Wien

Neue geplante parallele Piste ("3. Piste") am Flughafen Wien:



hier ist die 3. Start- und Landepiste am Flughafen Wien-Schwechat geplant

2.2.2017: Bau der 3. Piste wurde vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen

Erkenntnis Bundesverwaltungsgericht 3. Piste Flughafen,

Erkenntnis: Der Antrag der erst- und der zweitmitbeteiligten Partei zu Errichtung und Betrieb des Vorhabens „Parallelpiste 11R/29L“ samt „Verlegung der Landesstraße B 10“ wird abgewiesen.

Der zuständige Senat, bestehend aus drei Richtern, hat nach detaillierter Prüfung und Abwägung der öffentlichen Interessen entschieden, dass das öffentliche Interesse am Schutz vor den negativen Folgen des Klimawandels, insbesondere durch die hohe CO2-Belastung, höher zu bewerten ist als die positiven öffentlichen (standortpolitischen und arbeitsmarktpolitischen) Interessen an der Verwirklichung des Vorhabens samt zusätzlichem Bedarf.

(Zum Problem mit den Treibhausgasen siehe auch => Webseite "systemchange-not-climatechange" )
 
Beschwerdeführer waren:
1. der AFLG Antifluglärmgemeinschaft, 2. der Parteiunabhängigen Bürgerinitiative gegen Fluglärm und umweltschädliche Emissionen, 3. der Dr. Jutta LETH, 4. des Ing. Thomas HÖPPEL, (1. bis 4. vertreten durch Proksch & Fritzsche Frank Fletzberger Rechtsanwälte OG), 5. der Bürgerinitiative „Plattform gegen die 3. Piste des Flughafens Wien“, 6. der Bürgerinitiative „Lärmschutz Laaerberg“, 7. des Herbert HOFER, 8. der Bürgerinitiative gegen Fluglärm in Wien West, (vertreten durch Heger & Partner Rechtsanwälte OEG), 9. des BILEF – Verein Bürgerinitiative „Lebenswertes Enzersdorf an der Fischa“, 10. der Bürgerinitiative „Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste“, 11. der Bürgerinitiative Lärmschutz Großgemeinde Groß-Enzersdorf, 12. der Stadt Wien, 13. des Dietrich BUSCHMANN, MA, (12. und 13. vertreten durch Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte GmbH), 14. des DI Ing. Peter PELZMANN, 15. des Wilhelm PAVICSITS, 16. der Karin HOFBAUER, 17. der Eva HITTINGER, 18. des Franz HITTINGER, 19. des Dr. Erich PITAK, 20. der Dr. Brigitte BUSCHBECK, 21. von DI Herbert BUSCHBECK, 22. der Franziska BUSCHBECK, 23. der Umweltinitiative Wienerwald, 24. der Eva HABISOHN, 25. des Franz HABISOHN, 26. des Roman RUSY, 27. der Ing. Iris MÜCK und 28. der Dorothea FREISTETTER.

Mit gemeinsamen Schreiben vom 01.03.2007 beantragten die Flughafen Wien AG (erstmit-beteiligte Partei) die Genehmigung für das Vorhaben „Parallelpiste 11R/29L“ und das Land Niederösterreich (zweitmitbeteiligte Partei) für den Vorhabensbestandteil „Verlegung der Landesstraße B 10“ gemäß § 5 UVP-G 2000 bei der Niederösterreichischen Landesregierung als UVP-Behörde, der nunmehrigen belangten Behörde des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Gegen diese Entscheidung kann innerhalb von sechs Wochen ab Zustellung eine Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof und/oder eine ordentliche bzw. außerordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof erhoben werden.




Mit der "3. Piste" wird die dritte Start- und Landebahn am Flughafen Wien-Schwechat verstanden („Parallelpiste 11R/29L“). Trotz Erhöhung der Landekapazität durch Maßnahmen wie der Schaffung von zusätzlichen Schnellabrollwegen und den Einsatz neuer Anflugverfahren ist die Kapazität des Pistensystems mit den zwei Start- und Landebahnen - laut optimistischer Prognosen - ca im Jahr 2017 erschöpft. Vorausgesetzt die Wirtschaft wächst weiter wie bisher und es gibt keine Wirtschaftskrise.
Abhilfe könnte der Bau einer weiteren Piste bringen, die parallel zu einer der bestehenden angeordnet sein könnte. Mit der dritten Piste könnten 100 Starts und Landungen pro Stunde abgewickelt werden, statt bisher 68. Der Baubeginn könnte im Jahr 2016 sein. Die geplante Eröffnung könnte im Jahr 2020 erfolgen. Geplante Gesamtkosten: 1,8 Milliarden Euro.

