Wien
    

Parkpickerl in Wien 2014:



Das sogenannte "Parkpickerl" ist eine Parkgebühr für Bewohner des eigenen Bezirkes. Damit kann ein Bewohner mit Hauptwohnsitz in einem bestimmten Bezirk sein Auto - falls es auf den Hauptwohnsitz in diesem Bezirk zugelassen ist - dauerhaft abstellen. Ein Parkpickerl ist keine Garantie dafür, dass Sie in Ihrem Bezirk auch wirklich einen Parkplatz finden. Pro Person kann nur ein Parkpickerl ausgestellt werden. Im Falle einer Übersiedlung von einem Parkpickerlbezirk in einen anderen wird bei Vorlage des bereits geänderten Zulassungsscheines, des Führerscheins und des abgelösten Parkpickerls für den bereits bezahlten Zeitraum ebenfalls ohne zusätzliche Kosten ein Ersatzpickerl ausgestellt.
 



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Parkpickerlbezirke
in Wien sind: 1., 2., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 12., 14., 15., 16., 17., 20.  Bezirk.

Kurzparkzeiten:
* 1., 2., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 20. Bezirk: Mo-Fr von 9-22 Uhr
* 12., 14., 16., 17. Bezirk: Mo-Fr von 9-19 Uhr
* In Teilen des 15. Bezirks muß auch am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 18-22 Uhr zahlen !!! Werktags 9-22 Uhr. => Sonderkurzparkzone im 15. Bezirk
* Dazu kommen noch spezielle Kurzparkzonen in den Geschäftsstraßen.


Kosten: 
Bundesabgabe: 13,20 Euro für den Antrag + 3,60 Euro für jede zusammengehörige Beilage; Verwaltungsabgabe: 44,69 Euro 
Parkometerabgabe:    
* 1. bis 9. Bezirk, 15. Bezirk im Bereich der Stadthalle sowie 20. Bezirk: 120 Euro (1 Jahr) bzw. 240 Euro (2 Jahre).
* 12., 14., 16., 17. Bezirk und 15. Bezirk außerhalb des Stadthallenbereichs: 90 Euro (1 Jahr) bzw. 180 Euro (2 Jahre). 
Entsprechend dem Bewilligungszeitraum (dieser muss mindestens drei Monate umfassen; bereits begonnene Kalendermonate werden dabei voll gerechnet).

Zweck:
* Vertreibung der niederösterreichischen Pendler aus dem Wiener Zentrum (Wiener Autofahrer müssen in Niederösterreich fast nie Parkplatzgebühren bezahlen. Also eine sehr unfaire Vorgangsweise von der Stadt Wien, die Nicht-Wiener diskriminiert.)
* Abzocke der eigenen Bevölkerung im jeweiligen Bezirk. Das Parkpickerl könnte natürlich auch gratis an die Bewohner verteilt werden und hätte den selbern "Lenkungseffekt" bzw "Vertreibungseffekt von Niederösterreichern". Tatsächlich muss jeder Bewohner in einem Wiener Parkpickerlbezirk fast 200 Euro im Jahr für sein Bezirksparkpickerl bezahlen, was sich äußerst angenehm auf die Einnahmen der Stadt Wien auswirkt.
* Weniger Autos in der Stadt: Wenn sich ärmere Mitbürger aufgrund des Parkpickerls gar kein Auto mehr leisten können, so ist das durchaus im Sinne der SPÖ-Grünen Politik. Dann gibt es nämlich weniger Autos in der Stadt und die Reichen haben für ihre Autos mehr (Park-) Platz.



1.1.2013 Parkpickerl-Erweiterungen 14., 16. und 17. Bezirk



Quelle: wien.gv.at


Mit der Erweiterung ab 1.1.2013 ist nun fast der ganze Wohnbereiche der Bezirke 14., 16., und 17. werktags 9-19 Uhr betroffen. Abgezockt werden die Wiener, die nun dort ein Parkpickerl bezahlen müssen, und Autofahrer von auswärts, die nun Kurzparkscheine bezahlen müssen.
   Dass es um eine reine Abzocke der Autofahrer geht merkt man daran, dass in diesen neuen Parkpickerlzonen nur eine geringe Parkplatznot herrscht.
Das Dumme an der ganzen Regelung ist, dass man - wenn man von auswärts kommt - keinen Parkplatz für sein Auto findet und nicht auf die Öffis umsteigen kann. Die Parkhäuser sind nämlich schon ab halb acht Uhr früh voll belegt und auf der Straße darf man nur 3 Stunden parken, selbst wenn man bezahlen möchte.
   Das beste wäre, wenn viele Wiener Unternehmen nach Niederösterreich übersiedeln, denn dort gibt es genügend Parkplätze für alle. Da müssen dann halt die Wiener zur Arbeit nach NÖ pendeln, stattt wie bisher umgekehrt.

