Wien

BAWAG PSK Bilanz-Pressekonferenz 6.6.2006



Foto: Aufsichtsratschef Sellitsch, BAWAG PSK Chef Nowotny, Eigentümervertreter Hundstorfer; © R. Marschall

Bilanz-Pressekonferenz
der BAWAG PSK vom 6. Juni 2006,

Ort: BAWAG Hauptgebäude, 1010 Wien
Zeit: 17:00 – ca. 18.00 Uhr

Journalisten: ca. 30

Übertragung einer Tonbandaufzeichnung: Teilweise war die Qualität der Aufzeichnung mangelhaft und es fehlen geringe Teile.
 



Für den eiligen Leser:

* Jahresverlust vor Steuern: - 8,9 Millionen Euro
* Konzernjahresüberschuss:   6,2 Millionen Euro
* Eigenkapitalquote 2,8% (Eigenkapital 1.638 / Bilanzsumme 57.898 Millionen Euro)
* Bilanz 2005 konnte nur aufgrund der Haftungsübernahme der Republik Österreich in Höhe von 900 Millionen Euro erstellt werden.
* Rückzahlungsvepflichtung wegen unrechtmäßiger Anwendung von Zinsgleitklauseln (OGH-Urteil) wurden nicht bilanziert
* 11.000 neue Wertpapierdepots aufgrund des POST AG Börsegangs
* BAWAG PSK Bank soll bis zu 100% verkauft werden



Begrüßung:

Begrüßung und Eröffnungsworte vom Konzernpressesprecher Mag. Thomas Heimhofer.
 

Erklärung des Eigentümervertreters:



Foto: ÖGB-Chef Hundstorfer und Eigentümervertreter der BAWAG PSK Bank; © R. Marschall

ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer (Eigentümervertreter)

“Meine sehr geehrten Damen und Herren.

Ich darf Sie ebenfalls recht herzlich hier begrüßen und möchte zum Ausdruck bringen, dass der ÖGB als Eigentümer der BAWAG PSK mit dem Vergleich seiner Verantwortung gegenüber der Bank, gegenüber den Mitarbeitern der Bank und natürlich auch den 1,3 Millionen Kundinnen und Kunden und auch gegenüber dem Wirtschaftsstandort Österreich nachgekommen ist. Mit diesem Vergleich ist nun ein Schlussstrich gezogen unter die Vergangenheit – keine Frage – wir sahen uns als Opfer und nicht als Täter. Aber es ist auch klar, dass ein Prozessrisiko in Amerika für die Bank nicht gedeihlich sein kann. Und demzufolge sind wir auch als Eigentümer hier diesem Vergleich beigetreten. Und ich möchte natürlich auch nicht verhehlen, dass wir jetzt die Chance haben – in Ruhe die Chance haben – den Verkaufsprozess professionell und endgültig einzuleiten und damit das alles (?) über die Bühne gehen kann.

Ich möchte auch hier klarstellen: Wir können die Vergangenheit nicht ändern. Die Vergangenheit ist gelebt. Das, was in der Vergangenheit aufzuarbeiten ist, werden die Gerichte tun, werden die dazu notwenigen oder zuständigen Behörden tun – einerseits in Österreich, andererseits in Amerika. Was wir tun können ist sanieren, reformieren und Sorge tragen, dass Strukturen geschaffen werden, die derartige Verhältnisse – wie sie vor einigen Jahren hier geherrscht haben – nicht mehr ermöglichen.

Und als ÖGB haben wir damit angefangen. Als ÖGB haben wir die Krise als Chance gesehen und möchte nur nochmals wiederholen, dass der ÖGB immer voll handlungsfähig war. Denn gerade die in den letzten Wochen stattgefundenen Kollektivvertragsverhandlungen beweisen dies sehr eindrucksvoll und auch das mit den Sozialpartnern ausgehandelte Bildungsprogramm. Mit heutigem Tag können wir uns nun auf unsere Reform konzentrieren. Bei dieser Reform werden die Interessen der Mitglieder, die Interessen der tausenden Betriebsrätinnen und Betriebsräte im Mittelpunkt stehen. Und das ist unser Zukunftsprogramm, das heißt, die BAWAG ist somit für den Verkaufsprozess des Eigentümers, ah sind alle Voraussetzungen geschaffen worden. Und für den ÖGB selbst ist nun der Startschuss der Reform und Diskussion, die – wie Sie auch wissen – natürlich nicht von heute auf heute beendet sein wird -das wird auch noch ein längerfristiger Weg sein - aber diese Reform wird durch die Miteinbeziehung der Mitglieder, durch die Miteinbeziehung der Betriebsräte und die Einbeziehung einer breitest möglichen Basis über die Bühne gehen.

