008-07-06/13:09