Bescheid in 1. Instanz NÖ-Landesregierung vom 10. Juli 2012 (Download von der Homepage der UVP-Behörde) - gegen diesen Bescheid konnte man bis 24. August 2012 eine Berufung einlegen. Das haben auch 25 Bürgerinitiativen und Privatpersonen gemacht.

Umbaumaßnahmen: Ein Hügel mit 50 Millionen Kubikmeter müßte abgetragen werden. Davon ist eine Fläche von ca. 80 ha betroffen. Eine Bundesstraße müßte verlegt werden. Eine Anküpfung an den bestehenden Flughafen müßte gebaut werden, die noch teurer ist als der Skylink.

Befürworter: Vorstände der Flughafen AG Dr. Günther Ofner (ÖVP) und Mag. Julian Jäger (SPÖ), Niki Lauda, Landeshaupmann Dr Erwin Pröll, Bürgermeister von Wien Dr Michael Häupl, Österreichische Hotellerievereinigung. Also alle, die ein Geschäft machen wollen.

Gegner:
 38 Bügerinitiativen aus Wien, Niederösterreich, BUrgenland und die EU-Austrittspartei. Die Bürger wollen nicht noch mehr Lärm ertragen müssen, nur damit andere mehr Geld verdienen. Stellungnahmen kamen hauptsächlich aus den Gemeinden Breitenfurt, Deutsch-Wagram, Enzersdorf/Fischa, Gablitz, Gallbrunn, Himberg, Lanzendorf, Perchtoldsdorf, Rauchenwarth, Schwadorf, Schwechat, Stixneusiedl, Wien, Zwölfaxing,

Bürgermitbestimmung: Es ist seitens der regierenden Politik weder in Wien (SPÖ-Grüne) noch in Niederösterreich (absuloute ÖVP-Mehrheit) eine Volksabstimmung über die 3. Flugpiste geplant.

PS: Da die Austrian Airlines an die Lufthansa verkauft wurde und weiterhin defizitär ist, wird der Flughafen Wien-Schwechat wahrscheinlich seine Funktion als Osteuropa-Hub weitgehend verlieren. Dann bedarf es auch in absehbarer Zeit keiner 3. Start- und Landepiste.



17.9.2012 Pressekonferenz des Dachverbandes der unabhängigen Bürgerinitiativen gegen den geplanten Bau der 3. Piste

Thema: 3. Piste - Dimensionen einer politischen Entscheidung
Anlaß: die Erteilung eines positiven Baubescheides durch das Land NÖ für die Parallellpiste 11R/29L am Flughafen Wien
Ort: Presseklub Concordia, 1010 Wien, Bankgasse 8
am 17. September 2012 um 10:00 Uhr



Video: Pressekonferenz gegen die 3. Piste am 17. September 2012
Videogröße 280 MB; Dauer: 86 min

* Begrüßung und Einleitung: Dr. Jutta Leth
* Vertragsverletzungsverfahren  der EU gegen Österreich: RA Dr. Susanne Heger
* Amts- und Staatshaftungsklage, Vorabentscheidungsverfahren vor dem EuGH: RA Dr. Wolfram Proksch
* UVP Verfahren 3.Piste – Spezifika und Eigenheiten: RA Dr. Anja Oberkofler
* Immobilien und Liegenschaftsentwertungen  durch die 3.Piste: Eduard Issel, Immobilienexperte
* Public Health Aspekte im Zusammenhang mit Fluglärm und den Aufgaben des Staates  - Dr. Anna Kreil (MPH)
* Landenteignung, Microklima und Flächenfraß: Franz Hittinger, Landwirt
* Regional- und Verkehrsentwicklung: Dr. Madeleine Petrovic
* VIE als Wirtschaftsmotor versus kollektivierte Folgekosten: Dr. Martin Tögel
* Emissionsproblematik und Auswirkungen auf die Klimabilanz durch dieses Projekt mit
Hinweis auf Stellungnahmen des Club of Rome und Global 2000: Dr. Jutta Leth

Rückfragen:
Eleonore With-Dörring:
Telefon 0664-581 8440, E-mail: ewd@utanet.at
Obfrau Dr. Jutta Leth: Email: jutta.leth@kabsi.at