Danke“ 
 

Erklärung vom Generaldirektor der BAWAG PSK Bank



Foto: Generaldirektor Dr. Ewald Nowotny; © R. Marschall

Generaldirektor der BAWAG PSK Bank, Ewald Nowotny

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Ich darf Sie auch recht herzlich begrüßen. Das ist eine Pressekonferenz der Erneuerung, in dem Sinn Erneuerung ich freue mich, dass ich Ihnen auch gleich ein neues Vorstandsmitglied der BAWAG PSK vorstellen kann. Kollege Steinbichler …?... ist seit heute Mitglied des Vorstandes. Damit ist der Vorstand wieder komplett. Kollege Steinbichler wird im Bereich Treasury internationale Großkunden übernehmen. Er kommt ursprünglich aus dem Bank Austria Bereich, dann aus dem Uni-Credit Bereich und ist gestern Generaldirektor-Stellvertreter der Zagrebacka Banka. Ich freue mich sehr, dass wir ein so exzellenter Fachmann hier bei uns an Bord haben und er hat auch schon vorher, sich hier eingesetzt.

Was die Sache selber betrifft, so ist es im Vergleich zu früheren Zeiten eine nüchtere Bilanzpressekonferenz, viele haben wahrscheinlich so wie ich auch noch erlebt, Bilanzpressekonferenzen mit dem Generaldirektor Flöttl, das war eine etwas barocke Angelegenheit und mit allgemeinen Darlegungen. Also ich würde sagen: Die BAWAG PSK ist in der Neuzeit angekommen. Ich stehe nicht für barock, sondern für neue Sachlichkeit und möchte dabei ganz kurz über einige Entwicklungen berichten: Wir haben in den letzten Tagen – … Problem am Wochenende – wichtige Schritte der Zukunftssicherung der BAWAG PSK erreicht. Wir haben das Settlement oder die Vereinbarung mit den USA abgeschlossen. Darauf aufbauend ist die Haftungsvereinbarung mit der Republik Österreich in Kraft getreten und darauf aufbauend konnte der Aufsichtsrat die Bilanz 2005 der BAWAG PSK beschließen können. Die nächsten Schritte, die da noch kommen, ist die Vereinbarung mit den Banken- und Versicherungskonsortium über die Eigenkapitalstärkung und dann geht es natürlich darum, dass intensiv das Bankgeschäft der BAWAG PSK zu betreuen und für 2006 zu arbeiten. Und schließlich geht es um die Einleitung des Verkaufprozesses. Und ich möchte zu diesen Schritten ganz kurz einige Anmerkungen machen.

Was die Vereinbarung mit den USA betrifft, das US Settlement, konkret geht es darum um eine
* Vereinbarung mit dem amerikanischen Staatsanwalt. Diese Vereinbarung sieht vor, dass es keine strafrechtlichen Verfahren gibt gegenüber der BAWAG und ÖGB, allerdings weitere gegen Einzelpersonen. Zum zweiten eine
* Vereinbarung mit der Security-Exchange-Commission, der amerikanischen Börsenaufsicht, wo jedenfalls ebenfalls jede weitere Strafverfolgung ausgeschlossen wird. Zum Dritten ist eine
* Vereinbarung mit der Sammelklage des Gläubigerausschusses. Zum weiteren,  eine
* Vereinbarung mit der Sammelklage der Aktionäre und schließlich eine
* spezielle Vereinbarung mit dem Unternehmen „T. G. Lee“, einem amerikanischen Broker, der von der BAWAG Aktien der Refco gekauft hat.

D.h., mit diesem breiten Bereich haben wir eine größt-mögliche Sicherheit erreicht. Ich sage ganz offen, es ist im amerikanischen Rechtssystem nicht möglich, eine 100 %-ige Rechtssicherheit zu gewährleisten, aber wir konnten erreichen einen ökonomischen Mechanismus, wo wir in Kooperation mit dem amerikanischen Staatsanwalt …?... der uns diese Rechtssicherheit ergibt, weil sämtliche Ansprüche an den Staatsanwalt zu richten sind, der sie dann quasi aufteilt. Im konkreten geht es hier um eine Vermögensmasse, die besteht erstens aus den Ansprüchen der BAWAG gegenüber der Konkursmasse aus Refco und Benett …?..., das ist übrigens ein Bereich, der bei uns schon abgeschrieben ist, zum Zweiten um die Zahlung von 675 Millionen US Dollar. Davon sind 150 Millionen beim Vergleich zu zahlen – beim Vergleichsabschluss zu zahlen – 525 innerhalb eines Jahres oder bei Verkauf. Gleichzeitig wird mit Vergleichsabschluss werden die eingefrorenen Gelder der BAWAG in der Höhe von 1,1 Milliarden US Dollar freigegeben. Also wir bekommen diese 1,1 Milliarden US Dollar.

