Wien

Die Straßenbahnlinien 1 und 2 (Ringlinien) werden am 25. Oktober 2008 eingestellt und statt dessen die Linien J, N und 65 ersetzen

Fotos: Die Straßnbahnlinien 1 und 2 sind von der Einstellung durch die Rathausmehrheit der Wiener SPÖ bedroht;



Fotos: Die Straßnbahnlinien 1 und 2 sind von der Einstellung durch die Rathausmehrheit der Wiener SPÖ bedroht; © Wien-konkret

Wer: Straßenbahnlinien 1 und 2 (die so genannten Ringlinien, mit denen man rund um den Ring fahren konnte)
Was: Beschluss der Einstellung des durchgängigen Rundherum-fahrens der Straßenbahnlinien 1 und 2 um den Ring durch die Rathaus-Mehrheit der SPÖ. Statt dessen ersetzen die Straßenbahnlinie 1 (neu) und 2 (neu) die derzeitigen Straßenbahnlinien J, N und 65. Die Linien J, N, und 65 werden am 26.10.2008 eingestellt.
Wann: Datum der Änderungen und Einstellungen war der 25.10.2008
Warum: Kosten senken, erhoffte bessere Kundenakzeptanz

Die Ringlinien 1 und 2 sind besonders praktische Straßenbahnlinien. Sie umrunden den Rind permanent und zwar in entgegen gesetzten Richtungen. Die Ringlinien kommen bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten am Ring vorbei und man hat einen schönen Ausblick auf das Leben am Ring und die Sehenswürdigkeiten. Deshalb sind die Straßenbahnlinien am Ring bei den Wien-Touristen sehr begehrt.

Es gibt auch einige Wiener, die die U-Bahn nicht nutzen wollen oder können. Gründe dafür sind: Ängste in der U-Bahnstationen unter der Erde beraubt zu werden, Klaustrophobie, kein Tageslicht, Strahlung von die vielen eingebauten Mobilfunksendern in den U-Bahn Stationen, schlechte Luft.

Laut Rathausbeschluß der SPÖ vom ??? sollen nun die Ringlinien am 26.10.2008 als Rundkurs eingestellt werden. Es wird keinen Ersatz dafür geben, sondern eine geänderte Linienführung. Die Änderung der Streckenführung der Straßenbahnlinie 1 und 2 dürfte eine ziemliche Schnapsidee sein, dürfte aber tatsächlich umgesetzt werden.

Liebe Wienerinnen und Wiener!
Die Nationalratswahl ist vorbei. Jetzt muss gespart werden, natürlich nicht bei den Politikergehälter und auch nicht bei der Parteiförderung, sondern unter anderem beim Straßenbahnangebot der Wiener Linien.

Die neuen Streckenführung:
* Die neue Linie 1
verkehrt vom Stefan-Fadinger-Platz im 10. Wiener Gemeindebezirk über Margareten, Wieden zum Karlsplatz (bisherige Linie 65), fährt über Opernring, Burgring, Dr. Karl-Renner-Ring, Schottenring, Franz-Josefs-Kai, Schwedenplatz (bisherige Linie 1) und weiter über den südlichen Ast der bisherigen Linie N zur Prater Hauptallee und zurück.

* Die neue Linie 2 fährt von Ottakring / Erdbrustgasse statt der bisherigen Linie J zum Rathaus und weiter über den Ring zum Karlsplatz, weiter Richtung Kai bis zum Schwedenplatz, um dort den nördlichen Ast der bisherigen Linie N bis zum Friedrich-Engels-Platz zu befahren.
 


1er-Premiere endet im Chaos


Neue Straßenbahnlinien mit Verspätungen, Uralt-Garnituren und unattraktiven Fahrplänen

Vollmundig hatten die Wiener Linien die Einführung des neuen Ringlinienkonzepts als große Verbesserung für die Fahrgäste gefeiert. Doch der Beginn der Umstellung lässt Schlimmes für die
Zukunft befürchten. JVP-Obmann BzR Christian Köttl fordert von den Wiener Linien, ihren Versprechen auch Taten folgen zu lassen: Durch die Rückkehr des ULF, Intervallverdichtung und besseres Störungsmanagement.

Die Wiener Linien versprachen mehr Fahrgastkomfort durch das neue Ringlinienkonzept. Und steigende Fahrgastzahlen. Doch die dilettantische Umsetzung scheint dazu nicht angetan.

Der Bezirksobmann der Jungen ÖVP Wieden, BzR Christian Köttl kritisiert das amateurhafte Vorgehen scharf: "Bereits am ersten Tag kam es auf der neuen Straßenbahnlinie 1 zu massiven Störungen und langen Wartezeiten. Während am 65er oft Niederflurgarnituren verkehrten, haben die ULFs beim neuen Einser gleich einmal durch Abwesenheit geglänzt. Stattdessen fuhren die Jahrzehnte alten E1-Garnituren im Kreis, die für junge Familien mit Kinderwagen oder gehbehinderte Menschen kaum zu benutzen sind! Auch am Montag hat sich an diesem Bild wenig geändert."

Der Besucherandrang am Nationalfeiertag kam für die Wiener Linien wohl auch völlig unerwartet und so wurden auf der neuen Linie 2 völlig überfüllte Kurzgarnituren eingesetzt. Mit soviel Fahrkomfort
wird man sicher viele Menschen für den öffentlichen Verkehr gewinnen.

