Wien

Die Zusammensetzung des AUA-Betriebsrates:

* Insgesamt hat der AUA-Betriebsrat 20 Mitglieder. 16 FSG, 2 FCG, 2 Unabhängige
* AUA-Betriebsratschef Alfred Junghans
* AUA-Bord-Betriebsratschef Georg Riedel
 



* 4.2.2009: AUA-Betriebsrat formuliert Bedingungen für Sparpaket

Rauswurf von Consultern, Schrumpfkur für Austrian Arrows, spätere Rückzahlung von Gehaltsverlusten

Bei einem morgigen Treffen mit dem AUA-Management wird Bodenbetriebsrats-Chef Alfred Junghans seine Zustimmung zu Sparmaßnahmen bei der Airline an Bedingungen knüpfen. Das kündigte er im Gespräch mit ÖSTERREICH (Donnerstag-Ausgabe) an.

   Kostspielige Beratungsaufträge, wie Boston Consulting einen habe, müssten zuvor storniert werden, so Junghans. "Es geht nicht, dass sich die weiterhin eine goldene Nase verdienen." Außerdem sollen freie Dienstverträge abgebaut werden.

   Die Zustimmung zu einem Lohnverzicht könne prinzipiell nur vorübergehend erfolgen: "Wenn sich die wirtschaftliche Lage der AUA verbessert, will die Belegschaft das Geld und das alte Einkommen
zurück", so Junghans. Der durchschnittliche Bruttomonatslohn liege bei 2.300 Euro im Monat. "Da gibt es eigentlich nichts wegzunehmen."

   Außerdem muss nach dem Willen der Belegschaft die Infrastruktur der Austrian Arrows ("Tyrolean") reduziert werden. Junghans: "Das ist innerhalb der AUA ein Naturschutzgebiet, ein Paralleluniversum mit doppelten Strukturen. Es ist völlig sinnlos, dass die eine eigene Leitzentrale haben. Und am Ende fliegen dann Maschinen leer zwischen Wien und Innsbruck zwecks Service oder Reparatur hin und her."

   Außerdem verlangt der Betriebsrat ein klares Zukunftskonzept.

Rückfragehinweis:
   ÖSTERREICH,  Chefredaktion
   Tel.: (01) 588 11 / 2510 oder 1010
OTS0191    2009-02-04/16:00



* 3.10.2008: AUA: Beispielloser Affront gegen Beschäftigte

Dass Arbeitgeber ein Angebot in einer nächsten Verhandlungsrunde wieder zurücksetzen, habe ich in meiner bisherigen Kollektivvertragstätigkeit auf derart provozierende Art und Weise noch nicht erlebt. Das ist ein beispielloser Affront gegenüber der gesamten Belegschaft des Unternehmens, der in den nächsten Tagen nicht unbeantwortet bleibt", kommentiert der stv. Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Karl Proyer, die gestern gescheiterten
Kollektivvertragsverhandlungen für die 3.500 kaufmännisch-technischen Angestellten der Austrian Airlines (AUA).

   Die Arbeitgeber hatten zunächst in eigenen betrieblichen Aussendungen den Beschäftigten ein Angebot von 3,7 Prozent  mitgeteilt und bei den Verhandlungen am 2. Oktober dieses Angebot von
3,7 Prozent wieder zurückgezogen und durch ein schlechteres Angebot von 3,33 Prozent ersetzt. "Es drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass das Management bewusst eine Gehaltserhöhung hinauszögern will und die eigenen Beschäftigten bis nach dem Verkauf im Regen stehen lässt. Wir werden diese beispiellose Vorgehensweise nicht unbeantwortet lassen und unverzüglich Aktionen für die nächsten Tage vorbereiten. Unverständlich ist auch, dass der Noch-Eigentümer ÖIAG das  AUA-Management derart verantwortungslos walten lässt. Mit dem Verkauf der AUA verkauft man offensichtlich auch die Beschäftigten", so Proyer.

   "Die Angestellten der AUA haben in den vergangenen Jahren wiederholt in sehr schwierigen Zeiten sehr viel für die Zukunft dieses Unternehmens gegeben. Sie sind es, die am allerwenigsten für
aktuelle Probleme können und nun offenbar die Zeche für die Managementfehler der letzten Jahre zahlen sollen", ergänzt der Vorsitzende des Betriebsrates der kaufmännischen und technischen
Angestellten, Alfred Junghans.

ÖGB, 3. Oktober 2008                        Nr. 539

Rückfragehinweis:

   GPA-DJP
   Mag. Martin Panholzer
   Tel.:   05 0301-21511     Mobil: 05 0301-61511
   E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
OTS0040    2008-10-03/09:15

Anmerkung: Am 16. Dezember 2008 hat dann der neue Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) - der derzeitige ÖGB-Chef - dem AUA-Verkauf an die Lufthansa zugestimmt. Weil das ganze so toll ist, gibt der Staat Österreich zum "Verkauf" noch 500 Millionen Euro drauf. Nun sind also nicht nur die AUA-Mitarbeiter verkauft, sondern auch noch 500 Millionen Steuergelder futsch.
 



* 18.3.2006: Sozialdemokratische Gewerkschafter gewinnen AUA Betriebsratswahlen

Die heute zu Ende gegangenen Betriebsratswahlen bei Austrian Airlines brachten einen großen Wahlsieg für den bisherigen Betriebsratsvorsitzenden Alfred Junghans und sein Team. Die Wahlbeteiligung war mit rund 62,5 Prozent um 25 Prozent höher als bei der letzten Wahl. "Das Schönste ist, dass die Kolleginnen und Kollegen mit dieser hohen Wahlbeteiligung der Geschäftsführung klar gezeigt haben, dass sie sich weiter Zerschlagungsversuche nicht
gefallen lassen werden!" so der alte und neue Betriebsratsvorsitzende, Alfred Junghans.  ++++

Junghans war mit der klaren Ansage, weitere Auslagerungs- und Zerschlagungsversuche abzuwehren, in die Betriebsratswahlen gegangen. Das Wahlergebnis lautet im Detail:
Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter 75,5 Prozent 16 Mandate,
Fraktion Christlicher Gewerkschafter 13,5 Prozent 2 Mandate,
Die Unabhängigen  2 Mandate ebenfalls 11 Prozent.

Rückfragehinweis:

   FSG-GPA
   Mag. Martin Panholzer
   Telefon: 05 0301-21511      Mobil:    05 0301-61511
   E-Mail: martin.panholzer@gpa.at
OTS0025    2006-03-18/12:06