Wien

26.10.2014 ÖVAG fällt beim EZB-Stresstest durch

Die Österreichische Volksbanken AG ist beim EZB-Stresstest durchgefallen.
Die ÖVAG könnte mit einem EZB-Krisenszenario nicht fertig werden.
Es fehlen 865 Millionen Euro an Eigenmitteln.
Keinen Stress macht die ÖVAG den österreichischen Aufsichtsbehörden FMA und Österreichischer Nationalbank.
PS: In Summe müssen Österreichs Banken 3,0 Milliarden Euro an Werten "anpassen" (=abschreiben).



4.7.2014 ERSTE Group macht 1,6 Milliarden Euro Verlust

Milliardenverlust:
Die Erste Group schockiert mit der Ankündigung eines Rekordverlusts und dem Ausfall der Dividende ihre Aktionäre. Erste-Aktien stürzen ab.
Bankchef Treichl sieht keinen Grund zum Rückzug.
=> Der Standard vom 4.7.2014



10.4.2014: Hypo-AA: Demo für U-Ausschuß



Kosten des Hypo-AA-Skandals für die österreichischen Steuerzahler 
23.000.000.000 Euro !!! bzw. 
3.000 Euro pro Österreicher !
SPÖ-ÖVP wollen keinen parlamentarischen Untersuchungsausschuß zulassen.
Demo: 10.4.2014 ab 18 Uhr
Wien, Parkring 12, Hypo-Filiale



6.6.2012 Bank Austria, Raiffeisen, Erste Band verlieren an Bonität





Die Ratingagentur Moody´s hat am 6. Juni 2012 die "Bank Austria" und "Raiffeisen" um eine Stufe, die "ERSTE-Bank" um zwei Stufen herabgesetzt. Die österreichischen Banken liegen bei der Vertrauenswürdigkeit aber immernoch im europäischen Mittelfeld. Grund für die Herabstufung sind die Osteuropa-Geschäfte dieser Banken. Was früher einmal "Ostphantasie" hieß wird nun zum Bummerang für die heimischen Banken.
Immerhin mußten die genannten Banken nicht notverstaatlicht werden, wie zB die heimische "Hypo Alpe Adria" oder die "Volkskanken AG".
Nationalbank-Chef Ewald Nowotny (SPÖ) verweist darauf, dass auch 7 deutsche Banken soeben herabgestuft wurden und er versucht damit nervöse Sparer und Anleger zu beruhigen.





Hauptgebäude der ERSTE Bank / Unicredit Bank Austria / Raiffeisen International Bank

Tipps für Private: Geld retten !!!
Nicht nur die Banken verlieren an Vertrauenswürdigkeit, sondern auch Währungen zB der US-Dollar und der Euro. Bei diesen Währungen sind massiv überbewertet. Es ist in den nächsten Jahren mit einer starken Inflation zu rechnen. Auch kann es durchaus passieren, dass die EURO-Zone komplett auseinanderbricht und der EURO wieder durch nationale Währungen ersetzt wird. Auch von einem Nord-Euro (N-EURO) ist die Rede. Die aktuelle Währungskrisen können natürlich auch zu Bankenkollapsen führen, zB wenn die Banken zuviele Staatsanleihen von Griechenland, Spanien, Irland usw. gekauft haben.

Man sollte sein Geld immer möglichst schnell ausgeben und damit entweder Rohstoffe (Lebensmitteln, Heizmaterial, Treibstoffe, Gold) Investitionsgüter (Wohnungseinrichtung, Computer, Maschinen, Auto) kaufen oder für ein schönes Leben ausgeben (zB auf Urlaub fahren, Partner zum Essen einladen, usw.).
Keinesfalls Versicherungszeiten nachkaufen. Keinesfalls Anleihen kaufen. Mit Aktien kann man - wenn man auf die richtigen setzt - sehr viel Geld retten. Das Risiko die falschen Aktien (= Firmenanteile) zu kaufen ist aber sehr, sehr groß.)



Das Geheimnis des Banken- und Geldwesens und warum Zinssysteme irgendwann zusammenbrechen müssen:


Warum überall Geld fehlt? Die Geschichte vom Goldschmied Fabian.
Das Video erklärt in 50 Minuten das grundlegende Geheimnis des Banken- und Geldwesens und die grundlegenden Fehler in unserem Geldsystem.
Titel: Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent.
Resümee: Alle Zinssysteme müssen irgendwann zusammenbrechen.



Kurzfilm, wie die Finanzlobby denkt und handelt:

Wie die Kosten der Finanzkrise auf die Allgemeinheit aufgeteilt werden soll. Dies ist letztendlich auch so - wie im Film beschrieben - geschehen.
PS: Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast schon wieder lustig ...



Die Bankenkrise humorvoll erklärt:

Man sollte sich ernsthat die Frage stellen, ob das Geld unterm Kopfpolster nicht sicherer aufbewahrt ist, als am Bankkonto. Bank sind leider seit den letzten Jahren sehr häufig in kriminelle Machenschaft verwickelt. Manche Bankmanager begehen Bilanzfälschung, andere investieren in dubiose Projekte, wieder andere verzocken das Geld der Sparer beim Börsecasino, wieder andere bereichern sich persönlich. Zahlen sollen am Schluß die Steuerzahler. Da skann auf Dauer natürlich nicht gut gehen. Hier aber einmal die Grundzüge des Bankensystems:
 





27.2.2012: Volksbanken AG wird vom Staat vor der Pleite gerettet

Die Rettung der Volksbanken AG kostet dem Steuerzahler zumindest 1 Milliarde Euro (= 13,8 Milliarden Schilling). Der Staat Österreich kauft an der maroden Volksbank 49% der (wertlosen) Aktien und hat nun nicht einmal eine Entscheidungsmehrheit. Ursachen der riesigen Volksbanken AG-Verluste sind: Abschreibungen auf die wertlosen Griechenland-Staatsanleihen, Verluste der Tochter-Gesellschaften in Rumänien und Ungarn, Abwertung der Beteiligung an der Investkredit Bank, Missmanagement in der Volksbank.
Zuvor hatte der Staat Österreich bereits bei der Hypo Alpe Adria 700 Millionen Euro verloren. Auch bei der Kommunalkredit mußte der Staat als Retter in der Bankennot einsteigen und Schulden abdecken.



