Wien

Burgwache: Parade der Hoch- und Deutschmeister

Die "Burgwache" der Hoch- und Deutschmeister ist in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband und der Stadt Wien zustande gekommen. Zum ersten Mal fand sie im Jahr 2004 statt und wird nun das dritte Jahr jeden Samstag von 10.45 bis 12.00 Uhr von 7. Mai bis 1. Oktober abgehalten.

Die Veranstaltung ist frei zugänglich.

Bei sehr starkem Regen müssen wir auf die Uniformen und Instrumente Rücksicht nehmen, aber wir versuchen natürlich unsere Aufführung soweit wie möglich durchzuführen





Fotos: Die Hoch- und Deutschmeister am Weg zur Burgwache

Der Ablauf ist folgendermaßen:

10.45 Uhr Aufstellung auf dem Graben Ecke Kohlmarkt beim Meinl, mit klingendem Spiel über den Kohlmarkt durch das Michaelertor in den Inneren Burghof, dort findet ein ca. 45-minütiges Platzkonzert statt, danach geht es zurück zum Michaelerplatz endet dort um 12.00 Uhr.

Es wird auch "Deutschmeister-Wein" verkostet und nach der Veranstaltung trifft man sich beim "Deutschmeister-Heurigen" auf dem Graben.



Geschichtliches

1695 forderte der Kaiser angesichts der anhaltenden Bedrohung durch die türkischen Heerscharen alle deutschen Fürsten auf, neue Regimenter für ihre Kämpfe zu rekrutieren und ihm zur Verfügung zu stellen. Einer dieser Fürsten war Franz Ludwig, Pfalzgraf zu Neuburg und bei der Rhein. Er hatte seinen Besitz dem Deutschen Ritterorden überschrieben; daraufhin mußte auch der Orden ein Regiment aufstellen.

1695 wurde mit der Anwerbung begonnen. In Donauwörth konnte 1696 das Regiment vereidigt werden. Ein Jahr später erhielten sie unter dem Oberkommando des Prinzen von Eugen bei Zenta ihre siegreiche Feuertaufe. Im Jahre 1741 ordnete Kaiserin Maria Theresia an, daß jedes Regiment seine eigene Kapelle haben sollte, um die Truppen zur Parade zu führen und sie im Kampf anzuspornen. Anläßlich der Geburt Josephs II. hatte die Deutschmeister-Kapelle ihre erste Parade in Mailand im Jahre 1741.

Aus Sparsamkeitsgründen ordnete das Österreichische Hofkonzilium an, daß jeder kommandierende Oberst seine Regimentskapelle selber erhalten müsse. Viele Kapellen gingen dadurch zu Grunde. Graf Anton Colloredo, Kommandeur des  Deutschmeister-Regiments, war jedoch darauf bedacht, daß die Kapelle erhalten blieb. Die Offiziere des Regiments unterstützten ihre Kapelle auch weiterhin, bis im Jahre 1918 die kaiserliche Armee aufgelöst wurde.

1781 stationierte Kaiser Joseph II. die Deutschmeister in Wien. Seit damals hat die Kapelle den unvergleichlichen Wiener Klang. Sie galt als die Lieblingskapelle des Kaisers und des Volkes. So wurde sie nicht nur für offizielle Anlässe, z, B. die Wachablöse eingesetzt, sondern gab auch öffentliche Konzerte vor dem Belvedere und in Schönbrunn. Damals schon war sie mehr als eine Militärkapelle, sie wurde zur Interpretin des österreichischen musikalischen Prunkes in Friedenszeiten.

Bezeichnend für die musikalische Qualität der Hoch- und Deutschmeister war die Vielzahl der begnadeten Musiker in ihren Reihen. Viele wurden auch als Komponisten berühmt: Joseph Helmesberger, Joseph Bayer, Robert Stolz, Edmund Eysler und Carl Michael Ziehrer. Im Jahre 1893 feierte die Kapelle unter Ziehrer als eine der populärsten Attraktionen der Weltausstellung in Chicago wahre Triumphe. 1910 entsandte sie Kaiser Franz Joseph höchstpersönlich auf eine Konzertreise nach Südamerika. Dort durfte Kapellmeister Wilhelm Wacek wahre Begeisterungsstürme verzeichnen.

Nach der Abrüstung 1918 blieb die Hoch- und Deutschmeister-Kapelle durch die Initiative des Kapellmeisters Julius Herrmann als private Organisation bestehen, da, wie Julius Herrmann damals sagte, Wien seine Musik behalten müsse. Dieser Gedanke wurde auch nach dem Ende des 2. Weltkrieges weitergelebt. In zahlreichen, äußerst erfolgreichen Tourneen in Europa und Nordamerika waren und sind die Hoch- und Deutschmeister ein lebendiges Symbol für Österreich und seine Jahrhunderte alte musikalische Tradition.

