Wien

25.5.2011 Flugannullierung bei Vulkanausbruch - ÖAMTC informiert über Urlauberrechte

Unterschiedliche Ansprüche bei Pauschal- bzw. Individualreisen
Island scheint aus geologischer Sicht nicht zur Ruhe zu kommen. Etwa ein Jahr nach dem Vulkanausbruch, der den europäischen Luftraum nahezu lahm gelegt hat, droht erneut eine Aschewolke mit langen Wartezeiten an Flughäfen. "Bei einem Flugausfall gibt es unterschiedliche Ansprüche, je nachdem, ob man seine Reise pauschal gebucht hat oder individuell unterwegs ist", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer.
   Bei Pauschalreisen, bei denen mehrere Reiseleistungen wie Flug und Hotel über einen Veranstalter gebucht werden, kann man einen Anspruch gegenüber dem Veranstalter geltend machen. Sollte die Reise infolge der Flugannullierung überhaupt nicht angetreten werden können und eine Umbuchung nicht in Frage kommen, besteht ein verschuldensunabhängiger  Anspruch auf Erstattung des gesamten Reisepreises auf Basis der Gewährleistung.
   Wer sein Reiseglück selbst in die Hand nimmt und nur den Flug vorab bucht, hat ebenfalls Recht auf Erstattung des Ticketpreises oder Umbuchung. Außerdem hat das Luftfahrtunternehmen gewisse Betreuungsleistungen für gestrandete Passagiere zu erbringen - neben der Bereitstellung von Mahlzeiten muss gegebenenfalls die Unterbringung im Hotel und das Telefonieren ermöglicht werden. Gemäß der europäischen Fluggastverordnung wären bei Annullierungen Ausgleichszahlungen zwischen 250 und 600 Euro vorgesehen. ÖAMTC-Experte Achrainer klärt auf: "Da es sich bei Bildung einer Aschewolke allerdings um einen außergewöhnlichen Umstand handelt, der von der Fluggesellschaft nicht beherrscht werden kann, muss diese auch keine Ausgleichsleistungen erbringen." Haben Passagiere zusätzlich Hotel, Mietwagen oder andere Leistungen auf eigene Faust gebucht, müssen diese - im Gegensatz zur Pauschalreise - gemäß den jeweiligen Vertragsbedingungen meist kostenpflichtig storniert werden. "Weitere Ansprüche für entstandene Kosten, etwa Treibstoff für unnütze Fahrten zum Flughafen oder Parkplatzkosten, können aber nicht eingefordert werden", weiß der ÖAMTC-Chefjurist.
   Zunächst sollte man die Luftfahrtgesellschaft oder den Pauschalreise-Veranstalter kontaktieren, ob und wie die Reise umgebucht oder überhaupt aufrecht erhalten werden kann. Die jeweiligen Anbieter sind meist um eine Lösung im Sinne der Betroffenen bemüht. In dennoch strittigen Fällen sollte man rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen. ...

Rückfragehinweis:   ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
   Marlen Born   Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
OTS0077    2011-05-25/10:16

 



25.5.2011 VKI: Flugausfall wegen Vulkanasche - Passagierrechte

Wegen der neuerlichen Aschewolke aus Island haben bereits die Flughäfen Bremen und Hamburg den Betrieb eingestellt. Nach Medienberichten dürften ab dem späten Vormittag auch in Berlin Starts und Landungen annulliert werden. Der VKI stellt klar, welche Ansprüche von Flugpassagieren wegen der Annullierung von Flügen nach der Fluggastrechte-Verordnung der EU geltend gemacht werden können.
Im Fall der Streichung von Flügen
kann der Passagier wahlweise die Erstattung des Flugpreises binnen 7 Tagen oder anderweitige Beförderung zum Endziel zum frühestmöglichen Zeitpunkt verlangen. Weiters stehen dem Passagier folgende Betreuungsleistungen zu: Verpflegung, Hotelunterbringung, zwei unentgeltliche Telefonate (oder Faxe oder E-Mails). Dagegen steht - soweit der Ausfall des Fluges auf außergewöhnliche Umstände (Vulkanasche - Schließung des Flugraumes) zurückgeht - keine weitere Ausgleichsleistung zu.
   Der Verein für Konsumenteninformation informiert auf www.verbraucherrecht.at ausführlich über Fluggastrechte.

Rückfragehinweis:   Verein für Konsumenteninformation
   Mag. Maria Ecker, Juristin im Bereich Recht     Tel.: 01 / 58877 - 320
OTS0074    2011-05-25/10:07



12.8.2009 Flugtickets: EuGH erleichtert Fluggästen die Durchsetzung ihrer Ansprüche

Konsumentenschutzministerium informiert: EuGH erleichtert Fluggästen die Durchsetzung ihrer Ansprüche

Eine erfreuliche Verbesserung der Rechte von Flugpassagieren brachte ein jüngst ergangenes Urteil des europäischen Gerichtshofes. Vor kurzem entschied der EuGH, dass Passagiere eine Fluglinie mit Sitz in einem anderen EU Mitgliedsstaat nicht nur an deren dortigem Sitz klagen können, sondern die Klage kann auch wahlweise beim Gericht des Ab- oder des Zielflughafens eingebracht werden. Damit ist sichergestellt, dass ein beispielsweise von einer Flugstreichung betroffener Verbraucher, welcher von Wien abgeflogen ist, eine Fluglinie mit Sitz in einem anderen EU Mitgliedsstaat direkt in Wien klagen kann, informiert das Konsumentenschutzministerium.