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18.3.2017: Presseaussendung von „System Change, not Climate Change!“

Dritte-Piste-Entscheidung darf keinen Abbau von Umwelt- und Klimaschutz zur Folge haben!
   * Klimabewegung „System Change, not Climate Change!“ übt scharfe Kritik am Vorschlag der Regierung zur Staatszielbestimmung zur „Stärkung des Wirtschaftsstandortes“ sowie an weiteren Versuchen, Umweltschutz zu verwässern
    * Anlass für Fotoaktion am 18. Mai ist das GSV-Forum zum Thema „Unzumutbare Verfahrensdauern – Auswege aus dem Stillstand“

Der richtungsweisende Entscheid des Bundesverwaltungsgericht zur 3. Piste wird ohne Unterlass von vielen Seiten attackiert. Neben der außerordentlichen Revision des Flughafens als Versuch, doch noch eine Erlaubnis für die klimaschädliche Flughafenerweiterung zu erwirken, sollen die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, um weitere Großprojekte trotz vereinbarter Klimaziele durchsetzen zu können. „Es ist bestürzend, wie sehr am Status quo festgehalten wird. Dabei müsste bei der sich beschleunigenden Erderwärmung und der fortschreitenden Zerstörung der Biodiversität inzwischen deutlich genug sein, dass die Wirtschaft nicht immer vor der Umwelt stehen kann. Unsere Wirtschaft funktioniert nur, wenn deren natürliche Grundlagen erhalten bleiben“, so Magdalena Heuwieser von „System Change, not Climate Change!“ (SCNCC).
    Nun versucht die Regierung zudem, eine Staatszielbestimmung zur „Stärkung des Wirtschaftsstandortes“ durchzudrücken. Dies soll dem verfassungsrechtlich verankerten Klimaschutz entgegenwirken. Doch bereits heute betragen die Schäden durch Klimaereignisse in Österreich etwa eine Milliarden Euro pro Jahr. Sie könnten laut der Studie COIN auf bis zu 8,8 Milliarden ansteigen, z. B. durch Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, Hochwasser und Einbußen im Wintertourismus. Es ist daher auch wirtschaftlich kurzsichtig, den Klimawandel zu ignorieren.
     Eine weitere bedenkliche Reaktion auf das Urteil ist der Versuch der Landeshauptleute, zu erwirken, dass dem Bundesverwaltungsgericht die Befugnis bei Umweltbelangen entzogen werden solle. „Dabei wird versucht, das Grundprinzip einer unabhängigen Justiz aus dem Weg zu räumen. Klimaschutz wurde von der Politik als Ziel festgelegt und verfassungsrechtlich verankert. Dass die Justiz dies ernster nimmt als die Politik, ist traurig aber immerhin etwas“, so Heuwieser.
     Anlässlich der heutigen Veranstaltung der „Plattform für Mobilität“ GSV in der WKO organisierte die österreichische Klimabewegung eine Protestaktion. Das Ziel des Forums war es laut der Einladung, „über Wege zur Verkürzung der Verfahrensdauern und mehr Rechtssicherheit gerade (aber nicht nur!) für große Infrastrukturvorhaben“ zu diskutieren. Laut SCNCC mangelt es dem Forum an Objektivität, so sprechen neun Vortragende – davon acht männlich -, wobei keine kritischen Stimmen eingeladen wurden. „Das Forum bot dem Flughafen eine Plattform für seine Werbekampagne, welche mit falschen Behauptungen und Angstmacherei agiert“, so Magdalena Heuwieser.
     Wie im Forum deutlich wurde, ist eine weitere höchst bedrohliche Gegenmaßnahme auf den 3. Piste-Entscheid, die Verfahrensregeln bei Umweltverträglichkeitsprüfungen zu verändern. Dies soll erwirken, Großprojekte trotz zerstörerischer Auswirkungen schneller durchsetzen zu können. Dies ist eine sehr gefährliche Entwicklung, die zudem ohne Notwendigkeit ist, da bereits jetzt nur 3% aller Umweltverträglichkeitsprüfungen negativ ausgehen.
Rückfragen & Kontakt: System Change, not Climate Change! Magdalena Heuwieser
magdalena.heuwieser@ftwatch.at   +43 650 3773102



22.03.2017: 3. Piste - ÖVP-Schmidt: BVwG-Richter verlagern CO2-Ausstoß nur ins Ausland


Die Verkehrssprecherin der ÖVP im EU-Parlament, Claudia Schmidt, kritisiert die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG), dass die dritte Piste am Flughafen Wien nicht gebaut werden darf. "Das Urteil ist ein logischer Fehler. Wenn die Piste nicht gebaut wird, nutzt das dem Klimaschutz gar nichts, weil der CO2-Ausstoß nur ins Ausland verlagert wird", so Schmidt anlässlich der Berichte über ein Ermittlungsverfahren gegen die BVwG-Richter. ...
Rückfragehinweis:  Mag. Claudia Schmidt MEP

Anm. Wien-konkret: D.h. umgekehrt, die ÖVP-Abgeordnete will CO2-Ausstoß vom Ausland nach Wien verlagern.



