Sichere Spareinlagen bei Banken und Sparkassen:Aufgrund der aktuellen Entwicklungen fragen sich Herr und Frau Wiener: Wie sicher sind Spareinlagen und Guthaben auf Sparkonten bzw. Girokonten? Wie sicher ist es, dass ich mein Geld samt Zinsen wieder zurückgekommen werde? Das Verlustrisiko ist umso geringer, * je anständiger und vorsichtiger der Bankvorstand ist * je weniger gegenwärtige oder frühere Vorstände per Haftbefehl gesucht werden * je weniger Strafverfahren gegen Vorstände und Aufsichtsräte laufen * je weniger Geschäfte die Bank im Ausland macht (Währungsrisiken, Rechtsrisiken, politische Risiken.)
Mehr Infos => Sicheres Sparen 

* 11.1.2010: "Mehrstöckiger Leichenkeller"Heute gab es drei interessante Meldungen, die das Bankgeschehen der letzten 10 Jahre in einem anderen Licht erscheinen lassen:
* Hypo Alpe Adria Berichte des Landesrechnungshofs Kärnten und der Österreichischen Nationalbank (OeNB) als Bankenaufsicht hätten schon 2007 darauf hingewiesen, dass bei der Hypo ein "mehrstöckiger Leichenkeller" vorhanden gewesen sei, sagte der bayerische Grünen-Abgeordnete Eike Hallitzky. Quelle & mehr Infos => Die Presse vom 11.1.2010
* Finanzminister will Österreichische Nationalbank verstaatlichen: Finanzminister Josef Pröll will die Nationalbank verstaatlichen. Prinzipiell eine gut Idee. Allerdings will er der Raiffeisen, Vienna Insurance Group, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung usw. sollen dafür 50 Millionen Euro bekommen. Das Nominale für den 30% Anteil beträgt allerdings nur 3,6 Millionen Euro. Mit der Nationalbank erbt dann der Staat auch das Pensionsproblem bei der OeNB.
* Finanzminister: 35 neue Staatsanwälte Finanzminister Pröll gibt heute bekannt, dass er 2 Millionen Euro für 35 zusätzliche Staatsanwälte flüssig macht. Die sollen sich mit den ganzen Bankenskandalen beschäftigen. Mehr Infos zum => Börsekrach 2008 - 2009 

Kommunalkredit Austria AG - Rettung vor der Bankpleite durch Verstaatlichung |  | 
|  Foto von der Kommunalkredit Austria AG vom 3. November 2008; © Wien-konkret
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Am 3. November 2008 wurde die Kommunalkredit Austria AG - sie ist Österreichs acht größte Bank - durch Verstaatlichung vom Bankrott gerettet. Die Kommunalkredit Austria AG mit Sitz in der Türkenstraße 9, 1092 Wien ist laut Eigendefinition eine Spezialbank für den öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Sektor (= „Public Finance“). Durch Veranlagungen in Island und Zypern dürften hohe Verluste entstanden sein, die die Bank an den Rand des Ruins brachten.
Bisherige Eigentümer bis 3. November 2008 waren: 50,78% Österreichische Volksbanken AG, 49,00% Dexia Credit Local, 0,22% Österreichischer Gemeindebund
Bisheriger Vorstand der Bank Kommunalkredit Austria AG (Stand Ende Sept. 2008): GD Dr. Reinhard Platzer, Vst.-Dir. Leopold Fischer, Vst.-Dir. Mag. Pascal Becker:
Hier ein Portrait und ein Rückblick über die Ereignisse => Kommunalkredit 

* 30.10.2008: 2,7 Milliarden Euro Staatshilfe für "Erste Group Bank AG" |  | 
|  Foto: Filiale der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG
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Die Holding "Erste Group Bank AG" hat nun heute 30.10.2008 - einen Tag vor dem Weltspartag - das staatliche Bankenhilfspaket in Anspruch genommen. Die "Erste Group Bank AG" erhält 2,7 Milliarden Euro (= 37 Milliarden Schilling) von der Republik Österreich (= Steuerzahler). Dafür wird die Republik Österreich Miteigentümer der ERSTE Group Bank AG. Der Staat zeichnet Partizipationsscheine und soll dafür 8% Zinsen bekommen. Dadurch steigt die Eigenkapitalquote der ERSTE Group Bank AG von 7,5% auf 10,3%. Gleichzeitig gab die "Erste Group Bank AG" heute bekannt, dass sie das Ergebnis in der ersten drei Quartalen 2008 um 23,2% stark steigern konnte. Die Bank stehe also nicht vor der Pleite.
Mehr Infos => Staatshilfspaket ERSTE Bank 

