Wien
    

Neue parallele Piste ("3. Piste"):

Trotz Erhöhung der Landekapazität durch Maßnahmen wie der Schaffung von zusätzlichen Schnellabrollwegen und den Einsatz neuer Anflugverfahren ist die Kapazität des Pistensystems mit den zwei Start- und Landebahnen aus heutiger Sicht (Stand 2007) in 10 Jahren erschöpft. Abhilfe könnte der Bau einer weiteren Piste bringen, die parallel zu einer der bestehenden angeordnet sein könnte. Der Baubeginn könnte im Jahr 2010 sein. Die geplante Eröffnung ist für das Jahr 2014 vorgesehen. Geplante Gesamtkosten: 600 Millionen Euro.

Da die Austrian Airlines an die Lufthansa verkauft wurde und weiterhin defizitär ist, wird der Flughafen Wien-Schwechat wahrscheinlich seine Funktion als Osteuropa-Hub weitgehend verlieren. Dann bedarf es auch in absehbarer Zeit keiner 3. Start- und Landepiste und auch keines zusätzlichen Terminalgebäudes "Skylink".
 



=> Kommentare & Postings eintragen

 

26.8.2011: 3. Piste : Umweltverträglichkeitsgutachten zur 3. Piste - Realitätsverweigerung für Fortgeschrittene?

BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"

Die Gutachter für die 3. Piste gehen von einem aktuellen Zustand aus, wo dem Bürger seine Rechte entzogen wurden - von der EU wurde der bislang geführte Ausbau ohne UVP bereits mehrfach reklamiert. Dass das Megaprojekt 3. Piste laut Gutachtern trotz massiver Verkehrssteigerungen am Ende dennoch keine wesentlichen Auswirkungen hat, kann da nicht mehr verwundern. Glaubwürdig ist das allerdings nicht, denn laut Unterlagen soll z.B. die Anzahl der Starts über Liesing mit einer 3. Piste vervierfacht werden (Abbildung Szenarienvergleich). Rund 100 Starts pro Tag über den dicht besiedelten 23. Bezirk - ein Horrorszenario! Vielmehr stellt sich die Frage ob die Gutachter nicht auch von den nachträglichen Änderungen der Unterlagen einfach überrumpelt wurden? Generell entsteht der Eindruck, dass sich man sich bei der Bewertung der 3. Piste mehr an einer Wunschvorstellung als an den zahlreichen sachlichen Hinweisen in den Einsprüchen Betroffener orientiert hat. Andernfalls wäre zu erwarten, dass ein Variantenvergleich dessen Realitätsferne dann auch noch durch ein überarbeitetes Planszenario bestätigt wird, auch aktualisiert werden muss.
Darüber, warum eisern an einer falschen Anzahl an Flugbewegungen (Prognose mit Zahlen für 2010!), nicht (mehr) existierenden Flugrouten und einer absurden Flugroutenverwendung (Abbildung
Alternative Piste) als Bewertungsgrundlage festgehalten wird darf spekuliert werden. Ebenso über die Zielsetzung des so durchgeführten Variantenvergleichs.
So liegt die Vermutung nahe, dass der Flughafen in Wirklichkeit die umweltUNverträglichste Variante einer 3. Piste durchsetzen will und damit Anrainer und Steuerzahler unnötig belastet werden. ...

Mehr Infos => BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"

Parteiunabhängige BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"   26.8.2011



3. Piste, Null-Energie-Bilanz-Boutiquehotel Stadthalle selbst Öko-Pionierin und Staatspreisträgerin

regt mich einfach nur auf.
Es ist schon interessant, dass Fr. Michaela Reitterer, die für ihr ÖKO Hotel massive Förderungen erhalten und dann noch einen Staatspreis erhalten hat, speziell die Umweltunverträglichste Form des Reisens kolportiert. Jedenfalls wäre der Dame zu raten sich mit den Passagierzahlen auseinanderzusetzen - grob gesagt sind 1/3 Österreicher, 1/3 kommen aus den Nachbarstaaten und 1/3 sind Umstiegspassagiere. Erklärtes Ziel das Ausbaus ist, die Anzahl der Umsteiger auf 50% zu bringen - und daraus kann die Hotelerie keinen Vorteil ziehen.

Karl S.        26. August 2011





25.8.2011Vor Entscheidung über dritte Piste: Volkswirtschaftlich unumstritten, Umweltschutz außer Streit gestellt