Gratis Parken kann man weiterhin im 10., 11., 13., 18., 19., 21., 22., 23. Bezirk von Wien, außer dort wo es speziell gekennzeichnete Kurzparkzonen gibt, zB in den Geschäftsstraßen.



1.10.2012 Neue Parkpickerlbezirke in Wien

SPÖ-Grüne haben beschlossen ab 1. Oktober 2012 in fünf weiteren Wiener Bezirken das kostenpflichtige Parkpickerl für Anrainer einzuführen. Es sind dies die Bezirke Meidling (12.), Penzing (14.), Rudolfsheim-Fünfhaus (15.), Ottakring (16.) und Hernals (17.).
Für Autofahrer von anderen Bezirken gelten diese Bezirke dann als gebührenpflichtige Kurzparkzonen.

In Währing gab es eine Bürgerbefragung. Diese ging mit 64% gegen das kostenpflichtige Parkpickerl aus. D.h. im 18. Bezirk kann man weiterhin gratis parken.
In Favoriten lehnte es die Bezirksvertretung ab.



Strafen ab 4. Oktober 2012

Ab Donnerstag 4. Oktober 2012 werden in den neuen Parkpickerlbezirken für Falschparker Strafen verhängt. Bis dahin gibt es Informationszettel und Verwarnungen.
Die Strafen für Falschparken wurden per 1. Mai 2012 massiv angehoben und zwar von 21 € auf 36 €.
Am Gehsteig parken wird nun mit 48 € bestraft (statt bisher 28 €.)
 



Die Abzocke der Autofahrer in Wien:

Allein in den neuen Wiener Parkpickerlbezirken werden die Anrainer ca 35.000 Parkpickerl kaufen müssen. Bei einem Preis von 140 Euro pro Parkpickerl ergibt das zusätzliche 6 Millionen Euro (82 Millionen Schilling) pro Jahr für die Stadt Wien.
 
Dazu kommen noch die Einnahmen aus dem Verkauf von Kurkparkscheinen, die alle Autofahrer ohne Parkpickerl bezahlen müssen. Dabei geht es ebenfalls um Millionen Euro.



Parkpickerl Meidling (12. Bezirk)

Die Kurzparkzone im 12. Bezirk wird von den die Bezirksgrenzen und den Straßenzügen Altmannsdorfer Straße und Dr.-Boehringer-Gasse/ Belghofergasse begrenzt. Die Altmanndorfer Straße beziehungsweise Dr.-Boehringer-Gasse/Belghofergasse sind selbst nicht Teil der Kurzparkzone und westlich davon braucht man auch kein Parkpickerl. Bewohner des gesamten 12. Bezirks können ein Parkpickerl für die bewirtschaftete Parkpickerlzone im 12. Bezirk erwerben.



Parkpickerl Penzing (14. Bezirk)

Die Kurzparkzone im 14. Bezirk gilt rund um den Bahnhof Hütteldorf (zwischen Linzerstraße - Bergmillergasse - Westbahn - Bahnhofstra0e) und ab der Deutschordenstraße, entlang der Westbahn (zwischen Hackingergasse und Hadikgasse), und östlich der Ameisgasse - Leyserstraße - Maroltingergasse. Die Grenzstraßen sind nicht Teil der bewirtschafteten Zone. Mit dem Parkpickerl für den 14. Bezirk ist es zusätzlich möglich, im 15. Bezirk zu parken. Ausgenommen ist der Bereich rund um die Stadthalle. Es darf auch im 16. Bezirk im Überlappungsbereich geparkt werden: Horvathgasse - Adolf Czettel Gasse - Opfermanngasse - Steinbruchstraße - Chlumberggase - Josef Weinheber Platz.



Parkpickerl Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk)

Im gesamten 15. Bezirk wird die Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Das Parkpickerl für den 15. Bezirk gilt auch in der bewirtschafteten Zone im 14. Bezirk und in den Überlappungsbereichen zum 16. Bezirk.



Parkpickerl Ottakring (16. Bezirk)

Die Kurzparkzone im 16. Bezirk ist im Westen begrenzt durch die Montleartstraße, die Ottakringer Straße und die Sandleitengasse. Diese Straßenzüge sind Teil der bewirtschafteten Zone. Darüber hinaus gilt das Parkpickerl für den 16. Bezirk auch in Überlappungsbereichen zum 14., 15. und 17. Bezirk.