Und der dritte Punkt:
Wenn der Verkauf der BAWAG 1,8 Milliarden Euro bringt, dann fallen 30% in die … Masse hinein. Obergrenze 200 Millionen Dollar. Insgesamt an konkreten Zahlungen, die die Bank hier zu leisten hat, sind Zahlungen von 675 Millionen US Dollar oder 530 Millionen Euro. Das ist der Zahlungsbereich, der auf uns zukommt. Es hat lange Verhandlungen gegeben, wie weit es hier von Seiten der amerikanischen Kläger eine Mitwirkung am Verkaufsprozess gibt. Wir haben hier eine Regelung gefunden, dass es keine direkte Mitwirkung am Verkaufsprozess gibt, aber ein Monitoring, also eine notariell – eine Beobachtung, im Einvernehmen mit dem Investmentbanker hat hier die BAWAG zu begleiten …?..., das ist auch ein Verfahren, dass mit Morgan Stanley akkordiert ist und hat Morgan Stanley empfohlen. Mit diesem Vergleich mit den USA wurde die wichtigste Bedingung erfüllt für die Gewährung der Bundeshaftung nach dem BAWAG PSK Sicherungsgesetz, das – wie Sie wissen – am 8. Mai im Nationalrat beschlossen worden ist. Dieses Sicherungsgesetz hat eine zusätzliche Vereinbarung. Diese Haftungsvereinbarung wurde heute finalisiert, sieht einen Haftungsrahmen von 900 Millionen Euro vor, die rückwirkend zum 31.12.2005 wirkt. Das war wiederum die Voraussetzung für die Bilanz 2005, die wir ebenfalls heute beschlossen haben. Diese Bilanz 2005 war keine einfache Bilanz, schon unabhängig von den Refco-Sachen, weil die Fusionsbilanz von BAWAG und PSK, die mit 1.10.2005 Verschmelzung von BAWAG PSK beinhaltet, wobei es so ist, dass nach Handelsgesetzbuch das ….(Anm.: herumgestotter)…. , so dass sich die Bilanzgestaltung rein technisch ein bisschen schwierig ergeben hat. Die technischen Details …?...

Die BAWAG PSK Konzernbilanz 2005:

Die Milliardenverluste in den USA und die Haftungsübernahme sind aus der vorgelegten Bilanz 2005 nicht zu erkennen.

Der Konzern umfaßt insgesamt 75 Unternehmungen im In- und Ausland. Inkludiert sind: Österreichische Verkehrskreditbank, easybank, Spardabank, BAWAG Wohnbaubank, Istrobanka (SK), BAWAG Bank (CZ), BAWAG Malta Bank, BAWAG PSK Invest, BAWAG PSK LEasinggruppe, BAWAG Versicherung, PSK Versicherung, BAWAG PSK Immobilienkonzern, Schuhandelskette "Stiefelkönig", Klaviermanufraktur "Bösendorfer". Der Fernsehsender ATV+ wird at equity berücksichtigt.




