Wien

U-Bahn Verlängerung der Linie U1 nach Leopoldau:



Foto: U1 in Hochlage Richtung Leopoldau; © Robert Marschall

Wann: 2 September 2006 9:00 Uhr
Wo: Bei und in den neuen U-Bahn Stationen
Eröffnungsansprache: Dr. Michael Häupl in der U1-Station Leopoldau 2. Sept. 2006 um 9:00 Uhr
diverese Festreden: im Anschluß

Neue U-Bahn Stationen der U1:
Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung, Leopoldau. Insgesamt hat die U1 nun 14 Stationen.
Neue Strecke: Die Weglänge der U1-Verlängerung beträgt 4,6 Kilometer. Die Gesamtlänge beträgt nunmehr 14,6 km.
verbundene Bezirke: 1. Bezirk, 2. Bezirk, 4. Bezirk, 10. Bezirk, 21. Bezirk, 22. Bezirk.
Bauweise: die eine Hälfte in Tunnels, die andere Hälfte in Hochlage
Bauzeit: 5 Jahre
offizielle Projektkosten: 560 Millionen Euro (Baukosten + neue Wagenganituren)

Geänderte Straßenbahnlinien und Autobuslinien:
* Ab Samstag, 22. Juli 2006, fährt die Linie 25 nur noch auf dem Streckenabschnitt zwischen Aspern und der U-Bahnstation Kagran. Der Linienabschnitt zwischen Kagran und Leopoldau wird ab 22. Juli bis zur Eröffnung des neuen U1-Abschnittes am 2. September 2006 mit Bussen fortgeführt.
* Ab Montag, 24. Juli, wird die Linie 25 im Streckenabschnitt Kagran - Aspern durch die Linie 26 ersetzt.
* Die Buslinien 23A, 24A und 31A haben ihre neue Endstation am Kagraner Platz



U-Bahn: Neuer U1-Fahrplan ab 2. Sept. 2006 (Jungfernfahrt)

Erster Zug ab Reumannplatz: 5:05 Uhr / Letzter Zug ab Reumannplatz: 0:20 Uhr
Erster Zug ab Leopoldau: 4:59 Uhr  / Letzter Zug ab Leopoldau: 0:06 Uhr

Kürzestes Intervall:
2 1/2 Minuten an Schultagen von 6:30 bis 8:00 Uhr
Längstes Intervall: 7 1/2 Minuten täglich nach 20:30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen vor 7:45 Uhr
 
 

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Eröffnungsfest der U1-Verlängerung - Das Programm:





Fotos: Eröffnungsgäste und U-Bahn Fahrgäste (Bild li.) verfolgen die Ansprachen von Bürgermeister Häupl SPÖ (Bild Mitte) und Verkehrsminister Gorbach, Ex-FPÖ und nun BZÖ (Bild re); © R. Marschall





Fotos: Eröffnungsfahrt mit der U1 auf der neuen Strecke Leopoldau zum Kagraner Platz;
Bild links: Bürgermeister Häupl mit Verkehrsminister Gorbach bei der Jungfernfahrt
Bild Mitte: Bürgermeister Michael Häupl und Vizebürgermeister Sepp Rieder erreichen das Ziel
Bild rechts: Station Kagraner Platz
© R. Marschall / => Bild vergrößern mit Klick auf das Bild

U1 Station Leopoldau:
9:00 Uhr: Eröffnungsansprache vom Verkehrsminister Hubert Gorbach (Ex-FPÖ, nunmehr BZÖ) und vom Bürgermeister von Wien, Dr Michael Häupl (SPÖ).
12:00 Uhr: Blasmusikkapelle  / 13:00 Uhr Christiane Meissnitzer Band / 14:15 Uhr: Die Schürzenträger / 15:30 Uhr Simone / 16:45 Uhr Die Paldauer / 18:15 Stargast Hansi Hinterseer    Moderation Katrin Lampe

U1 Station Kagraner Platz:
12:15 Uhr Wiener Linien Blues Band / 13:30 Uhr Bobbie Singer / 14:15 Uhr Leo / 15:00 UHr SheSays / 16:30 Tobias Regner & Band / 18:15 Uhr Christine Stürmer & Band   Moderation: Gregor Wassermann

