Wien

Geisterfahrer-Statistik 2012

Anzahl der Meldungen von Geisterfahrern / Falschfahrern auf Österreichs Autobahnen und Schnellbahnen im Jahr 2012:

Das Ranking im Detail (Top 10):
19x: A12 Raum Tiroler Unterland (Innsbruck/Ost-Kufstein):
18x: A9 Raum Liezen (Bosrucktunnel-St. Michael):
15x: A2 Raum Graz (Gleisdorf/Süd-Lieboch):
14x: A7 Raum Linz (Dornach-Kn.Linz):
14x: A2 südlich von Wien (Wien-Baden):
11x: A12 Raum Tiroler Oberland (Telfs/West-Zams):
10x: A12 Raum Innsbruck (Innsbruck-Telfs/West):
10x: A9 Raum südl. von Graz (Graz-Webling-Spielfeld):
10x: A2 Klagenfurt/Ost-Bad St. Leonhard
  9x: S1 Abschnitt Süd (Kn.Vösendorf-Kn.Schwechat):

Unfallbilanz 2012:
Das erfreulichste Ergebnis der Geisterfahrerjahresstatistik: Wie schon im Jahr davor wird 2012 nach Angaben des Innenministeriums bei Unfällen mit Geisterfahrern keine einzige Person getötet.
 




ÖAMTC: Geisterfahrer-Unfälle durch Alkohol, Ablenkung und falsche Navi-Anweisungen

1987- 2008 starben 104 Menschen bei Unfällen mit Geisterfahrern:
Von 1987 bis 2008 gab es in Österreich 451 Unfälle mit Geisterfahrern. Dabei wurden 251 Personen schwer und 261 Personen leicht verletzt. Von 1987 bis inklusive 2009 starben auf Österreichs Straßen insgesamt 104 Menschen bei Geisterfahrer-Unfällen. Die meisten Geisterfahrer-Unfälle passieren an Anschlussstellen, beim Wieder-Auffahren von Raststationen, Tankstellen oder Parkplätzen. "Es kommt auch immer wieder vor, dass Autolenker nach Wendemanövern als Geisterfahrer unterwegs sind, weil sie den Anweisungen ihres Navigationsgerätes gefolgt sind", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Navigationsgeräte erleichtern die Orientierung. Allerdings sollte man sich nie zu hundert Prozent auf die Ansagen verlassen. "Einer Aufforderung zum Wenden darf man auf der Autobahn natürlich nie nachkommen", stellt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin klar.
  Hauptursachen dafür, dass Autolenker auf der falschen Seite landen, sind Ablenkung oder Überforderung sowie Alkohol. "Alkohol ist bei 45 Prozent aller Geisterfahrer-Unfälle im Spiel, bei 28 Prozent ist Überforderung die Unfallursache", erklärt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Der typische Geisterfahrer ist männlich, die meisten Unfälle gibt's im Dunklen
83 Prozent der Geisterfahrer sind männlich, fast die Hälfte ist zwischen 21 und 40 Jahre alt. "Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt aber, dass Geisterfahrer aus allen Altersgruppen kommen", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Unfälle mit alkoholisierten Geisterfahrern passieren meist bei Dunkelheit (52 Prozent) in den frühen Abend- und Morgenstunden, Unfälle mit nicht alkoholisierte Geisterfahrern sind mittags und am frühen Abend am häufigsten.

Richtige Reaktion bei Geisterfahrern
Wird über Radio eine Geisterfahrer-Warnung durchgegeben, heißt es, auf gar keinen Fall überholen, Abstand vergrößern und Tempo reduzieren. "Man kann auch einen Parkplatz aufsuchen und warten, bis über das Radio Entwarnung gegeben wird", rät die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Wer einen Geisterfahrer sieht, sollte über die nächste Notrufsäule die Autobahnmeisterei alarmieren. Beim Anruf mit dem Handy muss man auf die genauen Autobahnkilometer achten, um den Abschnitt präzisieren zu können.