Nach dem Tode von Julius Herrmann 1977 übernahm Wilhelm Breitenfeld die organisatorische Leitung des Orchesters. Als musikalische Leiter konnten Prof. Horst Winter und  später Prof. Ottokar Drapal gewonnen werden. Gemeinsam konnten große musikalische Erfolge in Österreich, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz errungen werden. Während dieser Zeit wurde das 250-jährige Jubiläum der Kapelle und das 300-jährige Bestehen der Hoch- und Deutschmeister gefeiert. Die Verknüpfung der Jahrhunderte alten, österreichischen Tradition mit der temperamentvollen, ewig jungen Musik wird auch in Zukunft das bestimmende Merkmal der Hoch- und Deutschmeister sein.

Quelle: Die Hoch- und Deutschmeister, mit freundlicher Genehmigung durch die Obmann Dr. Max Bichler.
 



Kontakt:

Seit Juni 2007 hat Kapellmeister Reinhold Nowotny den Vorsitz der Original Hoch- und Deutschmeister übernommen.

Triesterstraße 352, A - 1230 WIEN
Telefon: 0664 43 45 467





Hoch- und Deutschmeister - Vom Putsch zum Justizskandal

Der Krieg zwischen der ordentlich gewählten Obfrau Brigitte Ira und den Deutschmeistern hält an.

Die langjährige Obfrau will die Nichtigkeit der illegalen Vorgangsweise von Max Bichler, Reinhold Nowotny und Kurt Preissl beweisen. Max Bichler hat in der Generalversammlung und einen Monat später in einem Putsch während der Probe die Statuten und das Vereinsgesetz verletzt. Brigitte Ira wurde vorsätzlich und überfallsartig mit Zuweisung der Vereinsschädigung und Unehrenhaftigkeit abgesetzt.
Max Bichler ernannte sich zum Obmann und reichte selbstverfaßte neue Statuten bei der Vereinsbehörde ein.
Dies war rechtswidrig, da eine Abwahl des Vorstandes und der Beschluß von Statuten nur durch die Generalversammlung möglich sind.
   Neue Statuten, die Mitgliedschaften und die sich anbahnende Institutionalisierung der Burgwache mußten für die gemeinsame Arbeit neu definiert werden. Dies wurde von Max Bichler, Reinhold Nowotny und Kurt Preissl bewusst verweigert und verhindert. Die Idee und Realisierung der Burgwache stammen von Brigitte Ira, das Urheberrecht des Veranstaltungskonzepts und die gemeinsame Marke der Burgwache werden ihr vom Verein jedoch aberkannt. In einem zweifelhaften Angebot sollte die immer noch rechtsmäßig gewählte Obfrau anlässlich eines vereinsinternen Festaktes im Anschluss an eine Probe in allen Ehren verabschiedet werden. Der Ausschluss aus dem Verein sollte im Einvernehmen in eine einvernehmliche Beendigung der Mitgliedschaft umgewandelt werden. Zitat Dr. Leon, Rechtsanwalt der Deutschmeister.
Hintergrund dieses widerrechtlichen Ausschlusses sind geschäftliche Interessen des Kapellmeisters Reinhold Nowotny. Kurioses Detail am Rande: seine Schwägerin, Gabriele Nowotny, wurde inzwischen Kassierin des Vereines. Das vereinsinterne Schiedsgericht wurde seitens der Deutschmeister mehrfach verweigert. 2009 hat Brigitte Ira eine Klage auf Nichtigkeit eingereicht. Im Dezember 2010 forderte Brigitte Ira auf Anraten ihres Anwalts neuerlich das Schiedsgericht an. Die Deutschmeister verweigerten abermals.
Der Richter umgeht unter Negieren der Fakten und Missachtung der Beweisführung der Klägerin den Klagsgegenstand. Die Schutzbehauptungen und Lügen der Beklagten enden in einem irreführenden Prozeßverlauf mit Abweisung der Klage. Die folgende Berufung wurde vom nächsten Instanzgericht mit dem Argument der verspäteten Einreichung abgewiesen. Die Deutschmeister haben die Existenz von Brigitte Ira mit Lügen, Diskriminierung und Rufschädigung zerstört. Das Gericht handelt unfair und ihr Rechtsanwalt wird grober Fahrlässigkeit beschuldigt. Zuletzt hetzt man ihr noch den Gerichtsvollzieher auf den Hals.
Brigitte Ira war zwei Jahre Sängerin des Vereines und hat danach den Verein auch als Obfrau acht Jahre geführt. In mühevoller Aufbauarbeit hat sie das Image und die finanzielle Situation durch Aufträge wie die Einführung der Burgwache 2004 auf eine solide Basis gestellt. Reinhold Nowotny war von ihr als Kapellmeister eingesetzt worden.
 
Rückfragehinweis:
   Brigitte Ira-Nistelberger
   Bacc. of Arts & Media Management
   Diplom. Veranstaltungs- und Eventmanagerin
   Hohlweggasse 12/22, 1030 Wien
   Mobiltel:  0676/541 83 13
   Email:  ira.telberg@chello.at

OTS0102    2011-05-23/11:20





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