Wien

Die Wiener Staatsoper:

Wiener Staatsoper



Fotos: Wiener Staatsoper von außen; Bild Mitte: Bühneneingang mit Autogrammjägern

Adresse: Opernring 2, 1010 Wien;  Telefon: 01-514440
Aufführungen: => Spielplan   => Karten
Verkehrsanbindung:
U-Bahn U1, U2, U4 Station Karlsplatz; Straßenbahn: Linie 1,2,D
Zuschauerraum: 1.709 Sitzplätze, 567 Stehplätze,
Rollstuhlplätze mit Begleitung: 4 im Parkett/Parterre,18 auf der Gallerie
Beschreibung:  Die Wiener Staatsoper wurde am 25. Mai 1869 mit einer Premiere von Don Juan von Mozart eröffnet Aus den Mitgliedern des Staatsopernorchesters rekrutieren sich auch die Wiener Philharmoniker.
In einem eigens konstruierten Zelt auf dem Dach, finden Kinderopern statt.
Oper live am Platz:  Im April, Mai, Juni & September werden ausgewählte Opern- & Ballettaufführungen direkt auf eine 50m2 große LED-Videowand auf den Herbert von Karajan-Platz (zwischen Oper & Kärntnerstrasse) live  übertragen. Eintritt: frei
Werkeinführungen: Bei ausgewählten Werken werden eine halbe Stunde vor Beginn der jeweiligen Vorstellungen kostenlose Werkeinführungen im Gustav Mahler - Saal angeboten.
Unterkünfte in der Nähe => Hotels bei der Staatsoper



Über die Wiener Staatsoper:

Die Wiener Staatsoper (früher Wiener Hofoper), das "Erste Haus am Ring", ist das wichtigste Opernhaus Wiens und eines der bekanntesten der Welt. Aus den Mitgliedern des Staatsopernorchesters rekrutieren sich auch die Wiener Philharmoniker.

Das Gebäude wurde als erstes aus dem Wiener Stadterweiterungsfond bestrittenes Monumentalgebäude der Ringstraße im Jahr 1860 ausgeschrieben. Bereits Ende 1861 begann der 1869 fertiggestellte Bau nach Plänen der - auch privat miteinander verbundenen und gemeinsam in einem Haus im 6. Bezirk lebenden - Architekten August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll im Stil der Neorenaissance. Das Gebäude wurde jedoch von der Öffentlichkeit nicht sehr geschätzt. Einerseits konnte es gegenüber dem riesigen Heinrichshof, einem privaten Zinshaus (im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1955 durch den Opernringhof ersetzt), seine monumentale Wirkung nicht richtig entfalten. Andererseits wurde, nachdem das Ringstraßenniveau vor der Oper nach Baubeginn um einen Meter gehoben wurde, diese als "versunkene Kiste" und - in Analogie zum militärischen Desaster von 1866 - "Königgrätz der Baukunst" heftig kritisiert und trieb schließlich Van der Nüll in den Freitod. Knappe 10 Wochen später erlag Sicardsburg einer Herzinfarkt; somit erlebte keiner der beiden Architekten die Fertigstellung.

Die Eröffnungspremiere war Don Giovanni von Mozart am 15. Mai 1869. 1920 erfolgte die Umbenennung von "Hofoper" zu "Staatsoper". Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde die Wiener Staatsoper am 5. November 1955 mit Fidelio von Ludwig van Beethoven neu eröffnet. Die Fassade sowie die Eingangshalle und darüber das sog. Schwindfoyer (mit Fresken von Moritz von Schwind) sind im ursprünglichen Stil des Historismus wiederaufgebaut worden. Die Wiener Staatsoper hat ein Repertoiresystem: über 50 Produktionen stehen auf dem Spielplan. Daher kann das Haus zehn Monate im Jahr bespielt werden.

Berühmte Direktoren der Staatsoper waren
* Gustav Mahler, (1897-1907)
* Richard Strauss (1919-1924)
Der derzeitige Staatsoperndirektor ist Dominique Meyer.

Musikdirektoren:
* 1956-1964 war Herbert von Karajan künstlerischer Leiter und führte das Prinzip ein, Opern in der Originalsprache aufzuführen.
* Der derzeitige künstlerische Leiter ist Franz Welser-Möst (seit 1.September 2010)

Kinderopern:
Die Wiener Staatsoper ist auch bekannt für ihre häufigen Aufführungen von Kinderopern, wie etwa Peter Pan, Das Traumfresserchen oder Der 35.Mai. Das Ensemble für diese Kinderoper ist breit gefächert: Z. B. Ildiko Raimondi, Angelika Kirchschlager, Ileana Tonca, Hans Peter Kammerer, Cosmin Ifrim oder Nicholas Aquilina.

Opernball:
Eine wichtige Veranstaltung ist auch der Opernball, der alljährlich am letzten Donnerstag im Fasching stattfindet.

Weblinks: Wiener Staatsoper

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ORF kündigt Vertrag mit Staatsoper

Staatsoperndirektor Ioan Holender berichtete der Tageszeitung ÖSTERREICH am Mittwoch von einem besonders brisanten Brief, der ihm ins Haus geflattert sei: "ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kündigte per 31. 1. (Erg. 2009) unseren gemeinsamen Vertrag bezüglich der Opernübertragungen auf", so Holender.

Verwundert sei er darüber nicht wirklich: "Wenn man nicht einmal unsere Götterdämmerung sendet, was kann man sich dann noch für Opernübertragungen vom ORF erwarten?!" Und Holender weiter: "Niemand liebt die Oper in der ORF-Kultur. Dafür sendet man stundenlang den Opernball, der ist dem ORF offenbar wahnsinnig wichtig."

Auf Anfrage beim ORF bestätigte man gestern diesen Brief: "Ja, es ist richtig, dass der ORF den Rahmenvertrag, der die Opernübertragungen aus der Staatsoper geregelt hat, gekündigt hat, da dieser Vertrag - weil vor vielen Jahren abgeschlossen - die Übertragungen nicht mehr im Sinne größtmöglicher Publikumszufriedenheit garantieren konnte."

Aber: Die Kündigung bedeute "in keiner Weise das Ende der Zusammenarbeit mit der Staatsoper." In Zukunft wolle der ORF "für einzelne Aufführungen Verträge mit der Oper abschließen. Für nächstes Jahr verhandeln wir diesbezüglich bereits mit Direktor Holender."

Und, so der ORF gegenüber ÖSTERREICH: "Mit Opern von Salzburg, Bregenz über Volksoper bis Theater an der Wien bieten wir unseren TV-Zuschauern im Jahr 2009 eine wirklich gute Mischung."

Rückfragehinweis:
   ÖSTERREICH,    Chefredaktion
   Tel.: (01) 588 11 / 1010
   mailto:redaktion@oe24.at

OTS0254    2009-01-29/15:23