25.5.2011 Christine Lagarde soll IWF-Chefin werden

Nach dem Rücktritt des zurückgetretenen Chefs des Internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahns aus Frankreich, wird ein(e) Nachfolger(in) gesucht. Angeblich soll die französische Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde Nachfolgerin werden. In Frankreich droht ihr demnächst ein Verfahren wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder im Ausmaß von bis zu 400 Millionen Euro. Hoffentlich stellt sich ihre Unschuld heraus und wird sie nicht auch verhaftet. Für die internationale Geldwirtschaft wäre das ein großes Glaubwürdigekitsproblem.



19.5.2011 IWF-Chef zurückgetreten

Der Chef des Internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahns aus Frankreich ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.
 



15.5.2011 Dominique Strauss-Kahn verhaftet

Dominique Strauss-Kahn, Chef des Internationalen Währungsfond, wurde am New Yorker Flughafen verhaftet. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Anklage gegen Strauss-Kahn erhoben. Ihm wird versuchte Vergewaltigung eines 32-jährigen Zimmermädchens in einem New Yorker Hotel vorgeworfen.



Sichere Spareinlagen bei Banken und Sparkassen:

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen fragen sich Herr und Frau Wiener bzw. Herr und Frau Österreicher: Wie sicher sind Spareinlagen und Guthaben auf Sparkonten bzw. Girokonten? Wie sicher ist es, dass ich mein Geld samt Zinsen wieder zurückgekommen werde? Das Verlustrisiko ist umso geringer,
* je anständiger und vorsichtiger der Bankvorstand ist
* je weniger gegenwärtige oder frühere Vorstände per Haftbefehl gesucht werden
* je weniger Strafverfahren gegen Vorstände und Aufsichtsräte laufen
* je weniger Geschäfte die Bank im Ausland macht (Währungsrisiken, Rechtsrisiken, politische Risiken.)

Mehr Infos => Sicheres Sparen



* 20.9.2010: Stefan Petzner über das parteipolitische Vorgehen der Justiz im Bankenbereich => Hypo NÖ & Hypo Alpe Adria im Vergleich



Video: "Die Fälle Hypo Niederösterreich und Hypo Kärnten - Ein Vergleich" von Stefan Petzner (BZÖ) am 20.9.2010
Videogröße 110 MB; Dauer: 29 min

Unter dem Titel "Der Fall Hypo Alpe Adria, Entwicklung - Ursachen - Konsequenzen" erläuterte der stellvertretende Klubobmann und geschäftsführende Kärntner Bündnisobmann Abg. Stefan Petzner auch in seiner Funktion als BZÖ-Mediensprecher die Entwicklung der Kärntner Landesbank, beleuchtete die Ursachen und Hintergründe der Notverstaatlichung, zeigte die Verantwortung auf, zog in Sachen juristischer Ermittlungen einen Vergleich zur Hypo Niederösterreich und skizzierte schließlich nötige Konsequenzen auf politischer und juristischer Ebene.
   Im Rahmen der Geschichte der Bank erinnerte Petzner daran, dass die Hypo Alpe Adria jahrzehntelang eine SPÖ-geführte Bank war und erst durch eine von Landeshauptmann Jörg Haider im Jahr 1991 durchgeführte Teilprivatisierung entpolitisiert wurde. Petzner erläuterte auch, dass Wolfgang Kulterer nicht von Jörg Haider in die Hypo geholt wurde, sondern von der ÖVP unter Christoph Zernatto. "Kulterer war nicht der Haider-Banker als der er jetzt dargstellt wird, er kam aus dem schwarzen Raiffeisen-Konzern. Und es war auch die Kärntner ÖVP, die 1992 gegen Haiders Protest Kulterer zum Vorstand der Bank berufen hat."
   Die Ursachen für die Pleite der Hypo sind für Petzner klar und eindeutig bei der Bayern LB zu suchen. "Die Bayern waren seit 2007 Mehrheitseigentümer und für die Bank und deren Entwicklung hauptverantwortlich. Die wahren Schuldigen und echten Verantwortlichen sitzen also in München und sind Parteifreunde von Finanzminister Pröll. Warum die nicht zur Verantwortung gezogen und seitens der österreichischen Behörden nicht in diese Richtung ermittelt wird, ist schleierhaft." Unter der Ägide der Bayern sei es zu einer unverantwortlichen Verdoppelung des Kreditvolumens, milliardenschweren Abschreibungen und Wertberichtigungen, ungerechtfertigten Millionen-Abfertigungen, explodierende Beratungskosten sowie einer massiven Kapitalflucht in Milliardenhöhe gekommen, führte Petzner anhand von Zahlen und Daten aus. Zudem habe Führungslosigkeit, Entscheidungsunfähigkeit und personelles Missmanagement geherrscht und nicht zuletzt hätten staatliche Aufsicht und Kontrolle gänzlich versagt.
   In Sachen Ermittlungen der Behörden kritisierte Petzner durch einen Vergleich mit der Hypo Niederösterreich das "parteipolitische Vorgehend der Justiz." Petzner: "In Kärnten wird verhaftet, in Niederösterreich werden die Ermittlungen auf Weisung von oben gestoppt. In Kärnten ermitteln fünf Staatsanwälte, eine SOKO und eine CSI, in Niederösterreich ermittelt derzeit niemand. Das hat mit unabhängiger Justiz nichts mehr zu tun."
   Das alles müsse Konsequenzen haben forderte Petzner: "Wir sind in Sachen Hypo für volle Aufklärung durch eine unabhängige Justiz. Wir wollen aber, dass die wahren Schuldigen und echten Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Und das nicht nur in Kärnten, sondern auch in Niederösterreich, bei der Kommunalkredit, bei Raiffeisen, bei der Volksbank und bei der BAWAG." Weiters forderte Petzner Schadenersatzklagen gegen Bayern LB und verlangte ein transparentes Verkaufsverfahren der Hypo Alpe Adria. Zudem müsse es eine Verbesserung der Kontrolle und eine strengere Aufsicht geben, denn Finanzmarktaufsicht und Nationalbank hätten versagt.
OTS0245    2010-09-20/15:09



* 11.9.2010 Landesbank von Niederösterreich verlor 40 Millionen Euro bei Spekulationen in Irland

Hypo Investmentbank drohen maximal 48 Millionen Euro Pönale wegen Überschreitung der Großveranlagungsgrenze

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die niederösterreichische Hypo Investmentbank AG ihr Engagement an der irischen Zweckgesellschaft "Augustus" von 800 auf 100 Millionen zurückgestutzt. Die Bank war Anfang des Jahres wegen Überschreitung der Großveranlagungsgrenze ins Visier von Nationalbank und Finanzmarktaufsicht geraten. Offen ist noch, wie hoch die Strafzahlungen ausfallen werden, die laut Bankwesengesetz bei der Überschreitung von Großveranlagungsgrenzen anfallen. Laut Hypo liegt das Drohpotenzial bei 48 Millionen Euro. Ein entsprechender Bescheid ist allerdings noch nicht ergangen.
   Die landeseigene niederösterreichische Finanz- und Beteiligungsmanagementgesellschaft (FIBEG), die mit 100 Millionen Euro ebenfalls an "Augustus" beteiligt war, kommt das Irland-Abenteuer teuer zu stehen. Sie muss die Verluste, die beim Zurückstutzen des Augustus-Portfolios entstanden, zur Gänze übernehmen. Diese belaufen sich derzeit auf 40 Millionen Euro.

