Wien

Plan A für die Austrian Airlines: Der Masterplan

Als Plan A (Masterplan) ist die geplante Abschiebung der Austrian Airlines an die Lufthansa gedacht. Dafür soll es vom österreichischen Steuerzahler noch 500 Millionen Euro als Draufgabe geben. Damit soll die Austrian Airlines vor der Pleite gerettet werden. 

Plan A erhielt vom AUA Aufsichtsrat, vom ÖIAG Aufsichtsrat (5.12.2008) und von der Bundesregierung (SPÖ-ÖVP Koalition; Ministerratsbeschluß vom 16. Dezember 2008) die Zustimmung.
 
Wer den Plan A gemacht hat und dafür verantworlich ist, das ist bislang unbekannt.

Die Umsetzung des Plans A für die AUA hängt derzeit  (Stand 15.7.2009) an den EU-Wettbewerbsbehörden. Durch die Übernahme des AUA-Konzerns (AUA, Lauda Air, Tyrolean) durch die Lufthansa, würde der Wettbewerb im Flugbetrieb zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz zu sehr eingeschränkt werden.
 
Bei Plan A war eigentlich Wien-konkret Bestbieter. Michaelis versucht aber darzustellen, dass das Angebot vom 11.11.2008 zu spät eingebracht wurde und dass die Lufthansa mit minus 500 Millionen Euro Bestbieter sei.


Kritik am Plan A:
* Beim AUA Plan A muß der Steuerzahler 500 Millionen Euro zahlen. Dieses Geld sollte eigentlich für die sozial Schwachen (Arme, Obdachlose, kinderreiche Familien, alleinerziehende Mütter und Väter) in Österreich verwendet werden und nicht für Konzerne.
* Der AUA Plan A verstößt gegen das EU-Wettbewerbsrecht
* Als Bestbieter wurde die Wien-konkret Medien GmbH übergangen. Aufgrund des Verzichts auf den Staatszuschuß war ihr Angebot um 500 Millionen Euro besser, als das der Lufthansa.
* Beim AUA Plan A verliert Österreich ein wichtiges patriotisches Symbol. Die AUA stand zu Beginn der Gründung der 2. Republik Österreichs für ein freies Österreich, für ein souveränes und unabhängiges Öeterreich. Der Anschluß an Hitler-Deutschland und die Besatzung waren mit dem Staatsvertrag 1955 überwunden. Am 31.3.1957 gab es den ersten Flug der Austrian Airlines.
  
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