Rückfragehinweis: ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Dagmar Halwachs   26.1.2010



Ö3-GEISTERFAHRERSTATISTIK: 497 Mal wurde 2008 vor Geisterfahrern gewarnt



Warnhinweis für potenzielle Geisterfahren "STOP"

Das Hitradio Ö3 hat 2008 insgesamt 497 Mal vor Geisterfahrern gewarnt. Damit hat sich die Anzahl gegenüber 2007 um 22 Meldungen oder um 4,2 Prozent reduziert. Das bisherige Spitzenjahr war das Jahr 2004 mit 550 Meldungen. Unterschiede gibt es bei den Quartalen: Während es im zweiten (-18%) und vierten Quartal (-8%) deutliche Rückgänge gab, nahm im ersten (+3%) und im dritten Quartal (+4%) die Zahl der Geisterfahrten zu. Auffällig besonders ein Monat: Im Juni 2008 (als in Österreich und in der Schweiz die Euro 08 stattfand) gab es nur halb so viele Meldungen wie im Juni 2007.

Im Jahr 2008 sind zwei Personen bei Geisterfahrerunfällen getötet worden.

Bei den Bundesländern liegt nach einjähriger Unterbrechung Niederösterreich (größter Zuwachs unter den Bundesländern) mit großem Abstand vor der Steiermark. In der Steiermark gab es einen besonders auffälligen Rückgang um 43%. Die Steiermark weist die niedrigste Anzahl seit Beginn der Aufzeichnungen auf.

Die A2, die Südautobahn, bleibt in Absolutzahlen trotz starken Rückgangs die Autobahn mit den meisten Geisterfahrern. In Relation zur Länge gab es auf der A7, der Mühlkreisautobahn die meisten Geisterfahrer. Das am stärksten betroffene Teilstück war wie schon in den Jahren zuvor die A2 im Kärntner Wörtherseeabschnitt zwischen Klagenfurt-Ost und dem Knoten Villach mit diesmal 26 Meldungen. Am Knoten Vösendorf musste 14 Mal vor Geisterfahrern gewarnt werden. Die gefährlichste Tageszeit hat sich vom Vormittag (2007) wieder in den Abend verlagert. Unverändert am größten ist das Risiko, einem Geisterfahrer zu begegnen, am Wochenende (speziell an einem Samstag), der gefährlichste Monat war erstmals seit 2004 der September.

Die Tage mit den meisten Geisterfahrermeldungen waren der 31. Juli und der 9. August mit jeweils sechs Meldungen. Im Durchschnitt vergingen zwischen Erstwarnung und Entwarnung 13 Minuten.
 

DETAILANALYSE: Wo sind Geisterfahrer unterwegs?

Bundesländer:
2008 waren in Niederösterreich mit Abstand die meisten Geisterfahrer unterwegs. Mit 144 Meldungen (2007: 127) gab es in einem Bundesland noch nie so viele Geisterfahrer wie vergangenes Jahr in Niederösterreich. Die Steiermark, im Vorjahr noch an der Spitze der Bundesländerwertung, rangiert mit 74 Meldungen (2007: 130) auf Platz 2. Dahinter folgen wie schon 2007 Oberösterreich (69; 2007: 68), Tirol (62; 2007: 67) und Kärnten (54; 2007: 59). Schon mit größerem Abstand dahinter rangieren Wien (31; 2007: 30) und Salzburg (30; 2007: 21). Das Burgenland liegt erstmals seit 1998 nicht am letzten Platz der Reihung, sondern mit 18 Meldungen (2007: 7) auf Rang 8 vor dem Schlusslicht Vorarlberg (15; 2007: 15).

 Bundesland 

 Geisterfahrer 2008 

 hauptbetr. Autobahn-Teilstück 

 Niederösterreich 

    144 (  +13%)

 A21 Außenringautobahn

 Steiermark

      74 (  -43%)

 A2 im Wechselabschnitt

 Oberösterreich

      69 (   +1%)

 A7 im Raum Linz

 Tirol

      62 (    -7%)

 A12 im Tiroler Unterland

 Kärnten

      54 (    -8%)

 A2 Wörtherseeabschnitt

 Wien

      31 (  +24%)

 A4 Ostautobahn

 Salzburg

      30 (  +42%)

 A10 im Abschnitt Pongau

 Burgenland

      18 (+151%)

 A4 und S31

 Vorarlberg

      15 (gleich)

 Raum Bregenz


Veränderungen:
Den stärksten relativen Zuwachs gab es im Burgenland, wo sich die Geisterfahrten mehr als verdoppelt haben (+11 Meldungen; +157,1%).  Deutliche Zuwächse gab es auch in Salzburg (+9 Meldungen; +42,9%), Wien (+6 Meldungen; +24,0%) und Niederösterreich (+17 Meldungen; +13,4%). Geringfügig erhöht hat sich die Anzahl in Oberösterreich (+1 Meldung; +1,5%). Unverändert blieb die Situation in Vorarlberg.  Etwas gebessert hat sich die Lage in Tirol (-5 Meldungen, -7,5%) und Kärnten (-5 Meldungen; -8,5%)  Einen besonders auffälligen Rückgang gab es in der Steiermark (-56 Meldungen; -43,1%). Hier hat sich die Anzahl gegenüber 2007 beinahe halbiert.

