Wien

Das Wichtigste zur Tarifänderung 2012 der Wiener Linien in Kürze:


Ab 1.1.2012 können nun auch Männer ab 60 Jahren den Seniorentarif Wiener Linien benutzen. Erst ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes brachte die Wiener Linien dazu, mit der Männerdiskriminierung aufzuhören! Das Gesetz zur Gleichstellung von Mann & Frau beeindruckte die Wiener Linien bis dahin nicht.
Bis 30.4.2011 kostet das Seniorenticket 50% der normalen Jahreskarte, ab 1.5.2012 ist die Vergünstigung für Senioren/-innen nur mehr 38,6% gegenüber den Vollzahlern. D.h. nach den Lehrlingen sind die Senioren die zweiten Verlierer der Tarifreform 2012.

Änderungen ab 1. Mai 2012:
* Fahrräder können kostenlos mitgenommen werden. Die Mitnahme von Fahrrädern ist aber wie bisher schon nur in der U-Bahn zu folgenden Zeiten möglich: Mo. bis Fr. von 9 bis 15 Uhr und ab 18.30 Uhr, sowie Sa., So., Feiertag ganztägig.

* Studenten-Semesterkarten sind nicht mehr von der Familienbeihilfe abhängig und können bis zum 26 Lebensjahr bezogen werden. Studenten ohne Wiener Hauptwohnsitz zahlen das Doppelte.

* Die normale Jahreskarte kostet dann nur mehr 365 Euro bei Einmalzahlung. Nur für Lehrlinge wird die Jahreskarte ab 1. Mai 2012 teurer und zwar um 3,5%!

* Die 8-Tageskarte wird um 17% teurer.

 Ticket:  Preise in Euro

 1.1.-30.4.2012 

 1.5.2012

 Jahreskarte bei Einmalzahlung  

 449,-

 365.-

 Jahreskarte bei Abbuchung in 10 Monatsraten  

 458,-

 375,-

 Jahreskarte für Lehrlinge  

 241,50

 250,-

 Senioren Jahreskarte bei Einmalzahlung

 224,-

 224,-

 Senioren Jahreskarte bei Abbuchung in 10 Monatsraten 

 229,-

 229,-

 

 

 

 Monatskarte  

 49,50

 45,-

 Monatskarte für Lehrlinge  

 24,20

 25,-

 Monatskarte für Mobilpass InhaberInnen  

 

 15,20

 Monatskarte für StudentInnen  

 

 45,-

 Monatskarte für StudentInnen Ferien  

 

 29,50

 Zusatz-Monatskarte für Nachmittagsbildungskarte  

 

 6,-

 

 

 

 Wochenkarte  

 14,-

 15,-

 Wochenkarte für Lehrlinge  

 6,60

 6,80

 8-Tage-Klimakarte  

 28,80

 33,80

 72 Stunden Karte  

 13,60

 14,50

 48 Stunden Karte  

 10,00

 11,70

 24 Stunden Karte  

 5,70

 6,70

 Wiener Einkaufskarte  Mo-Sa 8-20 Uhr

 4,60

 5,40

 

 

 

 Handy-Ticket Single  

 2,20

 2,50

 Handy-Ticket Day  

 4,20

 4,90

 Einzelfahrschein  

 1,80

 2,-

 Einzelfahrschein im Fahrzeug  

 2,20

 2,20

 4 Fahrten Streifenkarte  

 7,20

 8,-

 Fahrschein zum Halbpreis  

 0,90

 1,-

 Fahrschein zum Halbpreis im Fahrzeug  

 1,10

 1,10

 2 Fahrten Halbpreis  

 1,80

 2,-

 4 Fahrten Halbpreis  

 3,60

 4,-

 2 Fahrten Fahrschein SeniorInnen  

 

 2,50

 

 

 

 Mitnahme Fahrrad  

 

 kostenlos

 Schwarzfahren bei Zahlung binnen drei Tagen  

 70,-

 100,-

 

 

 

 

 

 


   





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Studententarife Wiener Linien 2012

Zum einen ein Hinweis: Die Studenten-Semesterkarte kostet mit Wiener Hauptwohnsitz 75 Euro, ohne Wiener Hauptwohnsitz 150 Euro (die Tatsache, dass zweitere das Doppelte kostet, wird zwar im Text erwähnt, jedoch nirgends die konkreten Zahlen). Ein kleiner Vorteil gegenüber der Zeit vor der Tarifreform ist, dass die Karte 5 Monate (September - Jänner bzw. Februar - Juni) "haltbar" ist.
Eine andere Frage zu Monatskarten: In einem Folder der Wiener Linien zum Thema "Studenten" war sinngemäß folgender Text zu finden: Wenn man als Student nicht das ganze Semester mobil sein wolle, könne man sich auch eine Monatskarte für 45 Euro kaufen. Diese sei dann personengebunden. Alternativ könne man sich auch eine "normale" Monatskarte kaufen - auch für 45 Euro, die dann nicht personengebunden sei.
Meine Frage: Was ist dann mein Vorteil mit einer Studenten-Monatskarte? Gibt es einen solchen? Wenn nein, wofür ist sie dann gut? Gibt es dazu eine Aussage von den Wiener Linien?