Rückfragehinweis:   "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0007    2010-09-11/08:00



* 10.6.2010 Bankengipfel: Attac fordert Zerteilung systemrelevanter Banken

attac fordert die Zerteilung systemrelevanter Banken

Politik muss vom Kammerdiener zum Regulator der Großbanken werden
Systemrelevante Banken bringen früher oder später den Staatsbankrott

Anlässlich des heutigen Bankengipfels des Institute of International Finance (IIF) fordert Attac die Zerteilung aller systemrelevanten Banken. „Es ist ein verhängnisvoller Fehler systemrelevante Banken nur zu retten, aber nicht zu zerteilen“, sagt Christian Felber von Attac. „Platzt die nächste Blase werden die Steuerzahler erneut zur Kasse gebeten, weil die geretteten Banken noch immer systemrelevant und unsinkbar sind. Das ist über kurz oder lang der sichere Weg in den Staatsbankrott. Die Politik muss vom Kammerdiener zum Regulator der Großbanken werden.“

Systemrelevante Großbanken setzen das Insolvenz-, das Wettbewerbs- und das Beihilfenrecht einseitig außer Kraft. „Während bei den Einen Milliarden zur Verfügung stehen, wird bei „Systemirrelevanten“ umso härter gespart. Das ist mit Gerechtigkeit und Demokratie genauso unvereinbar wie mit „Marktwirtschaft“, sagt Felber.

Attac fordert einen auf Gemeinwohlorientierung ausgerichteten Bankensektor. „Die Banken müssen wieder dienen, nicht herrschen“, sagt Felber. Banken, die nicht ausschließlich das Kerngeschäft von Banken erfüllen (Einlagen- und Kreditgeschäft) sollen nicht mehr in den Genuss staatlicher Unterstützungen kommen: Refinanzierung bei der Zentralbank, Garantie der Sparguthaben, Kredite an den Staat. Attac fordert die Gründung einer Demokratischen Bank, die ausschließlich den Kernaufgaben einer Bank nachgeht: Garantie der Sparguthaben, günstige Kredite an fest investierende Unternehmen und Haushalte, kostenloses Girokonto für alle.

David Walch, Pressesprecher Attac Österreich; Telefon 01-544 00 10



* 11.1.2010: "Mehrstöckiger Leichenkeller"

Heute gab es drei interessante Meldungen, die das Bankgeschehen der letzten 10 Jahre in einem anderen Licht erscheinen lassen:

* Hypo Alpe Adria
Berichte des Landesrechnungshofs Kärnten und der Österreichischen Nationalbank (OeNB) als Bankenaufsicht hätten schon 2007 darauf hingewiesen, dass bei der Hypo ein "mehrstöckiger Leichenkeller" vorhanden gewesen sei, sagte der bayerische Grünen-Abgeordnete Eike Hallitzky.
Quelle & mehr Infos => Die Presse vom 11.1.2010

* Finanzminister will Österreichische Nationalbank verstaatlichen:
Finanzminister Josef Pröll will die Nationalbank verstaatlichen. Prinzipiell eine gut Idee. Allerdings will er der Raiffeisen, Vienna Insurance Group, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung usw. sollen dafür 50 Millionen Euro bekommen. Das Nominale für den 30% Anteil beträgt allerdings nur 3,6 Millionen Euro. Mit der Nationalbank erbt dann der Staat auch das Pensionsproblem bei der OeNB.

* Finanzminister: 35 neue Staatsanwälte
Finanzminister Pröll gibt heute bekannt, dass er 2 Millionen Euro für 35 zusätzliche Staatsanwälte flüssig macht. Die sollen sich mit den ganzen Bankenskandalen beschäftigen.
 
Mehr Infos zum => Börsekrach 2008 - 2009



Video: 28.3.2009 Demo: Wir zahlen nicht für eure Krise


Video: Massen-
demonstration 2009 in Wien

am 28. März 2009 von der Mariahilferstraße => Ring => Parlament;

Protest gegen die neoliberale SPÖ-ÖVP Politik der Bundesregierung

Video 272 MB;
Dauer: 74 min.
© Wien-konkret



Mehr Infos => "Wir zahlen nicht für eure Krise"



Kommunalkredit Austria AG - Rettung vor der Bankpleite durch Verstaatlichung

Foto von der Kommunalkredit Austria AG vom 3. November 2008;

Foto von der Kommunalkredit Austria AG vom 3. November 2008; © Wien-konkret

Am 3. November 2008 wurde die Kommunalkredit Austria AG - sie ist Österreichs acht größte Bank - durch Verstaatlichung vom Bankrott gerettet. Die Kommunalkredit Austria AG mit Sitz in der Türkenstraße 9, 1092 Wien ist laut Eigendefinition eine Spezialbank für den öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Sektor (= „Public Finance“). Durch Veranlagungen in Island und Zypern dürften hohe Verluste entstanden sein, die die Bank an den Rand des Ruins brachten.

Bisherige Eigentümer bis 3. November 2008 waren:
50,78% Österreichische Volksbanken AG, 49,00% Dexia Credit Local, 0,22% Österreichischer Gemeindebund

Bisheriger Vorstand der Bank Kommunalkredit Austria AG (Stand Ende Sept. 2008): 
GD Dr. Reinhard Platzer, Vst.-Dir. Leopold Fischer, Vst.-Dir. Mag. Pascal Becker:

Hier ein Portrait und ein Rückblick über die Ereignisse => Kommunalkredit



* 30.10.2008: 2,7 Milliarden Euro Staatshilfe für "Erste Group Bank AG"

Filiale der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG

Foto: Filiale der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG

Die Holding "Erste Group Bank AG" hat nun heute 30.10.2008 - einen Tag vor dem Weltspartag - das staatliche Bankenhilfspaket in Anspruch genommen. Die "Erste Group Bank AG" erhält 2,7 Milliarden Euro (= 37 Milliarden Schilling) von der Republik Österreich (= Steuerzahler). Dafür wird die Republik Österreich Miteigentümer der ERSTE Group Bank AG. Der Staat zeichnet Partizipationsscheine und soll dafür 8% Zinsen bekommen. Dadurch steigt die Eigenkapitalquote der ERSTE Group Bank AG von 7,5% auf 10,3%.
 