Jahrestrends:
Noch nie gab es in einem Bundesland so viele Geisterfahrer wie 2008 in Niederösterreich. Auch im Burgenland wurden die meisten Geisterfahrer seit Aufzeichnungsbeginn (1994) gezählt. Dafür weist die Steiermark den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen auf. In Kärnten hat sich die Anzahl der Meldungen schon das vierte Jahr in Folge reduziert. Zählt man alle Geisterfahrer seit 1994
zusammen, so liegt Kärnten (880) nur noch eine Meldung vor Oberösterreich (879).
 

Bundesländerbilanz im Detail:

Niederösterreich: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Niederösterreich

Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1994 gab es in Niederösterreich in einem Jahr so viele Geisterfahrer wie 2008. 44 Meldungen bedeuten gegenüber 2007 ein Plus von 17 Meldungen oder 13,4 %. Niederösterreich hat somit die Steiermark in der Bundesländerwertung von Platz 1 verdrängt. Schon in den Jahren 2004 bis 2006 lag Niederösterreich voran, davor war stets die Steiermark das Bundesland mit den meisten Geisterfahrermeldungen.

Das gefährlichste Teilstück Niederösterreichs war die "A21 im gesamten Verlauf" (16 Meldungen; 2007: 6), wo es von allen Teilstücken Österreichs in absoluten Zahlen den größten Zuwachs gegeben hat (+10). Die zweithäufigsten Geisterfahrerwarnungen in NÖ betrafen die A1 im Abschnitt "Wienerwald" zwischen Wien-Auhof und dem Knoten Steinhäusl. Mit 14 Meldungen hat sich hier die Anzahl gegenüber 2007 exakt verdoppelt (+7). Dahinter folgt die A22 im Abschnitt NÖ mit 11 Meldungen (+6). Gebessert hat sich die Situation auf der A2 im Raum Wr. Neustadt (Baden-Grimmenstein) mit 10 Meldungen (2007: 14). Auffallend viele Geisterfahrer gab es zudem am
Autobahnknoten Vösendorf, wo die A2, die A21 und die S1 zusammentreffen. Hier wurde 14 Mal (2007: 3) Alarm geschlagen.  Am 10. Jänner verursachte ein Geisterfahrer einen Unfall auf der A1
zwischen Böheimkirchen und St. Pölten. Der Geisterfahrer beging Fahrverflucht. Der andere Lenker blieb glücklicherweise unverletzt. Am 25. März war ein älterer Herr auf der S5 zwischen Tulln und
Stockerau über mehrere Kilometer als Geisterfahrer unterwegs.
 

Steiermark: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Steiermark

Während es in Niederösterreich die bisher meisten Geisterfahrer gab, wurden in der Steiermark 2008 die wenigsten seit Beginn der Aufzeichnungen (1994) gezählt. Mit 74 Meldungen (-56 Meldungen;
-43,1%) hat sich die Anzahl nahezu halbiert und liegt die Steiermark weit hinter Niederösterreich zwar noch auf Rang 2, jedoch nur noch knapp vor Oberösterreich (69).

Besonders erfreulich die Entwicklung auf der A9, der Pyhrnautobahn im Abschnitt Liezen (Bosrucktunnel-Knoten St. Michael): Lag dieser Abschnitt 2007 mit 19 Meldungen österreichweit noch auf Rang 3, wurden 2008 von hier nur noch 2 Geisterfahrer gemeldet - Rang 59. Einen starken Rückgang gab es auch auf der A9 südlich von Graz (5 Meldungen; 2007: 15).

Das Teilstück mit den meisten steirischen Geisterfahrern liegt zum Teil in Niederösterreich und im Burgenland - die A2 im Wechselabschnitt mit 17 Meldungen (2007: 21). 14 davon waren in der Steiermark unterwegs. Keinen einzigen Geisterfahrer gab es auf der S35 zwischen dem Knoten Bruck und Mautstatt. Einer der beiden tödlichen Geisterfahrerunfälle des Jahres ereignete sich in der
Steiermark. Am 21. August prallte auf der Semmering Schnellstraße im Raum Mürzzuschlag ein PKW-Lenker als Geisterfahrer frontal gegen einen LKW. Der Geisterfahrer starb, der LKW-Lenker überlebte schwer verletzt.
 