Klaus K.    26. August 2012

Antwort Wien-konkret: Die personenbezogene Studentenkarte hat auch eine Matrikelnummer drauf und kann für die Vorlage bei Ämtern verwendet werden. Der Preis ist tatsächlich der gleiche, wie bei der übertragbaren Monatskarte.



Pensionisten sind unwichtig und gehören benachteiligt ?

Der neue Stil von ROT-Grün!
Die Fahrpreise der Jahreskarten werden gesenkt - nicht jedoch für Pensionisten!!
Das ist diskriminierend für die alten Leute!
Bin neugierig, was der Herr Strache dazu sagt! 

Rudolf H.        3. Mai 2012



8-Tages-Tickets ab 1.5.2012 um 17% teurer

Das ist ja überhaupt eine Frechheit!
Die Grünen wollten die Öffis mittels Billigtickets attraktiv machen, so sieht das dann aus?
Die Wiener Linien sollten an all ihre Fahrgäste denken; es braucht nicht jeder Mensch eine  Jahreskarte! Gibts einen offiziellen Grund für diese Erhöhung? Man sollte doch nicht bestraft werden, wenn man nicht mit dem Auto in die Stadt fährt!
Nachdem überlegt wird Citymaut einzuführen und auf weniger Autoverkehr hofft, so wäre es doch naheliegend, für sämtliche Tickets den Tarif zu senken!
Verlierer sind offensichtlich Menschen die fallweise die Öffis benutzen, wie ich ersehe aber auch die Senioren. Nachdem nun endlich auch bei den Wiener Linien die Männer ab 60 Jahren als Senioren gelten, wurde dafür gleich die Vergünstigung gegenüber den Vollzahlern gekürzt!
 
Unglaublich, wie mit uns Bürgern umgegangen wird.
L.G.E.  6. Jänner 2012





11.10.2011: KPÖ: Jahreskarten werden billiger, Einzel- und Wochenfahrscheine werden teurer


Nun ist es also fix. Die Jahreskarte für die Wiener Öffis wird künftig 365 statt 449 Euro kosten und auch die Monatskarte wird etwas verbilligt. Der Einzelfahrschein wird aber von 1,80 auf 2 Euro angehoben. Die Wochenkarte kommt in Hinkunft auf 15 statt 14 Euro. Die Acht-Tage-Klimakarte wird 33,80 statt bisher 28,80 Euro kosten, die Monatskarte wird auf 45 Euro verbilligt. Veränderungen gibt es auch bei den Seniorentarifen, bei den SchülerInnen- und bei Semestertickets für Studierende ohne Wiener Hauptwohnsitz.
   KPÖ-Landessprecher Didi Zach sagt dazu in einer ersten Stellungnahme: Fakt ist, dass "Einzelfahrscheine innerhalb von 12 Jahren um sagenhafte 65 Prozent teurer wurden, während die Inflationsrate für diesen Zeitraum bei ungefähr 25 Prozent liegt."
   Die Verbillung der Jahres- und Monatskarten begrüßt Zach, der jedoch "die Preisreduktion für vollkommen unzureichend" hält. "Was SPÖ und Grüne hier akkordiert haben, ist ein Herumgemurkse innerhalb des Systems. Ein Großteil der Kosten für die Verbillung der Jahres- und Monatskarten soll offenbar durch höhere Preise für Einzel-, Acht-Tage-Klimakarte und Wochenkarten wieder hereingespielt werden - dies ist weder vom verkehrs-, noch vom umwelt- und sozialpolitischen Standpunkt aus sinnvoll."
   "Warum Vizebürgermeisterin Vassilakou in dieser angeblichen Tarifreform einen `Meilenstein für eine ökologische und soziale Verkehrspolitik´ erkennen will, ist mir absolut unnachvollziehbar. Von der ursprünglichen grünen Ansage - 1 Euro für einen Einzelfahrschein, 10 Euro für eine Monatskarte, 100 Euro für eine Jahreskarte - ist absolut nichts übrig geblieben. Die grünen Funktionäre haben - leider, dies möchte ich betonen - ein zentrales Wahlversprochen gebrochen", so Zach abschließend.