23.02.2017 Laki: 3. Piste Schwechat derzeit - schadet der Wirtschaft und nützt den Spekulanten


„Mit einer dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat (VIA) startet und landet kein einziger Flieger mehr. Durch die 2 Milliardeninvestition steigen aber die Schulden und die Flughafengebühren und sinkt die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens“, das stellt heute der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki, im Rahmen der diesbezüglichen Debatte im NÖ Landtag fest.

   Weshalb das so ist:
Laki begründet seine Argumentation: „Von 2000 bis 2008 stiegen die Flugbewegungen um 42 Prozent. Aus der damaligen Sicht war die Planung einer dritten Piste sinnvoll und auch notwendig. Wie mir bekannt ist, bemühten sich „Insidergeschäftemacher“ um den Erwerb von Grundstücken im Bereich der geplanten dritten Piste um daraus ein „gutes Geschäft“ zu machen.“

   Voraussetzungen haben sich seit 2008 dramatisch geändert:
Allerdings haben sich dann die Voraussetzungen geändert, darauf weist Laki nun hin: „Völlig unerwartet sanken die Flugbewegungen von 2008 bis 2016 um 15 Prozent! Plötzlich war eine dritte Piste wirtschaftlich gar nicht mehr notwendig, Die Spekulanten hatten falsch investiert. Um die Investition zu retten „muss diese dritte Piste trotzdem gebaut werden – koste es was es wolle!“

   Wirtschaftlich nicht sinnvoll:
Laki erinnert daran, dass die Technische Universität (TU) die Leistungsfähigkeit der derzeitigen Start- und Landebahnen am Flughafen mit rund 400.000 Bewegungen ansetzt. Die gleiche Konfiguration gibt es z.B. am New Yorker Flughafen La Guardian, dieser wickelt schon jetzt 400.000 Bewegungen ab. Derzeit haben wir in Schwechat rund 226.000 Flugbewegungen, Tendenz gleichbleibend bis leicht steigend. Es besteht derzeit mindestens ein 50%iger Spielraum nach oben, ohne dass nennenswerte Flugbehinderungen auftreten. Erst danach ist die 3.Piste notwendig und auch sinnvoll.

   Investition in dritte Piste wäre Aufblasen der Kosten für Passagiere und Airlines:
„Eine 2 Milliardeninvestition in eine dritte Piste wäre nur ein Aufblasen der Kosten, ohne dass nennenswerte Einnahmen dem gegenüberstehen. Diese Kosten müssten auf die Flugpassagiere und den Fluggesellschaften übergewälzt werden. Deshalb ist der Bau der dritten Piste zum jetzigen Zeitpunkt weder wirtschaftlich noch sparsam noch zweckmäßig“, spricht sich Laki heute im NÖ Landtag aus wirtschaftlichen Gründen gegen den Bau der dritten Piste zum jetzigen Zeitpunkt aus.

Rückfragehinweis:  Team Stronach f. NÖ, Walter Rettenmoser, Kommunikation
0664 156 52 14



7.1.2015 Flughafen Wien - UVP-Beschwerdeverfahren ist eine FARCE

Sehr geehrter Herr Marschall
Das Umweltverträglichkeitsverfahren für den Bau der 3. Piste befindet sich nach einem erstinstanzlichen Bescheid der Niederösterreichischen Landesregierung in Berufung. Es sind derzeit 28 Berufungen von Bürgerinitiativen und Einzelpersonen vor dem seit 1. Jänner 2014 neu eingerichteten Bundesverwaltungsgericht anhängig. Dieses löst den Umweltsenat ab, der bis Ende 2013 für das in der zweiten Instanz befindliche UVP-Verfahren zuständig war. Es zeichnet sich gegenwärtig ab, dass der Flughafen – so wie auch der Vorstand in den Medien verkündet hatte – eine 3. Piste gar nicht braucht, geschweige denn, dass deren Finanzierung gesichert wäre. Der Flughafen will lediglich einen Bescheid auf Vorrat, um damit entweder weitere Fluglinien anzulocken, oder, was noch viel schlimmer wäre, das genehmigte Projekt gewinnbringend an einen ausländischen Investor zu verkaufen.