Quelle: BAWAG PSK Bank Pressekonferenz 06.06.06


Vom Inhalt – und das ist das, was sie in der Kurzfassung vor sich liegen haben und was noch außen verfügbar ist, wenn wir also vergleichen 2004 und 2005, die Bilanzsumme der BAWAG PSK ist um 2,9% gewachsen auf 57,9 Milliarden Euro. Auf der Aktivseite sind die Forderungen an Kunden leicht zurückgegangen, minus 0,6%. Das ist vor allem wegen eines Rückgangs der Kredite an den Bund. Dagegen die Gemeindekredite sind deutlich gestiegen, Privatkundenkredite sind um 5,3% gestiegen, d.h. das übrige Geschäft ist hier sehr gut gelaufen. Die BAWAG verfügt über 1,3 Millionen Privatkonten …?...
führende Marktanteils hier in Österreich. Das Wertpapierportefolio der BAWAG PSK ist um 21% gestiegen, wovon 49% davon auf „spezial A“ Wertpapiere sind. Auf der Passivseite sind die Spareinlagen leicht zurückgegangen, um 2,4%. Wir haben aber immer noch 18,2 Milliarden, also auch hier sind wir Marktanteilsführer in Österreich. Die eigenen Emissionen sind deutlich gestiegen, um 3,8%. Sehr gute Entwicklungen haben wir bei den Versicherungen. Das Prämienwachstum der BAWAG Versicherung ist um 35% gestiegen, das Prämienwachstum der PSK Versicherung um 23% gestiegen, bei der PSK Invest ist es um 15% gestiegen. Und das entspricht einer Entwicklung, die wir auch in diesem Jahr verstärken wollen, nämlich stärker zu Kapitalmarktprodukten und damit auch stärker zu Provisionseinkommen als Ertragselement der BAWAG PSK. Was die Gewinn- und Verlustrechnung betrifft, so ist der Zinsüberschuss gesunken, auch weil hochverzinsliche Anleihen ausgelaufen sind. Das Provisionsergebnis ist um 24,2% gestiegen. Das ist im Sinne der Entwicklung, die wir wollen. Wir wollen uns stärker auf diese Bereiche …?..., die auch ertragsstärker sind. Wir haben bei der Risikovorsorge insgesamt über 1 Milliarde vorgesehen für das Jahr 2005. Wir hatten ursprünglich …?...

Die Gewinn- und Verlustrechung der BAWAG PSK Bank 2005

Trotz des Milliardengrabes USA konnte die BAWAG PSK Bank für 2005 einen Konzernjahresüberschuss von 6,3 Millionen Euro ausweisen. (Die Milliardenverluste und die haftungsübernahme sind aus der Gewinn- und Verlustrechnung 2005 nicht ersichtlich). Der Jahresüberschuss vor Steuern ist -8,9 Millionen Euro, also ein Verlust. Offensichtlich gab es saldierte Steuergutschriften von 12,5 Millionen Euro, die dann zu dem positiven Konzernjahresabschluss führten.




Quelle: BAWAG PSK Bank Pressekonferenz 06.06.06

Unter Berücksichtigung des positiven Steuerertrages haben wir nach IAS – diese internationalen Standards – einen Konzernjahresüberschuss von 6,2 Millionen. Das ist natürlich gegenüber dem vorigen Jahr, wo wir einen Jahresüberschuss von 113 Millionen hatten, ein massiver Rückgang. Das ist diese schwarze Null, von der wir öfters gesprochen haben, die aber bedeuten, dass eben die BAWAG alle Verpflichtungen – auch im Nachrangkapital – selbstverständlich voll bedienen kann. Was die Konzerneigenmittel nach Bankwesengesetz betrifft, so haben wir insgesamt Eigenmittel von 3,3 Milliarden, das entspricht einer Eigenmittelquote von 11,6% und im Kernkapital …?... sind das 2,2 Milliarden, das entspricht einer Eigenkapitalquote von 7,9%. Das heißt, die Bank ist hier gut aufgestellt.

Ich sage aber allerdings auch ganz offen, dass wir unter Einschluss der AVB – also der Anteilsverwaltung – nicht gut aufgestellt sind. Die Anteilsverwaltung hat ein Defizit und daher werden diese Quoten von der AVB nicht erfüllt. Aber die Bank selber kann sie erfüllen.