Parkpickerl Hernals (17. Bezirk)

Die Kurzparkzone im 17. Bezirk ist im Westen begrenzt durch die Sandleitengasse, Güpferlingstraße, Alszeile, Leopold-Kunschak-Platz, Richthausenstraße und die Lidlgasse. Diese Straßenzüge sind Teil der bewirtschafteten Zone. Darüber hinaus gilt das Parkpickerl für den 17. Bezirk auch im Überlappungsbereich zum 16. Bezirk.



Kurzparken ohne Parkpickerl für den Bezirk:

Für alle Autofahrer, die kein Wiener Parkpickerl für den jeweiligen Bezirk haben, gelten die allgemeinen Kurzparzzeiten.
Parkdauer: zwei Stunden
Montag bis Freitag (werktags): von 9 bis 22 Uhr

=> Kurzparkzonen in Wien




Verkehrsverlagerungen und neue Parkplatznot

1. Bisher haben viele Bewohner innerhalbs des Gürtel ihr Auto (meist Zweitauto) in den Außenbezirken geparkt. Diese müssen nun auf die verbleibenden Bezirke 10., 11., 13., 21., 22., 23. und Teile des 14. Bezirks ausweichen oder ihr Auto mangels Parkplatz verkaufen.
2. Die nach Wien einpendelnden Autofahrer können nun nicht mehr in den neuen Parkpickerlbezirken gratis Parken. Auch sie werden auf die verbleibenden Bezirke ausweichen.
3. In den Bezirken 10., 11., 13., 21., 22., 23. und Teile des 14. Bezirks wird eine massive Parkplatznot entstehen.





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Parkpickerl-Mannschaft

...ich finde die versammelte Mannschaft, die am parkpickerl ihr pappi verdient, sollte mal in der geschlossenen psychiatrie behandelt werden...
Regina aus Ottakring, gedemütigt, enttäuscht und zum Gegenschlag ausholend...
 
GELASSENHEITSSPRUCH
gott/die höhere macht gebe mir die GELASSENHEIT dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den MUT, dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die WEISHEIT, das eine vom anderen zu unterscheiden...

Regina           16. Jänner 2014



Problem bei Rückgabe des Parkpickerls

Sehr geehrtes Wien-Konkret-Team !
Magistrat Wien behält sich – ohne weitere Unterlagen-Durchsicht – nicht beanspruchte Parkgebühren ein !!! Mein Freund (gemeldet in 1120 Wien) hat mir (gemeldet in Gänserndorf) sein KFZ verkauft. Daher hat das KFZ nun ein GF-Kennzeichen und das Wiener Kennzeichen gibt es nicht mehr. Leider kann er das abgenommene Parkpickerl für den 12. Bezirk nicht mehr finden. Er ging mit dem MA-Pickerl-Bescheid samt der Abmeldebestätigung des KFZ zum Magistrat, um die restliche Parkraumgebühr rückzufordern. Die MA-Angestellte teilte ihm mit, dass ohne Retourgabe des Parkpickerls keine Gebühr rückerstattet wird !?!
  
Ich kann diesen Sachverhalt nicht glauben, da er ja die amtliche Bestätigung hat, dass es dieses Kennzeichen nicht mehr gibt. Also kann auch keiner irgendeinen Missbrauch damit betreiben. Ich finde nirgends, auch in keiner Verordnung, diese Bestimmung der unbedingten Retourgabe des Parkpickerls. Muss man wirklich sein Geld sich auf diese Art und Weise aus der Tasche ziehen lassen ?!? Hat vielleicht irgendwer in dieser Hinsicht Erfahrungswerte?!?
Mit freundlichen Grüßen Sonja D.       12. Juli 2013



Wilderer und Wegelagerer!?