Gleichzeitig gab die "Erste Group Bank AG" heute bekannt, dass sie das Ergebnis in der ersten drei Quartalen 2008 um 23,2% stark steigern konnte. Die Bank stehe also nicht vor der Pleite.

Mehr Infos => Staatshilfspaket ERSTE Bank



Banken und Sparkassen:

Der Bankensektor Österreichs beschäftigt knapp über 75.000 Mitarbeiter. Derzeit sind in Österreich folgende Tendenzen zu erkennen:

Ostexpansion:
Hier sind die ERSTE und die Raiffeisen besonders erfolgreich

Übernahmen 2005: 
Österreichs größte Bank, die BA/CA, wurde  durch Unicredit (Italien) im Jahr 2005 übernommen. Die Investkredit Bank AG wurde 2005 durch die Volksbanken-gruppe übernommen. Die BAWAG hat mit 1.10.2005 die PSK Bank übernommen, wodurch die Bank mit den meisten Kunden in Österreich entstanden ist.

Online-geschäfte:
Werden mittlerweile von praktisch allen Banken angeboten und soll deutlich wachsen. Die Vorteile des Online-Bankings haben aber auch Risiken im Sicherheitsbereich, wie die Pishing Attacken auf die Kunden einiger großer österreichischen Banken zeigen.

Personalabbau:
Von der wirtschaftlich angespannten Situation bekamen die Bankangestellten, bisher wenig zu spüren. Der Abbau erfolgte meist über Frühpensionierungen und Nichtnachbesetzungen. Wie Ende März 2006 bekannt wurde will nun die ERSTE 270 ihrer 4000 Mitarbeiter kündigen. Möglicherweise wird die BA/CA bald schon bald mit einer ähnlichen Maßnahme aufhorchen lassen.

Sonderfall BAWAG / PSK:
Die Refo-Pleite und die Karibikgeschäfte mit einem Verlust von ca. 1 Milliarde Euro werden organisatorisch - und möglicherweise auch eigentümermäßig-  zu starken Veränderungen führen. Zwischen Oktober 2005 und März 2006 werden immer mehr haarsträubende Details bekannt.
Mehr Infos => Klick



Steuerberater & Spezialist für Finanzierung:



 EcoImpuls Gesellschaft für Unternehmensberatung und Wirtschaftsmediation mbH
* EcoImpuls Steuerberatungs GmbH
* Cekal & Partner Steuerberatungs GmbH

Tel: +43-1-7143 999  Fax: +43-1-7143 999 -10
Email: office@ecoimpuls.at
Info:  Steuerberatung Ecoimpuls       Werbung




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Anonyme Sparbücher:
Was für Österreichs Sparer ein besonders makantes Datum ist, ist der 1.11.2000. An diesem Tag wurde die Anonymität bei ca. 24 Millionen Sparbüchern aufgehoben. Das war eine Notwendigkeit aufgrund des EU-Betritts, da die anonymen Bankkonten nicht mit geltendem Europarecht ("Geldwäscherichtlinie") vereinbar waren. Das Bankgeheimnis bleibt aber - leicht verändert - bestehen.+++Einlagensicherung:Die Einlagensicherung dient dem Anlegerschutz. Die Einlagen auf Konten  sind in Österreich bis zu einem Betrag von 20.000 Euro durch einen Fonds abgesichert. Darüber hinaus hängt die Rückforderung im Falle einer Bankpleite von der Insolvenzquote der Bank ab.

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Bankinsolvenzen in Österreich:
Trigon Bank 2001; Rieger Bank 1998; Bank für Handel und Industrie (BHI) 1995; Effectinvest 1993, Bankhaus Rössler 1992;

Nicht berücksichtigt wurden jene Banken, die durch eine Übernahme oder durch die öffentliche Hand vor einer Insolvenz gerettet wurden, wie z.B. die Länderbank, Bank Burgenland, Kommunalkredit, Hypo Alpe Adria, usw..

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Sprüche:

* Besser als Falschgeld drucken ist, das Vertrauen der Bürger in bedrucktes Papier aller Art zu benützen. (Anm.: Verträge, Aktien, Anleihen, Optionen, usw.)

* Baron Rothschild zu einem Bankräuber : "Ich gebe Ihnen einen Rat : Gründen Sie eine Bank !"

* Bert Brecht: Was ist es für ein Verbrechen eine Bank zu überfallen dagegen, eine zu eröffnen ... 





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Gagenrückzahlung der verantwortlichen Manager

wird endlich zeit dass die herrschaften von ERSTE, EVN, volksbanken, raiffeisen, investkredit, kommunalkredit, baumax usw. und so fort - ihre gagen der letzten 20 jahre anstandshalber zurückzahlen, ein präpotenter treichl das doppelte samt enteignung. empörend für das ganze geschehen ist ja kein ausdruck mehr
 
aber im osten liegt unsere zukunft - meinte kürzlich ein gewisser kurz, ein schüssel meint nichts mehr, wie immer und der "wahlgewinner" karas hat wieder für 5 jahre ausgesorgt und braucht sich bei den schüler, die er zwecks wahlwerbung über die " eu - informiert" hat -  auch nicht mehr blicken lassen.
Rene P.       4.7.2014



