Wien
    

* 7.5.2010 Unfall in der U3-Station Enkplatz / Bub mitgeschliffen

Aus bisher ungeklärter Ursache blieb heute gegen 15:00 Uhr ein fünfjähriges Kind in der U-Bahn-Station Enkplatz am Zug hängen und wurde mehrere Meter über den Bahnsteig gezogen. Von der Zentralen Leitstelle der Wiener Linien wurde der Rettungsdienst alarmiert. Der Bub erlitt Verletzungen an den Beinen und war ansprechbar. Näheres zum Hergang des Unfalles wird derzeit ermittelt. Der Fahrer des U-Bahn-Zuges steht unter Schock und wird im Rahmen des Sozius-Programms psychologisch betreut.

Die Wiener Linien wünschen dem Buben baldige Genesung.
Rückfragehinweis:   Wiener Linien GmbH und Co KG,   
Kommunikation  01/7909-14203   Journaldienst: 0664/884 82 237
OTS0265    2010-05-07/16:56

Anmerkung Wien-konkret: Wie aus den Medien bekannt wurde, wurde der 5-jährige Bub in einer U-Bahn Türe eingezwickt und dann mit dem abfahrenden U-Bahn Zug durch die U-Bahn Station geschliffen. Am Ende prallte er gegen eine Absperrung und brach sich beide Beine, überlebte aber. Der U-Bahn Fahrer hat offensichtlich nichts bemerkt und fuhr weiter. Ein Fahrgast hat angeblich die Notstopptaste gedrückt, der U-Bahn Zug fuhr trotzdem weiter. Da fragt man sich natürlich, wie so etwas passieren kann. Wie kann ein U-Bahn-Zug, wo nicht alle Türen geschlossen sind einfach abfahren? Hat sämtliches Überwachungspersonal an den Bildschirmen gerade nicht hingeschaut? Wofür werden die bezahlt?



* 6.12.2008 Brand eines Wiener U-Bahn-Wagens:

Datum: 6.12.2008 von 12:18 - 12:44 Uhr
Wiener U-Bahn Station Schönbrunn


Video: U-Bahn Brand Wiener U-Bahn Linie U4 Station Schönbrunn 6.12.2008;
Video-Dauer 2:20 min; 9,4 MB


Video-Start/Stop durch
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© Wien-konkret



Nun ein paar nicht ganz ernst gemeinte Tips für`s Überleben in der U-Bahn...

Wiener Linien

Nicht in fremden Zeitungen lesen
Selbst der verstohlenste Blick in die U-Bahnlektüre des Sitznachbarn, bleibt diesem meist nicht verborgen. In Form eines unangenehmen Gefühls des Typus "jemand blickt mir über die Schulter" spürt der Primär-Leser den Mit-Leser. Der archetypische Primär-Leser empfindet derartiges Verhalten meist als unhöflich, und geht in den meisten Fällen davon aus, dass der Mit-Leser ein Schmarotzer ist, welcher zu arm ist um sich eine Zeitung käuflich zu erwerben..

Sitz überlassen leicht gemacht!
Bieten sie ihren Sitz nur an, wenn der/die-jenige den Sitz auch zu brauchen scheint. Seien sie auch nicht enttäuscht/böse, wenn ihr Angebot, im Extremfall sogar entrüstet, abgelehnt wird. Prinzipiell sind es folgende Personengruppen, denen man bei Bedarf seinen Sitzplatz anbieten sollte: Behinderte, Alte und Gebrechliche, Schwangere sowie Kleinkinder!
P.S.: mit Alten besser gar nicht erst diskutieren!

Wie okkupiert man einen Sitzplatz?
Ein alter Trick (den man auf die jeweilige Situation abgestimmt auch sonst recht oft im Großstadtdschungel anwenden kann) ist der böse Blick, welcher signalisieren soll: "Denk(t) nicht einmal im Traum daran! Dieser Sitz soll mir gehören!". Eine abgewandelte Version hiervon ist der "Blick auf den Platz". Man signalisiert seinen Rivalen durch ein beharrliches und gebanntes starren auf den (noch besetzten) Sitz, dass man vor-reserviert hat und bei Freiwerden das Anrecht auf den Sitz hat.

Vor dem Hinsetzen - genau schauen
...oder man riskiert es zumindest an einem ausgeleierten Kaugummi hängenzubleiben. In schlimmeren Fällen kann man es sich schon mal ahnungslos in Fast-Food-Resten, beziehungsweise anderen nicht näher zu definierenden "Überbleibseln" und Flüssigkeiten seines Sitzplatzvorgängers, "bequem" machen!

