Wien

Allgemeine Informationen zum Reifenwechseln

Wer: Alle Fahrzeughalter
Was: Von Winterreifen auf Sommerreifen
Wann: Die Winterreifenpflicht in Österreich gilt von 1. November bis 15. April nur für fahrende Autos bei winterlichen Fahrverhältissen; Reifen wechseln daher am besten zwischen Mitte Oktober bis Mitte November
Wie: entweder händisch, beim Reifenhändler oder KFZ-Betrieb
Warum: Fahrsicherheit, höhere Lebensdauer
Neu: Ab 2007 dürfen zum Wuchten  aus Umweltschutzgründen keine Bleigewichte mehr verwendet werden. Nun werden Zinn- oder Zinkgewichte verwendet.
 



Fotos: Reifenwechseln beim Reifenhändler in der Werkstatt; © Wien-konkret



Fotos: Reifenwechseln beim Reifenhändler in der Werkstatt; © Wien-konkret

Reifenwechseln auf Winterreifen:

In Österreich gibt es seit 2008 eine Winterreifenpflicht für fahrende PKW bei winterlichen Fahrverhältnissen (Schnee, Matsch oder Eis), sonst nicht. Für LKW ab 3,5 Tonnen sind ab 15. November bis 15. März Winterreifen in Österreich Pflicht. Mit Spikes darf man von Oktober bis Mai fahren.
Winterreifen sind auch bei unter 7 Grad Außentemperatur bei trockener Fahrbahn sehr empfehlenswert, da sich der Bremsweg um bis zu 30% reduziert, insbesondere bei nasser Fahrbahn.

Winterreifenpflicht:
Länder mit Winterreifenpflicht sind: (teilweise) Deutschland, Schweden, Norwegen, Finnland, Slowenien, Estland. Eigentlich fragt man sich, warum es in Österreich keine Winterreifenpflicht gibt, wenn die Versicherungen bei Verkehrsunfällen ohnedies ganz oder teilweise "aussteigen". Für die Verkehrssicherheit wäre es sicherlich dienlich und es gäbe auch weniger Staus wegen hängen gebliebener Fahrzeuge.
 

Schneeketten:

Erlaubt ist es auch, Schneeketten an den Antriebsrädern - Sommerreifen oder Winterreifen - anzubringen. Schneeketten dürfen allerdings nur dann verwendet werden, wenn die Fahrbahn mit einer zusammenhängenden oder nicht nennenswert unterbrochenen Schnee- oder Eisschicht bedeckt ist und wenn dadurch die Oberfläche der Fahrbahn nicht beschädigt wird.
 

Verkehrsunfälle und Versicherungen:

Hat man bei winterlichen Fahrverhältnissen keine Winterreifen, dann kann es sein, dass die KFZ-Versicherung gar nicht bezahlt bzw. man eine Teilschuld bekommt, obwohl man den Unfall gar nicht verursacht hat.
 

Reifen-Qualitätsmerkmale:

Die wichtigsten Reifenqualitätsmerkmale sind: Profiltiefe, Material, Alter, Reifendruck, zulässige Höchstgeschwindigkeit, Tragfähigkeitskennzahl, Haltbarkeit.

Die Mindestprofiltiefe beträgt in den meisten Europäischen Länder 1,6 mm. Ein neuer Sommerreifen hat 8 mm Profiltiefe. Bei zu geringer Reifenprofiltiefe kann es bei Wasser auf der Fahrbahn und mittlerer bzw. zu hoher Geschwindigkeit zu Aquaplaning kommen. Das Auto gerät außer Kontrolle und hat einen sehr langen Bremsweg.
 

Reifendruck:

Der richtige Reifendruck macht bei den Autoreifen enorm viel aus. Der Kraftstoffverbrauch steigt und die Lebensdauer der Reifen sinkt. Rund 50% aller PKW sind mit der falschen Reifendruckfüllung unterwegs.

Falscher Reifendruck -0,4 bar:
+2% Kraftstoffverbrauch
- 30% reduzierte Lebensdauer

Falscher Reifendruck -0,6 bar:
+ 4% mehr Kraftstoffverbrauch
- 45% reduzierte Lebensdauer

PS: Das Reserverad sollte den üblichen Fülldruck um 0,5 bar überschreiten, um langfristig einsetzbar zu sein.

Geschwindigkeitssymbole für PKW-Reifen:

P 150 km/h, Q 160 km/h, R 170 km/h, S 180 km/h, T 190 km/h
H 210 km/h, V 240 km/h, W 270 km/h, Y 300 km/h, ZR über 240 km/h,
 

Lagerung von Autoreifen:

Foto: Reifenlager

Foto: Reifenlager

Reifen sollten richtig gelagert sein, um länger zu halten.

Am besten ist die Lagerung bei 15 – 25 Grad, bei Trockenheit, bei Dunkelheit (insbesondere direkte Sonnenbestrahlung vermeiden), bei wenig Sauerstoff und Ozon. Private sollten Reifen entweder aufhängen oder übereinander stapeln und nicht am Boden aufstellen. Reifenhändler haben spezielle Regale (siehe Foto).
 



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Bei Reifen-Földi in Gablitz bekommen gut gelaunte Autofahrer einen Gratis-Kaffee, trotz der flotten Reifenwechsel. Werbung.





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