Oberösterreich: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Oberösterreich

Oberösterreich liegt 2008 erneut auf Rang 3 in der Bundesländerstatistik mit 69 Meldungen (2007: 68), nur noch knapp hinter der Steiermark (74). Das oberösterreichische Teilstück mit den
meisten Geisterfahrern war die A7 im Raum Linz mit 14 Meldungen (2007: 11).
Klare Zunahmen gab es auch auf der A1 im Seengebiet (Mondsee-Vorchdorf) von 8 auf 13 Meldungen, auf der A8 im Raum Ried (5 auf 11) und auf der A8 im Raum Wels (7 auf 11). Klar rückläufig hingegen die Entwicklung auf der A1 im Raum Linz (7; 2007: 15). Am Knoten Wels (A8/A25), wo in den letzten Jahren immer wieder viele Geisterfahrer gesichtet worden waren, wurden diesmal 2 Falschfahrer gemeldet. In Oberösterreich ereignete sich einer der beiden tödlichen Geisterfahrerunfälle des Jahres: Am 3. Mai geriet ein junger Lenker auf der B3 bei Steyregg auf die falsche der beiden baulich getrennten Richtungsfahrbahnen. Es kam zu einem Zusammenstoß mit einem anderen PKW, bei dem eine 74-jährige Mitfahrerin starb.

Glimpflich endete hingegen die Geisterfahrt eines 83-jährigen am 9. April auf der A8 zwischen Haag und Wels, der, nachdem er einen Unfall verursacht hatte, von einem beherzten LKW-Fahrer gestoppt werden konnte.
 

Tirol: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Tirol

Tirol liegt mit 62 Meldungen (2007: 67) wie schon im Jahr davor hinter Oberösterreich auf Rang 4 in der Bundesländerwertung. Unverändert prekär ist die Situation auf der A12 im Tiroler Unterland (Innsbruck-Ost - Kufstein): Mit 17 Meldungen ist dieser Abschnitt jener mit den zweithäufigsten Geisterfahrten in Österreich (hinter dem "Wörtherseeabschnitt" in Kärnten). Auch in den anderen Tiroler Abschnitten gab es kaum Veränderungen, mit Ausnahme der A13 im Abschnitt Innsbruck-Matrei, wo sich die Anzahl immerhin von 8 auf 5 verringert hat. Am 14. Juli konnte die Polizei gleich zwei PKW stoppen, die auf der S16 sozusagen im Konvoi als Geisterfahrer unterwegs waren. Am 26. Februar wurde ein Pole bei der Mautstelle Schönberg zu einem Geisterfahrer, weil er die Mautgebühr nicht bezahlen wollte und daher umdrehte. Auch er konnte von der Polizei gestoppt werden.
 

Kärnten: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Kärnten

Kärnten darf sich zum vierten Mal in Folge über einen Rückgang der Geisterfahrermeldungen freuen, zuletzt von 59 auf 54 Meldungen. Das ist die niedrigste Anzahl seit 1998.

Dennoch war auch 2008 das gefährlichste Teilstück Österreichs in Kärnten zu finden - wie fast jedes Jahr der "Wörtherseeabschnitt" auf der Südautobahn (A2) zwischen Klagenfurt-Ost und dem Knoten Villach mit 26 Meldungen (2007: 25). Verdoppelt haben sich die Geisterfahrten auf der Tauernautobahn im Abschnitt Spittal-Villach (8; 2007: 4); dafür sind die Geisterfahrer auf den übrigen Kärntner Abschnitten durchwegs weniger geworden. Auf der S37, der Klagenfurter Schnellstraße wie auch auf der A11, der Karawankenautobahn, gab es 2008 keinen einzigen Geisterfahrer (A11: 2007: 2). Für eine gefährliche Situation sorgte am 12. Jänner ein ungarischer Reisebus, der bei der Raststation Völkermarkt die richtige Auffahrt zur A2 verfehlte und zu einem Geisterfahrer wurde. Der Lenker erkannte jedoch sehr bald seinen Fehler und stoppte nach kurzer Zeit selbst die Geisterfahrt.
 

