Wien

Burgtheater





Fotos: (li.) Burgtheater außen © Wien-konkret
(Mitte) Bühne © Burgtheater
(re.) Zuschauerraum © Burgtheater

Adresse: Universitätsring 2 (ehemals Dr.-Karl-Lueger-Ring 2), 1010 Wien      
Telefon: 01 51444-4140 
Aufführungen: => Spielplan   => Karten
Verkehrsanbindung: U-Bahn U2 Universität, U3 Herreng.; Straßenbahn: Linie 1,2,D
Zuschauerraum: 1175 Sitzplätze, 85 Stehplätze, 12 Rollstuhlplätze
Beschreibung Das Haus am Ring wurde 1874 bis 1888 erbaut und 1948 bis 1955 nach schweren Kriegszerstörungen wiederhergestellt.
Das Burgtheater ist die wichtigste Schauspielbühne des Landes und eine der ersten Adressen für deutschsprachige Schauspielkunst.



Bewerbung für den Geschäftsführer des Burgtheaters


Dario Lindes
Florianigasse 23/3
1080 Wien
Tel. 0699-111 73 406

Bewerbung:
Lieber Staatskultursekretär Ostermeier!
In meiner AMS-Bezirksstelle habe ich zufällig im Jobkatalog Ihre Ausschreibung für den künstlerischen Geschäftsführer des Wiener Burgtheaters gelesen, meine Beraterin hat mir gesagt, ich soll mich dafür bewerben.
Das tue ich hiermit.
Entnehmen Sie also bitte meine offizielle Einreichung für diesen Posten.
Ich glaube, ich bin der ideale Kandidat für Sie.
...
ad 3. Kenntnis der nationalen und internationalen Theaterszene.
ad 4. Kenntnis des nationalen und internationalen Kulturlebens und dessen
organisatorischen Umfelds.
   Durch meine Vernetzung mit internationalen und überregionalen Kulturbetrieben kann ich auf einen langen Erfahrungsschatz an Zusammenarbeit verweisen.
So war ich: Chefdramaturg bei Pradler Ritterspielen, Oberspielleiter Stadttheater Wolfenbüttel, Generalintendant Sommerfestival Alpl. Kurator für Schleißheimer Literaturtage 1997.
   Ich wäre fast Leiter der Ruhrtriennale geworden – hätte ich mich dafür beworben. Dafür Gründung des alternativen Gegenfestivals Amöbenruhr-Triennale im Tropeninstitut des Kreiskrankenhauses Aalen.
Ganze => Bewerbung zum Geschäftsführer des Burgtheaters
Problemaufriß und => Künstlerisches Konzept für das Burgtheater

PS: In Summe gab es 21 Bewerbungen - davon 5 Bewerbungen aus Österreich - die rechtzeitig bis 16.6.2014 eingebracht wurden.



Burgtheater-Skandale

Gab es früher die Burgtheater-Skandale und Aufreger auf der Bühne (zB Ära Claus Peymann), so haben sich diese nun als Finanzskandale ins Rechnungswesen verlagert. Burgtheaterchef Matthias Hartmann wurde daraufhin am 11. März 2014 von Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) fristlos entlassen.

* tagesspiegel.de vom 7.4.2014: Finanzskandal ums Burgtheater Matthias Hartmann rechtfertigt sich im "Spiegel"
* heute.at vom 28.3.2014: Vor Burgtheater wuchs Gras über den Skandal
* Der Standard vom 12.3.2014: Wer hat Schuld am Burgtheater-Skandal?
* ORF.at vom 27.2.2014: Burgtheater-Skandal - eine Chronologie
* Salzburger Nachrichten vom 27.2.2014: Burgtheater-Bericht belastet Silvia Stantejsky
* Kurier vom 17.2.2014: Burgtheater: "Skandal", "Unsinn" und "Erstickungstod" Die Affäre um die entlassene Vizedirektorin zieht weite Kreise
* profil vom 11.1.2014: Burgtheater: Neue Details in der Affäre um Ex-Geschäftsführerin Silvia Stantejsky
 



Geschichte des Burgtheater:

Das Burgtheater, ursprünglich Theater an der Burg, dann bis 1918 Hof-Burgtheater, ist das Bundestheater Österreichs in Wien und eines der bedeutendsten deutschsprachigen Theater überhaupt.
Am 14. März 1741 wurde es von Kaiserin Maria Theresia als Theater nächst der Burg gegründet, ihr Sohn Kaiser Joseph II. erklärte es 1776 zum "Deutschen Nationaltheater". Seit 1794 trägt das Theater den Namen "K.K. Hoftheater nächst der Burg". Am 14. Oktober 1888 verlegte man das Burgtheater in ein von Gottfried Semper (Grundriss) und Karl Freiherr von Hasenauer (Fassade) entworfenes Gebäude an der Wiener Ringstraße. Nachdem es 1944 ausgebrannt war, wurde das Burgtheater 1955 restauriert. Der klassische Burgtheaterstil und das Burgtheaterdeutsch wurden auf deutschen Bühnen richtungsweisend.