Ich komme aus Deutschland, habe beruflich wie privat ab und an in Wien zu tun - in einem aktuellen Fall geht es um die Ausweitung der Parkzone im 17. Bezirk, den Tod eines lieb gewonnenen Wiener Freundes und die damit verbundene "amtliche" Pietätlosigkeit einer "Weltstadt mit Herz" bei der Unterstützung der Familie. Im Zuge der Recherche zu den Wiener Park- und Sinnzonen und der scheinbar vorherrschenden Auffassung "Alle sind gleich - manche sind gleicher..." stolpere ich immer wieder über höchst fragwürdige Wiener Arrangements - insbesondere im weltweiten Vergleich von Großstädten und ihrer Herangehensweise bei der Verkehrs- und Parknotbewältigung speziell für die Anrainer.
   Verwundert bin ich ob der Haltung von "Wien-Konkret", wonach Klagen gegen die frei ausgewürfelte Parkzonenerweiterung aussichtslos erscheinen sollen: hier fallen mir ad hoc sehr unterschiedliche und höchst rechtliche Ansätze ein - GERADE für Wien und gegen eine Hauruck-Dummfug-Politik:
    1. Student von sonstwo in Wien, mit Fahrzeug, hauptwohnsitzlich aber nicht in Wien gemeldet, weil ... noch Kindergeldanspruch besteht, ... ein Stipendium (mit Auflagen) läuft, ... es lediglich ein Austausch ist, ... Visa-Anforderungen erfüllt werden müss(t)en, ... die Amtsrennerei wegen ein paar Monaten nicht wirlich Sinn macht, ...
-> die Anforderung mit Wien als Hauptwohnsitz widerspricht der Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union (keine Freiheit, sondern Zwang!), Kindergeld gibt es teilweise nur am elterlichen Wohnsitz (klare Schlechterstellung), ggf. entfallen Stipendiatsvoraussetzungen (wieder aufoktruierte Schlechterstellung), ...
   2. Eigentum in Wien seit zig Jahren, nun plötzlich als Parkzone und nicht in Wien hauptwohnsitzlich? Lieber Wiener StadtväterInnen ( ;-) ): erstens ist das Eigentum im österreichischen Grundgesetz gesichert und somit auch das zum Zeitpunkt des Erwerbs vorherrschende Nutzungsrecht  (nach 30 Jahren in einer Eigentumswohnung ohne Garage nennt man so etwas Gewohnheitsrecht und das kann eingeklagt werden; umgekehrt könnten sich die Bezirke plötzlich einer Flut von Besitzstörungsklagen gegenüber sehen, denn für das Recht der Bodennutzung zahlen die Eigentümer brav ihre Grundsteuer und als Kraftfahrzeugeigner noch dazu die Kraftfahrzeugsteuer!), zweitens ist die Stadt hier Verwalter im Auftrag der Bürger (wäre es andersherum, müsste die Verwaltung jenem Anrainer eine Kopfprämie bezahlen!), und drittens hat bei berechtigter Anforderung des Einzelnen die jeweilige Behörde auf dem kurzen und kleinen Dienstweg zu kooperieren (Instandsetzung einer Wohnung nach Mietnomaden, operations- oder krankheitsbedingte Mobilitätseinschränkungen - so etwas funktioniert international ohne Probleme, nur in Wien nicht und im letzten Fall erinnert mich das frappant an geschichtlich dokumentierte Formen der Euthanasie!). Es soll ja Menschen geben, für die ist Mobilität ein Stückchen Menschenwürde - UND DIE IST UNANTASTBAR!
    3. Über den Tellerrand gedacht: Seniorenresidenzen, Privatspitäler, Besorger, freundliche Helfer ohne unternehmerische Ambitionen, Familienbesuche von außerhalb, Touristen (die sich eh nicht so gut auskennen wie die Viennesen) - es nicht sein kann, was nicht sein darf war schon Teil von Orwells 1984 oder Huxleys Schöne Neue Welt; ist die Wiener politische Führung eigentlich so beratungs- bis merkresistent oder hat man dort am Ende gar keine Teller, über dessen Ränder man blicken könnte...? Wenn jemand medizinische 24h-Betreuung braucht, muss der Betreuer dann freilich permanent Parkscheine lösen? Wenn man als Altwiener Wohnraum bereitstellen möchte und dann für die Sanierung Parkscheine zeichnen soll, ist das dann alles so richtig? Sorry, selbst die Wiener selbst nennen das klar ABZOCKE, WEGELAGEREI und sie haben Recht!
    4. Klare Kenntlichmachung eingeschränkter Parkzonen wie in anderen Städten auch - die Bezirke dürfen hier keine eigene Süppchen kochen wollen oder dürfen, wenn man nicht auf eine Diskriminierung innerhalb der eigenen Stadt hinarbeitet - nur genau das passiert gerade! Einen Ortsunkundigen auf die Internetseiten zu den Parkzonenübersichten leiten zu wollen, würde andernorts Psychiater auf den Plan rufen hinsichtlich der Prüfung auf Zurechnungsfähigkeit der Urheber solchen Schwachfugs. (PS: ich hatte mich selbst via Automobilclub über mögliche Parkeinschränkungen in Wien erkundigt und selbst laut der öffentlichen Stellen wären diese aktuell gewesen - waren sie aber nicht...)
    5. Bauen die verordnenden Stellen Mist, haben nicht die Bürger die Zeche zu zahlen, sondern sich die politische Mechanik auf den Hintern zu setzen und das zu tun, wofür sie bezahlt werden: den gesunden Menschenvertstand benutzen! Jeder Arbeitsvertrag enthält sowohl eine Regress- wie auch eine salvatorische Klausel: wer Mist baut, ist haftbar und wenn etwas so nicht geht, wird das angenommen, was der ursprünglichen Absicht am nächsten kommt. Gehe ich von letzterem aus, geht es in Wien eigentlich nicht darum, Parkplatznöte und Luftverunreinigungen zu beseitigen, sondern schlicht darum die Kassen zu füllen - und das ziemlich schamlos! Denn einem nachweislichen Anrainer (ob er nun da eingemietet ist oder eben Eigentümer oder angemeldeter Besucher auf Zeit) gehört die Parkberechtigung erteilt - meinetwegen gegen eine Bearbeitungsgebühr, aber nicht in der Form, dass Grund und Boden, der von den WienerInnen selbst gekauft und/oder bewirtschaftet wird, quasi teuer durch Amtsgewalt an diese "vermietet" werden: das schmeckt sehr nach Rechtsbeugung im Amt und wohl ungerechtfertigter Bereicherung (warum sollte ich mieten, was mir gehört?). Statt zusätzlicher oder intelligenterer Lösungen rund um die Parksituation in Wien kommen wahrlich hanebüchene verkehrsplanerische Kapriolen (z. B. Einbahnstraßenumzingelung einer Rettungsleitstelle)
   Solange dies so bleibt und selbst die Rechte der stadteigenen Bürger auf diese schreibtischdoktrinierte Weise mit Füßen getreten werden, werde ich für meinen Teil demnächst darum ersuchen, mir jegliche Parkraumüberwachungskorrespondenz doch bitte dreilagig zu übersenden - vielleicht ist das sonst eher gehaltlose Papier dann wenigstens für etwas zu gebrauchen...
   Somit widerspreche ich der verlautbarten Einschätzung von "Wien-Konkret", wonach Klagen gegen die - frei ausgewürfelte - Parkzonenerweiterung aussichtslos erscheinen sollen: es hat nur noch keiner die Luft bis in die höchsten Instanzen angehalten und es durchgezogen - wie auch, der erweiterte Blödsinn kommt ja erst seit 01.10.2012 bzw. 01.01.2013 zum Tragen und inzwischen habe ich meinen väterlichen Wiener Freund zu Grabe getragen und ich trage die Straferkenntnis der Parkraumüberwachung wegen zehn Minuten Halten vor einem Grabsteinmetz in Hernals (mit gefühlten 80 freien Parkplätzenin der direkten Umgebung im total verschneiten Dezember 2012) bis zum EuGH, wenn es sein muss...
 