Was sind jetzt die nächsten Schritte?
Der nächste Schritt ist die Vereinbarung mit den Banken und Versicherungen. Das sind eigenkapital-stärkende Maßnahmen von 450 Millionen Schilling – ah Millionen Euro. Und vor allem geht es uns darum, am Ergebnis 2006 zu arbeiten. Ich muss sagen, ich freue mich auf diesen Tag heute vor allem deshalb, weil er für uns als Bankgesellschaft bedeutet, dass wir uns voll auf das Bankgeschäft konzentrieren können. Wir hatten heute Vormittag in diesem Raum eine Besprechung mit unseren Bereichsleitern – also mit den führenden Mitarbeitern der Bank - und hier ist eine Aufbruchstimmung, das man sagt „Jetzt können wir uns auf das konzentrieren, was eigentlich Freude macht, nämlich auf das Bankgeschäft und das Arbeiten für den Kunden. Und auf das wollen wir uns jetzt konzentrieren. D.h. es geht darum, das Mittelaufkommen zu stärken, das Vertrauen der Sparerinnen und Sparern wieder verstärkt zu gewinnen. Wir werden daher besonders attraktive Angebote entwickeln. Wir haben vor, dass wir entsprechende Beschlüsse fassen werden. Wir werden das Verhältnis auf den internationalen Ebenen verstärken. Ich möchte in diesem Zusammenhang vielleicht doch einmal anmerken, das es leider in den Medien nur verkürzt gekommen ist, die Frage des Ratings der BAWAG PSK. Es ist richtig, dass das Kurzfristig-Rating ….?.... runtergesetzt wurde. Einfach deshalb, weil wir öffentliche Hilfe in Anspruch genommen haben. Was übersehen wurde ist, dass das Langfrist-Rating verbessert worden ist. Wir sind auf „A3“, waren aber auf „negative Outlook“ …?... D.h., das Langfrist-Rating wurde verbessert und auf der Basis können wir sicherlich auch hier wieder agieren. Was die Aktivseite betrifft, so planen wir spezielle Aktionen für Klein- und Mittelunternehmungen, für Freiberufler. Wir haben gerade diese Woche ein neues Paket für Hausverwaltungen beschlossen, wo wir ein Pauschalangebot machen, d.h. wir wollen neben dem allgemeinen Bereich auch als Nischenplayer hier agieren. …?... das Provisionsgeschäft – wie gesagt – ist für uns ganz entscheidend …?... cross-selling, also nutzen des großen Netzes, das wir haben. Nur um Ihnen ein Beispiel zu geben, wie erfolgreich das sein kann. Das betrifft den Börsegang der Post. Beim Börsegang der Post ist es so, dass wir über die BAWAG PSK insgesamt 11.000 neue Wertpapierdepots eröffnen konnten. 97% der Mitarbeiteraktien sind über die PSK verkauft worden. D.h. man sieht, dass sind schon ganz neue Kundenschichten, die wir hier für neue Geschäfte hier in Anspruch nehmen könne.

Letzter Punkt: Einleitung des Verkaufsprozesses
Wir haben – wie Sie wahrscheinlich wissen – die Investmentbank Morgan Stanley beauftragt, sie diesen Verkaufsprozess zu begleiten. Wir sind jetzt in der Vorbereitung des Due Dilligence Verfahren. D.h., es wird jetzt das Datenmaterial aufbereitet, der Datenraum eingerichtet. Wir können das ohne Zeitdruck machen. …?...

Ich möchte das sehr stark betonen. Diese Frage des Verkaufes ist etwas, was zusätzliche Sicherheit bringen soll – nicht Unsicherheit – sondern zusätzliche Sicherheit, sowohl für unsere Kunden, als auch für unsere Mitarbeiter. Weil es ist klar, dass jemand, der die BAWAG PSK kaufen möchte, jemand größerer sein muss, als die BAWAG PSK, d.h. es ist eine zusätzliche Kapitalsicherheit gegeben. Das Geschäftsmodell der BAWAG PSK, d.h. das einer guten …?... mit starker Betonung auf Klein- und Mittelunternehmungen wird auf jeden Fall fortgeführt werden – egal ob es ein Inländer oder Ausländer ist – weil das ist ja der Sinn. Das ist das Erfolgsrezept, um das es hier geht.

Insgesamt, das freut mich sagen zu können, die BAWAG PSK kann jetzt wieder in Ruhe arbeiten. Für unsere Kunden können wir klare und sichere Verhältnisse offerieren. Es ist uns klar, wir müssen uns anstrengen, um verlorenes Vertrauen wieder zu gewinnen und wir sind auch entschlossen, uns dafür anzustrengen. Es ist eine große Aufbruchstimmung in unserer Belegschaft hier zu sehen und ich glaube, dass wir hier auch durchaus diese Chance des Neuanfanges hier nutzen können

Und ich möchte mich sehr bedanken, dass die Pressekollegen hier die Chance des Neuanfanges geben und möchte sie ersuchen, unsere Schritte, unsere Arbeit, entsprechend auch positiv zu begleiten.

Das einmal als Einführung.
Ich stehe Ihnen zu Fragen gerne zur Verfügung"

 



Journalistenrunde

Es folgte eine Gesprächsrunde mit den Journalisten, die aufgrund der Länge hier nicht wiedergegeben wird...


Weiterführende Links:
* Pressekonferenz vom 24.3.2006 (Die große öffentliche Beichte und Auslöser zahlreicher Rücktritte)
* Chronologie der BAWAG PSK Krise
* Das BAWAG Sicherungsgesetz 2006
 




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