Köttl fordert daher "dass die Wiener Linien rasch ihren vollmundigen Versprechen Taten folgen lassen sollen. So, wie es auf der Linie 65 vorher schon der Fall war, müssen endlich mehr Niederflur-Garnituren eingesetzt werden, alleine schon wegen der vielen Jungfamilien und älteren Menschen, die auf die Straßenbahn angewiesen sind."

"Es ist seltsam, von höheren Fahrgastzahlen zu träumen ohne die Intervalle zu verdichten", wundert sich Köttl auch über die unattraktiven Fahrpläne der neuen Linie 1. Und schließlich braucht man, wenn man lange Linienführungen betreibt, auch ein gutes Störungsmanagement, damit nicht jede Fahrtbehinderung in Brigittenau zu Verspätungen in Favoriten führt. "Bei manchen Linien wie dem D-Wagen scheint das halbwegs zu funktionieren, doch der Auftakt der neuen Linie 1 ist gründlich danebengegangen. Die Wiener Linien haben ihre Hausaufgaben wieder einmal nicht gemacht. Schade um eine an sich interessante Idee."

Rückfragehinweis:
Junge ÖVP Wien
Christian Köttl,    Junge ÖVP Wieden,    Tel.: 0664/383 91 25



* 14.10.2008 ÖVP Wien Aktion: NEIN zur Einstellung der Ringlinien


In knapp 14 Tagen, ab Sonntag, den 26. Oktober 2008, wird es nicht mehr möglich sein, mit der Straßenbahn - ohne umsteigen zu müssen - die Ringstraße rundum zu fahren. Da diese Möglichkeit der problemlosen Ring-Umrundung besonders von Touristen genutzt wurde, ist in Zukunft mit weit mehr Touristenbusverkehr auf der Ringstraße zu rechen. Für Autofahrer aber auch  Straßenbahnbenutzer bedeutet das ein langsameres Vorankommen und noch mehr Stau auf Wiens berühmtester Straße.

Die ÖVP Wien sagt NEIN zur geplanten Einstellung der Ringlinien und bringt ihre Ablehnung mit einer PROTESTAKTION VOR DER WIENER OPER zum Ausdruck.

Teilnehmer unter anderem:
- LAbg. Matthias TSCHIRF, Klubobmann der ÖVP Wien
- Ursula STENZEL, Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt
- Susanne REICHARD, Bezirksvorsteherin der Wieden
- StRin Katharina CORTOLEZIS-SCHLAGER, Bildungssprecherin der ÖVP Wien
- StR Norbert WALTER, Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien
- LAbg. Wolfgang GERSTL, Verkehrssprecher der ÖVP Wien
- LAbg. Fritz AICHINGER, Wirtschaftssprecher der ÖVP Wien
- LAbg. Wolfgang ULM, Sicherheitssprecher der ÖVP Wien
- LAbg. Wolfgang AIGNER, Sozialsprecher der ÖVP Wien

Wann:
Dienstag, 14. Oktober 2008, 10.00 Uhr

Wo: 1010 Wien, Straßenbahnhaltestelle der Linie 2 - vor dem Opernring-Hof, (gegenüber der Wiener Oper)

Rückfragehinweis:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913,   E-mail: presse.klub@oevp-wien.at
OTS0210 2008-10-10/14:25



* 13.8.2008: Grüne Wien: Touristenbim statt Touristenbusse


Eine Touristenbim als Ersatz für die ab Oktober nicht mehr durchgängig laufenden Ringlinien 1 und 2 fordert Grün-Gemeinderätin Ingrid Puller. "Von der SPÖ wurde die Touristenbim mit der Begründung abgelehnt, die Linien 1 und 2 dienen als Touristen-Bim für BesucherInnen. Das ist jetzt nicht mehr der Fall", so Puller.

"Wir fordern deshalb wieder, eine zumindest halbstündliche Touristenstraßenbahn, die zu den Sehenswürdigkeiten rund um den Ring und darüber hinaus nach Schloss Schönbrunn, Grinzing, Nußdorf und in Prater fährt", so Puller.

Derzeit sind rund 1.000 Touristenbusse pro Tag in der Innenstadt, an Spitzentagen (Adventzeit: 1.200 - 1.500 Busse) unterwegs. Das entspricht einer Buskolonne von rund 25 Kilometern. Reisebusse entlassen ihre Fahrgäste meist mitten in der Innenstadt. Die Leerfahrten zu den Parkplätzen sorgen für zusätzlichen innerstädtischen Schwerverkehr. "Dieser Bustourismus muss endlich eingedämmt werden, solange es noch ein dichtes Schienennetz in Wien gibt. Stadt Wien und Wiener Linien sollten endlich ein Zeichen für den Klimaschutz setzen", fordert Puller abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262
presse.wien@gruene.at

OTS0182    2008-08-13/14:07




Ringlinien waren früher viel besser ausgebaut

Früher fuhren am Ring neben den Linien D, T, J auch A, Ak, B und Bk. Manche Ringlinien fuhren rund um den Ring, die anderen nicht. (Das "k" stand übrigens fuer Kai, wenn sie (auch) entlang des Donaukanals fuhren). Auch das Umsteigen war bei den kurzen Intervallen kein grosses Problem. Alles wird schlechter ...

Kurt                           10.10.2008



Straßenbahnen & Klimawandel

Es bedarf nicht weniger sondern mehr Straßenbahnen und es bedarf kürzerer Intervalle, um den öffentlichen Verkehr beliebter zu machen und Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen.

Kai             8.10.2008