Das Bundesverwaltungsgericht hat nun eine
öffentliche mündliche Verhandlung
am 7. und 8. Jänner 2015
(Einlass 08:00Uhr, Beginn 09:00 Uhr)
im Magistratoschen Bezirkamt für den 3. Bezirk,
1030 Wien, Karl-Borromäus-Platz 3, Festsaal / 2.Stock
anberaumt. Bereits der erste Tag hat gezeigt, dass das Beschwerdeverfahren – wie befürchtet – eine Farce ist. Man versucht, mit der Luftverkehr-Lärmimmissionsschutzverordnung alle Einwände vom Tisch zu wischen.

Dr. Proksch hat als Vertreter der Betroffenen vorgebracht, dass
    * sämtliche Ausbauten nach dem Masterplan 2015 (bis inkl. Skylink), die bislang keiner UVP unterzogen wurden, in das gegenständliche Verfahren zur Prüfung der 3. Piste nach dem sog. „Kumulationsprinzip“ einbezogen werden müssen
    * die Flugrouten natürlich in das Verfahren und die Prüfung mit einzubeziehen sind
    * sich all dies aus der geltenden europäischen Rechtslage, der ständigen Rechtsprechung des EuGH und der Meinung der EU-Kommission ergibt (die ua ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet hat, weil selbst Änderungen von Flugrouten am Flughafen Berlin einer UVP zu unterziehen gewesen wären)

Seinen dazu gestellten Anträgen haben sich zahlreiche BI-VertreterInnen angeschlossen und fordern:
    * dass das BVerwG, wenn es wider Erwarten unsere Rechtsansicht nicht teilen sollte, dazu eine sog. Vorabentscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg einholt.
    * dass das BVerwG diese Verordnung (LuLärmIV) dem Verfassungsgerichtshof zur Prüfung vorlegt. Diese Verordnung ist verfassungswidrig, da sie bei einer angeblichen „Zumutbarkeit“ von 62 db(A) in Liesing aber auch vielen anderen Ortschaften rund um den Flughafen 1600 Überflüge am Tag gestatten würden und damit jedenfalls menschenrechtswidrig und verfassungswidrig ist (Art. 8 EMRK, der Eigentumsfreiheit gem. Art. 1 1 ZP EMRK und anderen Grundrechten) widerspricht. 
    * dass uns entsprechende Ergänzungsgutachten schriftlich vorgelegt werden und eine angemessene Frist eingeräumt wird, darauf auch wieder fachlich zu antworten. Aktuell haben die berufenden Parteien bis heute keine Ergänzungsgutachten resp. gutachterliche Stellungnahmen zu ihren fachlichen Einwänden erhalten: Der SV Schaffett, der heute das Thema Lärm behandeln soll, hat zwar eine Powerpointpräsentation vorbereitet, die aber nicht gefilmt oder abfotografiert werden darf und vorab auch nicht ausgeteilt wurde, sondern nur nachher dem Verhandlungsprotokoll in Kopie angeschlossen werden soll.

Beste Grüße
Dr. Jutta Leth
Dachverband der Unabhängigen Bürgerinitiativen
gegen den Bau der 3. Piste am Flughafen Wien
2322 Zwölfaxing, Schwechater Straße 90



Organisatorische Probleme am Flughafen-Wien

hallo,
viel gekostet, wenig überlegt - außer vielleicht: wie kann ich möglichst viel verdienen?
es ist eine zumutung, wenn z.b. wie heute um die mittagszeit, 25 maschinen innerhalb einer halben stunde landen, im bereich "ankommen" geschätzte 20-30 sitzplätze für abholende personen zur verfügung stehen! da kommt ca. soviel freude auf wie bei dem 30-minutenintervall der schnellbahnzüge nach wien und der "massenhaften" fahrkarten-automaten vor ort. da sind wir doch froh, dass wir eine dritte piste unbedingt brauchen.

mit unfreundlichen grüßen w.b.              27. August 2012



17.7.2012 EU-Austrittspartei gegen 3. Piste


Ziele ist mehr Ruhe für die Anrainer.
Die Anrainer des Flughafens-Wien-Schwechat müssen auch jetzt schon unzumutbar viel Fluglärm ertragen. Mit dem Bau einer weiteren Start- und Landebahn - noch dazu für übergroße Superjumbos - würde der Flugverkehr und folglich auch der Fluglärm noch mehr steigen.