Wien: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Wien

In Wien haben die Geisterfahrten gegenüber 2007 fast um ein Viertel zugenommen. Die Anzahl 2008 betrug 31 (2007: 25). Nur im Jahr 2005 gab es mit 35 Meldungen mehr Falschfahrer in Wien als 2008. Die in Wien am stärksten betroffene Autobahn war die A4 - Ostautobahn - mit 13 Falschfahrern (2007: 6). Auf der Südosttangente (A23) gab es 7 Mal Geisterfahreralarm (2007: 6).

Abseits der Autobahnen waren je einmal in der Westeinfahrt, auf der Nordbrücke und der B14 bei Nußdorf Falschfahrer unterwegs. Ein Geisterfahrer verursachte am 24. November einen Unfall auf der A23. Der schwer alkoholisierte Geisterfahrer kollidierte mit einem LKW, glücklicherweise gab es nur Leichtverletzte.
 

Salzburg: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Salzburg

Nach dem Rückgang in den vergangenen beiden Jahren, hat sich die Anzahl der Geisterfahrer in Salzburg zuletzt wieder erhöht. 30 Geisterfahrer im Jahr 2008 bedeuten ein Plus von 9 Meldungen bzw. 42,9 %. Das gefährlichste Teilstück war erneut die A10 im Abschnitt "Pongau" zwischen Flachau und Pass Lueg mit 10 Meldungen, hier geht die Anzahl allerdings seit 2002 kontinuierlich zurück. Auf der A1 im Raum Salzburg hingegen hat sich die Anzahl im vergangenen Jahr von 4 auf 8 verdoppelt. Auf der A10 im Abschnitt Knoten-Salzburg-Paß Lueg gab es statt einer (2007) 4 Meldungen, auf der A10 im Lungau ist die Anzahl mit 3 Meldungen gleich geblieben. Immerhin 4 Lenker waren im Knotenbereich Salzburg (A1/A10) falsch unterwegs (2007: 0). Am 20. Oktober prallte auf der A10 zwischen Hallein und Puch ein Klein-LKW als Geisterfahrer gegen einen Reisebus. Eine Person wurde schwer verletzt. Am 7. September wendete ein 22-jähriger betrunkener Deutscher im Hieflertunnel auf der A10 und wurde so zum Geisterfahrer.

Am 3. Oktober waren Autodiebe auf der A1 bei Salzburg-Nord als Geisterfahrer unterwegs. 
 

Burgenland: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Burgenland

Erstmals seit 1998 bildet nicht das Burgenland das Schlusslicht in der Bundesländerwertung, sondern Vorarlberg. 18 Meldungen im Burgenland (2007: 7) ist die größte Anzahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1994. Die Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Mitverantwortlich dafür sind die ungewöhnlich vielen Geisterfahrer auf der S31, im Raum Eisenstadt (5; 2007: 0). Immerhin 3 Geisterfahrer waren auf der A6 unterwegs.

Auf der A4 im burgenländischen Abschnitt wurden 5 Geisterfahrer gezählt (2007: 3). Als Kuriosität ist die Geisterfahrt am 6. November einzustufen: An diesem Vormittag war ein Traktor mit einem Zuckerrübentransport auf der falschen Richtungsfahrbahn der A6 unterwegs.
 

Vorarlberg: Geisterfahrer-Statistik 2008

Geisterfahrer Vorarlberg

In Vorarlberg ist 2008 die Anzahl der Geisterfahrer gegenüber dem Vorjahr mit 15 Meldungen exakt gleich geblieben. Da es jedoch im Burgenland 2008 mehr Geisterfahrer gab, bildet Vorarlberg erstmals seit 1998 das Schlusslicht in der Bundesländerwertung. Alle Vorarlberger Geisterfahrer waren auf der Rheintalautobahn unterwegs - davon die meisten im Raum Bregenz (2007: 4); im Raum Dornbirn und Bludenz gab es jeweils 3 Mal Geisterfahreralarm.

Auf der S16 im Vorarlberg war erfreulicherweise 2008 kein einziger Falschfahrer unterwegs. Auch über Unfälle oder sonstige außergewöhnliche Vorfälle in Zusammenhang mit Geisterfahrern ist
nichts bekannt.
 

Rückfragehinweis:

      Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit
      Petra Jesenko
      Telefon: 01/36069/19120
      petra.jesenko@orf.at

OTS0011    2009-01-22/08:05
 



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