Was man vor Flugbuchungen beachten sollte
 KonsumentInnen ist bei Buchung eines Fluges selten bewusst, zu welchen Bedingungen der Flug eventuell storniert werden könnte. Daher der Tipp der ExpertInnen des  Konsumentenschutzministeriums: "Erfragen oder lesen Sie vor Flugbuchung die Tarifbedingungen. Faustregel ist hierbei: je günstiger die Tarifklasse des Tickets, desto weniger Umbuchungsmöglichkeiten bestehen und desto höher die Stornogebühren. Diese können sogar 100% des Ticketpreises betragen.

Verbesserte Preistransparenz bei Flugtickets
Seit dem Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung im November 2008 (EG-VO 1008/2008) müssen Fluglinien ihre Ticketpreise transparenter gestalten. Sowohl der Endpreis als auch die einzelnen
Preisbestandteile müssen detailliert ausgewiesen werden. Angebotene Zusatzleistungen wie zum Beispiel Stornoversicherungen dürfen nur noch auf opt-in Basis angeboten werden. Viele Fluglinien beachten zwar mittlerweile die neuen Regelungen. Das Konsumentenschutzministerium rät dennoch dazu, aufmerksam zu sein und die Flugangebote genau auf Preisfallen zu kontrollieren.

Taxen zurückverlangen zahlt sich aus
Sollten Sie wirklich einmal einen Flug stornieren müssen, so können Sie sich von der Fluglinie jedenfalls die mit dem Ticketpreis eingehobenen Steuern und Gebühren (Taxen) rückerstatten lassen. Diese werden von der Fluglinie nämlich für Dritte (Flughäfen, Staat) eingehoben und erst dann fällig, wenn der Passagier tatsächlich fliegt.

   Tipp: Fordern Sie im Falle eines Stornos von der Fluglinie die Taxen zurück. Gerade bei günstigen Flugtickets können diese einen erheblichen Teil des Preises ausmachen.

Informationsbroschüren neu aufgelegt
Weitere nützliche Tipps und Informationen zu diesen und vielen weiteren Themen rund um Reisen und Flug finden KonsumentInnen in den beiden aktualisierten Broschüren des BMASK "Die Koffer sind gepackt" und "Fliegen ohne Turbulenzen".  Diese kostenlosen Broschüren können entweder über das Broschürenservice des BMASK broschuerenservice.bmask.gv.at online heruntergeladen oder in
Papierform bestellt werden. Bestellungen sind auch unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 20 20 74 möglich.

Rückfragehinweis:
   Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
   Mag. Norbert Schnurrer , Pressesprecher des Sozialministers
   Tel.: (01) 71100-2246
   www.bmask.gv.at

OTS0029    2009-08-12/09:04





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BZÖ-Markowitz - Lufthansa Kreditkartengebühr ist gesetzeswidrig Wien


"Die von der Lufthansa / AUA geplante Kreditkartengebühr ist klar gesetzeswidrig und eine reine Abzocke der Kunden", stellt heute BZÖ-Tourismussprecher Stefan Markowitz klar. Aufgrund des Zahlungsdienstgesetzes sei ein solcher Aufschlag in Österreich verboten. Wenn jetzt die Lufthansa und damit klarerweise auch ihre Tochter AUA plane, das Gesetz zu umgehen, indem sie Gebühren bei Onlinezahlungen einführt, dann müsse der Gesetzgeber diese Lücke schließen. Immerhin gebe es ja bereits jetzt eine Online-Bearbeitungsgebühr von 15 Euro. Hier würden jetzt noch bis zu 18 Euro zusätzlich aufgeschlagen werden. Markowitz fordert die Lufthansa auf, in Österreich auf diesen zusätzlichen Nepp zu verzichten. Gerade in diesem verregneten Sommer, hätten die Fluglinien massiv profitiert und ihre Umsätze gesteigert. Zusätzlich verwies der BZÖ-Tourismussprecher darauf, dass auch die EU bereits diese Gebühr prüfe und bezweifelte, dass die Kreditkartengebühr EU-konform ist. "Wenn das so weiter geht, wird es irgendwann auch einmal eine Flughafenbetretungs- und Schalteranstellendürfengebühr geben. Die Österreicher haben ein Recht auf klare und einfache Preisregelungen ohne versteckte Fallen", so Markowitz. Rückfragehinweis: Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
OTS0102 2011-08-12/13:28