* 1.2.2009: AUA-Vorstände Bierwirth und Malanik fliegen zu zweit weiterDie bisherigen AUA-Vorstände Dr. Peter Malanik und Dr. Andreas Bierwirth werden nun die AUA zu zweit weiter als Vorstand leiten. Eigentlich haben diese beiden AUA-Vorstände das Horror-Jahr 2008 mitzuverantworten und ein Rücktritt wäre ebenfalls hoch an der Zeit. * 30.1.2009: AUA Betriebsveranstaltung In einer Betriebsveranstaltung in der AUA Kantine am Flughafen Schwechat informierte der verbliebene AUA-Vorstand - bestehend aus Herrn Bierwirth und Herrn Malanik - die AUA-Belegschaft über die Lage des Unternehmens und die notwendigen Einsparungsmaßnahmen:
"Die AUA, so Bierwirth, sei "ein toter Patient, der wieder kräftig vitalisiert werden muss" . Wenn die geplanten Maßnahmen (teilweiser Gehaltsverzicht, Streckenreduktion, -streichung, Lieferantenbeiträge etc.) nicht erfolgreich umgesetzt werden, kann Bierwirth nicht ausschließen, dass "die AUA trotz des Signings an die Wand fährt" ." Weiters sprach AUA-Vorstand Bierwirth davon, dass es auf Monopolstrecken in Zukunft Preisnachlässe geben wird, zB Tickets um 99 Euro, um Verkehr anzuziehen.
"Sein Kollege Peter Malanik betonte, er hätte nie gedacht, dass die AUA einmal in die Situation käme, vom Staat eine Rettungshilfe von 200 Mio. Euro zu benötigen. 67 Mio. wurden am 22. Dezember abgerufen, "um am 23. Dezember ganz normale Schulden tilgen zu können" . Hätte es das Staatsgeld nicht gegeben, hätte die Airline am 31. Dezember eine Liquidität von gerade vier Mio. Euro gehabt."
Quelle: Der Standard vom 4.2.2009 Eine Stellungnahme des AUA-Betriebsrates zur Betriebsveranstaltung liegt noch nicht vor. * 29. Jänner 2009: Abflug für Alfred Ötsch |  | 
|  AUA Chef Alfred Ötsch bei der Pressekonferenz am 5.12.2008; © Wien-konkret
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Völlig überraschend nahm der Chef der AUA-Fluglinie Abschied von seinem Chef-Sessel. Heute kündigte er seinen Rücktritt per 31.1.2009 an. Sein Vertrag als Vorstandvorsitzender wurde einvernehmlich aufgelöst. Der Vertrag wäre vertragsgemäß noch bis 31.3.2011 gelaufen. Wie hoch die Abfindung sein wird ist derzeit unbekannt. Gerüchte sprechen von einer halben bis einer Million Euro. Vorsitzender des AUA-Aufsichtsrats Dr. Peter Michaelis zum Ötsch Rücktritt in einer AUA Presseaussendung: “Ich bedanke mich bei Alfred Ötsch für seinen Einsatz in den vergangen drei Jahren, insbesondere für seine konstruktive Mitwirkung im Rahmen des Privatisierungsprozesses. Mit der Unterstützung des Managements konnte letztlich eine langfristige und vor allem nachhaltige Lösung für Austrian Airlines erreicht werden.“
Alfred Ötsch - Erfolge: + Im Jahr 2007 schaffte die AUA 3,3 Millionen Euro Gewinn, nachdem es im Jahr 2006 einen AUA-Verlust von 130 Millionen Euro gab. Das führte zu Ötschs umstrittenen Aussage: "Die AUA ist saniert". + im Jahr 2007 wurde der Personalstand von 8.421 Ende 2006 auf 7.812 Ende 2007 gesenkt. Das ging mit der Einstellung von verlustträchtigen Langstreckenflügen einher. + die Eigenkapitalquote der AUA lag mit 24,8& zum Ende des 3. Quartals 2008 noch immer recht gut - trotz der Verluste. Zum Vergleich: Österreichs Banken haben eine Eigenkapitalquote von 5%-10%.