U1 Station Großfeldsiedlung:
10:15 12:00 13:15 16:30 Uhr Abracadabra Showband
11:00 Uhr Reinhold Bilgeri
12:30 16:00 17:15 Uhr JJ Carpone & The Houseband
moderation Reinhard Jessionek
 
U1 Station Aderklaaer Straße
10-18 Uhr Familienprogramm / Kids on stage / U-Bahn Maulwurf

U1 Station Rennbahnweg
10-18 Uhr Showbühnen und Kleinkunst

Fotos im Anschluß an das Eröffnungsfest hier auf Wien-konkret, dem Stadtmagazin für Wien.
 






Foto links: Bürgermeister Häupl mit Mitarbeitern der Wiener Linien
Foto Mitte: Häupl und Gorbach am Weg zum Bier
Foto rechts: Bürgermeister Häupl lädt seinen Gast, Verkhrsminister Hubert Gorbach, auf ein Bier ein.
© R. Marschall / => Bild vergrößern mit Klick auf das Bild


Beschreibung der neuen U1-Stationen:

U1 Verlängerung Wien 2

Vbgm. Dr. Sepp Rieder bei der U1-Pressefahrt im Jahr 2005;
© Rathauskorrespondenz

Die neuen U1-Stationen sind:
Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaerstraße, Großfeldsiedlung und Leopoldau. Die neuen U1-Stationen wurden architektonisch dem mittlerweile klassischen und auch international angesehenen Design der U1-Stamm-strecke angepasst.  Bereits im Jahr 2005 stellten Vizebürgermeister Sepp Rieder und Bekirksvorsteher Ing. Heinz Lehner der Presse die neuen Stationen vor. Hier die Details:
 
 
Die Station U1 "Kagraner Platz"
Die Bahnsteige der Station liegen ca. 13 Meter tief, parallel zur Wagramer Straße. Vom Mittelbahnsteig führen eine Treppe und zwei Lifte zur Wagramer Straße 139 (Aufgang Donaufelder Straße Süd). Zum Aufgang Donaufelder Straße Nord (Hauptaufgang) gelangen die Fahrgäste von der Stationsmitte über Rolltreppen und vom nördlichen Stationsende über eine Treppe und zwei Lifte in das Stationsgebäude. Von hier aus kommt man zu den Bussen 23A (Hirschstetten), 24A (Breitenlee/Neuessling), 31A (Großjedlersdorf) und zur Straßenbahnlinie 26 (Floridsdorf) sowie zu den Regionalbussen ins Marchfeld.

Die Station U1 "Rennbahnweg"
Die Station Rennbahnweg - sie liegt parallel zur Wagramer Straße - ist in Hochlage mit Mittelbahnsteigen und Abgängen an beiden Bahnsteigenden mit jeweils einer Treppe und einem Lift konzipiert. Der stadteinwärts gerichtete Stationsein- und -ausgang ist südlich des Rennbahnwegs geplant. Von hier aus kann man bequem in die Busse der Wiener Linien umsteigen. Die Bewohner der Wohnhausanlage Rennbahnweg benützen den stadtauswärts gerichteten Ein- und Ausgang auf Höhe der Ladenzeile.



Bild: Die fünf neuen U-Bahn Stationen am Linienplan in den U-Bahnwaggons;
© Robert Marschall

Die Station U1 "Aderklaaer Straße"
Die Station Aderklaaer Straße liegt in "erhöhter" Niveaulage parallel zur Holzmanngasse und ist mit Mittelbahnsteig und Zugängen an beiden Bahnsteigenden, jeweils mit Treppe und Lift, geplant. Stadteinwärts ist in Verlängerung der Aderklaaer Straße eine großzügige Fußgängerquerung vorgesehen. Der stadtauswärts gerichtete Ausgang führt in die dort geplanten Baulichkeiten und zur Holzmanngasse.