Brief an den Bundeskanzler und Vizekanzler betreffend Hypo-Alpe-Adria-Bank

Herr
Werner Faymann
Michael Spindelegger
Ballhausplatz 2
1010 Wien

Betreff Hypo-Alpe-Adria

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
Sehr geehrter Herr Finanzminister,

wenn ich den Zeitungsberichten glauben darf, ist es wahrscheinlich, dass das Hypo-Alpen-Adria Debakel jeden Steuerzahler und jeder Steuerzahlerin ca. 5000 Euro kosten wird. Wie ich lese, kommen diese gewaltigen Summen auf uns zu, weil die Banken zu einer von Ihnen angestrebten Beteiligung "Nein" gesagt haben.
   Ich darf Ihnen mitteilen, dass ich dem Beispiel der Banken folge und ebenfalls "Nein" sage. Bei mir geht es sich gerade ganz schlecht aus. Da ich nicht besonders viel verdiene, habe ich vermutlich noch nicht einmal meinen Beitrag zu den enorm wichtigen Eurofightern abgeleistet, von der Rettung Griechenlands mal ganz zu schweigen.
Also nichts für ungut, aber Bankenrettung diesmal bitte ohne mich, zumal ich ja zum Unterschied zu den "Nein-sagenden" Banken in meinem ganzen Leben noch nie irgendetwas mit der Hypo-Alpe-Adria zu tun gehabt habe, und auch meine Bankgeschäfte mir bisher  in Summe nur Geld gekostet, statt gebracht haben.
   In der Gewissheit, dass sie einem einfachen Steuerzahler die gleiche Wahlfreiheit zugestehen wie den Banken, bitte ich Sie mein "Nein" zu akzeptieren und mir das mit einem kurzen Mail zu bestätigen.
M.f.G                 4.3.2014



"Banken in die Schranken" Volksbegehren

Das Banken-Volksbegehren gibt es nach wie vor, es hat sich jedoch unter
ein neues Motto gestellt: "Banken in die Schranken!". Parallel zum
österreichischen Volksbegehren gibt es nun auch eine EU-Petition:
http://www.banken-in-die-schranken.eu

Reinhold M.         5. Mai 2012



Demokratische BANK

Meine Damen und Herren

GELD, der SCHNÖDE MAMMON wächst nicht auf Bäumen.
GELD, der SCHNÖDE MAMMON bekommt auch keine Junge nicht.
WIR Menschen arbeiten für GELD, und WIR machen es, weil WIR uns unser LEBEN leisten müssen.
Doch die meisten kommen nicht mehr aus, sie kämpfen ums nackte ÜBERLEBEN, kein AUSKOMMEN mehr mit dem EINKOMMEN.
WIR nennen uns, das siebent reichste LAND der WELT, und trotzdem wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer.
Die jetzige Bundesregierung hat innerhalb von 2 Jahren den Schuldenstand um ca. 40 Mrd. erhöht, und jetzt halten sie sich fest, der war auf ca. 160 Mrd., das sind innerhalb von 2 Jahren um 25% mehr, WISSEN sie was passiert, wenn das ein Klein- und Mittleres Unternehmen macht, der/die kommen vor GERICHT, wegen fahrlässiger Krida, so schaut es aus.(Wobei da die Summen wohl geringer sind, doch im ENDEFFEKT, landet sie vor Gericht), das sind alleine an ZINSEN im JAHR 8 Mrd. EURO, stellen SIE sich das mal vor.
DERZEIT könnte man es so fomulieren, die GEWINNE streichen immer einige wenige ein, doch die VERLUSTE werden versolidarisiert, dh. WIR, das VOLK, WIR, die WIR Steuern bezahlen, kommen für die Verluste auf.
Das GELD, der SCHNÖDE MAMMON verschwindet, naja die Gewinner, sind die BANKER, die MANAGER, doch die VERLIERER sind, WIR das VOLK.
Hier mal einige Zitate, passend dazu, kurz und prignant:
Mayer Amsel Rothschild:
"Gib mir die Macht über die Währung eines Landes, und es ist egal wer dessen Gesetze macht."
J.P.Morgan:
"Wüssten die Menschen, die Menschheit über die Geldwirtschaft bescheid, so hätten wir heute und nicht morgen eine Revolution."
H. Matschiner:
"Die größte Geißel der Menschheit, ist das jetzige GELDSYSTEM, das jetzige FINANZSYSTEM, das jetzige BANKENSYSTEM, es beutet den Bürger, die BürgerIn, die "normalen" Menschen aus, und es ist AUSBEUTUNG mit SYSTEM."
Es herrscht keine TRANSPARENZ, und wer kann die GELDMENGEN wirklich kontrollieren, die um den GLOBUS transferiert werden, durch die Netze???
Weil es ist, wie es ist, die GELDWIRTSCHAFT hat sich, von der REALWIRTSCHAFT abgekoppelt.
Die Inflationsrate ist nichts anderes als eine versteckte Steuer.
Warum???
Naja, um die umlaufende GELDMENGE zu entwerten, werden doch TONNEN von GELD gedruckt.
Leute wacht mal auf, dieses SYSTEM dient einigen wenigen, die sich die WELT, untereinander aufteilen, und wer das nicht glaubt, naja, der lebt dann immer noch in einer oder seiner SCHEINWELT bzw. SCHEINHEILIGEN WELT.
Jeder/Jede kann sich selber mal hinterfragen, mal den gesunden Hausverstand einschalten und den auch wieder gebrauchen.
Dann sieht man klarer, wie ich auch immer sage:
"Die Wahrheit tut nicht weh, sondern sie ist befreiend, oder, die Wahrheit ist wie reines Wasser, nämlich GLASKLAR."
Die EZB hat 750 Mrd. EURO in die Finanzmärkte gepumpt, und WIR WISSEN es leben ca. 500 Mill. Menschen in der EU, naja eine Milchmädchenrechnung, jeder EU - Bürger hätte da 1.500 Euro bekommen, das wäre in die Wirtschaft geflossen das GELD, da bin ich(WIR) uns sicher.
Dieses SYSTEM ist aufgebaut auf GEWINNMAXIMIERUNG doch schauen WIR in die Fabrikshallen so sehen WIR dort kaum mehr MENSCHEN arbeiten, sondern ROBOTER, doch ROBOTER haben keine Bedürfnisse, sie brauchen keine Nahrung, sie brauchen auch keine Wohnung, keine Kleider, keinen SCHLAF, sie brauchen ab und zu eine WARTUNG.
DOCH sie produzieren und produzieren, und WER kauft die PRODUKTE???
Wenn keine mehr eine ARBEIT hat.
Das DILEMMA ist, WIR werden ausgenutzt, manipuliert, kontrolliert, versklavt, und das traurige daran, die meisten merken es nicht.
SKLAVEN eines SYSTEMS, GEFANGENE eines SYSTEMS, das sich zwar DEMOKRATIE nennt, doch ich warsten SINNE der Wortes, bereits eine Diktatur ist.
Also, ich(wir) würde(n) mal sagen:
"Weg von der GEWINNMAXIMIERUNG, hin zum HUMANISMUS."
Der HUMANISMUS ist der einzig wahre ISMUS.
Die anderen sind für A und F.
Kratzen WIR die Kurve, sonst überrollt uns dieses jetzige SYSTEM.
Wer kann es ändern???
WIR, WIR alle, denn WIR WISSEN WAS WIR WOLLEN, WIR sind das VOLK.
WIR wollen:
GEERCHTIGKEIT, CHANCENGLEICHHEIT, MENSCHLICHKEIT, MENSCHENWÜRDE, GERECHTE VERTEILUNG, FAIR TRADE; FAIRNESS, ETHISCHE und MORALISCHE WERTE, ...
GENERATIONEN PARTEI, mit DEINER/IHRER STIMME veränderst/verändern DU/SIE das LAND.
Ziehen WIR an einem STRANG.