Banken und Sparkassen:Der Bankensektor Österreichs beschäftigt knapp über 75.000 Mitarbeiter. Derzeit sind in Österreich folgende Tendenzen zu erkennen:
Ostexpansion: Hier sind die ERSTE und die Raiffeisen besonders erfolgreich
Übernahmen 2005: Österreichs größte Bank, die BA/CA, wurde durch Unicredit (Italien) im Jahr 2005 übernommen. Die Investkredit Bank AG wurde 2005 durch die Volksbanken-gruppe übernommen. Die BAWAG hat mit 1.10.2005 die PSK Bank übernommen, wodurch die Bank mit den meisten Kunden in Österreich entstanden ist.
Online-geschäfte: Werden mittlerweile von praktisch allen Banken angeboten und soll deutlich wachsen. Die Vorteile des Online-Bankings haben aber auch Risiken im Sicherheitsbereich, wie die Pishing Attacken auf die Kunden einiger großer österreichischen Banken zeigen.
Personalabbau: Von der wirtschaftlich angespannten Situation bekamen die Bankangestellten, bisher wenig zu spüren. Der Abbau erfolgte meist über Frühpensionierungen und Nichtnachbesetzungen. Wie Ende März 2006 bekannt wurde will nun die ERSTE 270 ihrer 4000 Mitarbeiter kündigen. Möglicherweise wird die BA/CA bald schon bald mit einer ähnlichen Maßnahme aufhorchen lassen.
Sonderfall BAWAG / PSK: Die Refo-Pleite und die Karibikgeschäfte mit einem Verlust von ca. 1 Milliarde Euro werden organisatorisch - und möglicherweise auch eigentümermäßig- zu starken Veränderungen führen. Zwischen Oktober 2005 und März 2006 werden immer mehr haarsträubende Details bekannt. Mehr Infos => Klick

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Anonyme Sparbücher: Was für Österreichs Sparer ein besonders makantes Datum ist, ist der 1.11.2000. An diesem Tag wurde die Anonymität bei ca. 24 Millionen Sparbüchern aufgehoben. Das war eine Notwendigkeit aufgrund des EU-Betritts, da die anonymen Bankkonten nicht mit geltendem Europarecht ("Geldwäscherichtlinie") vereinbar waren. Das Bankgeheimnis bleibt aber - leicht verändert - bestehen.+++Einlagensicherung:Die Einlagensicherung dient dem Anlegerschutz. Die Einlagen auf Konten sind in Österreich bis zu einem Betrag von 20.000 Euro durch einen Fonds abgesichert. Darüber hinaus hängt die Rückforderung im Falle einer Bankpleite von der Insolvenzquote der Bank ab.
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Bankinsolvenzen in Österreich: Trigon Bank 2001; Rieger Bank 1998; Bank für Handel und Industrie (BHI) 1995; Effectinvest 1993, Bankhaus Rössler 1992;
Nicht berücksichtigt wurden jene Banken, die durch eine Übernahme oder durch die öffentliche Hand vor einer Insolvenz gerettet wurden, wie z.B. die Länderbank, Bank Burgenland, Kommunalkredit, Hypo Alpe Adria, usw..
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Sprüche:
* Besser als Falschgeld drucken ist, das Vertrauen der Bürger in bedrucktes Papier aller Art zu benützen. (Anm.: Verträge, Aktien, Anleihen, Optionen, usw.)
* Baron Rothschild zu einem Bankräuber : "Ich gebe Ihnen einen Rat : Gründen Sie eine Bank !"
* Bert Brecht: Was ist es für ein Verbrechen eine Bank zu überfallen dagegen, eine zu eröffnen ...



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Volksbank wechselt keine 500,- € GeldscheineSehr geehrte Damen und Herren !
500,- € Geldschein in einer Volksbank wechseln ? Nein !!
Ein Erlebnisbericht : Am Freitag, den 11. 12. 2009 um 12.15 Uhr in der Volksbank Hütteldorfer Straße 4 Geldscheine á 500,-- € auf 100,-- € wechseln. Die Kassierin sagt nein, sie darf nicht wechseln !! ich benötige ein Konto bei der Volksbank !
Auch der gerufene Filialleiter ist erstaunt, lässt sich aber von einem Bankkollegen erklären, dass dies richtig ist, es darf nicht gewechselt werden ! Ich muß zur nächsten Bank fahren, ich habe Glück, dort kann und darf man Geld wechseln. Macht dieses Beispiel Schule, sind 500,-- € Scheine unbrauchbar. Die werden sowieso nur bei der Bank angenommen und nun dort auch nicht mehr !!
Mit freundlichen Grüßen Roman R. E-mail 12.12.2009 

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