Wien

Alfred Junghans (AUA Betriebsrat ) auf puls 4 TV am 14. juli 2009:

Bild: Alfred Junghans

Bild: Alfred Junghans

* Ich weiß nicht, ob Österreich zu 100% eine Fluglinie braucht, die zu 100% in Österreichischem Besitz steht. Ich glaube aber, da gebe ich allen Beteiligten Recht, Austrian ist ein Stück Heimat. Ich sehe es aber durchaus auch kommerziell.
* Es geht für mich als Personalvertreter in erster Linie um viele 1000 Arbeitsplätze bei der Austrian Airline und umgefähr um die zehnfache Anzahl an Beschäftigten, an Menschen mit Familie im Standort Österreich, die nachgelagert dranhängen.
* Ich bin 31 Jahre bei der AUA und ziemlich lange Betriebsratsvorsitzender. habe viele Sparpakete und zwei Restrukturierungsmaßnahmen mitgemacht.
* Es wurde der AUA die Totalübernahme der Lauda-Air aufgezwungen. Es wurden 605 Millionen (Schilling?) an Schulden hinterlassen.
* Ich möchte das Märchen vom überbezahlten Kapitän a bisserl relativieren. Wir haben vor zwei Jahren einen hohen Pilotenmangel gehabt. Es haben uns – ohne irgendwelche Pakete – 30 bis 40 Piloten verlassen, weil sie bei jeder anderen Airline mehr verdient haben.
* Es gibt andere Airlines, denen zahlt man von Touristikverbänden Millionenbeträge, dass sie überhaupt kommen.
* British Airways wurde vom Staat komplett entschuldet, auch vom Steuerzahler. Air France bekam 40 Milliarden France vom Steuerzahler. Von Alitalia will ich gar nicht reden. Dort hat die EU-Kommission eigentlich ein Monopol festgeschrieben.
* Wir haben die größte Konkurrenz in Wien an anderen Carriern.
* Ich halte den Herrn Lauda für ein begnadetes PR-Genie, der auch Unwahrheiten relativ leicht an den Mann bringt und das einfach erklärt. Nur wenn man wirtschaftliche Belange nimmt, dann ist es ungefähr so als würde Angela Merkel den Anspruch erheben, Playmate des Jahres zu werden.

=> Video zur Fernsehsendung von puls 4 TV am 14. Juli 2009