Im WEB: http://gpo.or.at
 
harald matschiner         6.11.2010



Volksbank wechselt keine 500,- € Geldscheine

500 Euro Geldscheine

Sehr geehrte Damen und Herren !

500,- € Geldschein in einer Volksbank wechseln ? Nein !!

Ein Erlebnisbericht :
Am Freitag, den 11. 12. 2009 um 12.15 Uhr in der Volksbank Hütteldorfer Straße 4 Geldscheine á 500,-- € auf 100,-- € wechseln. Die Kassierin sagt nein, sie darf nicht wechseln !! ich benötige ein Konto bei der Volksbank !

Auch der gerufene Filialleiter ist erstaunt, lässt sich aber von einem Bankkollegen erklären, dass dies richtig ist, es darf nicht gewechselt werden ! Ich muß zur nächsten Bank fahren, ich habe Glück, dort kann und darf man Geld wechseln.
Macht dieses Beispiel Schule, sind 500,-- € Scheine unbrauchbar.
Die werden sowieso nur bei der Bank angenommen und nun dort auch nicht mehr !!

Mit freundlichen Grüßen
Roman R.                                  E-mail 12.12.2009 



Stellungnahmen zu Banken & Sparkassen in Österreich,

30.10.2012 BZÖ-Petzner: Ausweitung des ÖVAG-Skandals bestätigt Forderung nach U-Ausschuss zu Banken-Notverstaatlichungen!


In Reaktion auf einen Artikel im heutigen "Standard", wonach der damalige Finanzminister Pröll sowie Staatssekretär Lopatka bereits bis zu zwei Jahre vor der ÖVAG-Notverstaatlichung gewarnt wurden, aber nichts unternommen hätten, bekräftigt der stellvertretende BZÖ-Klubobmann NRAbg. Stefan Petzner seine Forderung nach Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zu den Banken-Notverstaatlichungen von ÖVAG, Hypo und Kommunalkredit. "Die jüngsten Enthüllungen in der Causa ÖVAG bestätigen unsere Forderung. Wir vom BZÖ werden daher neuerlich einen Antrag auf einen U-Ausschuss stellen" kündigt Petzner an und verweist darauf, dass nicht nur bei der ÖVAG die Rolle des Finanzministeriums und des Ministers hinterfragt werden müsse, sondern auch bei der Hypo. "Es gibt auch in der Causa Hypo Schriftstücke, die belegen, dass Ex-Finanzminister Pröll bereits mehr als ein halbes Jahr vor der Notverstaatlichung durch den Hypo-Mehrheitseigentümer BayernLB über den geplanten Konkurs informiert wurde. Und in der Folge dieser Konkurs im Zusammenspiel von BayernLB und Republik Österreich vorsätzlich und bewusst herbei geführt wurde!"
   "Die Banken-Notverstaatlichungen werden immer mehr zu politischen Kriminalfällen, die in einem Untersuchungsausschuss aufgeklärt werden müssen. Je vehementer ÖVP und SPÖ einen solchen ablehnen, desto verdächtiger wird es. Offensichtlich soll hier in großem Stil politisches Totalversagen und die Verschleuderung von Milliarden an Steuergeldern vertuscht werden", sagt Petzner und erinnert daran, dass ÖVP und SPÖ erst vor wenigen Tagen seinen Antrag auf einen U-Ausschuss zu den Banken-Notverstaatlichungen abgelehnt hatten - ohne Angabe von triftigen Gründen. Der stellvertretende BZÖ-Klubobmann: "Wir werden aber nicht locker lassen, weiter Aufklärung betreiben, die wahren Hintergründe der Notverstaatlichungen recherchieren und die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses betreiben."

Rückfragehinweis:    Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ



3.4.2012 Reinhard Göweil: Ex-EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerell soll in den ÖVAG-Aufsichtsrat

Der Regierung und den Aufsichtsbehörden platzt bei den Volksbanken nun der Kragen. Die öffentliche Hand hat der Volksbanken-Gruppe 2009 die Kommunalkredit "abgenommen", der Volksbanken AG Staatshilfe gegeben, 700 Millionen Euro abgeschrieben, und finanziert über eine Kapitalerhöhung deren Überleben. Die Eigentümer des Spitzeninstituts, die 68 Volksbanken (inklusive Ärztebank), verlangten aber bis zuletzt noch zusätzliche Sicherheiten. Nun wird offensichtlich aufgeräumt: In den Aufsichtsrat soll die Ex-EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerell entsandt werden. Der bisher für den Aufsichtsratsvorsitz gehandelte Unternehmensrechtler Waldemar Jud hatte bisher die 68 Volksbanken beraten. Ihm wird die notwendige Unvoreingenommenheit nicht geglaubt. Aber die Finanzmarkt-Aufsichtsbehörden gingen noch einen Schritt weiter.
   Um das langfristige Überleben der Volksbanken-Gruppe zu sichern, soll es einen wechselseitigen und allumfassenden Haftungsverbund der dort tätigen Banken geben. Um den Widerstand dagegen zu brechen, wurde den Volksbanken beschieden, dass jede Bank, die bei der notwendigen Hauptversammlung diese Beschlüsse verweigert, unter Kuratel gestellt wird: Wer dagegen ist, hätte keine Einlagensicherung mehr, die Aufsicht würde sofort einen Regierungs-Kommissär dorthin entsenden, um die Geschäfte zu leiten. Der als neuer Vorstandsvorsitzende in der Regierung akkordierte Ex-Bawag-Vorstand Stephan Koren überlegt derzeit, ob er sich diese Monster-Aufgabe antun soll. Er fürchtet Einflussnahme durch das Finanzministerium, was die Geschwindigkeit der Entscheidungen verlangsamen würde. Und eines hat die Volksbanken AG sicher nicht: Zeit.
Rückfragehinweis: Wiener Zeitung Sekretariat