ÖHV-Reitterer: Gegner rechnen mit Niederlage.
Im Vorfeld der Umweltverträglichkeitsprüfung melden sich die Gegner der dritten Piste lautstark zu Wort. Michaela Reitterer, Vorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung in Wien, plädiert für eine sachliche Diskussion. "Der Flughafen hat alle Anrainer im weitesten Sinne beim Bau der dritten Piste mitbestimmen lassen: Das war beispiellos. Die Investitionen in Sicherheit, Umweltschutz, und Lebensqualität sind vorbildlich. Alleine der Lärmschutz und die Landschaftspflege mit dreimal so viel Aufforstung wie Rodungen werden die Situation sogar noch verbessern", ist Michaela Reitterer, Vorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) in Wien und mit ihrem Null-Energie-Bilanz-Boutiquehotel Stadthalle selbst Öko-Pionierin und Staatspreisträgerin, überzeugt. Dass sich die Führung des Flughafens und die Anrainer auf überaus ambitionierte Grenzwerte, deutlich über den gesetzlichen vorgeschriebenen, einigen konnten, sei für beide Seiten von Vorteil. Hohe Verhandlungskunst: mehr Wertschöpfung, weniger Belastung Volkswirtschaftlich gesehen ist der Bau der dritten Piste nicht zuletzt wegen des weltweiten Anstiegs der Passagierzahlen und durch den Bau einer weiteren Piste in München unumgänglich: "63 % der ausländischen Wien-Gäste kommen per Flugzeug", erklärt Reitterer. Von einem weiteren Anstieg dieses Anteils sei ebenso auszugehen wie die weitere Steigerung der Gästezahl in Wien notwendig sei, um die Auslastung in den Hotels und damit auch die Arbeitsplätze zumindest zu halten. "Die Flugfrequenz wird aber nicht so stark zunehmen wie die Wertschöpfung: Erstens, weil die Zahl der Landungen dank größerer und leiserer Flugzeuge nicht im selben Ausmaß steigen wird. Und zweitens, weil die dritte Piste dank der von den Anrainern durchgesetzten Lärmschutzmaßnahmen und neuer Anflugrouten sogar Entlastungen bringt", so Reitterer. Reitterer: Handschlagqualität auf beiden Seiten gefordert Ebenfalls außer Streit steht das Recht der Anrainer auf den Schutz ihrer Interessen: "Die Halbierung der Nachtflüge, der Lärmzonendeckel und das Lärmschutzprogramm bringen sogar Verbesserungen gegenüber dem Ist-Zustand: Dazu kann ich den Verhandlern auf Seiten der Anrainer nur gratulieren", so Reitterer. Höchste Ansprüche an Eigentümer und Management zu stellen sei legitim: "Wenn dann diese Forderungen erfüllt werden, muss man aber auch Handschlagqualität zeigen und zur Einigung stehen", hofft Reitterer, dass langwierige, kostspielige Berufungsverfahren verhindert werden können. Alle rechnen mit Ja zur dritten Piste, aber jetzt sind Experten am Wort Zu befürchten ist das Gegenteil: "Die Pisten-Gegner werden in Berufung gehen, egal, wie ihre Chancen stehen", bleibt Reitterer realistisch. "Die Umweltverträglichkeitserklärung, die Einigung mit mehreren Bürgerinitiativen samt den erwähnten Erfolgen und natürlich die Gesetze werden von der zuständigen Behörde sachlich bewertet werden. Das Ergebnis wird nachvollziehbar sein", so Reitterer. Vom positiven Ausgang der Umweltverträglichkeitsprüfung - gewährleistet durch die gewissenhafte Arbeit des Flughafen-Managements - ist offensichtlich nicht nur sie überzeugt: "Die Pistengegner versuchen lautstark, das Ruder herumzureißen. Am Steuer sitzt jetzt aber die zuständige Behörde, und die hat nach sachlichen Kriterien zu entscheiden. Die Lautstärke der Zurufe ist zum Glück kein Kriterium."
Rückfragehinweis: Michaela Reitterer, Vorsitzende ÖHV Wien Boutiquehotel Stadthalle Tel.: +43 (0)664 3403743 OTS0105 2011-08-25/11:25



25.8.2011 WienTourismus: 3. Piste für Wiener Flughafen unabdingbar für Kongress- und Tourismusdestination Wien

Als "Lebensader für den Erfolg der Tourismus- und Kongressdestination Wien" bezeichnet Tourismusdirektor Norbert Kettner die dritte Piste für den Wiener Flughafen. Insbesondere den Anforderungen des internationalen Kongresstourismus, den Wien weltweit an erster Stelle anführt, muss durch einen rechtzeitigen Ausbau Rechnung getragen werden. "Ich begrüße, dass nach eingehender behördlicher Prüfung nun ein wesentlicher Schritt in Richtung dritte Piste für den Flughafen Wien gelungen ist", gibt Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner ein klares Votum für eine Erweiterung der Kapazitäten am Flughafen Wien ab.
   "Wien ist seit sechs Jahren internationale Kongressmetropole Nr. 1, allerdings verstärktem Wettbewerb mit dem asiatischen Raum und auch anderen europäischen Städten ausgesetzt. Während in Asien Kongresse mit Millionenbeträgen subventioniert werden, investieren Europas Metropolen massiv in ihre Kongress- und Tagungsinfrastruktur, um Wien den Rang abzulaufen", erklärt Kettner. "Wien konnte bisher mit seiner vorhandenen Infrastruktur als perfekt funktionierende Stadt mit guter Erreichbarkeit, punkten. Gerade diese gute Erreichbarkeit ist für eine positive Weiterentwicklung Wiens als Kongressmetropole besonders wichtig und muss auch in Zukunft gewährleistet sein. Der Nachfrage nach mehr Direktflügen und dem Trend zu flexibleren Reisezeiten ist Rechnung zu tragen - mit der dritten Piste können wir die internationale Pole Position Wiens sichern", so Kettner.
   Allein 2010 bewirkte Wiens Kongress- und Tagungstourismus Gesamtsteuereinnahmen von 213,8 Mio. Euro, wobei 104,4 Mio. Euro dem Bund, 25,8 Mio. Euro Wien selbst und die restlichen 83,6 Mio. den anderen Bundesländern bzw. Gemeinden zugute kamen.
   KongressteilnehmerInnen sind besonders ausgabefreudige Gäste -ihre Gesamtausgaben beim Wien-Aufenthalt im Jahr 2010 betrugen 475 Euro pro Kopf und Nächtigung, während der Vergleichswert von sämtlichen Wien-Gästen bei rund 270 Euro liegt.

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
Vera Schweder, WienTourismus Telefon: 01 211 14-110
Mag. Walter Straßer, WienTourismus, Telefon: 01 211 14 111 OTS0083 2011-08-25/10:51