Hinter die gellllllbe Llinie!
Hören sie auf die sonore Meidlinger Stimme. Ein Sturz in den U-Bahnschacht kann einen schon mal den ganzen Tag durcheinanderbringen; vor allem wenn man das Pech hat in den Stromkreis der Schiene zu kommen um von mehreren hundert Volt Elektrizität gegrillt zu werden.

Auf der Rolltreppe rechts stehen
Verwegene Draufgänger die auf diese Regel in der Rush-Hour pfeifen, werden sich wie bei einem Kamikaz-Überfall vorkommen. Massen an hektischen und aufgrund des Alltags-Stresses nicht sehr kompromissbereite Menschen werden mit ausgefahrenem Ellbogen durch sie hindurchrennen und gegebenenfalls auch nicht davor zurückschrecken ihre Aktentaschen als Waffen einzusetzen. Also Achtung: rechts stehen, links gehen!

Nicht einschlafen
U-Bahnfahren kann durchaus monoton sein, vor allem nach einem langen und anstrengenden Tag. Nehmen sie vorsorglich eine Lektüre (kein Grossformat, das umblättern eines solchen Blattes in einem vollen Wagon ohne ein Stück Zeitung im Gesicht des Nachbarn kunstvoll zu verteilen ist ein zirkusreifer Trick) oder einen Walk/Disc-Man (solange es sich um keine penetrante und noch dazu laut abgespielte Rave oder gar Metal-Musik handelt). Es ist wahrlich kein schöner Anblick einen schnarchenden und womöglich sabbernden Zeitgenossen in der U-Bahn vor sich sitzen oder noch schlimmer mit seinem Kopf auf einem wildfremden  Schoß liegend zu erblicken. Ersparen sie sich diese Peinlichkeit!

Bild stammt aus dem Foto-Archiv der Wiener Linien.


Stellungnahmen U-Bahn Sicherheit

* 15.6.2010 Häupl / Brauner: Sicherheit bei 24h-U-Bahn durch Kooperation mit Polizei

Polizei und Wiener Linien sollen ab 3. September gemeinsam für mehr Sicherheit im Nachtbetrieb der U-Bahn sorgen, kündigten BM Michael Häupl, Vzbm. Renate Brauner, Polizeipräsident Gerhard Pürstl und Landespolizeikommandant Karl Mahrer im Zuge des Bürgermeister-Mediengesprächs am Dienstag an. "Wir nehmen das subjektive Sicherheitsbedürfnis der Menschen ernst und bieten konkrete Lösungen an", so Häupl. Deshalb sollen ab September pro Nacht 22 "Night-Liner" der Wiener Linien gemeinsam mit Polizisten in der U-Bahn unterwegs sein. Dadurch könne nahezu jede Garnitur
überwacht werden. 
   Daneben soll Videoüberwachung für Sicherheit sorgen. Die Videoaufzeichnungen werden 48 Stunden aufbewahrt und können in dieser Zeit von der Polizei angefordert werden. Laut Wiener Linien können rund 70 Prozent der Täter mit Hilfe der Videoüberwachung ausgeforscht werden. Zudem werden nur neue U-Bahn-Garnituren in der Nacht im Einsatz sein, die einerseits durchgängig sind und andererseits über die modernste Videoüberwachung verfügen. "Mit diesem Konzept werden wir international vorbildlich sein", so Brauner.
   Bereits seit September 2009 setzt die Polizei Schwerpunkte in den öffentlichen Verkehrsmitteln. "80-120 Beamte sind dort täglich, teils in Uniform, teils in Zivil, im Einsatz", so Pürstl. Seit September habe man 25.695 Personenkontrollen durchgeführt, 1111 Festnahmen sind erfolgt.
   Beginnen wir der 24-Stunden-Betrieb der U-Bahn an Wochenenden und vor Feiertagen wie angekündigt am 3. September. Die U-Bahn wird im 15-Minuten-Takt, die Nachtbusse wie gewohnt im 30-Minuten-Takt fahren. Gerechnet wird laut Wiener Linien mit einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen im Nachtbetrieb. Derzeit nutzen an Wochenenden etwa 16.000 Menschen pro Nacht die Nightline-Busse. Die Gesamtkosten des 24-Stunden-Betriebes betragen laut Brauner 5,1 Millionen Euro.

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz
OTS0221    2010-06-15/13:12

Anmerkung Wien-konkret: Schon jetzt kommt es immer wieder zu bewaffneten Überfällen in den Wiener U-Bahnen. Verletzt wurde noch niemand ernsthaft. Meistens wird der Überfallene "nur" beraubt. Befürchtet wird übrigens auch ein ansteigen des Drogenhandels in den Wiener U-Bahnen aufgrund des Nach-Mitternachtsbetriebes.



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