Uraufführungen am Burgtheater
1817, 31. Jan. - "Die Ahnfrau", Trauerspiel von Franz Grillparzer
1818, 21. April - "Sappho", Trauerspiel von Franz Grillparzer
1889, 25. April - "Gyges und sein Ring", Tragödie von Friedrich Hebbel

Die Direktoren des Burgtheaters
Joseph Schreyvogel (1814 - 1832)
Heinrich Laube (1849 bis 1867)
Franz Freiherr von Dingelstedt (1870 - 1881)
Max Burckhard (1890 - 1898)
Paul Schlenther(1898 - 1910)
Alfred Freiherr von Berger (1910 - 1912)
Albert Heine (1918 - 1921)
Anton Wildgans (1921 - 1922)
Anton Wildgans (1930 - 1931)
Hermann Röbbeling (1932 - 1938)
Mirko Jelusich (1938)
Lothar Müthel (1939 - 1945)
Raoul Aslan (1945 - 1948)
Josef Gielen (1948 - 1954)
Adolf Rott (1954 - 1959)
Ernst Haeusserman (1959 - 1968)
Paul Hoffmann (1968 - 1971)
Gerhard Klingenberg (1971 - 1976)
Achim Benning (1976 - 1986)
Claus Peymann (1986 - 1999)
Klaus Bachler (1999-2009)
Matthias Hartmann (2009-2014) (wurde am 11. März 2014 fristlos entlassen)
Karin Bergmann (2014–2016) Interimsdirektion

 

Klingenberg öffnete in seiner Direktionszeit das Burgtheater für wichtige europäische Regisseure und brachte u. a. Inszenierungen von Peymann, Giorgio Strehler - inszenierte Carlo Goldonis "Trilogie der Sommerfrische " (Bühnenbild: Ezio Frigerio) sowie "Das Spiel der Mächtigen" nach Shakespeares Königsdramen -, Peter Hall, Luca Ronconi - gestaltete einen Antikenzyklus aus Euripides' "Die Bakchen" (Bühnenbild und Kostüme: Pier Luigi Pizzi), Aristophanes' "Die Vögel" (Bühnenbild und Kostüme: Luciano Damiani) sowie Aischylos' "Orestie" (Bühnenbild und Kostüme: Damiani), Jean-Louis Barrault, Roberto Guicciardini, Otomar Krejca (1976 Goethes "Faust" mit Rolf Boysen).

Claus Peymann konnte mit zahlreichen Uraufführungen von Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Peter Handke, Peter Turrini und George Tabori den Ruf des Theaters als eine der großen Sprechbühnen Europas festigen. In seiner Ära wirkten Regisseure wie Peter Zadek, Ruth Berghaus, Mathias Langhoff, Manfred Karge, Alfred Kirchner, Michael Haneke, Cesare Lievi, Achim Freyer, Dieter Giesing, Niels-Peter Rudolph sowie Tabori und Strehler.

Zu den bekanntesten Schauspielern der etwa 120 Mitglieder des Ensembles gehören: Anne Bennent, Sven-Eric Bechtolf, Klaus Maria Brandauer, Kirsten Dene, Bruno Ganz, Karlheinz Hackl, Robert Meyer, Andrea Jonasson, Gertraud Jesserer, Corinna Kirchhoff, Ignaz Kirchner, Jutta Lampe, Susanne Lothar, Michael Maertens, Tamara Metelka, Birgit Minichmayr, Nicholas Ofczarek, Elisabeth Orth, Hedwig Pistorius,  Branko Samarovski, Martin Schwab, Libgart Schwarz, Peter Simonischek, Ulrich Tukur, Gert Voss, Johanna Wokalek, Gusti Wolf, Heinz Zuber.