Die EU-Austrittspartei ist daher für: 
* Nachtflugverbot in der Nacht zB 23 Uhr - 6 Uhr
* Die oft sinnlosen "Ausflüge" von Mitarbeitern zu "Meetings" in Brüssel und Frankfurt streichen. Statt dessen mehr Video-Konferenzen abhalten bzw. den Verkehr auf die Schiene verlagern. Weiters bringt der Transitflugverkehr Österreich kaum einen Mehrwert. Den kann man also gerne an andere Flughäfen abgeben.
Flugbenzin (Kerosin) gehört besteuert. Es kann ja wohl nicht sinnvoll sein, dass man für Lebensmitteln Steuern bezahlen muß, aber für Flugbenzin nicht.
* Kein Steuergeld an marode Flugfirmen oder an Flughäfen. Die AUA soll die 500 Millionen Euro an Staatszuschuß an den Staat Österreich zurückzahlen.

Mehr Infos => NÖ-Wahl 2013



16.7.2012 ÖHV-Reitterer: "Dritte Piste jetzt rasch realisieren!" Wettbewerbsvorteil nicht verschlafen

Mit der Genehmigung für die 3. Piste ist die Basis für Wiens touristische Zukunft gelegt. Diese sollte rasch gebaut werden, um sie optimal nutzen zu können. "Für die Wiener Hotellerie ist das die beste Nachricht seit langem. Denn wir brauchen die dritte Piste, um Gäste nach Wien zu bringen", erklärt Michaela Reitterer, Vorsitzende der ÖHV Wien, zur positiven Umweltverträglichkeitsprüfung zum Bau der dritten Piste in Schwechat. Die professionelle Vorbereitung und den intensiven Dialog mit den Anrainern ist für sie Grundlage des Erfolgs. "Das Engagement des Flughafens hat sich ausgezahlt."
Rechtzeitig bauen, damit keine Flüge abgewiesen werden müssen
Das müsse nun in zählbare Erfolge umgesetzt werden. Wichtig sei, dass die Piste rechtzeitig fertig wird: "Die vollen Flugzeuge kommen. Nichts wäre schlimmer, als wenn sie nicht landen könnten. Wenn aus Naturschutzgründen von März bis Juli nicht gebaut werden kann, muss eben früher begonnen werden", so Reitterer. Laut Verkehrsprognose werden bereits 2015 die bestehenden zwei Pisten nicht reichen, um das Flugaufkommen zu bewältigen. Dass der Baubeginn vom Flughafen frühestens 2016 geplant sei, ist für Reitterer daher "nicht nachvollziehbar. Das ist ein Widerspruch in sich. Nachdem sich München gegen eine dritte Piste entschieden hat, müssen wir den Wettbewerbsvorteil nützen, solange wir einen haben. Denn es gibt deutliche Signale aus Deutschland, dass die dritte Piste noch nicht von allen aufgegeben wurde." ...

Rückfragehinweis: Österreichische Hotellerievereinigung,



26.8.2011: 3. Piste : Umweltverträglichkeitsgutachten zur 3. Piste - Realitätsverweigerung für Fortgeschrittene?

BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"

Die Gutachter für die 3. Piste gehen von einem aktuellen Zustand aus, wo dem Bürger seine Rechte entzogen wurden - von der EU wurde der bislang geführte Ausbau ohne UVP bereits mehrfach reklamiert. Dass das Megaprojekt 3. Piste laut Gutachtern trotz massiver Verkehrssteigerungen am Ende dennoch keine wesentlichen Auswirkungen hat, kann da nicht mehr verwundern. Glaubwürdig ist das allerdings nicht, denn laut Unterlagen soll z.B. die Anzahl der Starts über Liesing mit einer 3. Piste vervierfacht werden (Abbildung Szenarienvergleich). Rund 100 Starts pro Tag über den dicht besiedelten 23. Bezirk - ein Horrorszenario! Vielmehr stellt sich die Frage ob die Gutachter nicht auch von den nachträglichen Änderungen der Unterlagen einfach überrumpelt wurden? Generell entsteht der Eindruck, dass sich man sich bei der Bewertung der 3. Piste mehr an einer Wunschvorstellung als an den zahlreichen sachlichen Hinweisen in den Einsprüchen Betroffener orientiert hat. Andernfalls wäre zu erwarten, dass ein Variantenvergleich dessen Realitätsferne dann auch noch durch ein überarbeitetes Planszenario bestätigt wird, auch aktualisiert werden muss.
Darüber, warum eisern an einer falschen Anzahl an Flugbewegungen (Prognose mit Zahlen für 2010!), nicht (mehr) existierenden Flugrouten und einer absurden Flugroutenverwendung (Abbildung
Alternative Piste) als Bewertungsgrundlage festgehalten wird darf spekuliert werden. Ebenso über die Zielsetzung des so durchgeführten Variantenvergleichs.
So liegt die Vermutung nahe, dass der Flughafen in Wirklichkeit die umweltUNverträglichste Variante einer 3. Piste durchsetzen will und damit Anrainer und Steuerzahler unnötig belastet werden. ...