Alfred Ötsch - Mißerfolge: - wurden in der Halbjahresbilanz noch 70-90 Millionen Verlust für das Geschäftjahr 2008 erwartet, so war Ende November 2008 bereits von 475 Millionen Euro die Rede. - der Einstieg vom saudisch-österreichischen Geschäftsmann Al Jaber scheiterte. Al Jaber wollte um 150 Millionen Euro ca 20% der AUA-Aktien zu einem Preis von 7,10 Euro kaufen. Er fühlte sich durch die AUA in der Darstellung der wirtschaftlichen Lage der AUA getäucht. Im Juni klagten sich dann AUA und Al Jaber gegenseitig. Ergebnis unbekannt.
* 1. April 2008: Dr. Andreas Bierwirth wird AUA VorstandMit dem Aufsichtsratsbeschluß vom 10. Dezember 2007 wurde Dr. Andreas Bierwirth ab 1. April 2008 zum AUA-Vorstand in der Funktion des Chief Commercial Officer bestellt. Sein Vertrag läuft bis 31.3.2001. Bierwith konnte zuvor Erfahrung bei Eurowings, Germanwings und Lufthansa sammeln. Er absolvierte er sogar die Lufthansa-Berufspilotenschule. * 12. März 2008 Thomas Kleibl scheidet als Vorstand ausDer Vorstand Thomas Kleibl - bisher Chief Financial Officer - hat mit 12.3.2008 seinen AUA Vostandsposten niedergelegt. Er hatte diese Position seit 1. Oktober 2001 inne. 1992 - 1994 war Kleibl Leiter Controlling bei der Lauda Air. * 1. Jänner 2008: Dr. Peter Malanik wird AUA VorstandMit dem Aufsichtsratsbeschluß vom 10. Dezember 2007 wurde Dr. Peter Malanik ab 1. Jänner 2008 zum AUA-Vorstand in der Funktion des Chief Operations Officer bestellt. Die AUA Vorstandsgehälter 2007Was verdienten die AUA Vorstände im Jahr 2007
Alfred Ötsch: 445.700 fix + 77.500 erfolgsabhängig = 523.000 Euro Thomas Kleibl: 379.600 fix + 89.600 erfolgsabhängig = 469.200 Euro Josef Burger (3/4 Jahr): 342.800 fix + 61.200 erfolgsabhängig = 404.000 Euro
Quelle: AUA Geschäftsbericht 2007 Seite 119 |
. * 30. September 2007: AUA-Vorstand Josef Burger scheidet ausAUA Vorstand Josef Burger, der bisherige Chief Commercial Officer, schied am 30.9.2007 aus dem Vorstand aus. Diese Funktion hatte er seit 15.10.2001 inne. Davor war er von 1982 - 2001 bei Tyrolean Airways. Die AUA Vorstandsgehälter 2006Was verdienten die AUA Vorstände im Jahr 2006 ?
Alfred Ötsch (3/4 Jahr): 334.000 fix + 0 erfolgsabhängig = 334.000 Euro Thomas Kleibl: 379.400 fix + 102.300 erfolgsabhängig = 481.700 Euro Josef Burger: 346.300 fix + 93.900 erfolgsabhängig = 440.200 Euro Vagn Sorensen: 583.600 fix + 287.500 erfolgsabhängig = 871.100 Euro
Quelle: AUA Geschäftsbericht 2007 Seite 119 |
. * 4. April 2006 Alfred Ötsch wird AUA VorstandMit 1. April 2006 wurde Alfred Ötsch Vorstandsmitglied bei der AUA, genauer gesagt bei der Austrian Airline Group. Ein Monat später, am 1. Mai 2006 wurde er dann gleich zum Vorstandvorsitzenden befördert. Ötsch verbrachte bis dahin seine ganze berufliche Laufbahn von 1978 - 2005 bei Siemens. Weiters war er - bevor er AUA Vorstand wurde - im AUA Aufsichtsrat tätig. |