Wien

108 Parkplätze in Hütteldorf weniger

Fotos: Keißlerstraße zwischen Bahnhofstraße und Deutschordenstraße am 23. Oktober 2008: Bild links und Mitte zeigen die Umbauarbeiten; Bild rechts zeigt die derzeit illegal parkenden Autos auf dem Fahrbahnteiler vor dem Weststadion;



Fotos: Keißlerstraße zwischen Bahnhofstraße und Deutschordenstraße am 23. Oktober 2008: Bild links und Mitte zeigen die Umbauarbeiten; Bild rechts zeigt die derzeit illegal parkenden Autos auf dem Fahrbahnteiler vor dem Weststadion; © Wien-konkret


Ausgangslage: Die Parkplatznot für die Pendler

Hütteldorf ist ein beliebter Umsteigepunkt für Pendler, die aus den Wiener Umlandgemeinden im Westen von Wien kommen. Hier in Hütteldorf ist die Endstation der U-Bahn U4 und der Schnellbahn "Vorortelinie". Allerdings gibt es beim Umsteigen vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmitteln ein Problem: Die Parkplätze.

Viele Pendler parkten daher entweder illegal auf dem Fahrbahnteiler vor dem Weststadion (dies ging deshalb, weil die Polizei dort nicht strafte) oder man parkte am Fahrbahnrand oder man suchte sich einen Parkplatz bei den umliegenden Wohnbauten. Dies verärgerte natürlich die dort wohnenden Anrainer, da es zu einer zusätzlichen Lärmbelästigung kommt und natürlich die Parkplatznot der Anrainer noch größer geworden ist.
 

Hausaufgaben für die Politiker

* Schaffung neuer Parkplätze
* Gehsteigverbreiterung bei den Shops in der Keisslerstraße
* Stopp dem illegalen Parken
 

Ergebnis:

* Das Parkhaus Hütteldorf wurde gebaut und Ende Mai 2008 eröffnet. Dieses bietet 1.250 Stellplätze und kostet 3 Euro (41 Schilling) am Tag. Die Autofahrer wollen aber lieber gratis auf der Straße parken
* Der Gehsteig wird nun zwischen Oktober 2008 und Frühjahr 2009 verbreitert
* durch bauliche Maßnahmen wird kein illegales Parken mehr möglich sein
* in Summe werden es um 108 Parkplätze nur in der Keisslerstraße weniger werden
* weitere Parkplätze wurden in der Deutschordensstraße bei der Eisenahnunterführung aufgelassen und durch Radwege ersetzt.
* Der Wienfluß im Bereich der U-Bahnstation Hütteldorf wurde nicht überdacht und als Parkplatz gewidmet. Auf dieser Fläche hätte man ca 500 Parkplätze schaffen können. Das tolle daran wäre gewesen, dass man direkt von der Westeinfahrt auf die Parkplatzfläche hätte fahren können und dann beim nach Hause fahren auf der anderen Seite direkt stadtauswärts fahren hätte können. D.h. der Autoverkehr in der Wohngegend wäre weggefallen. Warum diese Lösung nicht umgesetzt wurde ist derzeit unbekannt.
* Resümee: Das Parkplatzsuchen in Hütteldorf ist noch viel schwieriger geworden, außer man zahlt für das Parkhaus.
 


Änderungen bei den Parkplätzen:


Wie Frau Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner (SPÖ) gegenüber Wien-konkret darlegte, ist die Situation in der Keißlerstraße folgende:

1) Im Bereich Deutschordensstraße bis Bahnhofstraße wird die Keißlerstraße umgestaltet

2) Änderungen bei den Parkplätzen
* 73 legale Parkplätze kommen weg,
* 35 illegale Parkplätze auf dem Fahrbahnteiler vor dem Stadion kommen weg,
* 72 Parkplätze werden umgebaut (Längs- und Querparker)

3) Fertigstellung: im Frühjahr 2009

4) Kosten ca 700.000 Euro, davon zahlt der Bezirk 60%. Darin enthalten sind die Kosten für die neue Beleuchtung und für die Gehsteigverbreiterung.

5) Es gibt neue Parkplätze im neu gebauten Parkhaus Hütteldorf.

Quelle: Telefonat mit Frau Bezirksvorsteherin für den 14. Bezirk Andrea Kalchbrenner vom 21. Okt. 2008



Hütteldorf: Die Parkplatzvernichtung geht weiter


ÖVP-Lerch fordert Gratisparkplätze für Anrainer

Nachdem in Penzing in der Deutschordenstraße unter der Eisenbahnbrücke bereits dutzende Parkplätze vernichtet wurden, geht’s ab morgen in der Keißlergasse hurtig weiter. Insgesamt werden es dann
ca. 160 Parkplätze weniger sein. Darunter leiden vor allem Anrainer, die nicht so begütert sind, sich eine 70 Euro teure Garage leisten zu können.

Der Penzinger Bezirksvorsteher-Stellvertreter Franz E. Lerch fordert die Verantwortlichen in der SPÖ auf, sich an ÖVP-Bezirksvorsteher Adi Tiller im 19. Bezirk ein Beispiel zu nehmen und endlich etwas für die Betroffenen zu unternehmen.

"In Döbling hat man seitens der Bezirksvorstehung Möglichkeiten gefunden, die Anrainer günstig bzw. sogar gratis parken zu lassen" erklärt Lerch. "Auf einer Fläche nahe des Bahnhofes Heiligenstadt können Bezirksbürger mit Berechtigungskarte der Bezirksvorstehung kostenlos von 19.00 - 7.00 Früh parken. Auch am Wochenende ist dort das Abstellen des Fahrzeugs kostenlos möglich. Solche Ideen erwarte ich mir auch für Penzing!"

Dementsprechende Anfragen bzw. Anträge werden seitens des Penzinger ÖVP-Bezirksratsklubs von BV-Stv. Franz E. Lerch und Klubobmann DI Dr. Herwig Klinke in die nächste Bezirksvertretungssitzung eingebracht.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien,  Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913   mailto:presse.klub@oevp-wien.at
OTS0079    2008-10-21/10:26