Mehr Infos => BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"

Parteiunabhängige BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"   26.8.2011



26.8.2011: 3. Piste, Null-Energie-Bilanz-Boutiquehotel Stadthalle selbst Öko-Pionierin und Staatspreisträgerin

regt mich einfach nur auf.
Es ist schon interessant, dass Fr. Michaela Reitterer, die für ihr ÖKO Hotel massive Förderungen erhalten und dann noch einen Staatspreis erhalten hat, speziell die Umweltunverträglichste Form des Reisens kolportiert. Jedenfalls wäre der Dame zu raten sich mit den Passagierzahlen auseinanderzusetzen - grob gesagt sind 1/3 Österreicher, 1/3 kommen aus den Nachbarstaaten und 1/3 sind Umstiegspassagiere. Erklärtes Ziel das Ausbaus ist, die Anzahl der Umsteiger auf 50% zu bringen - und daraus kann die Hotelerie keinen Vorteil ziehen.
Karl S.        26. August 2011



25.8.2011 Vor Entscheidung über dritte Piste: Volkswirtschaftlich unumstritten, Umweltschutz außer Streit gestellt

ÖHV-Reitterer: Gegner rechnen mit Niederlage.
Im Vorfeld der Umweltverträglichkeitsprüfung melden sich die Gegner der dritten Piste lautstark zu Wort. Michaela Reitterer, Vorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung in Wien, plädiert für eine sachliche Diskussion. "Der Flughafen hat alle Anrainer im weitesten Sinne beim Bau der dritten Piste mitbestimmen lassen: Das war beispiellos. Die Investitionen in Sicherheit, Umweltschutz, und Lebensqualität sind vorbildlich. Alleine der Lärmschutz und die Landschaftspflege mit dreimal so viel Aufforstung wie Rodungen werden die Situation sogar noch verbessern", ist Michaela Reitterer, Vorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) in Wien und mit ihrem Null-Energie-Bilanz-Boutiquehotel Stadthalle selbst Öko-Pionierin und Staatspreisträgerin, überzeugt. Dass sich die Führung des Flughafens und die Anrainer auf überaus ambitionierte Grenzwerte, deutlich über den gesetzlichen vorgeschriebenen, einigen konnten, sei für beide Seiten von Vorteil. Hohe Verhandlungskunst: mehr Wertschöpfung, weniger Belastung Volkswirtschaftlich gesehen ist der Bau der dritten Piste nicht zuletzt wegen des weltweiten Anstiegs der Passagierzahlen und durch den Bau einer weiteren Piste in München unumgänglich: "63 % der ausländischen Wien-Gäste kommen per Flugzeug", erklärt Reitterer. Von einem weiteren Anstieg dieses Anteils sei ebenso auszugehen wie die weitere Steigerung der Gästezahl in Wien notwendig sei, um die Auslastung in den Hotels und damit auch die Arbeitsplätze zumindest zu halten. "Die Flugfrequenz wird aber nicht so stark zunehmen wie die Wertschöpfung: Erstens, weil die Zahl der Landungen dank größerer und leiserer Flugzeuge nicht im selben Ausmaß steigen wird. Und zweitens, weil die dritte Piste dank der von den Anrainern durchgesetzten Lärmschutzmaßnahmen und neuer Anflugrouten sogar Entlastungen bringt", so Reitterer. Reitterer: Handschlagqualität auf beiden Seiten gefordert Ebenfalls außer Streit steht das Recht der Anrainer auf den Schutz ihrer Interessen: "Die Halbierung der Nachtflüge, der Lärmzonendeckel und das Lärmschutzprogramm bringen sogar Verbesserungen gegenüber dem Ist-Zustand: Dazu kann ich den Verhandlern auf Seiten der Anrainer nur gratulieren", so Reitterer. Höchste Ansprüche an Eigentümer und Management zu stellen sei legitim: "Wenn dann diese Forderungen erfüllt werden, muss man aber auch Handschlagqualität zeigen und zur Einigung stehen", hofft Reitterer, dass langwierige, kostspielige Berufungsverfahren verhindert werden können. Alle rechnen mit Ja zur dritten Piste, aber jetzt sind Experten am Wort Zu befürchten ist das Gegenteil: "Die Pisten-Gegner werden in Berufung gehen, egal, wie ihre Chancen stehen", bleibt Reitterer realistisch. "Die Umweltverträglichkeitserklärung, die Einigung mit mehreren Bürgerinitiativen samt den erwähnten Erfolgen und natürlich die Gesetze werden von der zuständigen Behörde sachlich bewertet werden. Das Ergebnis wird nachvollziehbar sein", so Reitterer. Vom positiven Ausgang der Umweltverträglichkeitsprüfung - gewährleistet durch die gewissenhafte Arbeit des Flughafen-Managements - ist offensichtlich nicht nur sie überzeugt: "Die Pistengegner versuchen lautstark, das Ruder herumzureißen. Am Steuer sitzt jetzt aber die zuständige Behörde, und die hat nach sachlichen Kriterien zu entscheiden. Die Lautstärke der Zurufe ist zum Glück kein Kriterium."
Rückfragehinweis: Michaela Reitterer, Vorsitzende ÖHV Wien Boutiquehotel Stadthalle Tel.: +43 (0)664 3403743 OTS0105 2011-08-25/11:25



