Wien

Beschwerden über Taxis in WIen im Jahr 2011





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Heimfahrt mit dem TAXI: wurden in Wiener Neudorf vom Taxifahrer eingesperrt !

fahre nie wieder!
Am 10.09.2011 habe ich Besuch aus Prag bekommen. Eine langjährige, kust - und kulturbegeisterte Freundin ist über Wochenende eingereist. Nach einer langer, bis Morgenstunden andauernden "Stadtwanderung" haben wir festgestellt, dass wir eher ein Taxi benötigen, bevor wir uns weiterhin hilflos verirren um heim nach Wiener Neudorf zu kommen. Nicht nur, dass sich der Taxilenker absichtlich verirrt hat, mit ausreden "kenne mich nicht aus", am Ende hat er den doppelten Fahrpreis statt dem tatsächlichen (am Taxameter sichtbar) verlangt. Ich habe dagegen gesprochen und wollte eine ausführliche Rechnung ausgestellt haben, die die Summe von 48;- Euro erklärt. Der Taxilenker hat uns in seinem Fahrzeug von innen eingesperrt, wir hatten angst und ich habe die Polizei verständigt. Nach dem der Fahrer die Streife bemerkt hat, hat er aufgesperrt und den Beamten erklärt, dass es üblich ist, auch die Rückfahrt von der Einstiegstelle zu bezahlen. Die Beamten haben geraten die Summe zu bezahlen, da sie selber nicht wussten was Recht ist. Großzügiger Weise haben wir Rabatt über 2,80 erhalten und dem Taxilenker eine Summe von 45,20 bezahlten. Ein schönes Erlebniss aus Wien nach Prag. Ich schäme mich unendlich!

Fahrtroute: Wir sind am Kärtnerring eingestiegen, bei Bahnhof Wiener Neudorf ausgestiegen. Gefahren ist er Wiedner Hauptstraße, Triester Straße, weiter über die B17. In Wiener Neudorf habe ich reklamieren müsse, dass er mit uns nicht im Kreis fahren soll (bis in das Industrieviertel) und als wir zurück bei dem Bahnhof waren, hat er uns eigesperrt und 48,90 verlangt.
Der Taxilenker hat nach der Nahelegung der Beamten eine Rechnung über 45,20 ausgestellt. Diese Rechnung habe ich aufgehoben. Dazu möchte ich nur sagen, dass die Situation mehr als beängstigend war.

Mit freundlichen Grüßen,
Ing. Simona S.                    28. Sept 2011

Antwort die Wiener Wirtschaftskammer vom 9.1.2012:

Sehr geehrter Herr Mag. Marschall
Vielen Dank für Ihr Mail
Wir werden Ihr Mail  betreffend  der Preisangaben an die Taxifunkzentrale 40100 weiterleiten.
Der Geschäftsführer Mag. Holzhauser wird sich mit Ihnen diesbezüglich in Verbindung setzen.
Fahrten  mit einem Taxi mit einer Zieladresse außerhalb von Wien unterliegen der freien Preisvereinbarung zwischen dem Taxilenker und der Kunde.
Diese Preisvereinbarung kann entweder in  einer Vereinbarung eines Pauschalpreises sein oder  lt. Taxameter + Zusatzkosten für  die Retourfahrt  bis zur Wiener Stadtgrenze.
Wenn Sie uns das Kennzeichen des Taxis sowie das Datum und Uhrzeit der Fahrt mitteilen könnten, werden wir  den Lenker zu unserer Beschwerdekommission vorladen.

Freundliche Grüße
Dr. Andreas CURDA
Fachgruppengeschäftsführer
Fachgruppe für die Beförderungsgewerbe  mit PKW
Wirtschaftskammer Wien
Schwarzenbergplatz 14 I 1040 Wien
T 01 514 50-3617





23.2.2011 Taxilenker verweigert Beförderung dunkelhäutiger Opernsängerin

Skandal um die dunkelhäutige amerikanische Sopranistin Angel Blue, die derzeit im Theater an der Wien mit Benjamin Brittens "Rape of Lucretia" Erfolge feiert: Wie NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe meldet, wurde die Künstlerin von einem Wiener Taxifahrer mit dem Bemerken "I don't drive black women - get out!" aus dem Wagen, einem weißen Mercedes, geworfen.
   Das Ereignis trug sich am 10. Februar um 21.30 Uhr beim Standplatz Oper/Kärntnerstraße zu. Laut Angel Blue ist der Mann fünfzig bis sechzig Jahre alt, Österreicher oder Deutscher und hat hellgraues Haar. "Ich stieg aus und begann zu weinen. Ich wollte nur weg", schildert Angel Blue in NEWS. "Ein afrikanischer Taxifahrer aus dem Wagen dahinter stellte mit einem Kollegen den Mann zur Rede. Man
wurde laut."