Berühmte ehemalige Ensemblemitglieder: Max Devrient, Josef Kainz, Alexander Girardi, Josef Lewinsky, Joseph Schreyvogel, Adolf von Sonnenthal, Charlotte Wolter, Ludwig Gabillon, Adele Sandrock, Max Ophüls, Attila Hörbiger, Zerline Gabillon, Paul Hörbiger, Susi Nicoletti, O. W. Fischer, Oskar Werner, Curd Jürgens, Hans Moser, Albin Skoda, Hedwig Bleibtreu, Josef Meinrad, Heinz Rühmann, Boy Gobert, Will Quadflieg, Thomas Holtzmann Judith Holzmeister, Rolf Boysen, Peter Fitz, Paulus Manker, Fritz Schediwy, Ulrich Mühe, Traugott Buhre, Hugo Lindinger, Pavel Landovsky, Walther Reyer ,Markus Boysen, Marcus Bluhm, Uwe Bohm.

Als Gäste für einzelne Rollen kamen u. a. Klaus Kinski, Maximilian Schell, Senta Berger, Tilda Swinton, Ingrid Caven, Josef Bierbichler, Christine Kaufmann, Otto Schenk, Hans-Christian Blech, Bernhard Minetti, Marianne Hoppe, Karoline Eichhorn, Corinna Harfouch, Hannelore Hoger, Susanne Lothar, August Diehl, Otto Sander, Ulrich Tukur, Sunnyi Melles, Ilse Ritter, Angela Winkler, Jutta Lampe, Ulrich Wildgruber, Hans Christian Rudolph, Hans Michael Rehberg, Walter Schmidinger, Eva Mattes, Cornelia Froboess.

Besonders verdiente Künstler, die sich im außergewöhnlichen Maße um das Haus verdient gemacht haben, werden mit der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt. Deren Namen werden am Fuß der Feststiege Volksgartenseite in Marmor gemeisselt.

Ehrenmitglieder sind u.a. Annemarie Düringer, Wolfgang Gasser, Heinrich Schweiger, Prof. Gusti Wolf, Michael Heltau.

Literatur
    * Helene Bettelheim-Gabillon: Im Zeichen des alten Burgtheaters.
      Wiener Literarische Anstalt, Wien u.a. 1921
    * Heinz Kindermann: Das Burgtheater. Erbe und Sendung eines
      Nationaltheaters. Luser, Wien und Leipzig 1939
    * Ernst Hauessermann: Das Wiener Burgtheater.
      Molden, Wien u. a. 1975 ISBN 3-217-00517-1
    * Minna von Alth und Gertrude Obzyna: Burgtheater 1776-1976.
      Aufführungen und Besetzungen von 200 Jahren. 2 Bände.
      Ueberreuter, Wien 1979
    * Hermann Beil (Hrsg.): Weltkomödie Österreich. 13 Jahre Burgtheater.
      1986-1999. 3 Bände. Zsolnay, Wien 1999 ISBN 3-552-04946-0
    * Franz Severin Berger, Christiane Holler: Das Burgtheater.
      Ein Führer um und durch das Haus am Ring.
      LinkDachs-Verlag, Wien 2000 ISBN 3-85191-236-5

Website: Burgtheater

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Wo ist das Burgtheater?

Liebe Redaktion,
Die Adresse des Burgtheaters auf eurer Homepage ist falsch. Ich muss gestehen ich habe mich sogar leider darauf verlassen und bin tatsächlich 30 Minuten zu spät in die Vorstellung gekommen :(
Ich hoffe ihr ändert die Adresse, damit es nicht anderen auch so geht, da man über Suchmaschinen recht schnell auf eurer Seite landet. Und JA, es gibt Leute die nicht wussten oder wissen wo das Burgtheater ist^^
Grüße,
Anna H.               21. Oktober 2013
PS: Inzwischen weiß ich wo der Fehler liegt, denn der Dr.Karl-Lurger-Ring wurde in Universitätsring umbenannt. Tippt man aber auf zb. wienerlinien.at "Dr.Karl-Lueger-Ring 2" ein, wird automatisch für die Adresse "Dr-Karl-Lueger-Platz 2" die Fahrplanauskunft angezeigt.

Anmerkung Red.: Danke für Ihren Hinweis. Soeben auf dieser Seite aktualisiert.
Bei den Wiener Linien müßte aber für die alte und neue Adresse eigentlich das gleiche Ergebnis kommen. Das mit der falschen Fahrplanauskunft bei den Wiener Linien ist sehr seltsam.