Den Wiener und Nichtwiener Mitstreitern wünsche ich in jedem Fall viel Erfolg und das nötige Durchhaltevermögen.
Mit freundlichen Gruessen,
Alex E.        11. Juli 2013



bekomme kein Pickerl für den angrenzenden Bezirk

Sehr geehrte Herren!
Genauso finde ich betreffend Parkpickerl eine Frechheit dass ich wenn ich in einer Strasse bzw Gasse wohne wo noch keine Parkpickerlpflicht eingeführt wurde kein Pickerl für den angrenzenden Bezirk bekomme. Konkret handelt es sich um Antonigasse 36.
   Da ich gehört habe, dass es jetzt möglich ist für den angrenzenden Bezirk ein Parkpickerl zu beantragen habe ich mich diese Woche bei meinem Magistrat erkundigt ob ich für den 17. Bezirk ein Pickerl bekomme .
Antwort: Nein da der 18. Bezirk noch kein Parkpickerl eingeführt hat.
Genauso finde ich es nicht in Ordnung dass ich dieses nur für ein Jahr beantragen kann. Habe nur im Sommer für 4 bis 5 Monate ein Leasingauto.
Mit freundlichen Grüßen
Doris E.     27. Juni 2013

Antwort Wien-konkret: Das hat sich die SPÖ-Grüne Stadtregierung in Wien leider so ausgedacht.



Stellungnahmen zum Wiener Parkpickerl,