Rückfragehinweis:   Sekretariat NEWS,    Chefredaktion

Anmerkung Wien-konkret: Bei "Nicht-Opernsängerinnen" wäre der Skandal - rein menschlich betrachtet - genauso groß. Jednefalls eine Schande für Wien. Aber es zeigt, dass das Missachten von Menschenrechten durch die Politiker auch seine Auswirkung auf die Bevölkerung und Taxifahrer hat.



4.9.2009: Verband der österreichischen Autotaxiunternehmer: Taxi statt Dienstwagen

Die Wiener Taxis stehen rund um die Uhr zur Verfügung
"Dem Wunsch der Justizministerin zur Benützung der Busspuren kann ganz leicht entsprochen werden: Sie soll sich ein Taxi nehmen", stellt Helmut Haslinger, Geschäftsführer des Taxiverbandes, zu den Wünschen der Frau Minister Bandion-Ortner fest. "Die Wiener Taxis dürfen nämlich ganz legal die Busspuren benützen und haben auch den Vorteil, immer verfügbar zu sein. Wir werden uns erlauben, der Frau Justizministerin 3 Taxigutscheine á 10.- Euro zu übermitteln. Damit kann Sie sich selbst von der guten Qualität der Wiener Taxis ein Bild machen".
Außerdem hätte eine Aktion "Taxi statt Dienstwagen" auch noch erheblich finanzielle Vorteile. Wenn man berücksichtigt, was ein Dienstwagen samt Chauffeur im Jahr an Kosten verursacht, dann kann man sich leicht ausrechnen, wie groß das Sparpotential ist. Es stellt sich hier einmal mehr die Frage, warum nicht auch von den Ministerien und Behörden auf ein effizientes und praktisch immer und überall verfügbares Verkehrsmittel zurückgegriffen wird. 
   "Ein Zusätzlicher Aspekt ist der, daß man beim Taxi fahren auch die Meinung der Bevölkerung erfährt. Das, was die Leute im Moment bewegt und worüber gesprochen wird", führt Haslinger weiter aus. "Und das wäre auch für Minister und deren Mitarbeiter nicht schlecht. Die Informationen direkt von der Basis, also der Bevölkerung, zu erfahren, ist niemals verkehrt. Leider ist auch bei vielen Politikern das Hören auf den berühmten "Mann von der Straße" aus der Mode gekommen. Das Resultat dieser Abgehobenheit kann man überall spüren", schloß Haslinger.

Rückfragehinweis:
Verband der österreichischen Autotaxiunternehmer
Günter RITTINGER -  Mobil: 0664 34 00 121    Tel:  01-715 49 80-19
E-Mail: taxiverband@fachliste.at

Vorgeschichte & Anmerkung von Wien-konkret
* Justizministerin Bandion-Ortner (ÖVP) hat eine Sondergenehmigunug zur Befahrung der Busspuren in Wien für ihren Dienstwagen beantragt. Dabei ging soviel wertvolle Zeit im Stau verloren. Allerdings hat nicht einmal der Bundespräsident oder Bundeskanzler oder Bürgermeister eine solche Bevorzugung gegenüber dem normalen Autofahrer. In ganz wichtigen Fällen greift man da auf eine Polizeieskorte zurück. Bandion-Ortner hat ihren Antrag nach allgemeiner Belustung darüber und Protesten am 3. September 2009 wieder zurückgezogen.
* 3 Taxigutscheine á 10.- Euro der Frau Justizministerin zu schenken mag einwenig wenig ausschauen. Da kommt man mit einem Wiener Taxi nicht weit, ist aber wahrscheinlich als symbolischer Akt gedacht.