29.2.2012 Hypo: Volltreffer bei Hausdurchsuchung bei Mitarbeiterprivatstiftung

Lange gesuchte Garantieerklärung über 420 Millionen Euro gefunden.
Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe von einem Durchbruch bei den Ermittlungen in der Causa Hypo Alpe Adria. Bei der Hausdurchsuchung bei der Mitarbeiterprivatstiftung (MAPS) wurde eine von Ex-Bank-Chef Wolfgang Kulterer unterschriebene Garantieerklärung der Bank für die Kärntner Landesholding über 420.415.491,56 Euro sichergestellt. Bisher war lediglich die Existenz einer derartigen Garantie vermutet worden.
   Die Folge dieser Garantieerklärung und den damit verbundenen Rechtsgeschäften ist, dass einmal mehr Geldmittel als Eigenkapital der Bank dargestellt wurden, die keines waren. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätten entweder die mit Teilen des Geldes gekauften Vorzugsaktien in der Bilanz nicht als Eigenkapital dargestellt werden dürften - jedenfalls hätte zumindest die jetzt sichergestellte Garantie in der Bilanz dargestellt und eigens erläutert werden müssen. Es besteht daher der Verdacht, dass die Bank-Bilanz 2006 und mutmaßlich auch jene aus dem Jahr 2007 falsch war.
    NEWS berichtet zudem über tausende E-Mails aus der Bank, die dem Magazin nun vorliegen. Daraus ergibt sich unter anderem, dass die Agentur Hochegger.Com des Telekomlobbyisten Peter Hochegger den damaligen Bankchef Wolfgang Kulterer nach dem Auffliegen der SWAP-Affäre beraten hat. Kulterer & Co wurden dabei "Schlüsselbotschaften" vorbereitet, um den Vorwurf der Bilanzfälschung und des Versagens der Kontrolle medial zu entkräften. Zudem wurde eine "Road-Map" erstellt, aus der ersichtlich ist, welche Journalisten wann mit welchen (geschönten) Informationen angefüttert wurden.

Rückfragehinweis: NEWS Chefreporter Kurt Kuch Tel.: 01/21312-1143



"Die Presse"-Leitartikel: Grimms Märchen und die Bankbilanzen,

von Josef Urschitz, Ausgabe vom 23. September 2011
Die Welt hat aus der Bankenkrise 2008 nichts gelernt. Jetzt hätte sie erneut Gelegenheit dazu, denn die Finanzbranche steuert auf den nächsten Krach zu. Börsenkurse von Geldinstituten stürzen ins Bodenlose, Banken erscheinen immer öfter auf dem Downgrading-Radar der Ratingagenturen, der IWF warnt in immer kürzeren Abständen vor den Risken, die rund um den Globus in den Bilanzen der Geldhäuser schlummern: Kein Zweifel, die Bankenkrise 2.0 ist da.
    Ein bisschen flott ist es gegangen in diesem Teufelskreis: Die Bankenrettungsaktionen nach dem Crash 2008 haben die Staatsschuldenkrise zusätzlich angefacht, die wiederum führt (wegen der Entwertung der Staatsanleihen in den Bank-Portefeuilles) zur nächsten Bankenkrise. Was noch größere Rettungsaktionen durch ohnehin schon bis zum Gehtnichtmehr verschuldete Staaten nach sich ziehen wird, was wiederum die Staatsanleihen in den Bank-Portefeuilles weiter entwerten und zur nächsten Bankenkrise führen wird. Und so weiter und so weiter. Ein bisschen wundert uns das allerdings schon: Haben uns Notenbankchefs und andere Finanzkapazunder nicht eben erst mit treuherzigem Dackelblick Ergebnisse von europaweiten "Bankenstresstests" verkündet, denen zufolge die Branche bis auf wenige Ausnahmen aber so was von toll aufgestellt und nicht so leicht umzuwerfen ist? Und jetzt, ein paar Wochen später sehen wir: alles seichtes Beruhigungsgeschwätz. Die ganze Finanzwelt ist Volksbank und schrammt seit 2008 permanent am Existenzminimum dahin. Andererseits: So wirklich überraschend kommt das ja nicht, wenn man die Dinge ein wenig beobachtet hat. Die Bankenlobbys sind global sehr effizient. Die Folge davon ist, dass der von der Finanzwirtschaft ausgelöste große Krach des Jahres 2008 ausgerechnet für dessen Verursacher keine Konsequenzen gehabt hat. Die mit Staatsgeld aufgepäppelten Institute können so weitermachen, wie sie das vor dem Crash getan haben. Kein einziges der Probleme ist gelöst. Im Großen nicht (weil die Staaten weiterhin mit dem "Too big to fail"-Dilemma erpressbar sind) und im Kleinen auch nicht. Oder hat jemand davon gehört, dass es auf dem österreichischen Markt, der selbst nach Meinung der Branche drastisch "overbanked" ist, irgendeine nennenswerte Strukturbereinigung gegeben hätte? Im Gegenteil: Statt klug Leitplanken zu setzen, damit es die Branche nicht gar so leicht aus der Kurve trägt, hat man sogar das Tricksen erleichtert. Etwa durch eine Lockerung der Bilanzierungsvorschriften, die die Bankbilanzen unterdessen auf eine Stufe mit Grimms Märchen stellt. Auch die Gepflogenheit, Risken vorübergehend einfach aus der Bilanz in irgendwelche Zweckgesellschaften auszulagern, trägt nicht gerade zu Transparenz und Vertrauen bei. Und es wird weiter getrickst: Der Internationale Währungsfonds hat in jüngster Zeit mehrmals - zuletzt vorgestern - beklagt, dass die Risken europäischer Anleihen in den Bankbilanzen nicht ernst genug genommen würden. Inoffiziell war zu hören, dass die Abwertung der Anleihe-Portefeuilles auf "Marktniveau" 300 Milliarden Euro "kosten" würde. Mit anderen Worten: Die Herrschaften gaukeln uns in ihren Bilanzen (bonusfähige) Milliardengewinne vor, die schlicht nicht existieren. Die traurige Wahrheit ist also: Wir werden demnächst wohl wieder Bankenrettungsaktionen sehen. Zuerst wahrscheinlich in Frankreich und Spanien, und wenn das Euro-Schuldenproblem nicht in den Griff zu kriegen ist, wohl auch in Italien und Deutschland. Und dann natürlich auch bei uns. Das ist noch nicht das Ende der Finanzwelt, denn der aufgestockte europäische "Rettungsschirm" wurde ja jüngst so adaptiert, dass er nicht nur Staaten, sondern auch Banken "heraushauen" kann. Bezahlen werden dieses umfassende Management- und Politikversagen wieder wir Steuerzahler - wer sonst? Vielleicht führt das aber dann endlich zu einer echten internationalen Diskussion darüber, wie Banken und ihr Geschäft aufgestellt sein sollten und welche Verantwortung sie zu übernehmen haben. Da geht es dann nicht um lösbare Kinkerlitzchen wie Basel III und Eigenkapitalquoten, sondern um ein tragfähiges Geschäftsmodell, das ohne Tarnen und Täuschen und vor allem ohne ständige Steuergeldinfusionen funktioniert.