Die Station U1 "Großfeldsiedlung"
Diese Station befindet sich schräg unter der Kürschnergasse zwischen der Dopschstraße und der Gitlbauergasse. Sie erhält einen Mittelbahnsteig und Aufgänge (jeweils eine Stiege und einen Lift) an beiden Bahnsteigenden. Das stadteinwärts gerichtete Stationsgebäude befindet sich östlich der Kürschnergasse auf Höhe der Dopschstraße (Hier werden auch die neuen Bushaltestellen errichtet), das stadtauswärts gerichtete westlich der Kürschnergasse im Bereich des derzeitigen EKZ-Parkplatzes.

Die Endstation U1 "Leopoldau"
Die neue Endstelle der U1 liegt zwischen der Gleisanlage der Nordbahn und der Schererstraße. Auch hier gibt es einen Mittelbahnsteig und Abgänge am Ende des Bahnsteigs. Der Hauptzugang (stadteinwärts) ist mit einer Treppe und einem Lift ausgestattet und mündet über eine hallenartige Erweiterung (mit Shops, Kiosken und Automaten) in die Fußgängerunterführung. Durch diese gelangt man Richtung Süden über eine Treppe bzw. einen Lift zur Schererstraße (Bus-Haltestelle). Richtung Norden erreicht man über eine Treppe und einen Lift den ÖBB-Bahnsteig (S1, S2) und über eine Rampen- und Stiegenanlage am Ende der Unterführung den Bus-Anschluss in der Thayagasse. Der stadtauswärts gerichtete Abgang mit Stiegenanlagen und Liften führt zur Schererstraße.
 



Vorteile der U1-Verlängerung: Zeitersparnis und weniger Autoverkehr

U1 Verlängerung Wien 2

BV Ing. Heinz Lehner und Vbgm. Dr. Sepp Rieder freuen sich schon auf die U1-Verlängerung nach Leopoldau; © Rathauskorrespondenz

Die U1 bringt den Stadtrand näher ans Zentrum Die Notwendigkeit der Verlängerung der Linie U1 über die derzeitige Endstelle Kagran hinaus bis zur Stadtgrenze war für die Wiener Linien immer unbestritten. Zum einen war es naheliegend, die großen Wohnsiedlungen Rennbahnweg und Großfeldsiedlung direkt ans U-Bahn-Netz anzuschließen, andererseits konnte damit dem Gedanken des "Schienenverbundprojekts" durch einen optimierten Anschluss an den ÖBB-Bahnhof Leopoldau samt Park+Ride Anlage mit rund 1.100 Stellplätzen Rechnung getragen werden. Die Linie U1 wird - nach der Linie U6 in Siebenhirten - damit zur zweiten U-Bahn-Linie, die bis an den Stadtrand geführt wird. Sie wird die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt wesentlich vom Durchzugsverkehr (Einpendler aus dem Weinviertel) entlasten und darüber hinaus die bestehenden Verkehrsprobleme des großen Einzugsbereichs nördlich der Donau spürbar entschärfen.

In nur 26 Minuten quer durch die Stadt
Bereits ab 2. September 2006 geht's über die bisherige Endstelle Kagran hinaus zu den neuen Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung und Leopoldau. Für die nahezu komplette Nord-Süd-Durchquerung Wiens vom Reumannplatz bis zur neuen Endstelle Leopoldau wird man ca. 26 Minuten benötigen. Bewohner der Großfeldsiedlung, die ihrem Auto eine Pause gönnen, sind dann in nur 7 Minuten an der Alten Donau, in 10 Minuten auf der Donauinsel, in 13 Minuten beim Praterstern und in 16 Minuten im Stadtzentrum. Wer beim Rennbahnweg zusteigt, benötigt für diese Strecken jeweils um drei Minuten weniger. Durch den Ausbau der U1 bis zur nördlichen Stadtgrenze wird zweifellos der Autoverkehr innerhalb Wiens "entschärft". Aber auch für die zahlreichen Einpendler aus dem Weinviertel bietet sich dann die Möglichkeit, bei der Station Leopoldau vom Auto auf die Wiener Linien umzusteigen.



Quelle: Text und Fotos Rathauskorrespondenz und Wien-konkret


Mehr Infos: 
* über die Wiener Linien    
 
Gestaltung des Beitrages: Robert Marschall      Letztstand: Wien, 28. August 2006