25.8.2011 WienTourismus: 3. Piste für Wiener Flughafen unabdingbar für Kongress- und Tourismusdestination Wien

Als "Lebensader für den Erfolg der Tourismus- und Kongressdestination Wien" bezeichnet Tourismusdirektor Norbert Kettner die dritte Piste für den Wiener Flughafen. Insbesondere den Anforderungen des internationalen Kongresstourismus, den Wien weltweit an erster Stelle anführt, muss durch einen rechtzeitigen Ausbau Rechnung getragen werden. "Ich begrüße, dass nach eingehender behördlicher Prüfung nun ein wesentlicher Schritt in Richtung dritte Piste für den Flughafen Wien gelungen ist", gibt Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner ein klares Votum für eine Erweiterung der Kapazitäten am Flughafen Wien ab.
   "Wien ist seit sechs Jahren internationale Kongressmetropole Nr. 1, allerdings verstärktem Wettbewerb mit dem asiatischen Raum und auch anderen europäischen Städten ausgesetzt. Während in Asien Kongresse mit Millionenbeträgen subventioniert werden, investieren Europas Metropolen massiv in ihre Kongress- und Tagungsinfrastruktur, um Wien den Rang abzulaufen", erklärt Kettner. "Wien konnte bisher mit seiner vorhandenen Infrastruktur als perfekt funktionierende Stadt mit guter Erreichbarkeit, punkten. Gerade diese gute Erreichbarkeit ist für eine positive Weiterentwicklung Wiens als Kongressmetropole besonders wichtig und muss auch in Zukunft gewährleistet sein. Der Nachfrage nach mehr Direktflügen und dem Trend zu flexibleren Reisezeiten ist Rechnung zu tragen - mit der dritten Piste können wir die internationale Pole Position Wiens sichern", so Kettner.
   Allein 2010 bewirkte Wiens Kongress- und Tagungstourismus Gesamtsteuereinnahmen von 213,8 Mio. Euro, wobei 104,4 Mio. Euro dem Bund, 25,8 Mio. Euro Wien selbst und die restlichen 83,6 Mio. den anderen Bundesländern bzw. Gemeinden zugute kamen.
   KongressteilnehmerInnen sind besonders ausgabefreudige Gäste -ihre Gesamtausgaben beim Wien-Aufenthalt im Jahr 2010 betrugen 475 Euro pro Kopf und Nächtigung, während der Vergleichswert von sämtlichen Wien-Gästen bei rund 270 Euro liegt.

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
Vera Schweder, WienTourismus Telefon: 01 211 14-110
Mag. Walter Straßer, WienTourismus, Telefon: 01 211 14 111 OTS0083 2011-08-25/10:51