Rückfragehinweis: Die Presse Chef v. Dienst
OTS0244 2011-09-22/18:31



4.6.2011 "profil": FMA fordert von Hypo Niederösterreich 58 Millionen Euro

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, macht die Finanzmarktaufsicht in der Auseinandersetzung mit der landeseigenen Hypo Niederösterreich nun Ernst. Nach "profil" vorliegenden Informationen soll ein bereits angekündigter Strafbescheid kommende Woche in St. Pölten einlangen. Die FMA fordert von der Bank so genannte Pönalzinsen in der Höhe von 58 Millionen Euro, weil diese bei der Finanzierung der irischen Zweckgesellschaft "Augustus" 2007 die gesetzlichen Großveranlagungsgrenzen verletzt haben soll. Die Bank hat zwar stets die Rechtmäßigkeit der Geschäfte betont, vorsichtshalber aber bereits im Jahresabschluss 2010 eine Rückstellung in der Höhe von 50 Millionen Euro gebildet. Die Hypo hat angekündigt, den Bescheid zu beeinspruchen, die Causa dürfte damit vor dem Verwaltungsgerichtshof enden. Sollte die Bank unterliegen, kämen die Strafzinsen direkt dem Bundesbudget zu Gute.

Rückfragehinweis:   "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0003    2011-06-04/08:00

 



11.4.2011 FPÖ: Hofer: Schluss mit den Bankenbereicherungspaketen!


"Das Rettungspaket für Portugal ist nach Griechenland und Irland das dritte Bankenbereicherungspaket, denn die Bevölkerung der Länder hat rein gar nichts von dem Geldsegen, für den unter anderem die österreichischen Bürger gerade stehen müssen", erklärt der stellvertretende FPÖ-Obmann NAbg. Norbert Hofer. Mit den Milliarden aus dem Rettungsschirm würden nur die Gläubigerbanken der maroden Staaten entlastet. "Gleichzeitig verdienen sie sich über die Zinsaufschläge bei den Krediten an die notleidenden Staaten gleich die nächste goldene Nase und genehmigen ihren Managern Rekordgagen und millionenschwere Bonuszahlungen", so Hofer.
   Anhand der Entwicklung in Griechenland könne man jedoch beobachten, dass die Milliardenhilfen keine Lösung darstellen, sondern den Bankrott nur hinauszögern. ...

Rückfragehinweis:  Freiheitlicher Parlamentsklub
OTS0048    2011-04-11/09:58

 



23.2.2011 WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Bei Banken ist schlechter Rat teuer - von Hans-Jörg Bruckberger

Um den eigenen Fonds an den Mann zu bringen, wird glatt gelogen.
Sehr geehrteWirtschaftsBlatt-Redaktion! Ich habe ein Abo Ihrer Zeitung und eine Frage: Ich bin 70 Jahre alt und habe 30.000 Euro zu veranlagen. Meine Bank erklärt mir, mit Einzelaktien
sei kein Geld zu machen, da sehr hohe Kosten anfallen. Aktienfonds seien besser, am besten sei der XY Österreich-Aktienfonds. Bitte um eine ehrliche Antwort, wie Sie das sehen. Vielen Dank im Voraus."

Dieses Mail eines Lesers haben wir gestern im Posteingang vorgefunden und wollen es Ihnen nicht vorenthalten. In unserer Antwort haben wir den Verdacht geäußert, dass die beratende Bank "XY" heißt, was der Leser dann auch postwendend bestätigte. Den Namen sparen wir hier bewusst aus, denn andere Institute sind um nichts besser: Nach wie vor wird in der Beratung viel Schindluder betrieben. Dass allein der eigene Fonds angepriesen wird, ist natürlich sehr bedenklich und unseriös, wenn auch angesichts der dem Berater winkenden Provisionen verständlich. Das gleiche gilt für die Tatsache, dass Fonds gegenüber Aktien generell als besser verkauft werden - verständlich, weil für die Bank lukrativer, aber eben höchst unseriös. Dass aber nicht einmal das, wenn auch scheinheilige, so doch zumindest ansatzweise richtige Pro-Fonds-Argument der besseren Streuung, ins Treffen geführt wird, sondern stattdessen regelrecht gelogen wird, schlägt dem Fass den Boden aus. Aktien sind alles, nur nicht teurer als Fonds, bei denen Ausgabeaufschläge und Managementgebühren verrechnet werden.
Der Berater war also entweder bösartig oder inkompetent, wahrscheinlich beides. Traurig stimmt die Sache jedenfalls. Und zwar nicht nur für die zahlreichen Kunden, die den Banken tagtäglich auf
den Leim gehen. Sondern auch für den Kapitalmarkt Österreich und damit unsere gesamte Volkswirtschaft. Laut Nationalbank-Statistiken entfallen nur rund drei Prozent des veranlagten Finanzvermögens der Österreicher auf "börsenotierte Aktien", fast 50 Prozent sind hingegen Einlagen, 35 Prozent allein Spareinlagen - und die bescheren Herrn und Frau Österreicher derzeit abzüglich Inflation Verluste. Mit
seiner Aktienquote spielt Österreich statt um die Champions League eher um den Afrika-Cup mit, der heimische Kapitalmarkt ist, gelinge gesagt, ausbaufähig. Gerade die Banken sollten als dessen Miteigentümer doch das größte Interesse haben, dass sich das ändert. Dies, zumal mit IPOs, Kapitalerhöhungen und Co. viel Geld zu verdienen ist. Dass sie es überhaupt notwendig haben, dem kleinen Mann über unseriöse Praktiken ein paar Zerquetschte abzuluchsen, ist ein Armutszeugnis.
Rückfragehinweis:   Wirtschaftsblatt Verlag AG    Tel.: Tel.: 01/60117 / 300
OTS0281    2011-02-23/18:30